Integration Macht die Schule stark!
Bildung und Integration sind zu einem großen Thema in der Politik und in den Medien geworden. Für die Kinder aber ändert sich viel zu wenig
Darüber sind sich alle einig: Integration beginnt in der Schule, die beste Prävention heißt Bildung. Ohne den Hinweis auf die herausragende Bedeutung von Kitas, Schulen oder Ausbildungsplätzen kommt heute kein Politikerstatement über kriminelle Migranten, keine Diskussion über wuchernde Parallelgesellschaften mehr aus. Fordert Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan in Deutschland türkische Lehranstalten, schallt ihm ein empörtes »Die Kinder müssen Deutsch lernen« entgegen.
Leider haben die pädagogisch wertvollen Einsichten, die Beschwörungen aller Integrationsgipfel und Kultusministerkonferenzen die Betroffenen bislang kaum erreicht. Der Kern der Schule, der Unterricht, die Auswahl und Ausbildung der Pädagogen, die Lehrbücher und Curricula sind von den Debatten seltsam unberührt geblieben. Damit pflegt die Nation auch in der Schule eine ihrer größten Lebenslügen: dass ein Land, in das Millionen Fremde kamen, sich im Kern nicht verändern muss.
Multikulti ist gescheitert, heißt es nun. Auf unsere Bildungseinrichtungen kann sich das Urteil kaum beziehen. Noch erfahren muslimische Kinder in keinem einzigen Bundesland etwas über ihren Glauben in einem regulären Religionsunterricht. Die Zahl der Lehrer aus Migrantenkulturen in unseren Lehrerzimmern liegt bei einem Prozent. Die Strategie amerikanischer Universitäten, gezielt Studenten aus Einwandererfamilien anzuwerben, ist in unseren Hochschulen völlig unbekannt. Und welche Schule begreift die Nichtdeutschen als Chance und nicht als Hindernis?
Längst sprechen wir nicht mehr von einem Minderheitenproblem. Unter den sechs- bis elfjährigen Kindern haben 29 Prozent einen sogenannten Migrationshintergrund. Das heißt, ihr Vater oder ihre Mutter ist im Ausland geboren. Unter den Ein- bis Zweijährigen sind es bereits 34 Prozent. In Großstädten wie Stuttgart, Nürnberg oder Augsburg haben fast zwei Drittel der Erstklässler eine solche Biografie. Nicht alle gehören zu den potenziellen Bildungsverlierern, aber vielen droht ein Schicksal wie Generationen vor ihnen.
Die Reformen nach dem Pisa-Schock helfen den Migrantenkindern kaum
Spätestens seit der ersten Pisastudie 2001 weiß man, in welch dramatischem Ausmaß Migrantenschüler in deutschen Klassenzimmern scheitern. So kommen von den türkischen Jugendlichen mehr als die Hälfte in der neunten Klasse beim Lesen und Rechnen nicht über das Grundschulniveau hinaus. In der darauf folgenden Pisa-Untersuchung erzielten Kinder der ersten und zweiten Einwanderergeneration, die unser Schulsystem komplett durchlaufen haben, schlechtere Leistungen als Kinder von Einwanderern, die erst wenige Jahre bei uns leben. Das ist weltweit einmalig. Vergangenen Dezember erschien die dritte Studie. Die Leistungssteigerungen der deutschen Schüler wurden von Politik und Öffentlichkeit gefeiert. Was im Jubel unterging: Die Schüler aus Migrantenfamilien stagnieren auf niedrigem Niveau.
Der jüngste Integrationsbericht der Bundesregierung beschreibt bei den beruflichen Abschlüssen gar einen kontinuierlichen Absturz. So gibt es unter den 20- bis 24-Jährigen mit Migrationshintergrund mehr Unqualifizierte (54 Prozent) als bei den 25- bis 34-Jährigen (42 Prozent). Die Botschaft der Zahlen lautet: In Deutschland verfestigt sich ein neues, ethnisch geprägtes Proletariat.
