Fussball

"Da war ich echt fertig"

Michael Ballack, der deutsche Fußball-Kapitän, war ein halbes Jahr verletzt. Nun spielt er wieder. Das erste Gespräch seit seiner Zwangspause führte er mit der ZEIT

ZEIT: Herr Ballack, werden Sie auch dieses Jahr an Weihnachten wieder Plätzchen von Ihrem Stammbäcker Bodo aus München einfliegen lassen?

Michael Ballack: Einfliegen lassen? Nö, das macht der Bodo von sich aus. Der steht dann hier plötzlich vor der Tür und sagt: Hier bin ich. Letztes Jahr zum Beispiel hat er an Weihnachten ein Lebkuchenhaus vorbeigebracht.

Ist das ein Gefühl von Heimat?

Ja, absolut. Zumal die Premier League ja über die Feiertage durchspielt.

Aber Heiligabend ist frei?

Na klar.

Weihnachtsgans oder Karpfen?

Gans am ersten Feiertag, seit Jahren. Am Zweiten dann, Augenblick, ja: Kaninchen.

Christbaum, Weihnachtslieder, Kirche, das volle Programm?

Klar, Christbaum, natürlich. Gesungen wird auch, an Heiligabend vor der Bescherung. Nur die Kirche gehörte weder bei meiner Frau noch bei mir in der Kindheit dazu. Und deshalb auch bei uns jetzt nicht.

Fast sieben Monate waren Sie nun wegen Ihrer komplizierten Knöchelverletzung außer Gefecht. Ganz Fußball-Deutschland hat mit Ihnen gebangt. Hätten Sie sich manchmal Beistand von ganz oben gewünscht?

Es gab schon Momente, in denen ich echt fertig war. Aber Beistand von oben? Daran habe ich nicht gedacht.

Wie war es, als Sie jetzt endlich wieder auf dem Platz standen?

Ein großartiges Gefühl. Gestern habe ich mit dem Reserveteam gespielt, eigentlich war deshalb heute für mich trainingsfrei. Aber vorhin hat den Jungs aus der ersten Mannschaft für ein Spiel elf gegen elf noch ein Mann gefehlt, da bin ich eingesprungen. Es hat riesigen Spaß gemacht. Ich bin wieder da! Aber ich gestatte mir keine verfrühte Euphorie. Ich bin noch nicht vollständig über den Berg. Es geht alles sehr, sehr langsam, bis man wieder 100 Prozent fit ist.

Gab es Augenblicke wirklicher Verzweiflung?

Ja, gerade am Anfang. Ich dachte, es sei eine Sache von drei, vier Wochen. Und dann wurde es immer komplizierter, erst eine Operation, dann noch eine. Keiner der Ärzte wollte sich festlegen, wann ich wieder spielen würde.

Wann oder auch ob?

Ich habe immer daran geglaubt, dass ich wiederkommen würde. Aber ich habe mich auch wahnsinnig intensiv mit dieser Verletzung beschäftigt. Ich hatte tausend Fragen, aber ich bekam keine Antworten. Ich habe meine Umwelt sicher oft genervt: Meine Verletzung ging mir 24 Stunden am Tag nicht aus dem Kopf. Und manchmal habe ich mir gedacht: Mensch, jetzt bist du 31, du hattest 14 gute Jahre als Profi. Vielleicht soll es das ja jetzt gewesen sein.

Hatten Sie Angst?

Nein, ich war plötzlich gezwungen, mich noch mehr mit mir auseinanderzusetzen. Zum Glück bin ich ein Mensch, der nicht zu emotional reagiert.

Mit wem haben Sie darüber gesprochen?

Ich habe vieles allein mit mir ausgemacht. Und natürlich habe ich mich abgelenkt, viel Zeit mit meiner Familie verbracht. Ich wollte diesen Gedanken nicht zu großen Raum geben. Mein Ziel hieß ja: wiederkommen, wieder angreifen.

Es heißt, Freundschaften beweisen sich erst in schwierigen Zeiten. Haben Sie im letzten Jahr Freunde hinzugewonnen?

Mit Andrej Schewtschenko, meinem Kollegen aus der Ukraine, ist sicher eine Beziehung gewachsen, die halten wird, auch wenn wir nicht mehr Profis sind. Wir gehen häufig zusammen essen, unsere Frauen verstehen sich.

Sie haben beide zur gleichen Zeit bei Chelsea angefangen und mussten hohe Erwartungen erfüllen.

