Klimawandel »Menschliche Tragödien«
Der Vorstandschef der Münchener Rückversicherung über die Gefahren der Erderwärmung, höhere Versicherungsschäden und die Konferenz auf Bali – ein Gespräch mit Nikolaus von Bomhard
DIE ZEIT: Herr von Bomhard, fühlen Sie sich an der Spitze der Münchener Rückversicherungs AG als oberster Katastrophenmanager der Republik?
Nikolaus von Bomhard: Nein. Wir managen keine Katastrophen; das machen andere. Wir beschäftigen uns mit den Risiken, die zu Katastrophen führen können. Und als weltweit agierender Rückversicherer müssen wir wissen, worauf wir uns einlassen.
ZEIT: Auf mehr wetterbedingte Katastrophen?
Von Bomhard: Sie nehmen jedenfalls stetig zu.
ZEIT: Wegen des Klimawandels?
Von Bomhard: Ja, wegen des vom Menschen maßgeblich verursachten Klimawandels, das lässt sich mittlerweile mit Fug und Recht behaupten. Wir haben uns schon in den siebziger Jahren dazu geäußert, waren aber lange Zeit mit unserer Einschätzung sehr vorsichtig…
ZEIT: …wie man es von der vornehmen Rückversicherungsbranche gewohnt ist…
Von Bomhard: …weil wir seriös arbeiten wollen. Früher fehlten uns noch viele wissenschaftliche Daten und Kenntnisse. Inzwischen wissen wir viel mehr. Und deshalb sagen wir seit geraumer Zeit, dass der Klimawandel für die Menschheit eine Riesenherausforderung darstellt. Eine, die hoffentlich alle Akteure der gerade auf Bali tagenden Weltklimakonferenz sehr ernst nehmen. Und übrigens eine, bei der es um viel mehr geht als um extreme Wetterereignisse. Wenn etwa die großen Gletscher im Himalaya schmelzen, bekommen zum Beispiel China und Indien künftig ernste Probleme mit der Wasserversorgung. Wenn Dürren Afrika öfter heimsuchen, werden nicht nur die Spannungen zwischen den unmittelbar betroffenen Ländern zunehmen, es wird auch zu Migrationsbewegungen kommen, zu wahren Völkerwanderungen.
ZEIT: Die gab es auch früher schon. Missernten veranlassten Europäer, nach Amerika auszuwandern.
Von Bomhard: Ja, vor 150 Jahren. Wissen Sie, wie viele Menschen damals die Erde besiedelten? 1,3 Milliarden. Heute sind wir fünfmal so viel. Eine Völkerwanderung wäre deshalb heute ein ganz anderes Ereignis.
ZEIT: Welche Naturkatastrophe ist für Sie der größte Albtraum?
Von Bomhard: Kommt darauf an. Wenn Sie mich als Bürger fragen, antworte ich: eine große Überschwemmung. Überschwemmungen treten oft in Entwicklungsländern auf und fordern dort die meisten Opfer. Das sind menschliche Tragödien. Versicherungstechnisch ist das Risiko allerdings nicht so hoch, weil in den Gebieten, in denen verheerende Überschwemmungen drohen, die Versicherungsdichte meist nicht sehr hoch ist: in Industrieländern, weil Versicherer für Gebäude zumindest in regelmäßig überschwemmten Lagen ohne hohe Selbstbehalte keine aus Sicht des Versicherten interessante Deckung gewähren können; in Entwicklungsländern, weil sich die Menschen Versicherungsschutz nicht kaufen.
ZEIT: Im armen Bangladesch zum Beispiel.
Von Bomhard: Genau. Deshalb möchte die Versicherungswirtschaft mit Mikroversicherungslösungen helfen. Dagegen treten Sturmschäden häufig auch in Regionen auf, die hoch versichert sind. Stürme in Europa, im Südosten der USA oder in Japan sind deshalb für die Assekuranz das schwerwiegendere Ereignis.
ZEIT: Und damit ist verstärkt zu rechnen?