Schon die Ergebnisse der ersten Pisa-Studie hätten ein milliardenschweres Sofortprogramm gerechtfertigt: zur Sprachförderung der Schüler, der Fortbildung ihrer Lehrer, zur besseren Ausstattung von Schulen mit einem hohen Ausländeranteil. Die Kultusminister konzentrierten sich stattdessen auf andere Reformfelder. Auch der Bund blieb weitgehend untätig. Sein Programm für Ganztagsschulen hat Migrantenkinder nicht verstärkt erreicht, so das Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung. In einigen Bundesländern wie etwa Bayern oder Hamburg steckten die Kultusbehörden das Geld ausgerechnet in Gymnasien, um die Schulzeitverkürzung von 13 auf 12 Jahre abzufedern. Mit dem Pisa-Desaster hatte die Reform nicht das Geringste zu tun. Die Aufstiegschancen von Einwandererkindern wird das Turboabitur weiter verschlechtern. Sie benötigen mehr Zeit zum Lernen, nicht weniger.
Das Feld, auf dem die Bildungspolitiker die größten Energien entfalteten, liegt vor der Schule: Überall im Westen Deutschlands müssen sich Vier- oder Fünfjährige mittlerweile einem Sprachtest unterziehen. Die Bundesländer haben viel Geld auf die Massenscreenings verwandt. Zumal jedes Bundesland sein eigenes Diagnoseinstrument entwickelte. Wer Deutschdefizite bescheinigt bekommt, erhält ein gezieltes Sprachtraining. Die Programme sind sinnvoll; niemand lernt besser als kleine Kinder. Was jedoch völlig fehlte, waren Hilfen für diejenigen, die sich bereits in der Schule befanden und im Pisa-Test gerade durchgefallen waren. Heute heißt ihre Perspektive Hartz IV.
Naiv ist zudem die weitverbreitete Vorstellung, nach 100 Stunden Deutschtraining mit einer Erzieherin könne ein Einwandererkind dem Unterricht in der Schule problemlos folgen. Viele Kinder, die in der Familie zuerst Türkisch, Italienisch oder Russisch gelernt haben, sind auf eine längere sprachliche Unterstützung angewiesen. Dass dies notwendig ist, merkt man mittlerweile auf unseren Universitäten. Selbst nach 13 Jahren Schulunterricht haben Studenten aus Migrantenfamilien Probleme mit der deutschen Sprache. Das ist in anderen Nationen längst bekannt. Deshalb begleiten Länder wie Schweden oder Kanada ihre Neubürger von der Einschulung bis zur Hochschulreife. Bei uns dagegen setzt das systematische Sprachtraining spätestens nach der Grundschule aus.
Bildungsforscher wissen, dass Schüler nicht nur im Deutschunterricht an Sprachhürden scheitern, sondern ebenso in Mathematik, Chemie oder Geschichte. Auch der Physiklehrer muss ein Spracherzieher sein. In seiner Ausbildung bekommt er diese Fähigkeit jedoch nicht vermittelt. Ausländerpädagogik gleicht an den meisten Universitäten bis heute der nachmittäglichen Neigungsgruppe in der Schule: Sie ist randständig, freiwillig und damit letztlich folgenlos.
Zwar verlangen die reformierten Ausbildungspläne für Lehramtsstudenten mittlerweile »interkulturelle Kompetenzen« oder Kenntnisse im Fach »Deutsch als Zweitsprache«. Teil des Pflichtcurriculums sind sie jedoch nur an wenigen Hochschulen. So verlassen noch immer jedes Jahr Tausende die Lehrerseminare, die die Verständigungsprobleme und die Lebenswelten ihrer Schüler kaum kennen.
Neuerdings unternehmen einige Bundesländer wie Hamburg oder Nordrhein-Westfalen zaghafte Anstrengungen, um Lehrer mit türkischen, serbischen oder arabischen Wurzeln zu gewinnen. Den konkretesten Versuch unternimmt die Hertie-Stiftung. Sie vergibt Stipendien für Lehramtsstudenten aus Migrantenfamilien. Ohne private Stiftungen wäre die integrationspolitische Bilanz auf dem Feld der Schule noch trüber. In mehr als 30 Städten erteilen Studenten Nachhilfe für Migrantenkinder auf der Kippe, finanziert von der Mercator-Stiftung. Die Jacobs-Stiftung bezahlt Sommercamps, in denen Schüler während der großen Ferien ihre Deutschkenntnisse verbessern. Die ZEIT-Stiftung unterstützt Hauptschulen, die den Unterricht mit einem Praxistag pro Woche in einem Unternehmen verbinden.
Lieber Leistungskurse in Latein oder Sprachförderung in der Grundschule?