Das hat sicher eine Rolle gespielt. Wir standen beide im Fokus der Medien, da rückt man zusammen. Und das buchstäblich: Im Mannschaftsbus hatten wir Plätze nebeneinander. Manchmal sind es so kleine Zufälle, die dem Leben eine Richtung geben.

Sie glauben an Schicksal?

Ja, schon. Das ist wie in der Schule mit den Banknachbarn. Du kannst einen Freund fürs Leben gewinnen. Oder auch einen verpassen. So setzt sich dein Leben zusammen. Du triffst eines Tages zufällig auf eine Frau. Und sie wird dann die Mutter deiner Kinder. Genauso war es vielleicht auch Schicksal, dass wir jetzt hier in England leben.

Woran merken Sie, dass Sie inzwischen in London angekommen sind?

Die Leute sprechen mich auf der Straße an, klopfen mir auf die Schulter, wollen sich mit mir fotografieren lassen…

…und das genießen Sie?

Jedenfalls spüre ich in solchen Situationen, dass ich willkommen bin, anerkannt, dass die Leute mich mögen.

Wie wichtig ist dabei die Sprache?

An ihr entscheidet sich alles. Am Anfang habe ich in der Kabine oft den Flachs nicht verstanden, das hemmt natürlich. Da kommt man anders rüber, als man wirklich ist. Das kenne ich auch noch aus meiner Zeit bei Bayern München. Wenn dort neue ausländische Spieler kamen, wirkten die oft sehr schüchtern. Als sie dann die Sprache besser konnten, tauten sie auf.

Was ist typisch für Chelsea im Vergleich zum FC Bayern?

Es gibt unterschiedliche Rituale. Bei den Bayern haben wir im Bus immer Schafkopf gespielt. Das vermisse ich schon. Bei Chelsea spielen sie im Bus Playstation, fünf gegen fünf. Über Bluetooth sind dann fast alle im Bus angeschlossen. Da ist, über fünf, sechs Reihen, eine Riesenstimmung.

Sie gelten als legendärer Witzerzähler. Können Sie inzwischen Ihre Pointen auch auf Englisch erzählen?

Ja, aber die besten Pointen kann man leider nicht ins Deutsche übertragen.

Sie korrigieren das britische Vorurteil, nach dem der Deutsche ein grauenhaft humorloser Langweiler ist?

Am Anfang habe ich immer besonders laut gelacht, wenn es in der Kabine lustig wurde.

Im Ernst?

Spaß beiseite: Bis du in einer fremden Sprache so zu Hause bist, dass du den Humor verstehst und sogar selbst Witze erzählen kannst, das dauert. Doch im Moment liefert mir das Ausscheiden der Engländer in der EM-Qualifikation unendlich viel Stoff.

Womit werden Sie aufgezogen?

Heute hat mich ein Mitspieler gefragt, ob ich am Strand auch immer mit Handtüchern unsere Liegestühle reserviere. Flachs dieser Art ist ganz normal, den stecke ich locker ein.

In anderen Bereichen sind Sie weniger locker. Ihr Verhältnis zu den Medien gilt als kompliziert. Sie haben schon zahlreiche Unterlassungserklärungen durchgefochten, einige Boulevardmedien monatelang boykottiert.

Was heißt hier boykottiert? Würden Sie mit Leuten reden, die bewusst – ich betone: bewusst! – die Unwahrheit über Sie verbreiten?

In Ihrer Leverkusener Zeit wurden Sie als „Prada-Profi“ bezeichnet. Bei Ihrem Abschied aus München wurde Ihnen Geldgier vorgeworfen.

So funktioniert das Geschäft, leider. Aber ich habe überhaupt kein Problem mit Journalisten. Ich habe nur gelernt, mich gegen die schwarzen Schafe zu wehren, die ihrer Fantasie freien Lauf lassen, nur weil sie gerade eine Geschichte brauchen. Wer gegen solche Verleumdungen keine gesunde Aggressivität an den Tag legt, dem ist alles egal, der wird auch auf dem Platz keinen Ehrgeiz mehr entwickeln.

Erst kürzlich hat der Reporter Marcel Reif die alte Günter-Netzer-These wieder aufgewärmt, dass Sie aufgrund Ihrer Sozialisierung in der DDR kein Führungsspieler seien, dass Sie sich, anstatt Verantwortung zu übernehmen, lieber im Kollektiv verstecken.