Von Bomhard: Starke Stürme häufen sich und werden heftiger. Das war insbesondere bei den Hurrikanen im Nordatlantik in den letzten Jahren zu beobachten. Wir wissen, dass der Klimawandel dazu sehr wahrscheinlich beiträgt – und dass er in Zukunft noch viel mehr dazu beitragen wird. Bisher sehen wir ja nur einen kleinen Teil der Entwicklung. Natürlich nehmen die Schäden auch deswegen zu, weil in den gefährdeten Gebieten immer mehr Menschen leben. Sie siedeln in Gegenden, die sie eigentlich meiden sollten.
ZEIT: Welches Problem haben Sie damit? Sie können doch einfach die Prämien erhöhen.
Von Bomhard: Wenn das so einfach wäre. Sie müssen die Kunden von diesen höheren Preisen überzeugen, sonst verzichten manche Versicherte auf den so notwendigen Schutz. Wirklich decken können wir Gefahren dieser Dimension nur dann, wenn wir genug Beiträge ansammeln können – eben den Markt vom richtigen Preis überzeugen.
ZEIT: Solange Versicherungen die Prämiensummen nicht zur Schadenregulierung brauchen, investieren sie diese auf dem Kapitalmarkt – ausgerechnet dort, wo sich auch viel Geld vernichten lässt.
Von Bomhard: Wie die amerikanische Hypothekenkrise zeigt, meinen Sie das?
ZEIT: Auch.
Von Bomhard: Ich kann Sie beruhigen. Die Münchener Rück ist da relativ zur Summe ihrer gesamten Kapitalanlagen nicht stark betroffen. Wir haben durch Abschreibungen und Verkäufe entsprechender Papiere etwa 150 Millionen Euro verloren – bei knapp 180 Milliarden Euro an Kapitalanlagen.
ZEIT: Trotzdem, sind gewinnorientierte Unternehmen die richtige Adresse, um die von Naturgefahren verursachten Mammutschäden zu versichern?
Von Bomhard: Unbedingt, ja. Wir machen dies vergleichsweise günstig, weil wir durch die Versicherung der unterschiedlichsten Risiken eine Art Solidargemeinschaft unter den Versicherten organisieren. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass wir die einzelnen Risiken sehr genau kennen und dass wir die versicherten Risiken richtig mischen. Die Münchener Rück legt bei ihren Berechnungen sehr konservative Maßstäbe an. Deshalb können wir sagen, dass wir, ohne das Überleben des Unternehmens zu gefährden, auch Verlustszenarien decken, die sich in etwa nur alle 10.000 Jahre wiederholen sollten. Sicher, wenn ein 10-Millionen-Jahr-Ereignis kommt, zum Beispiel der Meteorit, der die Erde trifft, dann sind auch wir in Schwierigkeiten. Aber nach sehr schweren Ereignissen sollten wir unter den Letzten sein, die noch im Geschäft sind.
ZEIT: Wir wünschen es Ihnen. Zurück zu Ihrer Investmentpolitik. Begünstigen Sie klimaverträgliche Unternehmen bei Ihren Investitionsentscheidungen?
Von Bomhard: Selbstverständlich, und auch um uns herum hat sich in dieser Hinsicht enorm viel geändert. Früher war man ja schnell in der grünen Ecke, wenn man sich mit ökologischen Fragen beschäftigte. Heute gibt es Aktienindizes von Unternehmen, die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Wir investieren mindestens 80 Prozent unserer Anlagen in diese nachhaltigen Unternehmen.
ZEIT: Als Vorstandsvorsitzender eines Weltkonzerns freut es Sie, wenn die Wirtschaft wächst, oder?
Von Bomhard: Klar, weil dies den Menschen mehr Wohlstand bringt und es ohne Wachstum schwer ist, die Verhältnisse in der Welt zu verbessern.
ZEIT: Ausgerechnet das Wirtschaftswachstum lässt aber den CO2-Ausstoß wachsen, der Ihnen letztlich mehr Naturkatastrophen beschert.
