Herzlichen Glückwunsch zu so einem Artikel. Besser kann keiner die Welt erklären. Ich bin auch seit 40 Jahren dabei, aber als Leser. Und fast immer war ich von Ihnen überzeugt. Warum machen Sie sich so rar?

Dr. Erhard Heisel, Laudenbach

Bewunderung und Respekt für Ihr jahrzehntelanges, erfolgreiches Wirken bei der ZEIT! Ich unterstreiche Ihre Aussagen hinsichtlich der zukunftsbestimmenden Faktoren "Demografie, Globalisierung und Krieg und Frieden". Ganz entschieden muss ich allerdings ergänzen, dass auch der Klimawandel dazuzählt: Nach Meinungen unabhängiger Wissenschaftler (regelmäßig in der ZEIT nachzulesen) wird der Klimawandel enorme Auswirkungen haben und die von Ihnen genannten Faktoren stark beeinflussen. Ich bin überzeugt, dass dieses Jahrhundert als das Jahrhundert des Kampfes gegen die Klimaveränderungen in die Geschichte eingehen wird sofern es diese geben wird

Frank Westerwalbesloh, Oelde

Theo Sommers Prophezeiung, dass der Kapitalismus an der menschenfeindlichen Schnödigkeit zugrunde gehen wird, erinnert ein wenig an Fukuyamas Voraussage vom "Ende der Geschichte". Seit es Warenaustausch gibt hat der Kapitalismus größere Ungerechtigkeiten überlebt als jene, die Sommer zu Recht anprangert. Eine Extrapolation des derzeitigen "Raubtier"kapitalismus mag den Zerfall unseres demokatischen Gemeinwesens zur Folge haben, zugrunde gehen würde der Kapitalismus erst dann, wenn sich Homo sapiens von diesem Planeten verabschiedet.

In einem bemerkenswerten Artikel (ZEIT-Punkte Nr. 4/95) schrieb Sommer: "Es ist ein konfuzianischer Kapitalismus entstanden. In Asien spielt nun die Musik und es ist keine Zukunftsmusik mehr. Die Pazifikwelle rollt." Und der Kapitalismus in seinen unterschiedlichen Ausprägungen rollt munter weiter

Juergen Rohlfshagen, Quickborn