US-Wahlen
Jetzt geht’s erst richtig los
Die Marathon-Frau Hillary Clinton hat Barack Obama doch noch in die Defensive gedrängt
So sieht Hillary also aus, wenn man ihr ein zweites Leben geschenkt hat. Ihr Auftritt nach dem Sieg in Ohio glich einer Wiederauferstehung – und wer nach einem Anflug überraschter Dankbarkeit suchte, tat dies vergebens. Gesicht und Körpersprache signalisierten eine Siegesgewissheit, als hätte es nie Zweifel an ihrem Triumph gegeben.
Dabei hat sie wahrscheinlich seit der Lewinsky-Beichte ihres Mannes nicht mehr so gelitten wie am vergangenen Dienstag, als ihre Kandidatur für das Präsidentenamt auf Messers Schneide stand – und damit auch ihr Aufstieg zur historischen Figur. Zur ersten Präsidentin der Weltmacht USA – mit einem Ex-Präsidenten als »First Lad«, als »erstem Kerl«.
Texas und Ohio markieren noch keinen Stimmungsumschwung zugunsten von Hillary. Sie markieren ihre letzte Chance gegen das Undenkbare, die Niederlage gegen diesen schlaksigen Jungsenator, Marke »Schwarm aller Schwiegermütter«, der so ähnlich redet wie Hillarys Ehemann 1992 und lässig über alle Hürden schlendert, an denen sich die Clintons vor 16 Jahren Beulen geschlagen hatten. Obama hat gekifft und gekokst, war nie beim Militär, hat eine Frau, die er selbst für den stärkeren Partner in dieser Ehe hält – so what? Und sollte man ihm doch noch Ehebruch nachweisen – na und?
Als Obama im Januar die Vorwahlen in Iowa gewann – jene liebenswürdig bizarre Veranstaltung, bei dem ein paar Tausend Bürger durch kniehohen Schnee zur Abstimmung in Scheunen und Schulkantinen stapfen – da klauten die Medien Hillary den Mantel mit der Kennedy-Aura und hängten ihn Obama um. Die Serie »Hillarymania« wurde abgesetzt. »Obamania« lief an. Wie das genau passieren konnte, weiß sie wahrscheinlich bis heute nicht.
Aber sie hat die Zähne zusammengebissen, was sie ja schon seit drei Jahrzehnten tut. Wahrscheinlich trieb ebendiese Biografie – genauer gesagt: diese Wahrnehmung ihrer Biografie – am vergangenen Dienstag so viele Hillary-Wählerinnen an die Urnen. Für den Erfolg des Gatten schuften, ihm seine Affären verzeihen, sich abwechselnd als gefühlskalte »Lady Macbeth« und als hysterische Heulsuse beschimpfen lassen. Sich dann die eigene Karriere erkämpfen, nur um am Ende von einem anderen Mann überholt zu werden. Diese Story kommt vielen Frauen in Cleveland, Cincinnati und Dallas sehr bekannt vor. Und vielen Frauen in Köln, Liverpool oder Madrid, was unter anderem Hillarys globalen Appeal erklärt. Ihr Einzug ins Weiße Haus – West Wing, nicht East Wing – erscheint Millionen von Frauen nicht nur als überfälliger Schritt in Sachen Chancengleichheit, sondern auch als ultimative Wiedergutmachung für die typisch weibliche Ochsentour.
Noch ist sie nicht drin, aber womöglich lernt das (Vor-)Wahlvolk noch rechtzeitig zu schätzen, was es bislang mehrheitlich verachtet hat: Hillary, die hochintelligente, politisch erfahrene Kandidatin, die aus dem Stegreif eine Reform des Gesundheitswesens, einen Gesetzentwurf zur Förderung alternativer Energien oder ein Programm gegen hohe Schulabbrecherquoten skizzieren kann. Klingt vielleicht nicht sexy, ist aber in einer Ära, da Politshows mit Erlösereffekt mehr zählen als Politik selbst, durchaus erfrischend.
Und Hillary, die extrem disziplinierte und machtbewusste Politikerin, zwei Eigenschaften, die man von Präsidentschaftsanwärtern erwarten darf, die aber einer Frau nicht unbedingt als Vorteil ausgelegt werden. Ihr schon gar nicht.
