Gut 6500 Soldaten der Bundeswehr sind derzeit rund um den Globus stationiert, die meisten von ihnen als Schutztruppen für Afghanistan (3200 Soldaten), das Kosovo (2200) und Bosnien (130). Seit dem Ende des Kalten Krieges hat sich die deutsche Armee erheblich gewandelt, sie schrumpfte von rund 500000 Soldaten auf heute etwa 270000. Und sie soll noch kleiner und effizienter werden, um ihre neue Rolle als Interventionsarmee auszufüllen, unterteilt in Eingreif-, Stabilisierungs- und Unterstützungskräfte.

Der Krieg zwischen Libanon und Israel oder 2006 die EU-Wahlschutzmission für Kongo haben gezeigt, wie schnell internationale politische Zwänge die Bundeswehr in Marsch setzen können, sei es auf Drängen der Nato, der EU oder der UN. Die Kongo-Mission ist inzwischen beendet, vor der Küste Libanons sind weiterhin 620 Marinesoldaten im Einsatz, um Waffenschmuggel an die Hisbollah zu unterbinden. Im Rahmen der Nato-Operation Enduring Freedom kreuzen deutsche Schiffe mit bis zu 250 Mann Besatzung vorm Horn von Afrika. Für die UN hat die Bundeswehr außerdem 42 Militärbeobachter in den Sudan entsandt.