RAF Wer ist der Mörder?Seite 3/3
Er sei oft gefragt worden, warum er nicht auch wie sein Vater Jurist geworden sei. Inzwischen sei ihm klar geworden, dass das Ermitteln, wie es sein Vater als Staatsanwalt getan habe, durchaus Ähnlichkeit mit der Arbeit eines Naturwissenschaftlers habe. Er ist in diesem Jahr, auf eine gewisse Weise, seinem Vater noch einmal nähergekommen. Der Vater, der für den Sohn immer eins war mit der Institution, der er vorstand. Nun hat Michael Buback diese Institution angegriffen. Er kündigte an, er werde gegen Verena Becker Strafanzeige erstatten, wenn nicht endlich Ermittlungen gegen sie eingeleitet würden. Es war für den Sohn ein großer Schritt, und manchmal bei unserem Gespräch im Reihenhaus wirkt er, als müsse er selbst sich noch nachträglich Mut zusprechen. Er fühlt sich sichtlich unwohl in der Rolle des Systemkritikers und sagt fast entschuldigend, bei der Bundesanwaltschaft sei offensichtlich nur eine kleine Gruppe in die Aussage von Verena Becker eingeweiht gewesen. Die eigentlichen Ermittler vor Ort seien vom BKA gewesen. Als wäre die Sache weniger schlimm, wenn das BKA schuld wäre.
Das Gespräch ist zu Ende, Michael Buback muss los an die Universität; seit Jahresbeginn hetzt er hin und her zwischen Universität und der RAF. Im Flur, er steht da im Mantel, steckt ihm seine Frau rasch ein Butterbrot in den Koffer. Er werde mit seiner alten Mutter ein paar Tage verreisen, erzählt er. Sie findet, er solle die Sache ruhen lassen.
Es war ein aufreibendes Jahr für Michael Buback, eines, das vieles wachgerufen hat. Kurz bevor es zu Ende geht, kommt noch einmal Bewegung in den Fall Buback. Die Bundesanwaltschaft hat beim Bundesgerichtshof einen Antrag auf Beugehaft gegen Knut Folkerts, Christian Klar, Brigitte Mohnhaupt und Günter Sonnenberg gestellt, um sie zu Aussagen über den Mord zu zwingen. Genugtuung für Michael Buback? Am Telefon wirkt Michael Buback vorsichtig. »Ich bin froh über jede Maßnahme der Bundesanwaltschaft zur Klärung des Verbrechens«, sagt er. Aber er fürchtet, dass man gegenüber den Aussagen der Exterroristen, wenn sie in Beugehaft erreicht würden, skeptisch sein werde. Seine Fragen zur Beteiligung von Verena Becker brennen ihm noch immer auf der Seele. Der Ermittlungsrichter, sagt Buback, habe am 10. Mai 1977 in seinem Haftbeschluss geschrieben, dass Verena Becker »in die Ausführung des Attentats als Mittäterin einbezogen war«. Warum wurde sie damals nicht angeklagt? »Die Antwort auf diese Frage erfordert keine Aussage von Terroristen. Sie müsste sich aus den Akten der Behörde ergeben.«
Es ist Sonntagabend. Er wird sich jetzt noch einmal über seine Unterlagen beugen, auf der Suche nach irgendeinem Detail. Den Terroristen, mit denen er sich nie beschäftigen wollte, gehört sein Privatleben, seit einem Jahr geht das so. Es könnte sein, dass alles erst angefangen hat, jetzt, nach 30 Jahren.