Von Bomhard: Die Frage ist doch, ob das so sein muss. Ob Wachstum quasi naturgesetzlich mit mehr CO2-Emissionen verbunden sein muss.
ZEIT: Bisher war es so.
Von Bomhard: Es darf aber nicht so bleiben – und es muss auch nicht so bleiben. Unzählige Untersuchungen belegen, dass die Wirtschaft auch wachsen kann, ohne dass immer mehr CO2 in die Atmosphäre geblasen wird. Nicht Klimaschutz, unterlassener Klimaschutz ist teuer, und zwar um ein Vielfaches mehr.
ZEIT: Denken Ihre Kollegen in den Vorstandsetagen anderer Großunternehmen auch so?
Von Bomhard: In der deutschen oder europäischen Industrie kenne ich jedenfalls niemanden mehr, der den Sachverhalt infrage stellt. Die Autoindustrie, die Energiewirtschaft – alle bemühen sich. Das ist ein Topthema im Management. Und weil auch Politik und Wähler drängen, bin ich davon überzeugt, dass sich sehr schnell sehr viel bewegen wird.
ZEIT: Bisher wird vor allem geredet.
Von Bomhard: Meinen Sie? Erst so wird ein Thema zum Thema. Inzwischen handeln aber auch viele.
ZEIT: Wo sehen Sie denn Zeichen der Hoffnung?
Von Bomhard: Beispielsweise in der Erkenntnis, dass wir immer noch enorme Mengen Energie unnötig verschwenden. Eine normale Glühbirne, um ein simples Beispiel zu nennen, wandelt Energie fast ausschließlich in Wärme um. Die Lichtausbeute ist geradezu erbärmlich.
ZEIT: Effizientere Lampen, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, kosten aber zunächst einmal mehr, selbst wenn sich ihr Einsatz wegen des geringeren Stromverbrauchs langfristig lohnt. Manager werden aber an kurzfristigen Erfolgsindikatoren gemessen, an den Zahlen des nächsten Quartalsberichts.
Von Bomhard: Richtig, wir sind Diener unserer Aktionäre – und müssen uns deshalb überlegen, was die Aktionäre wollen. Allerdings war es noch nie so leicht, das ökologisch Vernünftige zu tun. Die Aktionäre, die Mitarbeiter, alle, die uns beobachten, sind schließlich für ein klimabewusstes Management – was die Spielräume für die Unternehmensleitungen so groß macht wie nie zuvor.
ZEIT: Sie selbst sind gerade vom WWF und von Capital zum Ökomanager des Jahres gekürt worden. Was tun Sie bei der Münchener Rück für den Klimaschutz?
Von Bomhard: Wir machen unsere Unternehmenszentrale bis 2009 klimaneutral. Der Bezug von grünem Strom, die Wärmedämmung unserer Gebäude, aber auch Aufforstungsprojekte ermöglichen uns das – und zwar ohne den Gewinn zu schmälern. Ein Unternehmen klimaneutral zu machen und es dabei zu ruinieren wäre natürlich Unfug.
ZEIT: Einverstanden. Aber umso dringlicher stellt sich die Frage, ob Sie sich eine prosperierende Weltwirtschaft mit halbierten CO2-Emissionen wirklich vorstellen können.
Von Bomhard: Ich bin nicht ohne Hoffnung – auch weil Deutschland vorgemacht hat, wie es geht. Schließlich ist es gelungen, die extrem CO2-intensive Wirtschaft der früheren DDR nach der Wiedervereinigung umzustellen. Mir ist schon klar, dass das im Weltmaßstab nicht so leicht geht…
ZEIT: …die ehemalige DDR erlebte teilweise eine massive Deindustrialisierung…
Von Bomhard: …immerhin zeigen aber die großen Emittenten in der Welt mittlerweile eine enorme Bereitschaft, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Selbst die amerikanische Regierung erkennt an, dass die Erderwärmung vom Menschen verursacht wird. Die Frage ist nur, ob die heutige Regierung selbst noch einen großen Schritt tun wird. Nach der Präsidentschaftswahl in einem Jahr, da bin ich sehr zuversichtlich, wird auf jeden Fall ein neues Spiel gespielt. Australien vollzieht nach der Wahl dort bereits die Wende.