»Zicke«, »Hure«, »Hexe«, »baby killer«, »Medusa«, »Lesbe«. »Kill that bitch«, »F… that bitch« – das waren noch die harmloseren Verbalattacken, die man in den neunziger Jahren in amerikanischen Radio- und Fernsehtalkshows hören konnte. Es gab oder gibt über das Internet zu bestellen: Hillary-Voodoo-Puppen, Bierkrüge mit dem Aufdruck »Hillary is the devil«, Klopapier mit ihrem Konterfei, T-Shirts mit Slogans, die ihr einen gewalttäigen Ehemann wünschen. Die selbsterklärten Postfeministen und -feministinnen können mit den Augen rollen, so viel sie wollen: Wenn Hillarys politische Laufbahn eines bewiesen hat, dann dass der Feminismus immer noch nötig ist. Nicht weil Hillary eine konsequente Frauenrechtlerin wäre. Sie ist keineswegs so progressiv, wie ihre Feinde fürchten und ihre Anhänger wünschen. Sondern weil sie so ziemlich jede Variante des Frauenhasses zu spüren bekommen hat.
Diese Attacken haben sie nach außen abgehärtet – manchmal bis zur emotionalen Totalstarre. Es gab ja noch einiges andere wegzustecken: Sonderermittler und Untersuchungsausschüsse zu vermeintlichen Skandalen, die sich letztlich als sündhaft teure Rufmordkampagnen herausstellten. Und einen Gatten, der sie in der Lewinsky-Affäre zum Kollateralschaden degradierte.
All das kann man als Altlast ansehen, die Hillary als Symbol des so sehnlich erwünschten politischen Neuanfangs disqualifizieren. Man kann es auch als Bonus werten: Die Frau weiß, wie man sich nach einem Knock-down wieder aufrappelt und zurückschlägt. Barack Obama steht der erste Sturz aus dem Himmel der Euphorie noch bevor. Und der kommt garantiert, weil auch die schönste Messias-Show irgendwann langweilig wird.
Das Problem ist nur: Hillary wird es sich auch mit dieser letzten Chance selbst schwer machen. Bei einem Präsidentschaftswahlkampf reicht es nicht, für Leidensfähigkeit bewundert zu werden, erfolgreiche Kandidaten wollen geliebt sein. Genau das fällt einem bei Hillary aber schwer, weil ihr diese Aura der latent Gekränkten anhaftet. Die rührt nicht nur von den unzähligen Hassattacken, sondern auch von einem öffentlichen Unmut über das Clintonsche power couple. Hillary gehört zu jener für Europäer seltsam anmutenden Kaste von Amerikanern, die irgendwann von sich selbst glauben, dass sie schon in der Grundschule Präsident werden wollten. Nur war sie als Frau für dieses Vorhaben etwas zu früh auf die Welt gekommen. Sie ist Jahrgang 1947, durch ihre Biografie zieht sich wie ein roter Faden der Widerstreit zwischen eigener politischer und beruflicher Ambition und der Rolle als unterstützender Ehefrau und Mutter. Die scheinbar geniale Lösung erwuchs aus ihrer Heirat mit einem Vollblutpolitiker. Die Clintons waren und sind ein »politisches Projekt«, entstanden aus unzweifelhafter Liebe und dem missionarischen Anspruch, gemeinsam das Land zu verändern. »Ihr kriegt zwei für den Preis von einem«, verkündeten sie 1992. »Acht Jahre Bill, acht Jahre Hill«, soll sie einmal gesagt haben.
Dass man dieses Sonderangebot mit guten Gründen auch als schamlosen Nepotismus interpretieren konnte, haben beide nie wirklich begriffen. Auf diesem latent beleidigten Unverständnis beruht Hillarys Attitüde des Machtanspruchs, mit der sie schließlich ins Straucheln geriet. Darauf beruht auch ihr größter strategischer Fehler in diesem Wahlkampf: Sie hat die Konfliktlinien in ihrer eigenen Partei verkannt.
