Penn: Die Antwort ist natürlich: Ja. Aber man kann nie so direkt sagen, wie genau einen ein Filmstoff anspricht. Man muss es fühlen. Und wenn man etwas fühlt, dann heißt das, dass man es kennt. Als ich den rostigen alten Schulbus auf dem Cover des Buches das erste Mal sah, dachte ich, das kenne ich doch. Es war wie etwas, das Teil von mir ist.

ZEIT: Haben Sie im Originalbus gedreht?

Penn: Nein. Als ich das erste Mal bei dem Bus in Alaska war, da war mir klar, diesen Ort will ich nicht dadurch zerstören, dass die Crew überall herumtrampelt. Und Dokumentarfilme sind ja auch nicht wahrer als Spielfilme. Wenn man am Originalschauplatz dreht, vermittelt sich nicht unbedingt das, was man fühlt, wenn man dort ist. Man muss also versuchen, einen Ort zu finden, der visuell das ausdrückt, was der Originalschauplatz an Emotionen auslöst.

ZEIT: Das klingt so, als glaubten Sie nicht an Analyse?

Penn: Ich glaube nicht an Antworten. Es gibt keine verdammten Antworten auf die wichtigen Fragen.

ZEIT: Aber den Weg von Chris, seine Suche, sein Schicksal, wollten Sie erklären.

Penn: Nicht erklären.