ZEIT: China und Indien müssen aber ebenfalls mitspielen.
Von Bomhard: Das ist die eigentliche Herausforderung. Natürlich kann man den CO2-Ausstoß dieser Länder nicht einfach deckeln. Ich bin aber auch nicht sicher, ob das Ziel eines weltweit gleichen Pro-Kopf-Ausstoßes der richtige Ansatz zur Emissionsbegrenzung wäre. Indiens Pro-Kopf-Ausstoß ist mit rund einer Tonne pro Jahr dermaßen niedrig, dass die Inder dadurch sogar zu einer Emissionssteigerung animiert würden. Der Einsatz für den Klimaschutz wird sich nach meinem Eindruck daran entscheiden, ob der Westen zu großzügiger technologischer Hilfe bereit ist.
ZEIT: Kein innovatives Unternehmen wird den bisher Zukurzgekommenen die beste Klimaschutztechnik schenken.
Von Bomhard: Richtig, zumal der Anreiz zum Forschen dadurch gegen null sänke. Deshalb ist die Politik gefordert.
ZEIT: Was erwarten Sie von ihr, jetzt auf Bali?
Von Bomhard: Ein klares Bekenntnis zum weltweiten Klimaschutz. Einschließlich Zeitplan für einen Folgevertrag zum Kyoto-Abkommen, dessen Gültigkeit 2012 endet. Und schließlich die Festlegung der wichtigsten Verhandlungsgegenstände.
ZEIT: Welche sind die wichtigsten?
Von Bomhard: Das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Wert zu begrenzen, und die Schaffung eines weltweiten Kohlenstoffmarktes.
ZEIT: Etwas genauer, bitte.
Von Bomhard: Wir leben in einer globalen Marktwirtschaft, in der Preise das Verhalten der Marktteilnehmer steuern. Der Markt arbeitet sehr effizient. Das Klimaproblem ist auch deshalb entstanden, weil am CO2-Ausstoß bisher kein Preisschild klebt. Solange das so bleibt, wird auch in Zukunft zu viel CO2 emittiert. So arbeitet nun einmal die Weltwirtschaft. Wir brauchen deshalb ein Preisschild für CO2, mittels eines weltweiten Marktes, auf dem Emissionsrechte gehandelt werden.
Das Gespräch führte Fritz Vorholz
- Datum 07.12.2007 - 01:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 06.12.2007 Nr. 50
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Noch sehr selten innerhalb der deutschen Wirtschaft - aber um so bemerkenswerter, mit welcher Klarheit sich der Vorstandsvorsitzende der Münchener Rück, Dr. Nikolaus von Bomhard, über den Klimawandel, die Erderwärmung und die sich daraus ergebenen Folgen äußert.Der deutsche Umweltminister sollte sich vielleicht mal überlegen, mit den "Umwelt-Spezialisten" der Münchener Rück zu sprechen. Dieses Know-how wäre sicherlich nützlich - schon jetzt auf der Bali-Konferenz.Politik und Wirtschaft sollten, wenn es um so hohe und wichtige Ziele geht, ihre Berührungsängste beiseite legen. Und von etwaigem Product-Placement oder von Schleichwerbung kann keine Rede sein angesichts der Tatsache, dass heute alle A-, B- und C-Promis nur noch in die Fernsehstudios kommen, wenn sie ihr neuestes Buch in die Kamera halten dürfen.Eventuell muss man sogar darüber nachdenken, ob Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus entsprechenden Unternehmen, z.B. Greenpeace, Foodwatch oder eben dieser weltweit agierenden Rückversicherung, Vorträge an Schulen und Universitäten halten sollten.Wir wollen ja nicht mit 64 Jahren Kinder auf diese Welt bringen - und mit 74 Jahren keine frische Luft mehr zum Atmen haben.
