"New York 1974", so heißt ganz lakonisch der Fotoband des deutschen Fotografen dirk Reinartz, der 2004 allzu früh starb (Steidl Verlag, Göttingen 2007 - 144 S., 42, ). Und der Name der Stadt und die Jahreszahl reichen auch völlig aus als Programm für ein Werk, das soziologisch genau ist und dabei in jedem Bild episch bleibt. Reinartz fasst New York in einem Moment, in dem Größe und Ermattung, Entspanntheit und Einsamkeit eine melancholische Mischung ergeben: das Porträt einer Stadt, die ihre Zukunft noch vor sich und gleichzeitig schon hinter sich gelassen hat.