Herr van Assche, versetzen wir uns mal in den Sommer 1999 zurück, in Ihre Reise nach Los Angeles?

Oh Gott, ja, es war meine erste große Anprobe für einen Tag nach Los Angeles, in das Haus von Brad Pitt. Er entschied sich, für die Hochzeit mit Jennifer Aniston einen Anzug von Hedi Slimane zu tragen, es war der erste, den Hedi für Christian Dior entwarf. Und ich als sein Assistent durfte ihn rüberfliegen.

Was kein Spaß war.

Ich war verantwortlich für unzählige Schachteln mit Hemden, Schuhen und Hosen. Man gewann den Eindruck, die Hälfte des Flugzeugs sei mit Dior-Gepäckstücken beladen. Natürlich kam mein Fahrer zu spät. Ich wartete mit den ganzen Schachteln am Bordstein und sah wie die männliche Version einer dieser Shoppingdamen aus. Zum Glück war Brad Pitt sehr nett und sah auch über meinen Jetlag hinweg.

Sie wurden Modedesigner mit der Absicht, einmal Madonna einzukleiden.

Fühlten Sie sich im Haus von Brad Pitt dem Ziel nahe?

Lassen Sie uns nicht übertreiben. Ich bin kein Fan, der drei Nächte vor Madonnas Tür schlafen würde, um einen Blick auf sie zu erhaschen.