Doch Stiftungen geben nur Anstöße. Sie finanzieren Projekte und Ideen, die zeigen, wie es auch anders geht. Anders machen muss es am Ende der Staat. Im jüngsten Integrationsbericht der Bundesregierung steht der wahre Satz: »Aus Sicht der Beauftragten mangelt es derzeit weniger an Konzepten als vielmehr an (…) ihrer flächendeckenden Anwendung.« Einzelne Leuchttürme der Migrantenförderung stehen genug in der Bildungslandschaft herum. Um die Mehrheit der Klassenzimmer zu erhellen, braucht es konkrete Veränderungen: in den Köpfen der Lehrer, bei der Verteilung der Mittel, bei den Schulstrukturen. Dort also, wo es wehtut.
Wer es ernst meint mit der Integration, müsste Schulen mit einem hohen Migrantenanteil bevorzugen. Die engagiertesten Lehrer, die besten Schulleiter müssten hier unterrichten, unterstützt von Sozialarbeitern und Psychologen. Wenn es um die Personalausstattung geht, müssten Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, doppelt zählen, wie es in den Niederlanden üblich ist. In Deutschland erhalten Schulen zusätzliche Unterstützung erst dann, wenn sie öffentlich feststellen, dass sie gescheitert sind. Erst als die Lehrer der Berliner Rütli-Schule öffentlich kapitulierten, kam ein neuer Schulleiter, gab es Geld für Sozialarbeiter.
Die teuerste Schulform in Deutschland ist gleichzeitig die deutscheste, das Gymnasium. Unterdurchschnittlich finanziert sind die Grundschulen, wo man Migranten am effektivsten fördern kann. Zugespitzt formuliert heißt die bildungsökonomische Alternative: Leisten wir uns einen Leistungskurs in Latein mit sechs Schülern, oder bezahlen wir für das Geld Sprachförderung in der Brennpunktschule? Bisher ist die Lateinlobby stärker.
Die gleichen Beharrungskräfte wirken bei der Schulstruktur. Es gibt gute Gründe für das gegliederte Schulsystem. Die Förderung von Zuwandererkindern gehört sicher nicht dazu. Vier Jahre Grundschule sind zu kurz, um Sprachdefizite auszugleichen. Deshalb führt der direkte Weg die meisten Schüler in die Hauptschule. Die Auswahl funktioniert zugespitzt so: Am Ende von Klasse vier fragt der Lehrer: Wer von euch ist arm? Wer spricht schlecht Deutsch? Wer hat miese Noten? Wer ist schon einmal sitzen geblieben? Alle, die sich melden, werden in der Hauptschule versammelt, der institutionalisierten Parallelgesellschaft.
Sämtliche Schwächen des deutschen Bildungssystems – die frühe Auslese, die Konzentration auf den Vormittag, die ungenügende individuelle Förderung, die Zersplitterung der Institutionen – treffen Einwandererkinder am härtesten. Bislang hat die Politik wenig gegen diese Benachteiligungen getan. Das bedeutet keineswegs, Mütter und Väter von der Verantwortung für ihre Kinder zu entbinden. Die Unterstützung durch das Elternhaus bedingt den Schulerfolg – in Deutschland mehr als anderswo. Seit Pisa wissen wir: In keinem anderen Industrieland hängt die Zukunft so sehr von der Herkunft ab. Eben weil der Unterricht hierzulande bereits am Mittag zu Ende ist, weil die Schule erwartet, dass Eltern bei den Hausaufgaben helfen oder bei Problemen Nachhilfe zahlen, haben es Migranten schwer.
Dabei stimmt es keineswegs, dass Migranteneltern sich für die Schule ihrer Kinder nicht interessieren. Alle Umfragen zeigen das Gegenteil: Die Bildungsambitionen vieler türkischer oder russischer Eltern sind hoch. Existierenden Hilfsangeboten mangelt es selten an Zuspruch. Nahezu alle Eltern schicken ihre Kinder zu den vorschulischen Sprachkursen. Die letzte Jubelmeldung dazu – Anmeldequote 96 Prozent – kam ausgerechnet aus Hessen.
Als besonders vielversprechend haben sich Programme erwiesen, in denen Migrantenmütter anderen Müttern Erziehungstipps und Bildungsinformationen geben. Die Kurse erreichen jedoch nur wenige Eltern – nicht weil es aufseiten der Migranten an Freiwilligen mangelt, sondern weil das Geld fehlt, diese zu organisieren.