Spezialisten der Forschung für Tropische Wirbelstürme und die Die “World Meteorological Organization (WMO)“ sind da doch anderer Meinung als von Bomhard.So schreibt Professor Pielke jr., auch bei der Münchner Rück durch Zusammenarbeit bestens bekannt, in einem Artikel zu der Hurricane Saison 2006 (übersetzt):„Steigende Schäden durch Hurricanes, die das Land berührten, in den USA während des letzten Jahrhunderts sind vollständig erklärbar durch die wachsende sozio-ökonomische Verwundbarkeit - was bedeutet, dass durch Entwicklungen an den Küsten mehr Leute, größere Infrastrukturen und größere wirtschaftliche Aktivitäten von Hurricanes betroffen sind.Wenn man die Effekte des sozi-ökonomischen Wandels berücksichtigt, dann kann man keinen Ansteigenden Trend in Schäden feststellen, die durch Hurricanes verursacht, feststellen, und zwar seit die ersten Daten ab 1900 gesammelt wurden.“Und„ Am 11. Dezember 2006 hat die WMO ein auf den neuesten Stand gebrachtesStatement veröffentlicht, die wissenschaftliche Erkenntnisse über Tropische Stürme und Klimaveränderungen betreffen. Anlass war ein „Workshop on Tropical Cyclones in Costa Rica“, bei dem die führenden internationalen Wissenschaftler für Tropische Zyklon-Forschung versammelt waren".Das Statement stellt die übereinstimmende Meinung aller Anwesenden (125 Forscher aus 34 Ländern) dar.Die wichtigsten Feststellungen des WMO Workshops„Kein einziger Tropischer Wirbelsturm kann einem Klimawandel zugeordnet werden.Die derzeitige Zunahme von Auswirkungen auf betroffene Menschen ist weitgehend verursacht durch steigende Konzentration der Bevölkerung und stärke Infrasturkturen in Küstenregionen.“Wenn Bomhard behauptet :Von Bomhard: Ja, wegen des vom Menschen maßgeblich verursachten Klimawandels,das lässt sich mittlerweile mit Fug und Recht behaupten. Wir haben uns schon in den siebziger Jahren dazu geäußert, waren aber lange Zeit mit unserer Einschätzung sehr vorsichtig…dann zitiert er hier nicht den Stand der Wissenschaften. Verständlich, dass ein Wirtschaftsunternehmen daran interessiert ist, mögliche Schäden zu kalkulieren und mögliche Gefahren der Öffentlichkeit mitzuteilen.Aber das sollte man auch Herrn Von Bomhard nicht unkommentiert durchgehen lassen, es sei denn, der Interviewer sucht jedes Argument, um eine globale Erwärmung zu dramatisieren. Zumindest die Überschrift des Artikels scheint diese Annahme zu bestätigen.
Die Umweltkatastrophen werden hohe Kosten für unsere Gesellschaft verursachen. Die meisten Kosten werden nicht von den Versicherungen sondern von den betroffenen und von den Steuerzahlern getragen. Unter diesem Aspekt wäre es interessant, ein Interview mit dem Bund der Steuerzahler zu veröffentlichen. Welche Meinung haben sie dazu? Haben Sie einen Aktionsplan, um die Belastungen zu minimieren?
Es besteht kein Zweifel mehr, dass Umweltkatastrophen von der globalen Erwärmung verursacht werden. 2.000 Wissenschaftler haben an dem UN-Bericht gearbeitet und sind zu dem Schluss gekommen, dass sich die Temperatur um 6°C bis 2100 erhöhen wird. Die Folgekatastrophen werden den Steuerzahlern unglaubliche Summen kosten. Wir reden hier wahrscheinlich von einer Verdoppelung der Steuermasse. Ein europäisches Verursacherprinzip-Gesetz wäre notwendig, damit großen CO2-Emittenten eine Rücklage für Umweltkatastrophen bilden. Es wäre äußert ungerecht, dass diese Kosten von den Steuerzahlern getragen werden.