- Datum 20.08.2009 - 15:35 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 19.12.2007 Nr. 52
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Von der guten BRD? Nicht doch, Verschwörungstheorie, hier geht und ging es immer offen und ehrlich zu. Demokratisch eben.Zum Thema RAF sollte jeder "Das RAF-Phantom" von Wisnewski gelesen haben. Die "dritte Generation", die ominöse, ist bis heute nicht gefasst. Warum die RAF denn auch Deutsche Bank-Chef Herrhausen umlegen sollte, welcher die Initiative gestartet hatte, dass alle großen Bankhäuser der Welt, der "dritten Welt" die Schulden erlassen sollten, bleibt wohl auch ewig ein Geheimnis...Halten wir einmal fest:Mit Beckurts (Kernforschungszentrum / Siemens), Herrhausen (Deutsche Bank), Rohwedder (Treuhand) wurden allein 3 Männer umgelegt, die Deutschland evtl. zur Atommacht hätten machen können, die die "dritte Welt" entschulden wollten, die die ehemalige DDR aufbauen wollten.Deutschland wurde nicht zur Atommacht, die "dritte Welt" wurde nicht entschuldet, in der ehemaligen DDR (auch die DDR war immerhin Exportnation Nr. 15 in der Welt) wurde nicht saniert, sondern alles verschleudert, dichtgemacht und noch hunderte Milliarden obendraufgelegt.Nun mag man ja noch glauben, dass die RAF evtl. keine deutschen Atomwaffen wollte, beim Rest wird es etwas schwach. Keine Entschuldung der "dritten Welt"? Verschleuderung des Vermögens des "Arbeiter- und Bauernstaates" an die angelsächsische Hochfinanz...?Alle 3 Punkte würden gemäß einem "Cui bono" wohl sehr viel besser auf unsere westlichen "Bündnispartner" als Täter passen. Man stelle sich nur vor: D mit Atomwaffe, anstatt wie in Zeiten des kalten Krieges, der Staat zu sein, auf dessen Gebiet die meisten Atomwaffen der Welt, von Ost wie West, gerichtet waren...An Milliardenabschreibungen dürften der Wall Street und der Londoner City wohl genau so wenig gelegen sein, wie das Verpassen eines Bonanzas für die M&A-Abteilungen beim Verschleudern der Treuhand, der größten Industrieholding aller Zeiten...Dass die Presse dazu bisher geschwiegen hat, mag außer an der Gesinnung wohl an der Tatsache liegen, dass die Medienhoheit bis 2099 bei den Alliierten liegt, wir immer noch unter Besatzungsrecht leben (sehen Sie nur mal ins Bundesgesetzblatt Artikel 4 G. v. 23.11.2007 BGBl. I S. 2614) und D nach wie vor FEINDSTAAT nach der UN-Charta ist.Der Rattenschwanz des erlogenen Terrorismus geht, wie Buback zeigt, aber noch viel weiter zurück. Dass er außgerechnet von der Bundesanwaltschaft, einem Teil des Systems, dass seinen Vater wohl ermorden ließ, Hilfe erhofft, ist wohl eher der Zaghaftigkeit zu einem offenem Wort als Naivität zuzuordnen.Es ist übrigens sehr gut, auch durch Gerichtsbeschlüsse (!), dokumentiert, dass der angebliche Terror der "Roten Brigaden" im Italien der 70er und 80er den Stay-Behind-Organisation von NATO, CIA und MI6 im Rahmen von "Gladio" zuzuordnen ist. Schönen Dank für das Sprengen von Bahnhöfen mitten in Europa...Halten wir also fest:- es gibt keine Verschwörungen- D ist ein freies Land- die Alliierten unsere besten Freunde- die UN großartige (auch wenn D immer noch Feindstatt sind)- die EU ebenso großartig (auch wenn Mussolini den Faschismus als Verschmelzung von Staat und Großkonzernen definierte, was in der EU ja keineswegs der Fall ist...)- keiner wird in diesem Land belogen- Faschismus ist dann aber (s. obige Definition), wenn man sich in freier Meinungsäußerung gegen EU-Erweiterung, Kompetenzabtretung an Brüssel und Überfremdung ausspricht- wir müssen im "Kampf gegen den Terror" immer mehr den normalen Bürger verdächtigen, immer weitgreifendere Massnahmen rechtfertigen- NY, Madrid und London müssen zweifelsfrei genau so und nicht anders, als die Medien dies geschildert haben, passiert sein, Geheimdienste würden so etwas nie tun, deratige Behauptungen sind obskurste Verschwörungstheorien- trotzdem ist dies der "freieste Staat seit Menschengedenken" auf deutschem BodenIn diesem Land ist man nicht nur vom Staat, sondern von allen Institutionen, die zur Meinungsbildung beitragen, verraten!