Meistens ist einfach Unkenntnis die Ursache für solche Behauptungen. Das Thema „Führungsspieler“ ist jetzt schätzungsweise zehn Jahre auf dem Markt. Manche hören nicht zu, andere wollen nicht hinschauen. Mein sportlicher Weg in den vergangenen Jahren spricht für sich. Und ansonsten: Marcel Reif kennt die DDR höchstens aus dem Fernsehen und der Zeitung. Woher soll er wissen, wie es damals im Osten zuging?

Und wie ging es wirklich zu?

Ich war 13, als die Mauer fiel. Wer glaubt, dass in meiner Erziehung oder auch im Fußballverein das politische System der DDR für mich eine entscheidende Rolle spielte, der irrt. Wir haben auf der Straße gebolzt, in der Schule gelernt. Vielleicht haben wir eben nur nicht diesen Wohlstand genossen. Ich hatte eine glückliche Kindheit. Der Staat erzieht doch die Kinder nicht, erzogen wird man von seinen Eltern.

Also war Erich Honecker doch nicht schuld daran, dass Sie kein wirklicher Spielmacher geworden sind?

Natürlich nicht. (lacht) Unser Land wird inzwischen von einer Kanzlerin geführt, die auch aus dem Osten kommt und international anerkannt ist. Dass ich kein klassischer Spielmacher bin und auch keinen Ehrgeiz habe, einer zu werden, habe ich selbst oft genug gesagt. Da könnte man genauso kritisieren, dass Oliver Kahn kein Manndecker ist.

Ihre Kinder werden unter ganz anderen Bedingungen groß.

Während ich mit meinen Nachbarsjungen in Chemnitz von morgens bis abends hinter dem Plattenbau zwischen den Teppichstangen gekickt habe, wohnen wir jetzt in einem Einfamilienhaus in Wimbledon. Dort ist es wunderbar, aber meine Söhne müssen sich von mir mit dem Wagen zu ihrem Fußballtraining fahren lassen.

Dort stehen Sie dann an der Seitenlinie und geben kluge Ratschläge?

Unsinn! Da bin ich nur Vater wie die anderen auch. Mit meiner Meinung halte ich mich zurück – zumal zu den Eltern nicht nur Chelsea-, sondern auch Arsenal- und Manchester-Fans gehören.

Sind die Ballack-Söhne richtige Fußballkinder?

Überhaupt nicht. Während wir hier reden, verpasse ich gerade die Theateraufführung von Luis, meinem ältesten Sohn, der sechs ist. Die Kinder wachsen auf wie ihre englischen Freunde. Sie tragen Schuluniform, das gefällt mir. Zum Glück interessiert es hier kaum jemanden, dass sie einen bekannten Vater haben.

Sprechen Ihre Kinder inzwischen besser Englisch als Sie?

Noch nicht, aber das geht so schnell. Es gibt schon jetzt viele Wörter, die meine Kinder im Kindergarten und in der Schule aufschnappen, bei denen ich nachfragen muss: Was hat das zu bedeuten? Dann lachen die Kleinen sich kaputt.

Erklären Sie Ihren Kindern, womit ihr Vater sein Geld verdient?

Es geht langsam los, dass sie es verstehen. Manchmal sitzen wir gemeinsam vor dem Fernseher, wenn ein aufgezeichnetes Interview mit mir übertragen wird, und sie begreifen immer noch nicht ganz, wie das sein kann, dass ich zur gleichen Zeit neben ihnen auf der Couch sitze.

Haben Sie manchmal den Eindruck, dass Ihre Söhne in einer künstlichen Welt aufwachsen?

Wir versuchen alles, um das zu vermeiden. Gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin bemühe ich mich, die Kinder genauso zu erziehen, wie wir erzogen worden sind: mit viel Wärme und Zuwendung. Und vor allem sollen sie lernen: Geld macht nicht glücklich. In welchem politischen System man lebt, spielt bei diesen Dingen keine Rolle, ebenso wenig, wie viel der Vater verdient.

Wenn Sie in der Öffentlichkeit auftreten, geben Sie selten persönliche Gedanken oder Gefühle preis. Sie sind ein vorsichtiger Mensch geworden, oder?

Ja.

Ist es manchmal nicht schade, dass man so vorsichtig sein muss?

Klar ist das schade. Aber wenn ich etwas Unüberlegtes, Spontanes sage, kann es passieren, dass das über Wochen breitgetreten wird. Der Fußball ist inzwischen eben zu einem Geschäft geworden, bei dem es um viel mehr geht als nur die Leistung auf dem Platz. Da geht es uns fast wie den Politikern.

