Wahlkampagne Schluss mit dem Populismus!Seite 2/2
Eine Verschärfung des Jugendstrafrechts oder die Ausweisung von straffälligen Jugendlichen sind allerdings Forderungen, die zeigen, dass kein wirkliches Interesse an der Lösung des Problems Jugendgewalt vorhanden ist. Ferner gelten Knasterfahrungen als Auszeichnung, wo die Jugendlichen Schwerkriminalität und exzessive Gewalt oft erst praktisch kennenlernen. Und die jüngeren Brüder machen es den älteren Brüdern nach – von wem sollten sie auch anderes lernen, wenn sie keine Vorbilder haben?
Die beste Prävention gegen Jugendgewalt ist weiterhin eine gute Bildung und Ausbildung. Investitionen in Bildung, die individuelle Förderung der Jugendlichen, die Stärkung der Schulsozialarbeit und echte Bildungschancen, besonders für sozial Schwache oder Jugendliche mit Migrationshintergrund, sind wichtige Bausteine zur Lösung des Problems. Neben der Stärkung der Bildungsinstitutionen, der Jugendhilfe und der Jugendgerichte sowie ihrer Vernetzung ist auch die Förderung und Einbindung der Eltern wichtig. Dazu müssen wir auch an die kulturellen Hintergründe ran: Stichwort »Machokultur«. Eltern müssen begreifen, dass die Söhne nicht alles tun und lassen dürfen, was sie wollen.
Die Jugendlichen sind in Deutschland geboren und aufgewachsen, hier sozialisiert und hier straffällig geworden. Warum sollten andere Länder, zu denen die Jugendlichen oftmals kaum eine Beziehung haben, für die Fehler und Missstände unserer fehlgeschlagenen Integrations- und Jugendpolitik büßen? Straffällige Jugendliche mit Migrationshintergrund sind ein Teil unserer Gesellschaft. Das erfordert die Resozialisierung dieser Jugendlichen in dem Land, in dem sie geboren und herangewachsen sind.
Wir fordern von den Unionsparteien, mehr Sensibilität und Sachlichkeit in die ernsthafte Diskussion um Jugendgewalt einzubringen. Der Ruf nach Verschärfung von Gesetzen und nach Abschiebung bringt uns nicht weiter. Ein Feuer wird nicht dadurch gelöscht, dass Öl dazugegossen wird!
Özcan Mutlu und Bilkay Öney , Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses; Cem Özdemir, Mitglied des Europäischen Parlaments; Feridun Zaimoglu , Schriftsteller; Hatice Akyün , Journalistin und Autorin; Zafer Șenocak, Autor; Erhan Emre , Schauspieler und Produzent; Renan Demirkan, Schauspielerin; Hülya Duyar , Schauspielerin; Erdal Yildiz , Schauspieler; Prof. Dr. Havva Engin , Juniorprofessorin für deutsche Sprache und Literatur, PH Karlsruhe, Erol Yildiz, Privatdozent am Institut für Vergleichende Bildungsforschung, Uni Köln; PD Dr. Haci-Halil Uslucan, Uni Potsdam; Mehmet Daimagüler , Fellow Yale- University; Sina Afra , Manager; Ünal Yüksel , Musikproduzent; MuhaBbet , Musiker; Oktay Urkal , Box-Profi; Cengiz KoÇ , ehemaliger Kickbox-Weltmeister; Atalay GümüȘboGa, Rechtsanwalt; Duran Korkmaz , Zahnarzt und allgemeiner Arzt; u. a.
- Datum 23.09.2009 - 11:35 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 24.01.2008 Nr. 05
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In was für einer Zeit leben wir eigentlich? Früher sagte man "Junge lern was, damit aus dir was wird", heute scheint der Tenor zu sein "Der Staat und ganz besonders die deutschen Einheimischen sind schuld daran, daß aus dir nichts geworden ist. Wir brauchen sofort wohlmeinende Förderprogramme!". Kritik an dieser pervertierten Idee der Eigenverantwortung, ob populistisch vorgetragen oder nicht, soll dann auch noch gleich rechtspopulistisch sein. Um ehrlich zu sein, ich verstehe die Intention des Briefes kaum. Würde ich im Ausland leben, es wäre wohl mein größtes Interesse, daß alle kriminellen oder begrenzt sozialfähigen Deutschen nach den strengsten Regeln sofort aus meinem Gastland abgeschoben würden. Zumal die meisten ja ohnehin eine Alternative haben, wie etwa das rege Interesse an der doppelten Staatsbürgerschaft seinerzeit belegt hat. Wieso wehren Sie sich dagegen? Es würde Ausländerfeindlichkeit, die übrigens nichts mit Rassismus zu tun haben muß, wie Sie fälschlicherweise dargestellt haben, auf geradezu fantastische Weise den Boden entziehen. Was könnte man dagegen haben?