Die amerikanischen Demokraten haben – ähnlich wie die SPD – derzeit ein »Links-Problem«. Was der SPD die Agenda 2010, ist den Demokraten die »Triangulation«, Bill Clintons ehemalige Strategie, Themen der Rechten zu kooptieren und mit moderateren, »zentristischen« Politikvorschlägen zu versehen. Dazu gehörten populistische Angriffe auf »Mütter, die Sozialhilfe schnorren« oder die Befürwortung der Todesstrafe. Das hat der linke Flügel der Partei bis heute nicht verziehen. Der Zorn der Basis über den »Clintonismus« richtet sich nicht gegen den sakrosankten Bill, sondern gegen Hillary. Wer die Weblogs der neuen Generation von Graswurzelaktivisten verfolgt, konnte das schon länger ahnen. Zu dieser neuen Kultur der politischen Mobilisierung, der blogosphere, haben Hillary und ihre Berater wenig Bezug. Ihr Verständnis von Parteiarbeit beschränkt sich weitgehend auf die oberen Etagen der Hierarchie, auf Vernetzung mit den Führungsgremien und das Umwerben führender Köpfe von Lobby-und Wählergruppen. Dieses altmodische Politikverständnis passt durchaus. Hillary Clinton ist in vielerlei Hinsicht ein durchaus altmodischer Mensch mit einer erstaunlich konservativen Vision eines unbeschädigten Amerikas ohne soziale Konflikte, Gangsta-Rapper oder Blogger.
Dabei war es eine Internetkampagne mit dem Namen MoveOn, die seinerzeit zum Gegenangriff auf die politische Rechte blies und Bill Clinton trotz Spermaflecken und pubertärer Lügen über seine zweite Amtszeit rettete. MoveOn wurde damals als Bote einer neuen Ära politischer Teilhabe gefeiert. Heute stehen dahinter die 20- bis 40-Jährigen, die Tag und Nacht für Obama werben.
Auch Obama ist kein Progressiver, aber das gereicht ihm (noch) nicht zum Schaden. Warum? Weil er mehr Charisma hat und weil er mit seiner Biografie des multiethnischen Weltenkindes eine viel größere Projektionsfläche bietet. Die Zeitung The Nation, das amerikanische Äquivalent zur taz, hat Barack Obama ein »Bill-Clintoneskes Talent« zugeschrieben, diese Projektionsfläche zu vergrößern und in »fast jeder Umgebung souverän und entspannt zu wirken«. Das trifft das Obama-Wunder ganz genau – und es ist Salz auf Hillarys Wunden. Erst musste sie ihrem Mann den Vortritt lassen. Jetzt steht ihr ein anderer mit Bills Erfolgsrezept im Weg. Sollte sie gegen Obama verlieren, wäre das doppelt bitter. Sollte sie gewinnen, wäre es ein besonders süßer Sieg. Und dann ginge der Kampf erst richtig los.
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- Datum 28.3.2008 - 02:44 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 06.03.2008 Nr. 11
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(gelöscht. Bitte unterlassen Sie die Sexismus-Platitüden. Die Redaktion/jk)! (hehe)emanzipi,emanzipa -100 Jahre Frauenhysterie ändert nicht die 2.5 Millionen Jahre alte Menschengeschichte -->mit klarer Rollenverteilung ...Ob's euch passt oder nicht .-Was lange wärt ...bleibt auch weiter gut.Die ganze Frauenrechte Hysterie hat einen enormen Schaden angerichtet seit '68 die Frauen gehen jetzt ins Militär ja großer Fortschritt es wimmelt von kontrollgeilen jungen blonden Polizistinnen in Uniform die Disziplin lieben und hart anpacken wollen (alerdings immer nur dann wenn ein junger männl.- Kollege dabei ist...