MACHER & MÄRKTE Bundesbank: Goldesel

Trotz der Turbulenzen an den internationalen Finanz- und Währungsmärkten hat die Bundesbank im vergangenen Jahr einen satten Gewinn erwirtschaftet. Der Überschuss liegt nach Informationen aus Finanzkreisen bei drei bis fünf Milliarden Euro. Ein Entwurf für den Jahresabschluss der Bank, der am 11. März vorgestellt werden soll, liege intern bereits vor. Für Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sind das gute Nachrichten. Viele Experten hatten wegen der starken Abwertung des Dollar im vergangenen Jahr mit einem deutlich niedrigeren Gewinn gerechnet. Der Grund: Die Notenbank hat enorme Dollarreserven in ihrer Bilanz. Sie belaufen sich auf fast 40 Milliarden Dollar. Diese Bestände verlieren an Wert, wenn der Kurs des Greenback gegenüber dem Euro sinkt.

Der Bundesbankgewinn fließt bis zu einem Betrag von 3,5 Milliarden Euro in den Bundeshaushalt, der Rest wird für die Schuldentilgung verwendet. Wie es in den Finanzkreisen hieß, muss die Bundesbank zwar für das vergangene Jahr Abschreibungen auf ihre Dollarreserven vornehmen. Diese Einbußen würden aber mehr als wettgemacht durch höhere Zinserträge angesichts des gestiegenen Zinsniveaus.

 
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