Handy
Geld liegt in der Luft
Nokia schließt sein Bochumer Werk. Dahinter steht ein großer Kampf: Handyhersteller, Software-Firmen und Mobilfunker ringen um die Vormacht im mobilen Internet
Die Entscheidung kostet 2300 Arbeitsplätze. Am Dienstagmittag verkündet Veli Sundbäck, Vorstandsmitglied beim finnischen Handykonzern Nokia, das Aus für den Standort Deutschland. Bis Mitte dieses Jahres, so sagt er, werde man die Produktion von Mobiltelefonen in Bochum beenden.
Sachlich spult Sundbäck das klassische Endzeitprogramm ab. Dass es »keine leichte Entscheidung« gewesen sei. Dass man im globalen Wettbewerb stehe. Und dass die Arbeitskosten im Bochumer Werk zwar »klar unter fünf Prozent« aller Kosten lägen, aber viel höher seien als die in Rumänien.
Vor einem Jahr hatte bereits BenQ seine Handyfabrik in Kamp-Lintfort dichtgemacht. Heute ist es Nokia, der weltweit bedeutendste Produzent von Mobiltelefonen. Ein weiteres Werk, das weiß auch Sundbäck, wird hierzulande niemand mehr schließen können: »Nokia ist der letzte Hersteller mobiler Endgeräte, der Deutschland verlässt.«
Man könnte jetzt eine Diskussion über Arbeitskosten oder die »Gewinnsucht des Managements« führen, wie die IG Metall wettert. Man sollte es aber auch als Teil von etwas Größerem betrachten: als Ausläufer eines Sturms, der die Machtverhältnisse in der globalen Hightechindustrie durcheinanderwirbelt. Der auch erklärt, warum Konzernchef Olli-Pekka Kallasvuo erst vor wenigen Monaten zugab, Nokia stehe »an der Schwelle zu einer neuen Ära der mobilen Kommunikation«.
Dass das Internet auf Wohnung und Arbeitsplatz beschränkt bleiben wird, glaubt in der Branche niemand mehr. »Mobilität ist definitiv ein Trend. Heute werden schon mehr Laptops verkauft als Computer für den Schreibtisch. Das zeigt doch, dass wir Informationen mit uns herumtragen wollen«, sagt Wolfram Schulte, Wissenschaftler bei Microsoft Research im amerikanischen Redmond. Doch Laptops sind schwer und vergleichsweise teuer. Mobiltelefone kosten zwar auch Geld, sind aber kleiner und leichter – und werden besser. »Jedes Handy hat heute schon so viel Rechenleistung wie ein Laptop vor fünf Jahren«, sagt Schulte. Geräte wie das iPhone von Apple oder Nokias N95 beweisen erstmals, dass sich auch unterwegs ganz passabel surfen lässt. Schon jubeln Interessengruppen wie der Bundesverband Digitale Wirtschaft, das mobile Internet stehe »kurz vor dem Durchbruch zum Massenmarkt«.
Das ist mehr Wunsch als Wirklichkeit. Noch.
Zurzeit geschieht, was Arno Wilfert educating the market nennt. Er ist Telekommunikationsexperte bei der Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) und kennt die Strategien der Branche. Erst werden Produkte entwickelt, und dann bringt man den Kunden bei, warum sie diese überhaupt benötigen. Wilfert glaubt zwar auch, dass sich mobiles Internet zum Massenphänomen auswächst, »aber wenn wir ehrlich sind, dauert das noch mindestens fünf Jahre«.
Das große Problem: Wer heute nicht aufpasst, steht morgen als Verlierer da. Die Mobilmachung des Internets stellt schon jetzt etablierte Geschäftsmodelle infrage, führt unbekannte Gegner zusammen, lässt Allianzen entstehen. »Das Spiel ist völlig offen«, sagt Wilfert. Es ist kaum abzusehen, wer die besten Chancen hat.