Die Schulen können nicht der Reparaturbetrieb für eine verfehlte Einwanderungspolitik sein, heißt es immer wieder. Doch wer sonst könnte helfen? In der Rückschau mag es ein Fehler gewesen sein, Millionen ungelernter Arbeiter nach Deutschland zu holen. Für die Zukunft ihrer Kinder und Kindeskinder hilft uns diese Einsicht nicht weiter. Weil sie mittlerweile unsere Kinder und Kindeskinder sind – und damit zukünftige Rentenzahler, Facharbeiter, Lehrer und Ingenieure werden können. Wenn es gut läuft. Bislang sieht es nicht danach aus.
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- Datum 22.02.2008 - 06:25 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 21.02.2008 Nr. 09
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Wenn für den Sprachkurs der Migranten-Vorschulkinder die Lehrerstunden verwendet werden, die vorher als Förderstunden den 4. Klassen zur Verfügung standen, dann haben erst mal 4 Jahrgänge verloren (die derzeit die Klasse 4-7 besuchen und keines von beiden bekamen), bevor sich vielleicht durch Effektivitätssteigerungen ein Nutzen einstellt.Andere Länder schicken ALLE Kinder 12 Jahre zur Schule, und jede Schule beschäftigt eine Ordnertruppe, einen Koch, einige Küchenhilfen und eine Krankenschwester.Für mehr Bildungsgerechtigkeit wäre es erheblich, dass mindestens in der Grundschule eine staatliche Hausaufgabenbetreuung existiert, in die jedes Kind verpflichtend zitiert wird, bei dem es mit den Hausaufgaben daheim -aus welchen Gründen auch immer- nicht funktioniert, oder das Sonderförderbedarf hat. Heute kann ein neunjähriger, dem seine Eltern nicht helfen, für sich entscheiden, dass er Hausaufgaben nicht mag, und landet dafür auf der Hauptschule. Das hat weder mit fördern noch mit fordern das geringste zu tun. Bei Agnes Sappers "Gretchen Reinwalds erstes Schuljahr" kommen auch bereits Kinder vor, deren Eltern ihnen nicht helfen -aber aus diesen Kindern konnten damals noch Holzhacker, Schäfer oder Küchenhilfen werden. Es ist heute schwerer als damals, ein Kind so großzuziehen, dass es sich selbst einmal ernähren kann -und wir müssen denen helfen, die es nicht können, ob sie Migranten sind oder nicht. Unsere Wirtschaft wird die Arbeitskräfte bekommen, die wir heranziehen -und die Hilfeempfänger.
Die Gründe für das regelmäßige Scheitern MUSLIMISCHER KINDER (und um die geht es fast ausschließlich) in jeder neuen "GENERATION" hat ausschließlich kulturelle, und sonst keine Gründe.Dies ist nämlich die Gruppe, die sich zu zwei Dritteln Ehepartner aus den Herkunftsländern ihrer Eltern und Großeltern holt - jede Kindergeneration ist damit schon aus diesem Grund wieder von neuem mit dem leidigen "Integrationsproblem" mangelnde Sprachfähigkeit der Eltern (oder mindestens eines Elternteils) und daraus resultierenden mangelndem Deutschsprechens im Alltag konfrontiert.Dazu kommt die grundsätzliche VERACHTUNG der muslimischen Kultur gegenüber dem "dekadenten" Westen - was man aber verachtet, an diesesn passt man sich nicht an, dieses sieht man eben nicht als lohnendes Integrationsziel an...."Längst sprechen wir nicht mehr von einem Minderheitenproblem. Unter den
sechs- bis elfjährigen Kindern haben 29 Prozent einen sogenannten
Migrationshintergrund. Das heißt, ihr Vater oder ihre Mutter ist im
Ausland geboren. Unter den Ein- bis Zweijährigen sind es bereits 34
Prozent. In Großstädten wie Stuttgart, Nürnberg oder Augsburg haben
fast zwei Drittel der Erstklässler eine solche Biografie. Nicht alle
gehören zu den potenziellen Bildungsverlierern, aber vielen droht ein
Schicksal wie Generationen vor ihnen."Dieses Problem eines wachsenden "Migrationsanteils" unter den Kindern ist kein unabwendbares Schicksal, sondern es ist politisch gewollt und gesteuert - kein Land muss sich unkontrollierte Zuwanderung (und schon gar von zur Integration wenig bis gar nicht geeigneten Zuwanderern) gefallen lassen - statt Geld und Initiativen in die HIER geborenen und ansässigen Familien und Generationen zu investieren, werden diese Mittel als Anreize zu einer einseitig in die Sozialsysteme orientierten "Zuwanderung" verschwendet....
