Nepal »Kaum einer verstand, was ich tat«Seite 4/4

In Ihrem Buch schreiben Sie auch, wie Ihre damalige Beziehung an Ihrer Entscheidung, in Zukunft viel Zeit in Nepal zu verbringen, zerbrochen ist. Hat sich Ihr Privatleben mittlerweile wieder normalisiert?

Mein Reisepensum ist ein ziemlicher Abschreckungsfaktor für eine ernsthafte Beziehung.

Wie viel fliegen Sie?

Vielleicht 300000 Kilometer im Jahr. Doppelt so viel wie früher.

Reisen Sie anders?

Mir ist jetzt bewusster, dass jeder Dollar, den ich ausgebe, ein Dollar weniger ist für Room to Read . Ich wünschte, Microsoft würde wie früher meine Kreditkartenrechnung übernehmen.

Machen Sie noch Ferien?

Nur ganz kurze. Mal ein langes Wochenende zum Skifahren.

Keinen dreiwöchiger Urlaub mehr seit Ihrem folgenreichen Trip nach Nepal?

Nein.

Haben Sie Angst, dass Sie auf neue Ideen kommen könnten?

Nein. Nein. Überhaupt nicht. Ich habe kein Bedürfnis, drei Wochen zu verschwinden.
Interview: Heike Faller

 
Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 12.03.2008 um 19:54 Uhr

    Es gehört nicht hierher.

    Aber: Es fehlt: Eine Stiftung für: Notfälle.
    Der Topf muss nicht groß sein.
    Und: Sollte eine einmalige Hilfe - im Sinne von: HILFE ZUR SELBSTHILFE -
    für jemanden sein - der - eigentlich - da ist ...
    nur jetzt mal eben in einer Falle sitzt.
    Da kann er / sie wieder raus ...nur sich nicht selber befreien - es fehlen ein paar Mark/Euro
    für eine Reise - einen Umzug/Zurückzug - eine Wohnung in ganz woanders.

    Das Arbeitsamt - das geht nicht immer.
    Die Bank ...für ein Auto?
    damit man - aus dem Dorf raus kommt - da arbeiten kann?
    Theoretisch ja - aber praktisch nein. Sie wollen "mindestens 2 Monatsgehälter!"
    Man muss manchmal erst bekannt werden.
    Für 17 W/Stunden befristet für 7 Monate - gibt einem keine Bank einen Kredit für ein Auto.
    (In diesem Fall nicht mal mit 10.000.-DM + Arbeitslosengeld. 1993)
    Nur praktisch - kämen dann noch 2-3 Stunden Nachhilfe von der Gemeinde dazu ..
    und: Irgendwo Ein paar Stunden Volkshochschule ..
    und dann noch was ..
    Und dann: Arbeitete man doch Vollzeit.
    Und dann wird der befristete Vertrag evt. doch mit einem Anschlußvertrag verlängert.
    Oder es eröffnet sich eine andere Möglichkeit.

    "Die sprechen doch alle Deutsch"!
    Ja theoretisch: Nur die meisten sind so verwöhnt - die wissen gar nicht wie gut es ihnen geht.
    Oder: Wie Andere leben.
    Da ich keine normale Schullaufbahn hinter mir hatte - habe ich auch nicht bis zum Abitur
    schon Reichtümer angehäuft - wie offenbar manche - wovon sie auch noch "sparen" konnten.

    Genauso die 2. Lehramtsanwärterausbildung später - diese 1000.-DM brauchte ich - davon
    "sparte" ich nicht noch.
    Und ein Jahr später in der 1. Dozentenstelle half ich einem leichtsinnigen frechen Kerl ..
    und geriet selber ins Unglück ..und er - natürlich nie da. Wie alle "windigen" ..

    Ich hatte nur mich, mein Können, mein Fleiß - aber das genügt nicht - als Referenz.

    Da hörte mein Leben einfach auf ...
    Das ist doch völlig unökonomisch und - sinnlos - alles.