-jaja großer fortschritt und jetzt die Clinton...im Grunde ist piepegal ob der US-Präsident nun Frau oder Mann ist,das Programm und der Leistungsausweis zählt.TJa und ich tendiere nunmal dazu grundsätzlich & im Zweifelsfall sowieso einem Mann meine Stimme zu geben...Obama weckt Hoffnungen auf einen echten Neuanfang, etwas was noch nie da gewesen ist-Ein Mulatte im weissen Haus! und dann auch noch fähig mit seinem Programm zu begeistern-was will denn dann noch die Clinton? der Ehemann war ja schon Präsident- was will man da groß neues Erwarten? oder muss man ihr einfach zugestehen- da sie ihren Mann unterstützt und ihm seine Eskapaden verziehen hat -ihr einfach der Gerechtigkeit willen das Präsidentenamt geben?-Komische Ansichten haben da einige Frauen heute sehr,sehr komischeGeisteshaltungen ...aber sie meinen es ja wahrscheinlich gar nicht so?-...es gibt ein massives Verständigungproblem zwischen Frauen und Männern -aber das ist ja nun ganz einfach erklärt- es ist längst wissenschaftlich aufgezeigt worden das Frauen und Männer verschiedene Sprachen sprechen und deswegen naheliegender Weise eben häufig aneinander vorbeireden.-Aber das nur nebenbei.Nene- ich seh da weit eher den Obama als die bessere Lösung an. Er wird's eh machen.Go Obama !! yeaaah! "it's time we all reach out for something new -that means you too"
Obama hat nach wie vor 100 Delegiertenstimmen Vorsprung. Daran hat auch Clintons vorgeblicher "Sieg" in Texas nichts geändert, der Obama sogar noch ein paar zusätzliche Delegierte eintrug. Vermutlich ist Hillary insgeheim immer noch die Wunschkandidatin vieler mit den Clintons eng befreundeter Demokratischer Parteibonzen. Das Amüsante ist, dass sie zugleich auch als Wunschkandidatin der Republikaner gilt, die Hillarys zahllose Skandale aus ihrer 35jährigen dubiosen politischen Karriere im Herbst alle wieder aufwärmen können, während sie mit Obama kaum so leicht fertig würden, ohne des Rassismus beschuldigt zu werden.
Warum ist die Titulierung von
Hillary Clinton als „Heulsuse“ ein Ausdruck von Frauenhass?Hillary hat medienwirksam geweint!
Ob aus Berechnung oder nicht sei dahingestellt.Wie hätten die Medien und Wähler
wohl auf einen schluchzenden Barack Obama oder McCain reagiert? Ihre Chancen auf einen Wahlsieg
wären mit einem Schlag zunichte gewesen. Ein weinender Präsident wäre
sicherlich für die Öffentlichkeit inakzeptabel gewesen. Handlungsweisen, die
Frauen noch zugestanden werden, schicken sich für männliche Bewerber nicht.Hillary Clinton ist relativ
geschickt darin, ihre angeblich besonders schwere Bürde als Frau im Wahlkampf
zu instrumentalisieren. Vielleicht eine effiziente Wahlkampftaktik auf der
Suche nach weiblichen Wählerstimmen. Zumindest die Autorin und angeblich auch Frauen
aus „Köln und Madrid“ fühlen da gerne mit. Welche Verletzungen musste aber wohl
ein Afroamerikaner über sich ergehen lassen, um an den Punkt zu kommen wo er
heute steht? Hat sich Obama nur einmal über das
Schicksal seiner Hautfarbe beschwert? Ich habe es nicht vernommen. Ohne Obama als Gegenkandidat hätte
Hillary ihren Frauenbonus deutlicher ausspielen können. Sie hätte die Verkörperung
der Moderne sein können. Die erste Frau als Präsident. Aber diese Trumpfkarte
sticht nicht gegen Obama, denn sein Triumph wäre historisch betrachtet ein noch
größerer Schritt.