Lange hatten sich die Giganten bequem eingerichtet. Mit seinem Nokia telefonierte man im Netz von Vodafone, auf dem Dell-Rechner lief Microsoft Windows. Doch die Abgrenzung ist hinfällig, seit man mit Computern telefonieren und mit Telefonen surfen kann. »Konvergenz« nennen es Fachleute, wenn sich Technologien annähern und miteinander verschmelzen. So wie vor einigen Jahren bei Digitalkameras: Schnell tauchten mit Acer oder Samsung Firmen am Markt auf, die ihren Ursprung nicht in der Fotografie hatten, sondern in der Elektronik.
Nun wiederholt sich das Ganze bei Handys. Allerdings sind die neuesten Geräte schon gar keine Handys mehr, sondern Smartphones: eine Kreuzung aus Telefon, Musikspieler, Kamera, Computer und vielem mehr. Also wollen alle ihre Standards durchsetzen: Handyproduzenten und Netzbetreiber, Internetfirmen und Software-Lieferanten.
Konvergenz schafft Konkurrenz.
Die Riesen von einst spüren eine nie gekannte Unsicherheit. So wie Microsoft. Windows läuft heute zwar auf neun von zehn Computern, doch bei Handys ist das Betriebssystem eine deutlich kleinere Nummer und beschränkt sich zudem auf den überschaubaren Kreis der Profinutzer. Ein echter Massenmarkt könne aber nur bei Verbrauchern entstehen, sagt Wilfert, »nicht bei Geschäftsleuten«. Die meisten Privathandys laufen indes mit dem Symbian-System – das wiederum zur Hälfte Nokia gehört. Ende 2007 hat dann auch noch Google ein eigenes Betriebssystem namens Android vorgestellt; ein weiterer Stich gegen den Erzrivalen Microsoft.
Getrieben von der Angst, dass elektronische Geräte allein irgendwann nicht mehr genügend Geld einbringen, drängen die Hersteller in fremdes Terrain. Apple verkauft seine iPhone-Handys aus einer Position der Stärke: In Deutschland zum Beispiel muss T-Mobile für die Exklusivrechte einen Teil der monatlichen Umsätze mit den iPhone-Kunden weiterreichen; bislang war so etwas praktisch undenkbar.
Die Schließung des Bochumer Werks zeigt auch, dass sich selbst Nokia nicht mehr allein auf seine Mobiltelefone verlässt. Bisher galt: Ein Handy wird ein Mal verkauft, daran wird ein Mal verdient. Konzernchef Kallasvuo will nun auch von der Nutzung profitieren und Nokia am liebsten gleich in einen »Anbieter von Internetdiensten« verwandeln. Über das mobile Portal Ovi sollen sich Kunden Musik und Spiele herunterladen oder Navigationsdienste nutzen. Mehr als fünf Milliarden Euro hat sich der Konzern kürzlich den Kauf eines Anbieters digitaler Karten kosten lassen – und stattet Handys zunehmend mit GPS-Empfängern aus. Im Jahr 2015, so schätzt die Beratungsfirma Telematics Research, dürfte allein Nokia dreieinhalbmal mehr mobile Wegweiser absetzen als heute alle Anbieter von Navigationssystemen zusammen – und profitieren, wenn die Kunden unterwegs wissen wollen, wo sie sich befinden.
Klassische Telefonate sind ein Geschäft von gestern, Minutenpreise und Gesprächsumsätze bröseln. Der Datenverkehr im Internet soll auch die Netzbetreiber retten. Bei Vodafone nahm er jüngst um 40 Prozent zu, im nächsten Geschäftsjahr dürfte der Mobilfunker hierzulande mit Daten mehr umsetzen als mit SMS-Kurznachrichten. Endlich können Vodafone, T-Mobile und Co hoffen, ihre schnelle Übertragungstechnik UMTS auszureizen. Für die Lizenzen haben sie vor acht Jahren zusammen 50 Milliarden Euro an den Bundesfinanzminister überwiesen.
Natürlich ist auch UMTS kein Selbstläufer, denn technisch führen viele Wege von der Straße ins Internet. In einigen Jahren könnten Verbraucher alternative Funkverbindungen wie Wimax nutzen. Oder sie gehen über klassische Hotspots ins Netz. Davon gibt es deutschlandweit schon heute mehr als 6000, oft in der Nähe von Flughäfen, Bahnhöfen und Coffeeshop-Filialen. »Vermutlich gibt es bald einen Chip, der mal diesen, mal jenen Weg nutzt. Je nachdem, welcher gerade am günstigsten ist«, glaubt Wilfert.