Auch in England halten die Behörden zusammen und ein angeblich unabhängiger Richter erkennt auf "Kollektivversagen" kann aber keine Einzelverantwortlichkeit feststellen. Man erinnert sich: Der 27-jährige Charles de Menezes wurde Ende Juli 2005 in einer
Londoner U-Bahn-Station von Polizisten aus kurzer Distanz mit sieben
Schüssen in den Kopf getötet. Ein Geschworenengericht hatte die
Londoner Polizei im November der Tötung des Brasilianers für schuldig
befunden und zur Zahlung von knapp 800.000 Euro Strafe verurteilt.
Mit dem Schuldspruch wurden jedoch keine einzelnen Polizeibeamten belastet, das Gericht sprach von einem Kollektivversagen.http://www.guardian.co.uk...Man sollte ja meinen, daß in einer Hierarchie, die ja das Befolgen von Befehlen verlangt, die Führer zur Verantwortung zu ziehen sind. Wenn sich Machtausübung nicht zu rechtfertigen hat, herrschen keine demokratischen, sondern feudale Strukturen, also die Herrschaft der Privilegierten über die Unfreien.______________________________________
Meine Nr.1 Politdokumentation 2007:
John Pilger's "War on Democracy"
http://youtube.com/result...
Sie behaupten als "Tatsache": "dass die Medienhoheit bis 2099 bei den Alliierten liegt, wir immer noch unter Besatzungsrecht leben".Wo kann ich das nachlesen -- möglichst in dekodierter Form?______________________________________
Meine Nr.1 Politdokumentation 2007:
John Pilger's "War on Democracy"
http://youtube.com/result...
Im Buch vom ehemaligen Amtshef des Militätischen Abschirmdienstes und Natogenerales, Generalmajor a.D. Gerd-Helmut Komossa: "Die deutsche Karte" (2007).Übrigens ist Komossa als Amerikafreund bekannt und hat in der Nato bestens mit diesen zusammengearbeitet. Was aber nichts daran ändert, dass was wahr ist, wahr bleiben muss.In diesem Buch wird übrigens auch auf die "Kanzlerakte" und den "geheimen Staatsvertrag" hingewiesen. Ein Bundeskanzler ist nicht dem deutschen Wähler, sondern der obersten Besatzungsmacht in Washington verantwortlich....
Wie war das nochmal mit der Sprengung der EisenbahnZüge in Italien in den 70-ern und 80-ern :Gab es da nicht auch Theorien, dass diejenigen Kreise, aus denen u.a. Al Berluscone hervorgegangen ist, dahintersteckten ? Und wie sieht das im Gesamtbild aus ??
Das Buch von Regine Igel : "Terrorjahre. Die dunkle Seite der CIA in Italien", beschreibt, was dort vorgegangen ist. Zu einer Titelstory in der freien deutschen Presse bringt es so etwas scheinbar nicht. Scheint keine Sensation zu sein, zumindest in den Redaktionsstuben scheint man wohl alles schon gewußt zu haben...?Die berühmte P2-Loge, aus deren Dunstkreis auch Berlusconi stammt, dürfte einiges dazu beigetragen haben.Möge dieses Weihnachtsfest zu einer wirklichen Besinnung führen....
