Chronik 50 Jahre Castro und Kuba

1952–58: Diktatur unter Fulgencio Batista

26. 7. 1953: Gescheiterter Angriff Fidel Castros auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba

2. 12. 1956: Landung Castros in Ostkuba und Beginn des Guerillakriegs

1. 1. 1959: Flucht Batistas ins Ausland, Machtübernahme durch Castro

1960: Entschädigungslose Enteignung von US-Vermögen; Beginn des Konflikts zwischen Kuba und den USA

3. 1. 1961: Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Kuba durch die USA

17. 4. 1961: Gescheiterte US-Invasion in der Schweinebucht

Anfang 1962: Vollständiges politisches und wirtschaftliches Embargo gegen Kuba durch die USA

1975: Einsatz kubanischer Streitkräfte in Angola

1978: Einsatz kubanischer Streitkräfte in Äthiopien

1980: Massenflucht von rund 130.000 Kubanern in die USA, nach Besetzung der peruanischen Botschaft in Havanna (»Mariel-Krise«)

1991: Abzug der kubanischen Truppen aus Angola

1992: Neue Verfassung verabschiedet, u.a. Einführung von Direktwahlen zur Nationalversammlung (Parlament) sowie Artikel zur Religionsfreiheit

1993: Erste Direktwahlen zur Nationalversammlung

1994: Kuba macht vorübergehend illegale Ausreise straffrei, was zu Massenflucht auf Booten und Flößen führt; »Balsero«(Flößer)-Krise

1994 und 1995: Abschluss zweier Migrationsabkommen Kuba/USA: 20.000 US-Einwanderungsvisa pro Jahr; auf hoher See oder in der US-Basis Guantánamo aufgegriffene Flüchtlinge werden von den USA zurückgeschickt

Mai 2002: Besuch des ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter. Übergabe einer Gesetzesinitiative mit 11.000 Unterschriften (Varela-Projekt) an die Nationalversammlung (Forderung nach mehr politischen Rechten und privatwirtschaftlicher Initiative)

Juni 2002: Unterschriftensammlung zur unveränderlichen Festschreibung des Sozialismus in der Verfassung

März 2003: Verhaftung von 78 Oppositionellen, die zu Haftstrafen von durchschnittlich 20 Jahren verurteilt werden

April 2003: Beendigung des De-facto-Moratoriums auf die Todesstrafe durch die Hinrichtung von drei Entführern einer Fähre

31. 7. 2006: Schwere Erkrankung und Darmoperation Fidel Castros und Übertragung seiner Funktionen in Staat, Partei und Militär auf den jüngeren, 75-jährigen Bruder Raúl Castro, zuvor Verteidigungsminister. Die Feiern zum 80. Geburtstag Fidels am 13. 8. 2006 werden verschoben

Sommer 2007: Unter der »interimistischen« Amtsführung eines siebenköpfigen Kollektivs unter Raúl Castro zeichnet sich eine Politik der »kleinen« Reformen ab

19. 2. 2008: Fidel Castro kündigt seinen Rücktritt vom Präsidentenamt und von der Armeeführung an

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 21.02.2008 Nr. 09
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