Offenbar scheut man sich den Tatsachen in die Augen zu blicken und den Gedanken einfach mal zu denken, daß Migrantenkinder vielleicht einfach zu doof sind? Ich meine, ich habe auch Migranten im Bekanntenkreis, deren Eltern ein schauerliches Deutsch sprechen, die Kinder aber fließend Deutsch und das ganz ohne die geplante Batterie an Beschäftigungsmaßnahmen für die Betreuungsindustrie.Offenbar hält man die Migranten für Untote, die sich ohne äußere Einwirkung nicht entwickeln und zack, das richtige Rundumbetreuungsprogramm angewendet verwandeln sie sich alle in Nobelpreisträger und Ingenieure?Es ist doch so, Deutschkenntnisse hin oder her, es kommt auf die Interessen an. Und nicht jeder Deutsche wird preisgekrönter Physiker, bloß weil er den Führerschein in der Landessprache machen kann!Auch mit Deutschkenntnissen haben diese Leute nicht mehr Chancen, weil die Zeiten, in denen es Scharen an Lagerarbeitern und Hilfsarbeitern brauchte, eben leider vorbei sind. Das trifft auch Deutsche, ist keine Migrationsfrage.Ein halbwegs cleverer Mensch eignet sich zumindest eine Sprache an. Bei vielen Migrantenkindern wird keinerlei Sprache korrekt beherrscht, was prinzipiell bedeutet, der Kandidat ist keine Leuchte und wird es auch nie sein. Wir kennen doch auch genug Deutsche, die eben mehr in Richtung geistig behindert tendieren-mancher Mensch ist so. Anstelle nun wieder Millionen zu verpulvern ohne was zu ändern, wäre es doch sinnvoller anzuerkennen, daß da eben viele Trottel migriert sind und man aus Blech kein Gold machen kann. Das ist ja ein gesellschaftliches Problem, wohin mit denen, die statt alle Tassen im Schrank nur ein Espressotässchen vorweisen können? Da geht es nicht um Bildung, sondern um Verpflegung. Also Sozialzahlungen rauf, Bürgergeld oder ähnliches.
Wie schon die Foristen 2 + 3 schreiben ist dieses leidige Thema mit immer mehr Geld, nicht bei zukommen. Generell ist zu sagen: Wer als Einwanderer keine Bringschuld dem Gastland gegenüber leistet, der verwirkt auch gleichzeitig die Alimentation durch unseren Staat. Es kann nicht sein, dass Milliarden Euro Jahr für Jahr ausgegeben werden für Anpassungs-(Integrations)maßnahmen und wir kaum Erfolge vermelden können. Solange darüber geschrieben und berichtet wird, bleibt die Lage für die Einheimische Bevölkerung belastend. Zurzeit ist es so, dass immer weniger Geld für Schulen, Kindergärten und andere öffentliche Einrichtungen zu Verfügung stehen.Warum ist so?
Es werden doch die falschen Anreize gesetzt in unserem Schulsystem. Während sich ein Lehrer in der DDR vor der Partei verantworten musste, wenn die Klasse das Klassenziel nicht geschafft hatte, passiert in Gesamtdeutschland gar nichts. Würden bei Lehrern die Gehaltserhöhungen und Pensionen in Relation zu den Schülern gesetzt, die ihre Abschlüsse schaffen, wäre das Problem sehr schnell beseitigt. Damit das ganze nicht in einen riesen Schwindel ausartet, müssten zentrale Prüfungen in allen Schulformen her. Und damit nicht alles an den Lehrern hängenbleibt, müssten auch die Gehaltserhöhungen und Pensionen sämtlicher Vorgesetzter (Schulleiter, Schulbehörden) danach bemessen werden. Sie würden sich wundern, was da auf einmal für kreative Ideen herauskämen, die benachteiligten endlich adäquat zu fördern.Ebenfalls könnte bei den Migranteneltern angesetzt werden, indem ihnen Sozialleistungen gekürzt werden, wenn die Kinder die Abschlüsse nicht schaffen. Mit nur blabla und "die Gesellschaft ist schuld" wird nichts erreicht werden, außer, dass immer mehr, die es sich leisten können, ihre Kinder auf Privatschulen schicken...
