Hirnforschung Im Kopf der anderen
Unser Gehirn ist auf Zusammenleben geeicht. Die Zürcher Wissenschaftlerin Tania Singer will herausfinden, wie wir unser Einfühlungsvermögen trainieren können
Mit dem Ellbogen schiebt Tania Singer die Tür der Dozentenmensa auf, um ihr Tablett ins Freie zu bugsieren. »Ich brauch jetzt was Deftiges«, sagt die Professorin und lässt sich auf einen Stuhl in der Sonne fallen. Es ist ein warmer Herbsttag, von der Terrasse der Eidgenössischen Technischen Hochschule sieht man den Zürichsee und dahinter im Dunst die Berge. Noch drückt kein Nebel auf die Stimmung. »Ich bin ganz high«, schwärmt die Psychologin. Gerade ist sie von einer Konferenz in den USA zurückgekehrt. »Da waren so tolle Leute.« Das Thema der Tagung: soziale Emotionen.
Singer erforscht, wie Menschen im Miteinander ticken. Was machen Nervenzellen und Hormone, wenn wir uns in jemanden hineinversetzen, mit ihm fühlen? Und was geschieht im Hirn, wenn wir unfair behandelt werden, selbstlos verzichten oder auf Rache sinnen? »Am liebsten würd ich da reinkriechen«, sagt Singer und tippt sich an die Schläfe. Was in den Köpfen ihrer Probanden vorgeht, muss sie aus Daten aus dem Kernspintomografen schließen. Die Isolation in der Röhre ist aber keine soziale Situation. Deshalb lässt Singer ihre Testpersonen im Scanner über eine Datenleitung mit anderen spielen. »Im Spiel schlagen die Emotionen schnell hoch, vor allem wenn es um Fairness und Geld geht. Man muss sich nur mal ansehen, wie die Leute bei Monopoly ausflippen.«
Seit dem Frühjahr 2006 baut die Hirnforscherin mit vier Kollegen in Zürich das Zentrum für soziale und neuronale Systeme auf. Es ist eng mit dem Institut für Empirische Wirtschaftsforschung des Ökonomen Ernst Fehr verbunden. »Vorher hatte ich überhaupt nichts mit Wirtschaft zu tun, ich war immer eher kulturell interessiert: Schauspiel, Tanz, Gesang«, sagt Singer. Jetzt sitzt sie mit Betriebs-, Volks- und Finanzwirten im Fakultätsrat. »Die werden mir immer sympathischer, wir könnten gut zusammenarbeiten.« Interessant findet die Psychologin an den Forschungsergebnissen der Neuroökonomen vor allem, dass Menschen viel mehr kooperieren als gedacht, sie handeln nicht nur egoistisch. Die Professorin ist überzeugt: »Unser Hirn ist auf Zusammenarbeit geeicht.«
Sie fand heraus, dass das Gehirn viel stärker auf faire als auf unfaire Mitspieler reagiert und sich diese auch besser merkt. Der Anblick von Fairplay-Anhängern aktiviert zudem das Belohnungszentrum. »Die Probanden hatten Spaß an der Zusammenarbeit«, schließt Singer daraus. Ein möglicher Anreiz zur Kooperation könne unsere Fähigkeit sein, mit anderen zu fühlen – die Empathie. Was dabei im Kopf geschieht, zeigte sie am Beispiel Schmerz. Sie maß die Hirnaktivität von Frauen, während deren Partner mit leichten Stromstößen traktiert wurden. Es regten sich die Regionen, die auch bei der gefühlsmäßigen Verarbeitung von eigenem Schmerz anspringen: »Die Frauen fühlten mit.«
In ihrer Doktorarbeit hatte Singer sich noch ganz auf die Verhaltensforschung konzentriert. Sie untersuchte am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, ob auch sehr alte Menschen ihre Gedächtnisleistung durch Training verbessern können. »Was im Gehirn der Probanden passierte, wusste ich aber nicht. Das hat mir gefehlt«, erklärt sie. Für ihre Dissertation bekam sie die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft und damit die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten – und auf die Hirnforschung umzusteigen. Die Wissenschaftlerin ging nach London und arbeitete fünf Jahre lang am Wellcome Department of Imaging Neuroscience und am Institute of Cognitive Neuroscience. Es war ein krasser Richtungswechsel für sie.