Teilweise ein Schritt in die richtige Richtung, aber nur teilweise. Die Herrschaften sollten vielleicht zuerst vor ihrer eigenen Türe kehren.Natürlich bringt es UNS in Deutschland etwas, wenn kriminelle ausländische Jugendliche schnellstmöglichst abgeschoben werden. Damit würde man den zukunftigen Opfern so einiges ersparen. Natürlich sind nicht alle ausländischen Jugendlichen kriminell, es sind meistens die Jugendlichen aus dem muslimischen Kulturkreis, die überproportional kriminell sind. Natürlich sind es da bei weitem auch nicht alle, aber eben überproportional.Die Türken in Deuschland sollten sich mal überlegen, wieso es gerade ihre Kinder sind, die oft so auffällig sind und es nur selten zu einer Ausbildung oder einem höheren Schulabschluss schaffen. Die meisten anderen schaffen es doch auch, wenn sie nur wollen.Resozialisierungsmaßnahmen hin oder her, viele scheinen dagegen resistent zu sein.Selbst wenn sie hier geboren wurden, "sozialisiert" wurden sie meistens mit den (muslimischen) Werten aus der Heimat ihrer (Groß)Eltern, keineswegs mit der deutschen Kultur. Wie sollte das auch gehen, wenn man in der Öffentlichkeit immer nur türkisch/arabisch (mit den Kindern) spricht? Natürlich hat dann kein Deutscher Interesse daran mit diesen Leuten Umgang zu pflegen, da sie oft ja noch nicht mal die Sprache lernen wollen.Opferschutz vor Täterschutz. Ich wünsche mir eine Zukunft für Deutschland ohne kriminelle Ausländer.
dieser offene brief spricht eine deutliche sprache, da kann sich herr koch ein beispiel nehmen. ich finde gut das die ZEIT hier die moeglichkeit zu solch einer oeffentlichen stellungnahme einraeumt. Diese sichweise ist die eizige der vernunft wuerdige. Meinen Dank an diese Mitbuerger fuer ihre sachlichen Worte.auch werden hiermit die wenigen leser der ZEIT, die diese inhalte gegen die scheinbar mehrheitliche ablehnung einer rechtspopulistisch medienmanipulierten waehlerschft auf vernunftorientierten basis vertreten haben bestaetigt.
sie schrieben:"Um ehrlich zu sein, ich verstehe die Intention des Briefes kaum."ich glaube da liegt ein teil des problems.
Wownicht schlecht - da haben sich aber so die ganz unvoreingenommen Sachverständige mal zu Wort gemeldet.Von Integrationsexperten der Grünen über Autoren, und vielen Schauspielern zu irgendwelchen Kampfsportlern.Und so sachlich vor allem - gar nicht parteilich sand den lesern ins Auge streuend:"Dass in der hessischen Wirklichkeit unter dem seit immerhin neun Jahren
amtierenden CDU-Ministerpräsidenten Koch Hunderte Richter fehlen,
etliche Polizeistellen abgebaut wurden und Jugendstrafsachen bundesweit
mit am längsten dauern, gehört offenbar mit zum unvermeidlichen
Unterschied zwischen inszenierter Rhetorik und lösungsorientierter
Politik."Ein teil mag da dran sein - nur das mit den Polizeistellen:Koch hat unbesetzte Polizeistellen zum Teil gestrichen - und einen anderen Teil aufgefüllt. De Facto gibt es nun über 1000 Polizisten Mehr in Hessen als unter der Vorgängerregierung - die hatte wohl mehr Stellen, die sie aber nicht besetzte^^.Von daher ist: er hat (unbesetzte) Polizeistellen gestrichen als Vorwurf etwas komisch, wenn das ein Beitrag zur so vielgeforderten "Versachlichung" der Diskussion sein soll."Statt mit konzeptionellen Überlegungen zur Problemlösung beizutragen,
versucht Roland Koch durch seine an Fremdenfeindlichkeit grenzende
Wahlkampfrhetorik von seiner fehlgeschlagenen Politik abzulenken."Von welcher fehlgeschlagenen Politik reden die denn? Von der bzl. Jugendgewalt von Migrantenkindern? Das ist wohl in allen Bundesländern unter den verschiedenen Parteien ein Problem - z. b. auch im Rot-Roten Berlin.-->"Zur Lösungsfindung gehört sicherlich auch, das Problem zu benennen und
darüber zu diskutieren. Jedoch muss diese Diskussion sachlich,
konstruktiv und lösungsorientiert geführt werden. Roland Koch spaltet
mit seinen rechtspopulistischen Äußerungen die Gesellschaft und
gefährdet damit die langsam gedeihende Integrationspolitik."Sachlichkeit ist gut - aber erst einmal muss eine Diskussion ins rollen kommen und da hilft Polemik ziemlich viel - gerade bei einem Thema das aus politischen Gründen einer Richtung gerne unter den Tisch gekehrt wird - und einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu haben die Parteien der hier unterschriebenen Politiker geleistet.Und weiter im Märchenlande:"Die Unionsparteien müssen bei der Diskussion endlich anerkennen, dass
das Problem kein ethnisches ist, sondern, wie zahlreiche
wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, ein soziales!"Was für einen Unsinn - als wenn es nicht beides sein könnte - ja als wenn nicht sogar beide Faktoren sich verstärken können sehr gut.Das ist kein immanenter Widerspruch zwischen ethisch und sozial - und auch nicht zwischen Religiös - denn es kommt gerade nur von ganz bestimmten "ethischen" Gruppen - und nicht von allen."Die beste Prävention gegen Jugendgewalt ist weiterhin eine gute Bildung
und Ausbildung. Investitionen in Bildung, die individuelle Förderung
der Jugendlichen, die Stärkung der Schulsozialarbeit und echte
Bildungschancen, besonders für sozial Schwache oder Jugendliche mit
Migrationshintergrund, sind wichtige Bausteine zur Lösung des Problems."Endlich mal ein positiver beitrag - es wird den migrantenkindern ja verweigert an die schule zu gehen - ein wärter steht vor der Türe und sagt: hier dürfen keine Migrantenkinder zur Schule gehen - das Bildungsangebot für Migrantenkindern ist ja so viel schlechter als für einheimische - es kann auf keinen Fall auch nur im allergeringsten an den Leuten selbst liegen und an deren Sitten und Werten.Diese kinde sind nicht nach unseren Werten aufgezogen worden - sie sind zum Teil noch nicht einmal sozialisiert und es ist nicht alleinige Aufgabe der Deutschen dafür zu sogern, dass diese Kinder Bildung erhalten, sondern auch der Eltern dieser Kinder - und dazu gehört auch, dass diese sich darum massiv bemühen.Diese einseitige Schuld- und Pflichtzuweisungen sind Teil des Problems.Diese Authoren sdes "offenen Briefes" betreiben hochgradigen Wahlkampf im Moment und ist keine bemühung in meinen Augen um eine sachliche Auseinandersetzung.
Der Brief kann auf diese zwei Punkte gekuerzt werden:...die Förderung und Einbindung der Eltern ist wichtig. Dazu müssen wir auch
an die kulturellen Hintergründe ran: Stichwort »Machokultur«. Eltern
müssen begreifen, dass die Söhne nicht alles tun und lassen dürfen, was
sie wollen.Dabei spielt der Vater die entscheidene Rolle. Der Vater muss begreifen, dass er nicht alles tun und lassen darf, was er will.Der Vater hat die Aufgabe, erstens sein eigenes Macho bzw. Paschagehabe abzulegen und zweitens dieses nicht an seinen Sohn weiterzugeben. Aber wie soll dies bitte gehen, wenn man gläubiger Moslem ist?
Nun gehöre ich ja sicherlich nicht zur "Ausländer raus"-Fraktion, aber mit dem hier vorliegenden offenen Brief kann ich nun auch nicht mehr anfangen, als z.B. mit den allseits entbrannten Diskussionen. Es ist nur ein weiterer Apell in eine der beiden Richtungen, ohne wirklich was zur Problemlösung beizutragen.Nun sind unter den Unterzeichnern doch so einige darunter, die an maßgeblichen Stellen sitzen und etwas bewegen könnten. Mich würde interessieren, was denn nun draussen im Feld, also vor Ort, von den Unterzeichnern getan wird, um beizutragen, das Problem zu lösen.Kümmert sich z.B. der Zahnarzt in seiner Freizeit z.B. um solche verhaltensauffällige Familien und erklärt ihnen, wie das Leben hier funktioniert?Oder kümmert sich der Rechtsanwalt um eben solche verhaltensauffällige Kinder, damit sie von den zerrütteten Familien weg in eine ordentliche Obhut kommen?Was tun die beiden Abgeordneten in Berlin, um auf der Strasse mal nach dem Rechten zu sehen?Was macht Sinan Afra? Besorgt er einem Verhaltensauffälligen z.B. einen Ausbildungsplatz bei Ebay?Wie ich bereits an anderer Stelle schon schrieb, gehts hier zu, wie bei dem Dachdecker, der das Problem erkannt hat, aber bis zum Feierabend lediglich das Problem bescheibt.Der Brief ist nett, aber halt auch nur ein Brief. Und ich glaube kaum, daß sich der Junge, der seinen Frust über seine Situation an andere hineinprügelt, von dem Brief sich verstanden fühlt.
"Die Jugendlichen sind in Deutschland geboren und aufgewachsen, hier
sozialisiert und hier straffällig geworden. Warum sollten andere
Länder, zu denen die Jugendlichen oftmals kaum eine Beziehung haben,
für die Fehler und Missstände unserer fehlgeschlagenen Integrations-
und Jugendpolitik büßen?"Da die Unterzeichner wohl großenteil türkischstämmig sind, sollte man einfach mal erwähnen, daß die Türkei der Integrationsverhinderer schlechthin ist. Die Türkei hat keinerlei Interesse daran, daß die hier lebenden Türken sich in die deutsche Gesellschaft integrieren und sabotiert die Integration, wo sie nur kann, ergo kann sie Probleme, die sie verursacht auch mit ausbaden. Ich sage nur: Sprachtest, Importbräute, Ditib oder Eroberermoschee.
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