Worte der woche
»Wir waren auf der Überholspur, und dann kam ein Lkw aus Mainz und hat alles plattgemacht.«
Michael Naumann, Hamburger SPD-Spitzenkandidat, über Kurt Becks Öffnung gegenüber der Linkspartei und deren Auswirkungen auf das Wahlergebnis in Hamburg
»Die SPD riskiert alles, was politisch in der Mitte ist, und sie gewinnt nichts dazu.«
Wolfgang Clement, früherer SPD-Vizechef, zum selben Thema
»Wir wollen direkte Gespräche.«
Gregor Gysi, Fraktionschef der Linken, über seine Bedingungen für eine Zusammenarbeit mit der SPD
»Auf Dauer kann die CDU logischerweise nicht mit einer Partei zusammenarbeiten, die sich in Richtung Kommunisten bewegt.«
Roland Koch, hessischer Ministerpräsident (CDU), über die Zukunft der Großen Koalition nach dem Kurswechsel der SPD
»Ich erkläre mir das vor allem mit einer leichtfertigeren Einstellung zu werdendem Leben in den neuen Ländern.«
Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt (CDU), zu den im Osten wesentlich häufiger auftretenden Fällen von Kindstötung
»Frau zu sein und in der DDR gelebt zu haben reicht ihm als Begründung für Misshandlung und Mord.«
Claudia Roth, Vorsitzende der Grünen, zu den Äußerungen Böhmers
»Die Ausländer haben uns den Staat zerbrochen und wir denen ein paar Fensterscheiben an den Botschaften.«
Velimir Ili, serbischer Infrastrukturminister, über die Verwüstungen ausländischer Botschaften in Belgrad nach der Anerkennung des Kosovos
»Ich bin 27 Jahre alt, ich liebe meine Eltern sehr, aber ich will nicht wieder mit ihnen zusammenwohnen.«
Chelsea Clinton, Tochter der US-Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton, zur Frage, ob sie wieder ins Weiße Haus ziehen wolle
»Dann hau doch ab, du Idiot!«
Nicolas Sarkozy, französischer Präsident, zu einem Franzosen, der ihm nicht die Hand geben wollte
»Man muss sich als Frau mit einem Feministen zusammentun. Wenn der Ehemann Feminist ist, läuft alles glatt.«
Charlotte Roche, Buchautorin und Ex-Viva-Moderatorin, über die Vereinbarkeit von Beruf und Kindern
- Datum 28.02.2008 - 13:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT Nr.10 vom 28.02.2008, S.2
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