»Mir war am Anfang ziemlich mulmig«, erinnert sich die heute 37-Jährige. Doch der Wagemut lohnte sich. Die Fairplay- und die Schmerzstudie erschienen in den renommierten Fachzeitschriften Neuron und Science – an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. »Da bin ich durch London gehopst«, erzählt Singer strahlend. Sie habe manchmal eine Antenne für Themen, die in der Luft liegen, sagt sie von sich. Das allein reiche aber nicht: »Man muss auch schnell genug sein, Forschung ist wie freie Marktwirtschaft.«
Von der Sonnenterrasse der ETH blickt Singer über die Dächer Zürichs. Banken und Versicherungen drängen sich um den Paradeplatz, den teuersten Ort im Schweizer Monopoly. Die Psychologin plant ein Empathietraining, das sie auch an Finanzleuten testen will. Davon gibt es hier genug. »Man könnte das statt Fitnesscenter machen, Training für den Emotionsmuskel«, sagt sie. Die Forscherin möchte zeigen, wie man die Empathiefähigkeit verändern kann und natürlich wie sich das Hirn dabei wandelt.
Dazu muss sie herauskriegen, wo dieser Emotionsmuskel sitzt und wie man ihn trainieren kann. Erkenntnis erhofft sie sich von buddhistischen Mönchen. »Die sind Empathieexperten. Sie können sich extrem schnell in starke Gefühlszustände hineinversetzen, das ist unglaublich«, sagt Singer. Sie schiebt die meditierenden Probanden in den Scanner und stellt ihnen Aufgaben: Jetzt 90 Sekunden lang bedingungslose Liebe empfinden, dann Normalzustand, dann 90 Sekunden Ekel; zunächst etwa 50 Prozent der maximal möglichen Abscheu, dann 100 Prozent.
In ihrem Büro öffnet Singer die Datei mit der Auswertung. Auf dem Computermonitor erscheinen Kurven, die die Hirnaktivität darstellen: Bei 100 Prozent Ekel ist der Ausschlag genau doppelt so hoch wie bei 50 Prozent. »Ich habe das selbst mal versucht, da war viel mehr Rauschen drin. So eine mentale Kontrolle habe ich einfach nicht.« Die Mönche rufen das geforderte Gefühl mit Meditationstechniken und bestimmten inneren Bildern auf. »Ein Proband stellte sich für Ekel ein chinesisches Klo vor, in das er immer tiefer hineingeht.«
Die Psychologin besucht selbst Kurse für Meditationstechniken. »Ich bin das Versuchskaninchen für das Empathietraining. Wenn ich es schaffe, das in meinen hektischen Alltag einzubauen, schafft das ein Manager auch.« Sie sei aber ohnehin ein recht empathischer Mensch: »Ich fühle oft stark mit, was andere fühlen.« Das liege vielleicht auch daran, dass sie ein Zwilling sei, ein eineiiger.
Mit ihrer Schwester, einer Professorin für experimentelle Radiokunst, hat sie einen Dokumentarfilm gedreht, über Resonanzphänomene. »Sie beschäftigt sich mit akustischen Resonanzen. Und Empathie, das ist Resonanz zwischen Menschen«, sagt Singer. Für die Aufnahmen luden die beiden auch einen Obertonsänger und den Übersetzer des Dalai Lama nach London ein – und ihren Vater, den bekannten Hirnforscher Wolf Singer. Er vertritt die Theorie, dass Nervenzellen, die verschiedene Bestandteile eines Sinneseindrucks kodieren, im gleichen Rhythmus feuern. Diese Synchronisierung verbinde Form, Farbe, Geruch, Geräusch zu einer Wahrnehmung. »Das ist Resonanz zwischen Zellen«, erklärt Tania Singer.