Gibt's nicht auch irgendwie kostenlose InfoMöglichkeiten (im Web) ?Und was die Arroganz der Behörden in Puncto Menschenleben angeht: Beispiele in D sind - der Behinderte in Köln, den so ungefähr jeder im ganzen Polizeirevier (mit)erschlagen hat (alle kamen ohne Strafe davon), - und die Morderei auf dem Dessauer Polizeirevier, wo der verbrannte (in der brandsicheren Zelle !) Afrikaner gar nicht der erste Tote gewesen zu sein scheint, und dessen Obduktion (nicht etwa vom Staatsanwalt veranlasst, sondern von Hinterbliebenen aus eigener Tasche bezahlt) ergab, dass er u.a. _zerstörte_Trommelfelle_ hatte, was typisch für PolizeiMisshandlungen ist .
Akakor,
zumindest die Tatsachen muss man – wie Mark Twain sagte - kennen, bevor man sie verdrehen kann. Wie Ihre wortreichen Ausführungen zeigen, ist selbst diese Stufe nicht erreicht. Sämtliche Ihrer Behauptungen sind entweder unsubstantiiert oder gar unzutreffend.
Erstens: Wo steht in dem Buch von Komossa, "dass
die Medienhoheit bis 2099 bei den Alliierten liegt“. Einen exakten Nachweis lassen Ihre Ausführungen vermissen. Zweitens: Meinen Sie, dass Ihre Aussage „Dass wir immer noch unter Besatzungsrecht leben“, durch den von Ihnen zitierten „Artikel 4 G. v. 23.11.2007“ BGBl. I S. 2614 begründet werden könnte (Meinen Sie etwa § 4 der Vorschrift zur Anwendung von Vorschriften der Strafprozeßordnung bei Straftaten gegen die Vertragsstaaten des Nordatlantikpaktes?). Der von Ihnen weiter angeführte Begriff "Feindstaat" in Art. 53 der UNO CHARTA bezeichnet – um dies klarzustellen - jeden Staat, der während des Zweiten Weltkriegs Feind eines Unterzeichners der Charta war. Wenn Sie aber – um mit Herrhausen zu sprechen – die Sachen konsequent zu Ende gedacht hätten, wären Sie möglicherweise zu dem Ergebnis gelangt, dass dieser Begriff heute keine Relevanz mehr haben kann und damit auch keinerlei wie auch immer geartete Rückschlüsse zulässt. Denn auch Polen, USA, Russland, Österreich, Japan könnten – aufgrund der Beitritte weiterer Staaten zur UN - heute nach Ihrer Lesart neben Deutschland unter den Begriff des „Feindstaat“ fallen. Apropos: Welche „Gerichtsbeschlüsse“ meinen Sie denn genau, durch welche dokumentiert ist, dass der Terror der "Roten Brigaden" im Italien der 70er und 80er den Organisationen von NATO, CIA und MI6 im Rahmen von "Gladio" zuzuordnen sei?
Akakor, Wer sich – wie etwa die RAF - von der Wahrheit nicht
besiegen lässt, der wird vom Irrtum besiegt. Möglicherweise wäre es Ihrerseits besser gewesen, der „Presse“ zu folgen, die – wie nach Ihrer Behauptung – in diesem Zusammenhang schweigt. Angesichts der feigen und verlogenen Morde der RAF, etwa an Herrhausen, von einem Rattenschwanz des „erlogenen Terrorismus“ zu sprechen, ist nämlich nicht nur naiv sondern geradezu beschämend.(Die Aussage erinnert an die skurrile Behauptung eines
Schreibers namens „snowfix“, die RAF-Gefangenen büßten als
"politische Gefange" mit überlangen Haftstrafen, was ein Schweigen
rechtfertigt (Artikel „STUMME GEWALT“, Montag, 10/09/2007 - 12:50).
Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt – oder: wie die Mörder der RAF weiter schweigt - ist ein Verbrecher.
In diesem Sinne wünscht man Ihnen wirklich besinnliche Tage und ein friedliches Fest!
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