Hätte, könnte, würde. Die Internetwelt ist eine Welt des Konjunktivs. Wer hätte gedacht, dass ein Konzern wie Microsoft durch Google ernsthaft bedrängt werden würde? Etwa bei Büro-Software. Bis Google kam und sie verschenkte. Leistung gegen Bezahlung lautet die traditionelle Spielregel des Geschäfts. Google hat sie ignoriert. Und will es wieder tun.
Im mobilen Internet propagiert Firmenchef Eric Schmidt die völlige Offenheit und verspricht »mehr Wettbewerb und mehr Innovationen«. Verbraucher sollen sich frei bewegen und auch kostenlose Angebote wie den eigenen Kartendienst Maps nutzen. Vielen Konkurrenten passt das nicht, weil sie an möglichst vielen Stellen der Wertschöpfungskette selbst verdienen wollen.
Nächste Woche werden in den USA bedeutende Funklizenzen für das mobile Internet versteigert – und Google bietet mit. Schon vorab hat das Unternehmen einen Teilsieg errungen. Auf Drängen der Kalifornier legte die Auktionsbehörde FCC fest, dass Teile der Frequenzen nur an Bieter gehen dürfen, die ein offenes System garantieren. »Verbraucher sollen sich ihre Geräte aussuchen und die Software, die darauf läuft«, sagt Behördenleiter Kevin Martin. Das werde »signifikante Auswirkungen« auf künftige Innovationen haben. Vor allem aber nützt es Googles Masterplan: Werbung. Auf heimischen Rechnern platziert Google zu jeder Suchanfrage schon inhaltlich passende Anzeigen – und finanziert sich dadurch. Mobil könnte das noch besser funktionieren, weil Nutzer massenhaft Spuren hinterlassen. Dank GPS-Chip lässt sich etwa der Standort bis auf ein paar Meter genau bestimmen.
Das technisch Machbare treibt manchen die Gier in die Augen. Kürzlich erst hatte Motorola das Handy zum ultimativen Schnüffelwerkzeug für die Werbewirtschaft hochgeprahlt. »Wir können herausfinden, ob jemand zum Essen geht, einkauft oder gerade ein bestimmtes Geschäft sucht«, sagte ein Manager einer britischen Zeitung . Seine neue Software könne Kurzmitteilungen lesen und Telefongespräche belauschen, um die so gewonnenen persönlichen Daten für Werbung zu nutzen. Zwar werde sie noch weiterentwickelt, aber man spreche bereits mit Partnern. Selbst ist Motorola diskreter. Wer Details zur Lauschattacke wissen will, erntet bloß eine Worthülse: Die Software sei »nur eine von vielen Innovationen«.
Woher die Einnahmen kommen sollen, ist noch immer völlig unklar. Doch das entscheidet alles. Möglich, dass die Nutzer für Dienste bezahlen. Möglich, dass sich eine Gratismentalität ausbreitet, die sich nur durch Werbung in ein Geschäft verwandeln lässt.
Thomas Husson von Jupiter Research bremst erst einmal die Euphorie der Reklamefraktion. Zwar dürften die Umsätze mit mobiler Internetwerbung bis 2012 europaweit auf gut 1,3 Milliarden Euro steigen. »Das entspräche aber nur neun Prozent der Ausgaben für Onlinewerbung«, rechnet der Analyst vor, »und einem Prozent der gesamten Werbeausgaben in Europa.« Für ein echtes Massengeschäft wäre das wenig. Immerhin: Jüngere Nutzer sind Reklame im Handyformat gegenüber deutlich aufgeschlossener als ältere (siehe Grafik). Unter Umständen ist einer von vier Befragten damit einverstanden.
Am besten, man bereitet sich auf jede nur denkbare Situation vor. Microsoft hat im vergangenen Jahr ein auf mobile Werbung spezialisiertes Unternehmen gekauft. Yahoo auch. Und Nokia ebenfalls.
Nur für den Fall. Man kann ja nie wissen.