Dass sie in einem ähnlichen Feld arbeitet wie ihr Vater, fand sie lange Zeit schwierig. »Natürlich habe ich überlegt: Soll ich überhaupt in die Wissenschaft gehen, in die Höhle des Löwen?« Und als sie von der Psychologie in die Hirnforschung wechselte, rückte sie noch näher an das Arbeitsgebiet des Vaters. »Aber in London hat sich keiner darum geschert, das war sehr angenehm.« In Deutschland dagegen klebe das »Tochter von«-Etikett an ihr. Das nervt sie. »Ich wollte immer alles allein machen, und das habe ich auch getan. Ich habe jetzt mein eigenes Gebiet gefunden, damit ist das Thema erledigt.«
Singer packt ihre Handtasche, sie ist spät dran. Mit ihrer Doktorandin will sie ein Experiment an einer Schule im Zürcher Umland machen. Knapp erwischen sie den Bus. Da kommt der Anruf, eine der beiden Probandinnen fällt aus. »Dann spiele ich das Kind«, juxt die Psychologin und fängt an, sich Zöpfe zu flechten. Schnell wird sie wieder ernst und dröselt das Haar auf: »Geht natürlich nicht. »Dass ein Forscher an seinem eigenen Experiment teilnimmt, ist in der Wissenschaft absolut tabu.«
Bei dem Versuch geht es um die Kontrolle von Gefühlen. Zwei Kinder spielen am Computer ein Glücksspiel, auf dem Monitor rotieren drei Räder mit Symbolen. Die beiden sitzen in getrennten Räumen, auf ihren Bildschirmen werden aber das Foto und das Ergebnis des Gegners eingeblendet. Mal gewinnt der eine, mal der andere, mal beide. Die Probanden sollen sagen, wie sie sich jeweils fühlen und was das andere Kind wohl empfindet. »Um den anderen richtig einzuschätzen, muss man seine eigenen Gefühle ausblenden«, sagt Singer. Heute müssen die beiden Forscherinnen unverrichteter Dinge umkehren; ohne menschliches Gegenüber funktioniert das Experiment nicht.
Auf der Rückfahrt zur Universität blickt Singer aus dem Fenster der S-Bahn; in der Ferne scheint die Abendsonne aufs Gebirge. »An Zürich mag ich besonders die Berge, mit meinem Großvater war ich früher oft bergsteigen«, sagt sie. »Hier habe ich mehr Kraft als in London, ich sitze einfach nicht jeden Tag zwei Stunden lang in der U-Bahn.« Zurück im Institut, schließt Singer ihr Büro ab, Feierabend für heute. Die Professorin schwingt sich aufs Fahrrad und radelt zur Gesangsstunde.
- Datum 06.12.2007 - 01:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 06.12.2007 Nr. 50
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Brigitte BerlinVater Wolf Singer und Tochter Tania beide in der
Hirnforschung tätig – doch mit unterschiedlichenMethoden. Wolf Singer und seine Arbeitsgruppen experimentieren seit Jahrzehnten mit Katzen
und Affen. Den Affen werden Elektroden ins Gehirn implantiert, die dann über
einen in der Schädeldecke eingesetzten Sockel an elektronische Geräte angeschlossen
sind. Mehrere Tage in der Woche müssen die bewegungsfreudigen Affen stundenlang
in einem Primatenstuhl – am Kopf bewegungslos fixiert – auf einem Montitor z. B.
Bilder wieder erkennen. Beim richtigen Knopfdruck erhalten die Tiere als
Belohnung einen Tropfen Saft, den sie dringend benötigen, weil sie vor den
Versuchen längere Zeit dursten müssen. Eine wahnsinnige Prozedur, die reine
Tierquälerei ist. Tochter Tania schlägt einen ethischen Weg der Hirnforschung ein.