die immer wieder auftauchenden ideen, lehrergehälter und -pensionen von den abschlüsse, leistungen etc. der schülerinnen und schülern abhängig zu machen, sollte man doch in ihren folgen bedenken - u.a.:
1. WER wird dann noch lehrerin oder lehrer? diese frage stellt sich vor allem dann, wenn die arbeitslosenzahlen weiter sinken sollten und alle, die irgendwie mathe, physik o.ä. ansatzweise beherrschen, in "die freie wirtschaft" gehen. dies gilt vor allem für männer, die einmal eine familie zur not allein ernähren wollen/müssen. die schulen - an den gymnasien ist dieser trend neu und heftig - werden immer mehr lehrerinnen mit begrenzter stundenzahl bekommen. jede lehrerin, die sich ungerecht behandelt oder bewertet fühlt - vor allem solche mit mangelfächern -, wird als gegenmaßnahme, wenn finanziell möglich, versuchen, ihre stundenzahl sofort zu senken; das kann die schulleitung zum wahnsinn treiben, wenn plötzlich stunden in wichtigen mangelfächern fehlen. andere maßnahme: schwangerschaft oder ganz wegbleiben bzw. sabbatjahre fahren, wenn der ehemann genug verdient.
2. WIE sollen gehälter, leistungszulagen etc. berechnet werden? alle lehrerinnen und lehrer, die sich bei der jahresendabrechnung benachteiligt fühlen, werden gegen ihr neues gehalt klagen, werden demotiviert sein, werden ihre tätigkeiten auf ein minimum herunterfahren. würden alle lehrkräfte in deutschland endlich sich darauf einigen können, dienst nach vorschrift zu machen - schon für ein halbes jahr wäre die wirkung enorm, geradezu grässlich -, würde sich mancher dienstherr wundern.
3. WIE sollen familien- und lebensplanung aussehen, wenn keine lehrkraft mehr am anfang des schuljahres weiß, was sie am ende und womöglich für das nächste schuljahr bekommen wird?
4. WIE soll der arme staat dann aber die leistungszulagen für die tollen lehrkräfte bezahlen, die dann ja auch, je nach ergebnissen der eigenen schülerinnen und schüler, erheblich mehr bekommen müssten? und wenn nicht, die leistungsprämien einklagen würden.
5. Es müsste aber auf jeden fall ein angemessenes grundgehalt gezahlt werden, sonst kommt keiner mehr oder nur noch solche, die an schulen nun wirklich nichts zu suchen haben.
6. WIE sollen bei einem leistungs- und prämienbezogenen system pfusch und unterschleif verhindert werden? wie will man verhindern, dass seilschaften landauf-landab infozirkel bilden, die zentrale prüfungen unterlaufen?
das seit rund 20 jahren, nicht nur in der ZEIT, betriebene lehrer-bashing ist doch nur möglich aufgrund der hohen arbeitslosenzahlen und weil es schick geworden ist, auf lehrkräften, zumal beamteten, herumzutrampeln. ein auch durch wiederholung nicht besser werdendes pädo-mantra jagt das nächste, nimmt man alle zusammen in den blick, widersprechen sich die meisten oder sind schlichtweg quark - und für diesen gilt: "getretner quark wird breit, nicht stark!" bis heute ist völlig unklar, wie z.b. die von den herren füller und kahl vorgeschlagenen idealistisch durchgestylten wolken-schulen finanziert werden sollen.
nach 30 jahren gymnasium darf man immer wieder staunen, welch seltsame vorstellungen bei einigen pädagogischen ätzperten über den heutigen unterricht, den pädagogischen alltag und die aktuellen belastungen der schulen kursieren.
da wäre es schon eine überlegung wert - ganz schrecklich radikal jetzt - das schulpflicht-system in deutschland abzuschaffen - ab 2010 oder 2015 gibt es in deutschland keine schulfplicht mehr, sondern nur noch einen freien markt mit freien kräften. pflicht wären evtl. 4 jahre grundschule zur absicherung der grundlegenden kulturtechniken, danach wären staatlich nur noch die staatlichen prüfungsämter für sagen wir rund 10 abschlussmöglichkeiten; alles andere wäre frei vereinbar oder nach den jährlich herauszubringenden anforderungen aus universität, industrie, forschung, staatsverwaltungsaufgaben von freien lehrkräften frei zu gestalten. jeder firma, jeder univsität usw. wäre es selbstverständlich freigestellt, weitere eingangsprüfungen usw. abzuhalten.
ein letztes wort: angesichts der tatsache, dass es in deutschland rund 35, wenn nicht 40 möglichkeiten gibt, ein angemessenes abitur zu bekommen, ist die unsägliche und perfide debatte über "selektion" nach dem 4. schuljahr schlichtweg makulatur. sie wird nur immer wieder angeführt, um lehrkräften ein schlechtes gewissen einzuimpfen bezgl. ihrer bösen, bösen "selektion". gut, schaffen wir diese selektion ab, überlassen wir sie den universitäten, der industrie usw.