- Datum 17.1.2008 - 01:28 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 17.01.2008 Nr. 04
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Eine Vermutung:
Anscheinend hat man in Bochum nur "malocht" und nicht geforscht.
Hätte man bei der Subventionvergabe die Auflage integriert, dass Forschung und Innovation in diesem Werk einen hohen Stellenwert haben müssen sowie eine Vernetzung zu Hochschulen und weiteren Forschungseinrichtungen, wie z.B. Frauenhofer Institut, Grundlage für die Subventitionen sind, würde es NOKIA nicht eingefallen sein, das Werk zu schließen.
Wieder einmal haben die Top-Manager und die Politik versagt, auf dem Rücken von Arbeitern und Angestellten.
Dazu kommt noch, dass Nokia am neuen Standort EU-Subventionen bekommt - wir somit indirekt für die Abschaffung von Arbeitsplätzen in unserem eigenen Land auch noch Geld bezahlen.
Jetzt ist nun wirklich die Politik gefragt!Ansonsten hätte sich das Wort von den "Heuschrecken" von Müntefering als durchaus zutreffend erwiesen.Es darf gar nicht möglich sein, dass ein (ausländisches) Unternehmen NRW (oder Deutschland) als neuen Standort wählt, dafür Subventionen und Steuernachlässe aus Deutschland und der EU erhält. Insgesamt, im Falle NOKIA, waren das mehr als 80 Millionen Euro! Nachdem das Geld abgefischt wurde, zieht sich NOKIA aus Deutschland zurück - obwohl hier Geld verdient wurde! - und geht nach Bulgarien, Rumänien oder in die baltischen Ländern... und das Spiel beginnt von vorn!Vielleicht wird an diesem Beispiel (NRW scheint ein besonderes Handy-Kap zu haben...) klar, warum die älteren, aber freien Geister wie Blüm oder Geißler, heute ganz anders über die Globalisierung, über die Vorbildfunktion von Managern und über den brutalen Verdrängungswettbewerb der unsozialen Marktwirtschaft denken und reden.
...wird in dem Artikel zwar angerissen, aber es wird nicht nach Antworten darauf gesucht:Zitat: "...die Arbeitskosten im Bochumer Werk zwar »klar unter fünf Prozent« aller Kosten lägen, aber viel höher seien als die in Rumänien...".Hier stellt sich als erste Folgefrage:Wie hoch ist die Gesamtersparnis bei einer Verlagerung nach Rumänien (im "schlimmsten" Fall nur 5% ??!!)Angenommen es sind mehr als 5%, sagen wir (mangels Wissen kann ich nur raten) z.B. 20%.Dann fragt sich:Hat Nokia es nötig, deswegen "auszuwandern"?Falls 20% die richtige Größenordnung darstellt, weiß ich die Antwort:Nein!Wenn Nokia gute Produkte hätte, wären für einen halbwegs bewußten westlichen Käufer 20% Mehrpreis wohl kein Gegenargument (ich z.B. würde durchaus 1200- statt 1000 Euro für ein gleichwertiges Laptop zahlen, wenn es dafür - als Bsp. - von Samsung- anstatt von Acer wäre). Oder sucht man die "Ramschkunden", die NUR auf den Preis gucken?Und die nichtwestlichen Kunden?Einfache Antwort, die jedem bekannt ist:für den sind Geräte trotz 20% Ersparnis um ein paar Wochenlöhne zu teuer, hier gelten ohnehin andere Gesetze.Abgesehen von all dem Gesagten sei noch verwiesen auf "Keine Tiger in Indien" (s.z.B. http://www.localglobal.de...)(Übrigens arbeitete ich auch mal in einem Länder-Auslagerungsprojekt und schüttelte nur den Kopf darüber, wie viel Geld man damals durch die vermeintlich geldsparende Verlagerung Holland->Spanien zum Fenster herauswarf).Mein Fazit ist eine Vermutung, für die es freilich viele Indizien gibt:Nokia geht es einzig und alleine um die Abzocke von öffentlich geförderten Subventionen und Steuer"vorteilen".