Ihre Ergebnisse gewinnt sie am Menschen, dem diese Erkenntnisse auch dienen
sollen. Studien durchgeführt an freiwilligen Probanden. Ich hoffe nur, dass immer mehr junge WissenschaftlerInnen,
die alt hergebrachten Forschungsmethoden verlassen und einen Weg gehen, der ethisch
vertretbar ist. Tierversuche sind das jedenfalls nicht.
Das wirklich Neue an der Vorgehensweisedieser Frau ist, dass Emotionen endlich als positiv und unabdingbar für jede soziale Entwicklung erkannt werden.es ist beschämend, dass sie für diese Forschung ins Ausland gehen musste!Meine Vorkommentarin hat mir Recht darauf hingewiesen, dass bislang Emotionen hauptsächlich an Tierversuchen ergründet wurden,da gehörten sie nach Ansicht vieler "Wissen"schaftler auch hin - Emotionen sind für Viele immer noch etwas "Animalisches", Mechanistisches (das über seltsame Urhormone gesteuert wird. Diese Diskriminierung der Emotionen aller Art hatte durchaus ein System - ein anderes Denkschema, das auf dem darwinistischem Gegensatz zu Kreationisten aller Art aufbaute und bis heute nicht aufgelöst ist.Man möge nur mal nachlesen, wie Evolutionisten den Begriff "Altruismus" geradezu verteufeln.Und "Empathie" ist nun Mal die Basis für jede Form von Altruismus.Dabei leben wir schon seit vielen Jahrzehnten in einer historisch gesehen völlig neuen Gesellschaftsordnung, und diese zeichnet sich durch freie individuelle Entfaltung aus, die zwangsläufig nur dann störungs- und konfliktarm ist oder sein kann, wenn sie auf gegenseitigem Respekt, mehr jedoch auf EmpathieFÄHIGKEIT, Bereitschaft zu "doppeltkontingentem Denken", und dann schließlich auf ganz natürlichem Altruismus aufbaut.Und all diese leider wieder nur zu erlernenden Fähigkeiten (weil viel zu lange unterdrückt!!) belohnen uns sogar mit ganz natürlichen Glückshormonen - wohlgemerkt: Natürlichen!Es ist wunderbar, wenn diese lange verschütteten Emotionen wieder entdeckt werden,umso trauriger ist es, dass sie immer noch so heftig umstritten sind.Kindergärten auch in Deutschland haben in der Praxis längst die stabilisierende Funktion der Emotionen in Gemeinschaften entdeckt,leider können oder dürfen sie dieses hierzulande nicht öffentlich als Lernziel formulieren,zu groß wäre wahrscheinlich der Aufschrei der fundamentalistischen Evolutionisten, die hier ganz bestimmt sofort wieder den Rückfall in kreationistisches Denken konstruieren würden.Und so bleibt es wohl leider, wie es hierzulande wieder Sitte wird:Unsere Kinder werden wieder vermehrt in Kleinfamilien erzogen, dafür werden die Eltern ja auch mit Betreuungsgeld belohnt,und die wirklich notwendigen Fähigkeiten zur sozialen Kompetenz in unserer gerade entstandenen Emergenten Ordnung , die wir der Tätigkeit der neuen Kindergärtenpraxis verdanken, drohen wieder verschüttet zu werden. Und die, die an diesem Thema forschen, werden wieder und immer noch auf das Ausland verwiesen - es ist nicht en vogue hierzulande, so etwas zu formulieren.
Je nach Fachgebiet arbieten 50-90% aller deutschen Wissenschaftler im Ausland, mit Emotionsforschung hat das nichts zu tun. Es ist auch nicht richtig das es eine Diskriminierung von Emotionsforschung, erst recht nicht durch Darwinisten gaebe: Charles Darwin war einer der Ersten die an der Erforschung von Emotionen gearbeitet haben (“The Expression of the Emotions in Man and Animals“, 1872). @ Brigitte Berlin: "Tochter Tania schlägt einen ethischen Weg der Hirnforschung ein. Ihre Ergebnisse gewinnt sie am Menschen, dem diese Erkenntnisse auch dienen sollen."Nach dieser Logik sind Tierversuche die zur Entwicklung von gegen Tierkrankheiten zu verwendenden Medikamente dienen also ok fuer Sie? Beide Arten von Versuchen arbeiten an verschiedene Fragestellungen, d.h. die Methoden sind nicht beliebig austauschbar. Nicht fuer jede Fragestellung existiert eine ohne Tierversuche moegliche Alternative...