Was ist für Sie eigentlich schlimmer: ein Interview oder ein Fotoshooting?

Fotos, ganz klar. Das ist oft so künstlich, so distanziert.

Distanz, das mögen Sie doch eigentlich.

Ich weiß nicht. Als ich jung war, habe ich die Dinge sehr an mich herangelassen. Wenn du dann aber merkst, wie schnell du verletzt werden kannst, musst du dich schützen.

Gibt es eigentlich, außerhalb der Familie, jemand, der Sie wirklich kennt?

Hundert Prozent? Wahrscheinlich niemand. Aber es gibt Mitspieler, wie Bernd Schneider, den ich schon aus unseren gemeinsamen Zeiten in Leverkusen kenne, mit ihm rede ich eigentlich über alles, was mich beschäftigt. Er besucht mich mit seiner Familie in London, wir fahren gemeinsam in Urlaub. Bei ihm weiß ich, dass er alles, was ich ihm erzähle, für sich behält.

Wer darf Sie kritisieren?

Eigentlich alle. Aber ich kann unterscheiden. Meine Lebensgefährtin, mein Vater und ein paar Menschen, auf deren Meinung kann ich wirklich vertrauen. Und natürlich meine Trainer. Wenn es um Fußball geht, ist auch wichtig, dass man Rat von Mitspielern holt, die ja immer sehr nahe an dir dran sind, aber trotzdem eine unabhängige, eigene Meinung haben. Oliver Kahn war so ein Spieler. Wir sind in schwierigen Phasen immer aufeinander zugegangen.

Einmal haben Sie uns allen Ihre Gefühle gezeigt – als Sie nach dem WM-Aus gegen Italien mit Tränen im Gesicht über den Platz liefen. Wie oft haben Sie, wo jetzt so viel Zeit war, noch an die entscheidende Szene im Halbfinale gedacht? Der Pass auf Pirlo…

…da war es schon zu spät. Das Schlimmste war, dass wir so kurz vor Schluss überhaupt diesen Eckball bekommen haben. Einwurf von der Seite, ein Loch im Mittelfeld, da steht Totti. Und dann müssen wir den Ball ins Aus schlagen. Ganz klar: Wir waren zu offensiv. Dabei waren die Italiener doch schon satt. So ein Wahnsinn, in einem WM-Halbfinale geht man zwei Minuten vor Schluss kein Risiko mehr ein!

Sie sprechen darüber, als sei das gestern gewesen.

Das Tor, muss ich zugeben, war dann super gespielt. Der Pirlo geht quer zur Abwehr, zieht rüber…

…und kommt genau auf Sie zu…

…ich habe noch darauf geachtet, dass ich die Beine nicht aufmache, das ist das Schlimmste für einen Torwart, wenn der Ball plötzlich durch die Beine eines Abwehrspielers schießt. Wäre der Schuss nur gerade in die Ecke gegangen, dann hätte Jens Lehmann den Ball gehabt, aber dann dreht das Ding noch so rein, nichts zu machen.

Dann war Schluss.

Absolute Leere. Ich habe gedacht, alles war umsonst.

Nicht alles. Jogi Löw hat Jürgen Klinsmanns Philosophie erfolgreich weitergeführt.

Stimmt, wobei Löw natürlich schon immer enormen Einfluss hatte.

Gibt es eigentlich auch Dinge, die sich unter ihm verändert haben?

Vielleicht ist es insgesamt alles etwas lockerer geworden. Vor Jürgen hatten die Leute sicherlich manchmal auch Angst, er konnte sehr streng und impulsiv sein. Aber das war für die damalige Situation, für die WM im eigenen Land, gar nicht schlecht. Alle wussten, worum es ging, keiner hat nachgelassen. So muss es vor der EM im nächsten Jahr wieder sein.

Mit welchem Fußballer möchten Sie später einmal in einem Atemzug genannt werden?

Ganz klar, Franz Beckenbauer ist jemand, der mir imponiert, nicht nur als Fußballer. Wie er auftritt, wie er mit Menschen umgeht – das ist schon fantastisch. Und Franz Beckenbauer ist ja nicht nur prominent. Er ist ja…

…eine Lichtgestalt?

Ihn erdrückt seine Popularität nicht. Er strahlt diese Leichtigkeit aus.

Welche Szene in Ihrer Karriere, an die Sie sich erinnern, war die ideale, die typischste aller Ballack-Szenen?