"Ein weinender Präsident wäre sicherlich für die Öffentlichkeit inakzeptabel gewesen. Handlungsweisen, die Frauen noch zugestanden werden, schicken sich für männliche Bewerber nicht."Und umgekehrt. Eine Frau, die sich wie ein Mann in der Politik aufführte, würde schnell als Mannweib abgestempelt. Würde sie dazu neigen, entschlossen und martialisch aufzutreten, würde das hysterisch wirken. Als Ausgleich dafür dürfen Frauen gewisse Schwächen zeigen, oder müssen es sogar. Unter persönlichem Druck weinen würde einem Mann als mangelnde Kontrolle über die Gefühle ausgelegt - bei einer Frau ist das eher vertretbar, aber trotzdem ambivalent, weil hier unterschiedliche Erwartungshaltungen aufeinandertreffen: zeigt sie keine Emotionen, gilt sie als kalt (für einen Mann wäre das definitiv eher ein Bonus), tut sie es doch, kann der Schuss auch nach hinten losgehen ("Auweia, die Gute ist zu nah am Wasser gebaut, da wählen wir doch lieber den Barack"). Die Tatsache, dass Clinton aber für gewöhnlich eine eiserne Selbstkontrolle demonstriert hat - und sie hatte in der Tat mehr als einmal Gelegenheit dazu, wenn man bedenkt, dass sie schon einige persönliche Prüfungen hinter sich hatte - führte wohl dazu, dass man ihr diesen Augenblick der Schwäche nicht negativ angekreidet hat.Ein anderes Beispiel ist ihr Umgang mit Bills ruchbar gewordener Affäre mit Lewinsky - sie hatte diese Demütigung ertragen müssen. Ihre Loyalität zu ihrem Mann (und späterem wichtigsten Wahlkampfhelfer) wurde dann zu einem Pluspunkt; das Gegenteil hätte ihr wohl Sympathien von der feministischen Seite eingebracht, aber dafür anderswo auch welche gekostet. Wie hätte das im umgekehrten Fall ausgesehen, nämlich ein (mutmaßlich) treuer Mann, der von seiner Frau am laufenden Band Hörner aufgesetzt bekommt? Und dann trotzdem noch zu ihr steht? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ein Pantoffelheld besonders glaubwürdig das Alphatier verkörpern könnte (ehe man mit Sarkozy kommt: der hatte sich in dieser Hinsicht selber einiges geleistet, das hat das wieder ausgeglichen). Wenn Ehefrauen dagegen Konkubinen neben sich dulden, ist das eher offensichtlich eher vertretbar.Es gibt nun mal zwei unterschiedliche politische Verhaltensmuster, die an das jeweilige Geschlecht geknüpft sind (auch wenn Ausnahmen wie Thatcher die Regel bestätigen)."Hat sich Obama nur einmal über das Schicksal seiner Hautfarbe beschwert? Ich habe es nicht vernommen."Und das hat ihm auch erst ermöglicht, so weit zu kommen. Zunächst mal kann man in einer Gesellschaft nicht auf einem Minderheitenticket in höchste Positionen gewählt werden. Wer sein "Anderssein" kultiviert, darf sich nicht wundern, wenn er nur bei den "Anderen" dafür Anklang findet, die Bevölkerungsmehrheit dagegen jemanden wählt, mit dem sie sich identifizieren kann. Obama hat das Kunststück fertig gebracht, als authentischer Amerikaner wahrgenommen zu werden, was angesichts seiner Biografie recht erstaunlich ist.Was mindestens ebenso wichtig ist, ist nicht nur, dass er nicht als "Brother" aufgetreten ist, sondern auch, dass er sich nicht über das harte Los der Schwarzen beklagt hat - wie Jesse Jackson das gerne tat. Unabhängig davon, ob solche Beschwerden gerechtfertigt sind oder nicht - niemand hört gerne, dass er im Grunde moralisch dazu verpflichtet ist, jemand zu wählen. Die potenzielle Wählerschaft möchte sich aus persönlicher Großzügigkeit heraus tolerant zeigen - aber sie wird eher gereizt reagieren, wenn man Toleranz einfordert. Vergleichen sie diese Situation mit Deutschland.Würden sie einen Juden, türkischstämmigen Deutschen oder Homosexuellen ins Kanzleramt wählen (um einfach mal drei Minderheiten auszuwählen, mit denen die Mehrheitsgesellschaft auf die eine oder andere Art und Weise ein (vor-)belastetes Verhältnis hat)?Möglicherweise.Würden sie aber dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, einem exponierten Repräsentanten der türkischen Community oder eben Klaus Wowereit Chancen auf einen Sieg zutrauen? Meine Meinung ist hier: eher nicht, weil solche Personalien nur bestimmte Leute verstärkt mobilisieren, dafür aber eine Menge andere abschrecken (auch wenn die es nicht zugeben würden).Ich könnte mir Ole von Beust durchaus auch als MP eines Flächenstates vorstellen, habe aber meine Zweifel bei Klaus Wowereit. Bruno Kreisky konnte in Österreich Kanzler werden, aber hätte Klaus Spiegel (ich wähle hier absichtlich eine umgänglichere Person - nach Michel Friedmann frage ich erst gar nicht) hätte das kaum in Deutschland geschafft. Und so weiter...Dieselben Regeln, halt nur unter anderen Vorzeichen, gelten eben auch in den Vereinigten Staaten.