25 neue Kohlekraftwerke werden in Deutschland gebaut. Aus reiner Profitgier wird 60% der Energie bei der Verbrennung sofort verschwendet. Die verlorene Energie wird nicht in Strom umgesetzt, sonder erhitzt einfach die Umgebung. Allein die Strombetreiber sind diese Riesenverschwendung verantwortlich. Moderne Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung nach der Richtlinie 2004/8/EG schaffen 90% Nutzungsgrad. Es gibt also keinen Grund, warum die Steuerzahler für Umweltkatastrophen aufkommen sollten. Da die Folgekosten der Umweltkatastrophen den finanziellen Rahmen der großen CO2-Emittenten sprengen werden, wäre es notwendig, dass sie bereits heute eine Rücklage bilden.
Links: http://www.steuerzahler.de/
Mehr über den „Klimawandel“ in der Ausland-Rubrik bei http://www.tagesschau.de/
Mehr über die „globale Verdunkelung“ oder über Kohlekraftwerke“ in http://de.wikipedia.org/
Ein weltweiter Emissionshandel würde den geltenden Spielregeln der Kapitalmärkte unterworfen werden. Daraus folgt, dass Emissionsrechte Gegenstand von Spekulation, Termingeschäften und Optionshandel sein werden.Sollen bewertete Emissionsrechte denn dann in den Unternehmensbilanzen auftauchen? Besteht dann nicht die Möglichkeit, dass das Ziel der Emissionsverringerung dem Ziel der Gewinnmaximierung der Akteure auf dem Emissionsmarkt weicht? Es käme wieder zu intertemporalen Substitutionseffekten und nichts wäre gewonnen, denn es gibt kein stabiles, rationales Kriterium für die Setzung einer Höchstgrenze der Emissionen. Das kann nur willkürlich sein und würde dem wissenschaftlichen "Fortschritt" angepasst. Es gäbe diplomatische Verwicklungen.Der Markt für Emissionszertifikate ist eine Schnapsidee, wenn nicht gleichzeitig die maximale pro Region einkaufbare Menge an Zertifikaten festgelegt wird. Zumal bisher kein überzeugendes Argument genannt wurde, wie man diese Tatsachen aufrechnen will gegen den Umstand, dass Emissionen globale Folgen haben.
Allerdings:- Die "Ärmsten der Armen" werden mit Sicherheit direkt und unmittelbar zu spüren bekommen, wenn immer mehr Landfläche zur Bioenergiegewinnung genutzt wird, Gruß von den explodierenden Preisen für Grundnahrungsmitteln und degenerierenden Mikroklimata- Emissionshandel: Geld für buchstäblich heiße Luft => Selbst wenn man CO2-Apologeten in ihrer Grundthese des "Klimakillers" zustimmen würde: Geld nach China zu überweisen für Zertifikate aus "emissionsfreundlichen" Projekten/Kraftwerken ist wohl am Abgrund der Fassbarkeit. Dies ändert NICHTS am absoluten Ausstoß, NIEMAND kann nachvollziehen ob auch nur eine Tonne CO2 insgesamt weniger im Land ausgestoßen wird. Ich bin persönlich schwer dafür auf jeden einzelnen Schornstein dieser Welt "Klimaschützer" zu setzen, die den Austoß kontrollieren. "Cap and trade", ein Denkmal der Dummheit, schönen Dank für die Kohle...- Wer schon soweit konditioniert wurde, dass er heute abend um 20h das Licht ausschalten will, sollte bitte folgendes lesen:"Falsification Of The Atmospheric CO2 Greenhouse Effects Within The Frame Of Physics"von Prof. Gerhard Gerlich and Ralf D. TscheuschnerSelbstverständlich werden diese Männer von Exxon bezahlt, wollen dass die Welt untergeht, verdienen viel Geld am kostenlosen Publizieren ihrer Artikel und haben als u.a. Prof. für mathematische Physik gar keine Ahnung von den GROBEN physikalischen und mathematischen Fehlern, die sie klimatischen Heilsbringern aufzeigen.Zudem hat Prof. Gerlich in seinem Alter wohl viel Erfahrung aber anscheinend keine Angst mehr um seinen Posten in unser gleichgeschalteten Öffentlichkeit...
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