    Die die alle "im Gefühl gehen" können kaum unterscheiden ob sie es mit männlich/weiblich
    zu tun haben
    ob mit einer die jahrelang studiert hat - dann noch 2 Jahre Referendariat/2. Ausbildungsphase
    oder
    ob sie mit einem Mann "gehen" - der "auch ein Lehrer ist" - mit 4 Wochen - Ausbilderlehrgang
    während der Bundeswehrdienstzeit.

    - Ein krasses Gegenteil.

    (Oder: ähnlichen kleinen Kindern.)

    Vielleicht gibt es für so einen Fall auch Möglichkeiten und man schöpft sie nur nicht aus.
    Aber: Vielleicht hat ja ein Leser eine Idee.

    Ich will sagen: Es passiert nicht nur in Dubai das Pakistanis oder Indern das Geld für die Rückreise
    fehlt. s. Andere Artikel in Die ZEIT online.

    Ja: Hier ist der Lebensunterhalt und eine Wohnung gesichert... so eben..
    Ja gut - auf dieser Ebene ...vom 2. Staatsexamen - minus Kindheitsniveau -

    Es gibt ja Viele die irgendwo arbeiten - seit ihrer Jugend.
    Es wäre doch mal eine extra Reihe wert - was da alles so passiert.

    <>

    • Anonym
    • 13.03.2008 um 6:27 Uhr

    In dem o.g. Artikel geht es um den lobenswerten Einsatz von John Wood für Kinder im Hamalaya.

    In dem Kommentar darunter geht es um eine Lehrerin -
    Einstellungsstop - schon vor dem 2. Staatsexamen,
    deren Welt kurz darauf ein paar Hundert Kilometer entfernt noch in Deutschland
    vollkommen zusammenbrach - alle und alles veränderte sich und kam zusammmen.

    Es gibt jedoch viele Lehrerinnen und Lehrer ohne Anstellung
    die irgendwo in Deutschland
    oder in der Welt - weltweit - unterrichten: Deutsch als Fremdsprache -
    bei immer geringen Verdienst.***
    Wenn irgendwas ist - der Träger - das Bildungsinstitut in Schwierigkeiten gerät ..
    steht die Dozenten/ der Dozent völlig auf sich gestellt alleine da.
    Man arbeitet in aller Regel auf Honorarbasis und steht auch in Sachen Kranken/Rentenversicherung - wie auch Hin-Rückreise/Flug - alleine da.

    Trotz Grundgesetz ist die Politik und Denkungsart in Deutschland so
    das auf eine Familie verwiesen wird.
    Diese mag vorhanden sein oder auch nicht.

    Würde ich mal entführt werden und wollte man von meiner "Familie" Lösegeld fordern ...
    würde meine Schwester schreiben: Behaltet sie euch!

    Zur Zeit sind es zwischen 12-16 Euro Honorar für 45 Unterrichtsminuten in Deutschland
    wovon Steuern, Versicherungen usw. abgehen.
    In Ländern Mittel/Lateinamerikas, China usw. ist die Honorierung dem Land angepasst -
    sehr viel niedriger.

    Das ist übertragen auf die Löhne von Männern in Deutschland
    geringfügig mehr als ein Hilfsarbeitergehalt.

    • Anonym
    • 13.03.2008 um 23:07 Uhr

    Ich vergleiche mich in Deutschland 1992-2000-04
    in einer 75 qm Mietwohnung mit großem Sonnenbalkon

    mit 100%iger Sicherheit nicht mit egal wem vom Hoch-oder Tiefbau - auf egal welchen
    Baustellen der Welt - das da fast alle Verhältnisse für die Arbeiter von irgendwoher
    nur in grau-bis schwarz-Abstufungen zu sehen sind - ist natürlich klar -
    soll heissen: schlimm sind. s. Z online Artikel zu Dubai
    oder Ölbohrinseln oder was es alles gibt.

    Darum geht es aber auch in meinem Kommentar nicht -
    sondern darum: Das die die helfen wollen - nicht helfen sollen/dürfen.
    Nicht mal ihr eigenes Leben führen dürfen.

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