Informationstechnik Computer zu Hause

Ausschalten lohnt sich

Computer, Drucker und Bildschirme gehören zu den klassischen Energiefressern in privaten Haushalten. Schon im Jahre 2010 dürften neun Prozent der jährlichen Stromrechnung eines normalen europäischen Haushalts auf die Informationstechnologie entfallen. EU-weit entsprächen das Ausgaben von etwa sieben Milliarden Euro. Das hat die Initiative EnergyStar ermittelt. EnergyStar entstand in den neunziger Jahren in den Vereinigten Staaten und vergibt ein Gütesiegel für energieeffiziente IT-Geräte . Seit einigen Jahren ist es auch von der Europäischen Kommission anerkannt.

Je nach Gerät kann der Stromverbrauch um den Faktor zehn variieren. Wer einen genügsamen Rechner samt Drucker wählt, kann während der Lebensdauer bis zu 200 Euro sparen. Entscheidungshilfe geben die Verbraucherzentralen oder die Initiative Energieeffizienz, die von einigen großen Stromkonzernen getragen und vom Wirtschaftsministerium gefördert wird. Generell brauchen Laptops weniger Strom als Tischgeräte: Weil sie auf möglichst lange Akkulaufzeiten hin entwickelt wurden, besitzen viele ein ausgeklügeltes Energiesparsystem.

Noch besser ist es, seinen Computer immer dann auszuschalten, wenn er gerade nicht gebraucht wird. Auch wenn das erneute »Hochfahren« des Rechners später bisweilen viel Zeit und Nerven kostet. ROH

 
Leser-Kommentare
  1. Grundsätzlich ist gegen den Inhalt des Artikels nichts einzuwenden, allerdings ist letzter Satz bezüglich regelmässigen Shutdowns mit Vorsicht zu geniessen.Klar wird im abgeschalteten Zustand vom Gerät kein Strom verbraucht, jedoch wird bei häufigem (mehrmals im Tag) Hoch- und Runterfahren des Computers dessen Festplatte arg strapaziert, was wiederum (im Zeitalter der Solid State Drives) auf Dauer Datenverlust und eine neue, teure Festplatte zur Folge hat.Ob sich dann der Betreffende darüber freut, dass er zwar einerseits eine grüne Ökobilanz aufweist, aber gleichzeitig eine neue Festplatte anschaffen muss sowie vermutlich eine teure Wiederherstellung der Platte zu finanzieren hat, sei mal dahingestellt.Im vergleich dazu sind die knapp 200 Euro mehr (im laufenden Betrieb) wohl eher günstig.Viel interessanter wäre dabei, einen möglichst geringen Energieverbrauch im Dauerbetrieb zu erreichen. Gerade hier sündigen einige Anbieter von aktuellen Grafikkarten und Prozessoren ohne Ende. Dass beispielsweise Nividia Grafikkarten selbst im 2D Betrieb (normaler PC Gebrauch) dieselbe Menge Energie konsumieren wie im 3D Betrieb (Spiele, Rendering etc.) stimmt da eher bedenklich.

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