Vielen Dank ausgewandert für Ihre Hinweise zur Evolutionstheorie und Emotionsforschung. Schon seit Darwin gibt es eine bedeutende evolutionspsychologische Richtung in der Emotionsforschung, die bis heute viele Forschungsbeiträge liefert. Falls jemand an der Emotionspsychologie und weiteren Theorien interessiert ist, empfehle ich Ihnen die Einführung in die Emotionspsychologie von Jörg Merten.Kurz gesagt dienen Emotionen für Evolutionspsychologen dazu, Menschen in Reaktion auf ihre (gerade auch soziale) Umwelt mit schnellen Handlungsimpulsen auszustatten. Das klassische Beispiel ist die Angst: Wenn der Neandertaler einen Säbelzahntiger erblickte, war es im Hinblick auf sein Überleben günstiger, wenn er schleunigst sich versteckte/flüchtete oder den Kampf suchte an stelle über Gott und den Säbelzahntiger zu räsonnieren. Auch heute kann man noch das evolutionäre Erbe sehen, wenn die USA aus Angst vor einem zweiten, elften September den Krieg gegen den Terror ausrufen, und das Verteidigungsbudget ein Vielfaches von Entwicklungshilfe und Friedensinitiativen beträgt.Deutsche Forscher liefern hervorragend Beiträge, etwa zum Verhältnis von Emotion und Kognition die Professoren Fiedler und Bless, auch wenn die US-amerikanische Forschung, wie in vielen anderen Disziplinen auch, ein führende Rolle einnimmt.Bleibt mir mit lef zu hoffen, dass Erkenntnisse über die positiven und negativen Wirkungen von Emotionen in die Pädagogik mit einfließen und unser Leben bereichern.
Spätestens bei dem Geschwafel über die 50/100% Ekel und die damit einhergehende Verdopplung "des Ausschlags" bekommt man als Neurowissenschaftler Ausschlag. Es ist schon schockierend was für ein Hybrid aus dieser unseligen Verbindung herausgekommen ist: Mit der Dummheit des MPIB und der Publikationskraft des Wellcome Trusts werden da jetzt vom Standort Zürich aus ehrlich bemühte Wissenschaftler gegeißelt.
Die Emotions- ,Motivationspsychologie und Sozialforschung hat zum Thema "Emotionen" sehr viel beigetragen. Betrachtet man die forschungsimmanenten Begrenzungen der Neurowissenschaftler ist ggf. eine Bestätigung der bereits vorhandenen Forschungsergebnisse zu erwarten. Leider fehlte hierfür bis heute die mediale Aufmerksamkeit.Vater Singer muß man zugute halten, dass er als hervorragender Rhetoriker und gewagter Interpret physiologischer Forschungsergebnisse den Weg geebnet hat, die Neurowissenschaften in das Rampenlicht der Medien, Politiker und der Science Community zu rücken.Leider wird dabei übersehen, welche Grenzen noch heute der neurowissenschaftlichen Forschung gesetzt sind und dass viele Meßergebnisse ohne Zuhilfenahme psychologischer Theorien weder zustande gekommen wären, noch interpretiert werden können.http://www.neuropaedagogik.de/html/grenzen_.htmlKein Emotionspsychologe hat je so viel Aufmerksamkeit bekommen, obwohl er es verdient hätte. Was bleibt ? Der Vorteil, dass Neurowissenschaftler bereits Bekanntes physiologisch "belegen" und über diesen Weg "alte" Forschungsergebnisse endlich den Weg in die Öffentlichkeit finden.Monika Armand
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