mit freundlichen grüßen
u. schmitz
die immer wieder auftauchenden ideen, lehrergehälter und -pensionen von den abschlüsse, leistungen etc. der schülerinnen und schülern abhängig zu machen, sollte man doch in ihren folgen bedenken - u.a.:
1. WER wird dann noch lehrerin oder lehrer? diese frage stellt sich vor allem dann, wenn die arbeitslosenzahlen weiter sinken sollten und alle, die irgendwie mathe, physik o.ä. ansatzweise beherrschen, in "die freie wirtschaft" gehen. dies gilt vor allem für männer, die einmal eine familie zur not allein ernähren wollen/müssen. die schulen - an den gymnasien ist dieser trend neu und heftig - werden immer mehr lehrerinnen mit begrenzter stundenzahl bekommen. jede lehrerin, die sich ungerecht behandelt oder bewertet fühlt - vor allem solche mit mangelfächern -, wird als gegenmaßnahme, wenn finanziell möglich, versuchen, ihre stundenzahl sofort zu senken; das kann die schulleitung zum wahnsinn treiben, wenn plötzlich stunden in wichtigen mangelfächern fehlen. andere maßnahme: schwangerschaft oder ganz wegbleiben bzw. sabbatjahre fahren, wenn der ehemann genug verdient.
2. WIE sollen gehälter, leistungszulagen etc. berechnet werden? alle lehrerinnen und lehrer, die sich bei der jahresendabrechnung benachteiligt fühlen, werden gegen ihr neues gehalt klagen, werden demotiviert sein, werden ihre tätigkeiten auf ein minimum herunterfahren. würden alle lehrkräfte in deutschland endlich sich darauf einigen können, dienst nach vorschrift zu machen - schon für ein halbes jahr wäre die wirkung enorm, geradezu grässlich -, würde sich mancher dienstherr wundern.
3. WIE sollen familien- und lebensplanung aussehen, wenn keine lehrkraft mehr am anfang des schuljahres weiß, was sie am ende und womöglich für das nächste schuljahr bekommen wird?
4. WIE soll der arme staat dann aber die leistungszulagen für die tollen lehrkräfte bezahlen, die dann ja auch, je nach ergebnissen der eigenen schülerinnen und schüler, erheblich mehr bekommen müssten? und wenn nicht, die leistungsprämien einklagen würden.
5. Es müsste aber auf jeden fall ein angemessenes grundgehalt gezahlt werden, sonst kommt keiner mehr oder nur noch solche, die an schulen nun wirklich nichts zu suchen haben.
6. WIE sollen bei einem leistungs- und prämienbezogenen system pfusch und unterschleif verhindert werden? wie will man verhindern, dass seilschaften landauf-landab infozirkel bilden, die zentrale prüfungen unterlaufen?
das seit rund 20 jahren, nicht nur in der ZEIT, betriebene lehrer-bashing ist doch nur möglich aufgrund der hohen arbeitslosenzahlen und weil es schick geworden ist, auf lehrkräften, zumal beamteten, herumzutrampeln. ein auch durch wiederholung nicht besser werdendes pädo-mantra jagt das nächste, nimmt man alle zusammen in den blick, widersprechen sich die meisten oder sind schlichtweg quark - und für diesen gilt: "getretner quark wird breit, nicht stark!" bis heute ist völlig unklar, wie z.b. die von den herren füller und kahl vorgeschlagenen idealistisch durchgestylten wolken-schulen finanziert werden sollen.
nach 30 jahren gymnasium darf man immer wieder staunen, welch seltsame vorstellungen bei einigen pädagogischen ätzperten über den heutigen unterricht, den pädagogischen alltag und die aktuellen belastungen der schulen kursieren.
da wäre es schon eine überlegung wert - ganz schrecklich radikal jetzt - das schulpflicht-system in deutschland abzuschaffen - ab 2010 oder 2015 gibt es in deutschland keine schulfplicht mehr, sondern nur noch einen freien markt mit freien kräften. pflicht wären evtl. 4 jahre grundschule zur absicherung der grundlegenden kulturtechniken, danach wären staatlich nur noch die staatlichen prüfungsämter für sagen wir rund 10 abschlussmöglichkeiten; alles andere wäre frei vereinbar oder nach den jährlich herauszubringenden anforderungen aus universität, industrie, forschung, staatsverwaltungsaufgaben von freien lehrkräften frei zu gestalten. jeder firma, jeder univsität usw. wäre es selbstverständlich freigestellt, weitere eingangsprüfungen usw. abzuhalten.