Vielleicht das Tor gegen Südkorea im WM-Halbfinale 2002. Da sieht man, was für ein Spielertyp ich bin: In einer Situation, in der eigentlich nichts mehr geht, komme ich von hinten, spiele einen unerwarteten Pass, renne, tauche ab – und bin plötzlich im Strafraum wieder da und schieße das Tor.

Was ist das schönste Kompliment, das Sie jemals bekommen haben?

Als mein Sohn Luis vor einem halben Jahr zu mir kam und voller Ernst sagte: Papa, du bist der beste Spieler der Welt.

Herr Ballack, welche Frage würden Sie gerne mal gestellt bekommen?

Irgendwann? Wie es damals war, als ich den WM-Siegerpokal in die Luft gereckt habe.

Das Gespräch führten Anita Blasberg und Moritz Müller-Wirth

Michael Ballack ist seit 2004 Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft. In Görlitz geboren, begann er seine Karriere beim FC Karl-Marx-Stadt (später: Chemnitzer FC). Nach der Wende spielte er von 1997 an in der Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern, später für Bayer Leverkusen und den FC Bayern München, bevor er 2006 zum FC Chelsea nach England wechselte. Nach einer mehr als sechs Monate dauernden Verletzungspause kehrt Ballack dieser Tage in die erste Mannschaft seines Clubs zurück.

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Leser-Kommentare

  1. Martin FramSchön , daß es endlich mal einer sagt: Diese Ossis sind es. Nicht nur, daß sie UNSER Geld verbraten , faul und allesamt sowohl früher Stasispitzel waren, als auch heute rechtsradikal sind. Nun stellt sich zum Entsetzen der ZEIT-Leser heraus, diese Bande zwischen Elbe und Oder war auch unfähig, Spielmacher hervorzubringen!!!Haben es Netzi und Reifchen nicht schon immer gesagt? Aber wer wollte nicht hören? Wir, wir wußten es wieder besser. Und nun das! Mit einem Spielmacher Ballack wäre die EM- Quali geschaftt worden und auf einen Spielmacher Ballack wären auch N+ R stolz gewesen.- Aber so? Damit müssen wir nun leben, selber schuld.

  2. „Erst kürzlich hat der Reporter Marcel Reif die alte Günter-Netzer-These wieder aufgewärmt, dass Sie aufgrund Ihrer Sozialisierung in der DDR kein Führungsspieler seien, dass Sie sich, anstatt Verantwortung zu übernehmen, lieber im Kollektiv verstecken.“Man oh Man.Was für eine journalistische Meisterleistung. Fragen zum Thema Führungskompetenz, weil im Osten geboren. Und dazu mehrfach nachfragen. Im vorliegenden Fall einen Deutschen (Halt, weil wichtig! Im Osten Deutschlands geboren!) zu fragen, der beim Mauerfall 13 Jahre alt war. Fehlt nur noch, ihm die Mitgliedschaft bei den Organisierten Pionieren vorzuhalten. Muss man wirklich auf jede noch so „dümmliche These“ eines M. Reif (Wer ist eigentlich M. Reif?) oder eines Netzer nachhaken?Bliebe vielleicht noch dem lieben Marcel vorzuhalten, dass er kapitalistische Raffkementalität hat, weil er im Westen geboren ist. Und schließlich hat die Staatsanwaltschaft sogar mal gegen ihn ermittelt wegen Geldwäsche, Steuerhinterziehung….Es gibt Dutzende im Westen geborene Spieler, die total überschätzt mit 18 Jahren eingekauft wurden und dann noch nicht mal richtig Fußball spielen konnten. Von Führungsqualitäten ganz zu schweigen. Für die Messung von Führungsqualitäten gibt es nach wie vor nur vage Maßstäbe der Beurteilung. Darüber streiten ganze Heerscharen der Psychologen und Unternehmensberatungen. Netzer und Reif haben die Antwort gefunden. Auf keinen Fall gab es diese in der DDR.Vorwerfen kann man Ballack aber durchaus eins:Auf solche dummen Fragen überhaupt noch zu antworten.Das kann man dann durchaus „mangelnde Medienkompetenz“ nennen.

  3. @Broker88Find ich echt gut.

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  • Von Moritz Müller-Wirth
  • Datum 1.4.2008 - 09:46 Uhr
  • Quelle ZEITmagazin LEBEN, 19.12.2007 Nr. 52
  • Kommentare 3
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