Wenn Volkswagen in Brasilien Autos baut, so ist das eine wunderbare Idee, aber wenn Airbus aus Deutschland in die USA umzieht und Nokia nach Rumänien abhaut, dann ist Globalisierung natürlich zu verdammen. Das Ironische an der ganzen Sache ist zudem, dass die EU-Subventionen für Rumänien ja zum großen Teil aus den Taschen deutscher Steuerzahler stammen.
Mal langsam: Noch ist nicht bewiesen (und auch sehr unwahrscheinlich, da die EU gar keine Instrumente zur Förderung einzelner Unternehmen hat), dass Nokia von der EU Gelder zur Ansiedlung in Rumänien bekommt. Dass die EU Regionalförderung in Rumänien und anderswo betreibt, will ja hoffentlich niemand kritisieren. Schliesslich bedeutet wirtschaftlicher Aufschwung dort in aller Regel gute Exportgeschäfte für die deutsche Wirtschaft.
Die Deutschen sind immer ganz toll im Austeilen, aber nicht so gut im Einstecken: Wo war die Kritik als Nokia die Produktion von Finnland nach Deutschland verlagerte? In Finnland war man darüber nicht glücklich, aber in Deutschland hat's niemanden geschert. Und wie viele Milliarden sind in den Osten geflossen und haben Investitionen angelockt, die sonst nie gekommen wären? Entweder man bekennt sich zu EU (mit den für Deutschland bekannten riesigen Vorteilen) oder man entscheidet sich für den nationalen Alleingang. Beides zusammen geht nicht.
Lieber Verheugen in der heiligen Komission,warum stellst du unsern Glauben auf eine so harte Probe?Wir opfern doch der EU, unsere Steuern unsere Demokratie, warum verlangst du auch noch Opfer an unseren Jobs und unseren Nettolöhnen?Lieber Verheugen, du hast die Rumänien in die glückliche Gemeinschaftder Gläubigen aufgenommen, warum hast du dabei nicht auch an unsgedacht, du warst doch bei den Beitrittsverhandlungen dabei?Oh wir elenden Ungläubigen, verzeih uns, dass wir zweifeln.Du allein bist weise und gut, nur du kannst uns sagen was gut für uns ist.Immerhin haben wir es zum Exportweltmeister gebracht. Immerhin!Und das verdanken wir nur dir, auch wenn wir außer dem Titel nichtviel davon haben.Aber wir werden uns weiter bessern um bald rein von Sünde zu sein!Die Nokia-Mitarbeiter werden bereitwillig auf die Hälfte von Gehaltund Urlaub verzichten, da bin ich ganz sicher! Und wir alle wollen es ihnen gleich tun. Denn nur der internationaleWettbewerb macht uns alle glücklich und reich. Wir glauben daran!Es war ohnehin unsere Schuld!Wären wir nicht so knausrig gewesen und hätten Nokia gleich mehrals diese popeligen 88 Mio Euro Fördergelder gegeben, es wäre ganz anders gekommen. Und überhaupt, wenn wir alle doppelt so teure Handys kaufen würden,dann gäbe es das Problem gar nicht. Schande über uns Sünder, Schande!Immerhin haben wir alle ja genug Geld, wir jammern nur auf hohem Niveau.Lieber Verheugen in der heiligen Komission, bitte erhöre uns.(denn abwählen können wir dich ja nicht)Amen
Was du beschreibst ist die berühmte Subventions- und Steuerkonkurrenz. Eine Abwärtsspirale. Ein Land jagt dem Anderen die großen Firmen ab, auf Kosten seiner Bürger. Ein Unding, dass das in der EU überhaupt möglich ist!
Wer diese Art "internationaler Konkurrenz" für eine positive Sache hält, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Leider ist genau das von den Konzernen gewollt (logisch die Euros fliessen ordentlich), deshalb wird sich daran auch nicht so schnell was ändern. Denn wer die EU wirklich regiert, kann man oft genug erahnen. Wir sind es jedenfalls nicht.
Was das mit "Regionalförderung" zu tun haben soll, leuchtet mir auch nicht ein. Wenn man eine Region fördern will, dann legt man einen Marshall-Plan für Neugründer an und zahlt keine Ansiedlungsprämien. Eine solche Politik ist hochgradig dumm und kurzsichtig.
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