ein letztes wort: angesichts der tatsache, dass es in deutschland rund 35, wenn nicht 40 möglichkeiten gibt, ein angemessenes abitur zu bekommen, ist die unsägliche und perfide debatte über "selektion" nach dem 4. schuljahr schlichtweg makulatur. sie wird nur immer wieder angeführt, um lehrkräften ein schlechtes gewissen einzuimpfen bezgl. ihrer bösen, bösen "selektion". gut, schaffen wir diese selektion ab, überlassen wir sie den universitäten, der industrie usw.
mit freundlichen grüßen
u. schmitz
noch zum Verhängnis werden. Das tragische ist, dass auch viele Lehrer so denken, wie manche Zeitleser. Dass Migrantenkinder dumm wären, und die erste Generation sowieso nur aus Trotteln bestand. Da kann man echt nur lachen.
Ich hingegen denke, dass sie weder dümmer noch klüger als deutsche Kinder sind und lediglich etwas Hilfe brauchen. Aber mit Förderunterricht usw kann man nicht viel erreichen, wenn der Großteil der Klasse aus ausländischen Kindern besteht und alles andere als Deutsch gesprochen wird. Ein gemischter Freundeskreis kann nur entstehen, wenn gegen die Ghettobildung und die Verwahrlosung mancher Stadtteile etwas unternommen wird. Es ist nicht nur zum Erlernen der Sprache wichtig, sondern auch für den Kulturaustausch. Denn wenn ich mir überlege, wie die Kinder der arroganten Zeitleser mit rassistischem Gedankengut der Eltern aufgezogen werden wird mir übel.
Aber an die, die noch Mensch genug sind. Nur durch eine bessere Bildung können wir diese Kinder von den Straßen fernhalten und Kriminalität vorbeugen und so für eine sichere, erfolgreiche Zukunft Deutschlands sorgen. Ob ihrs wollt oder nicht, die Migranten sind ein Teil unserer Kultur und werden unsere Zukunft mitgestalten.
sowieso nicht recht machen. Egal was man tut, die Nazis sind immer beleidigt und immer dagegen. Wenn die Kulturbereicherer nicht genügend gefördert werden – schreien die Nazis vor Wut (so wie im Basisartikel und im Leserbrief #1, gbullemer). Und wenn Deutschland was tut für die Förderung der Kulturbereicherer schreien die Nazis noch mehr.Da bezeichnet der braune Auswurf es gleich mal als „Zumutung für Kita-Kinder“ (www.abendblatt.de/daten/2...) wenn denen Deutsch-Kurse angeboten werden. Und wie die Nazischweine getobt haben, als die Schüler der Hoover-Schule in Berlin sich freiwillig zum Deutsch als Umgangssprache verpflichtet haben (http://de.altermedia.info...), daran kann sich jedermann erinnern.Es gibt m.E. nur einen Ausweg aus der Krise, nämlich den naheliegenden. D.h. alle Ausländern, die hier nicht leben wollen, werden ausgewiesen. Klar, da werden die Nazischweine auch wieder vor Wut toben, aber das wäre dann das letzte Mal. Jedenfalls bei diesem Thema.[Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und versuchen Sie, mit ihren Kommentaren zu einem sachlichen, konstruktiven Diskussionsniveau beizutragen. /Die Redaktion pt.]
Das Thema ist doch sowas von durch... Ja, eigentlich war es das doch schon vor Jahren. Nur wollte man das damals noch nicht so offen sagen. Dieser ganze Themenkomplex ist tatsächlich bis zum Erbrechen durchgekaut und es bedarf wirklich keiner weiteren Wortmeldungen mehr. Es ist mittlerweile alles gesagt worden und sogar schon von jedem. The End.Was man nun bräuchte wären Konsequenzen. Dafür jedoch fehlt leider allen Beteiligten der Mut. Ja, nichtmal an- geschweige denn ausgesprochen werden die Ansätze, wie man dem Problem Herr werden könnte. Stattdessen sollen "milliardenschwere Sofortprogramme" die jetzige Situation mit "100 Stunden Deutschkurs" auf Staatskosten verbessern. Gerade so, also wäre das Problem ein monetäres.
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