Die Vorstellung einer Frau als Präsidentin ist für Sie wohl zu avantgardistisch, als daß Sie verstünden, daß beide Varianten eines demokratischen Wahlsiegs einen Neuanfang bedeuten. So attraktiv Herr Obama mit seinem "Yes we can" für amerikanische Mentalität sein mag, nach meinem Dafürhalten ist Frau Clinton die erfahrenere und seriösere Politikerin. Mir aber fast egal - ich bin sicher, es werden die Demokraten und damit ist es doch wohl eine Win-Win-Situation! Vielleicht hilft Ihnen diese sehr erfreuliche Perspektive ein wenig über Ihre heftigen Probleme mit Frauen, Verständigung und Realität hinweg?
Ach nö die Problemen mit den Frauen die sie da ansprechen ooch -das hält sich in überschauberen Grenzen- ich bin aber deswegen noch lange weder blind noch taub sondern sehr hellhörig (wenn ich jetzt hell-sichtig sage könnte das missverständlich sein was?hehe) und sehe was um mich her passiert (bin ja schließlich und endlich Teil davon) und das was ich sehe stört mich zuweilen schon ganz massiv ,die dummdeiste Art vieler jungen Frauen heute nach dem Motto:"Warum Bravsein uns nicht weiterbringt. Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin."(....)----da kriege ich mit Verlaub die Kretze von .(Und dabei die typisch deutschen Männer die vor lauter stark sein wollen und nicht klagen wollen alles schlucken und ja nicht aufstehen wenn was nicht mit Rechten Dingen zu und her geht ach das ertragen wir schon das wird sich schon wieder auspendeln langfristig blabla- wenn mich was stört sag ich das zu meinem und aller anderen Wohle die in sich hinein zu lagern und nicht mitzuteilen ist kein so guter Weg hab ich so das Gefühl und vor allem dieses Verlogene ich bin stark ich ertrage das was soll der Mist? geht es doch um die Gesellschaft als ganzes nicht um eine persönliche(vermeintliche) Kraftprobe-sowas dämliches aber naja die Deutschen sind wohl halt einfach ein komisches Volk oder was?-
Aber ach ja nur nicht so ernst nehmen alles- jaja nur nicht ernst nehmen und Sohnemann weiss nicht mehr an wem er sich in der Schule orientieren soll vor lauter Kampfemanzen-Lehrerinnen,die(logischerweise) selber noch in der Pubertät stecken...- Frauen und Mädchen werden gehegt,gefördert und gepflegt in völligem Übermass und die Jungs kommen sich(sehr,sehr zu recht) für blöd verkauft vor! NeNe da geht sehr vieles falsch.Es ist keine Taktik weg zu sehen -ganz,ganz sicher nicht !!! Verlogenheit und Ignorranz sind die Dinge die mich sehr wütend machen.
Es ist verantwortungslos wegzusehen- auch ZBsp. wenn in der U-Bahn jemand zusammengeschlagen wird und alles steht nur dumm herum -
mit Verlaub ich misch mich ein, ich kann da gar nicht anders.....Zivilcourage? -ich denke schon-ich hab das verinnerlicht, ich mag nicht in der Masse untergehen, mit dem Strom um jeden Preis mitschwimmen-ich sag was ich denke und tue was ich für richtig halte.-
Ja und es gibt ja heute nun wirklich sehr viel wo man den Kopf schütteln und die Stimme zu erheben muss (Beispiel Dieter Bohlen..und so weiter und so fort )-
die Verdummungs-Liste ist ja endlos und was machen die Leute? sie lachen ahahaha- sehr lustig alles ahahaha ....-ich meine um Himmels Gottes willen nochmal was ist denn los hier!-
Na also nun
Es war süss von Ihnen Anke,richtig süss- Danke also.
polemischer, unsachlicher, selbstbezogener artikel .
... den Wunschgedanken, daß einer der 3 aussichtsreichen Kandidaten auf das Präsidenten-Amt großartige Veränderungen anrichtet, der greift auch in den USA nicht. Der Senat mit seinem Lobby-Klüngel wird schon für die Linie Sorge tragen, so irrational es auch klingen mag.isaac ben laurence weismann
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