Klassik

Die Stille ist Teil der Musik

Fünf Monate lang hat der gefeierte Tenor Rolando Villazón keinen Ton auf der Bühne gesungen. Er hat viel gelesen, mit seinen Söhnen gespielt und nachgedacht. Ein Gespräch über Ausbruchsversuche aus dem Starrummel

DIE ZEIT: Sie sind nach fünf Monaten Konzertpause wieder zurückgekehrt. In welchem Moment haben Sie beschlossen, sich zurückzuziehen?

Rolando Villazón: Wenn man sich im Starsystem befindet, muss man oft in den Spiegel blicken. Nicht aus Eitelkeit, sondern aus Notwendigkeit. Weil man physisch eine Figur erschafft. Oder weil man für Promotionfotos posiert und wissen muss, wie das Make-up aussieht. Und irgendwann habe ich bemerkt, dass ich es nicht mehr war, der die Dinge tat, sondern mein Spiegelbild. Natürlich gehört unser Spiegelbild zu uns, aber ich wollte nicht, dass mein Spiegelbild meine Arbeit macht.

ZEIT: Puristen beklagen, dass Opernstars zwischen Opernaufführungen, Konzert-Events und Promotiontouren verheizt werden.

Villazón: Ja, die Puristen, die wissen genau, wo die Kunst zu sein hat: Hier bleibt die Oper – und nur wir wissen, wo sie versteckt wurde! Natürlich wusste ich, dass ich mich auf einem gefährlichen Weg befand. Und wie immer im Leben gibt es die Weisen, die einem sagen, was man machen soll und was nicht. Und sie sagten zu mir: Du machst zu viel, du musst lernen, Nein zu sagen! Man muss aber auch bedenken, an welcher Stelle der Karriere man sich befindet: Am Anfang ist es unmöglich, Nein zu sagen. Weil man glaubt, dass die Gelegenheit nur einmal an die Tür klopft. Und auch, weil man Lust dazu hat. Es war ein Irrtum? Ja, vielleicht, aber das Leben ist auch dazu da, Irrtümer zu begehen. Ein Leben ohne Irrtümer wäre grauenvoll! Langweilig!

ZEIT: Sie beschreiben Ihre Stimme immer als ein wildes Pferd.

Villazón: Von dem ich verlange, dass es seine wilden Seiten behält und gleichzeitig mir gehorcht. Wenn ich sage: rechtsrum, dann muss es rechtsrum gehen. Mein Ideal ist, dass wir zu einem Zentauren verschmelzen, man sieht nicht mehr, wo der Mensch beginnt und wo das Pferd. Und jetzt war es so, dass mein Pferd gekränkt war. Ich musste sein Vertrauen wieder zurückgewinnen. Der Arzt sagte: Du brauchst fünf Wochen Pause. Und ich kam nach Hause und sagte: Ich brauche fünf Monate Pause. Die Stille ist Teil der Musik. Am Ende habe ich wieder etwas Zucker in meine Hand gelegt und fast geweint, als das Pferd zurückkam und mir wieder aus der Hand fraß.

ZEIT: Auf Ihrem neuen Soloalbum singen Sie italienische Opernarien von Komponisten, die in Vergessenheit geraten sind wie Saverio Mercadante oder Giuseppe Pietri. Warum gerade sie?

Villazón: Ich wollte eine Reise durch die Epochen machen, vom Belcanto bis zum Verismus – und eine Reise durch die Stadien der Liebe: Der Beginn einer Liebe, die Liebe als Kristallpalast, als Versprechen, das Ende der Liebe, der Hass, wenn der Kristallpalast zusammenbricht und man mit blutenden Füßen in den Scherben steht. Ich habe die Arien wie ein Puzzle zusammengesetzt, ich war nur unentschlossen, wie der Schluss aussehen sollte, ob ich mit der Nostalgie aufhören sollte oder mit dem Heroismus – und dann habe ich mich für den Heroismus entschieden: Auch wenn alles zerschlagen wurde, man muss weitermachen, das ist die condition humaine.

ZEIT: Wann haben Sie zum ersten Mal die Erfahrung gemacht, dass Sie die Seele Ihres Publikums berühren?

Villazón: Das war während eines Gesangswettbewerbs in Mexiko. Ich sang eine Strophe, und danach entstand eine Stille. Ich spürte in dieser Stille eine Energie, ich fühlte, dass die Musik uns zusammengeführt hatte. Als ich auf das Konservatorium ging, hatte ich nur ein Ziel: Opern mit der gleichen inneren Freiheit zu singen, mit der ich früher in meinem Zimmer gesungen habe.

ZEIT: Konnten Sie sich schon als Jugendlicher für Opern begeistern?

Villazón: Die erste Oper, die ich gesehen habe, war Tosca, und da war ich 21 Jahre alt.

ZEIT: Ihr Vater arbeitete in einer Plattenfirma, hat er Sie nicht mit Klassikplatten zugeschüttet?

Villazón: Ja, aber die Klassikplatten waren als Geburtstagsgeschenke gedacht oder als Weihnachtsgeschenke. Ich habe Madonna gehört und Michael Jackson. Ich habe erst verstanden, was Oper ist, als mich ein Gesangslehrer nach einem Schulkonzert entdeckt hat. So entdeckte ich diese Welt und verstand, dass hier zwei Neigungen zusammenkamen: Spielen und Singen. Ich wollte nie Konzertsänger werden, ich hatte immer nur Lust zu spielen.

ZEIT: Sie haben mal gesagt, dass Sie kein Sänger sind und kein Tenor, sondern einfach nur ein Darsteller.

Villazón: Habe ich das gesagt? Wenn ja, dann wollte ich damit sagen, dass ich unter Barenboim an der Staatsoper Schumanns Dichterliebe singen kann – was für einen Mexikaner im Übrigen eine sehr große Herausforderung ist, die Lieder sind der Kaviar in der Welt des Gesangs! – und kurz danach bei Wetten, dass…? auf einen elektrischen Stier steige, weil ich eine Wette verloren habe. Und ich amüsiere mich genauso. Am nächsten Tag erkannten mich alle. Allerdings nicht als Sänger, sondern als den Typ, der sie zum Lachen gebracht hat, als er breitbeinig vom elektrischen Stier stieg. Ich bin kein Sänger, kein Clown, ich bin ich. Ich mache das, was mir Spaß macht.

ZEIT: Ihre Familiengeschichte könnte fünf Opernlibretti füllen: Sie hatten jüdische Vorfahren, Ihre Urgroßmutter kam aus Österreich und verhalf ihrem Sohn mit einem falschen Pass zur Flucht nach Mexiko, wo er am Ende zu einem gefeierten Fußballstar wurde.

Villazón: Meine Urgroßmutter war für mich eine magische, fast irreale Person. Sie lebte in Cuernavaca, zwei Stunden von Mexico City entfernt, in einer Stadt, die man »die Stadt des ewigen Frühlings« nennt. Ihr Haus war eine Mischung aus Mexiko und Europa: kleine prähispanische Statuen, ein deutscher Weihnachtsbaum, daneben ein Solitär-Spiel. Als sie sehr krank wurde, war ihr letzter Wunsch, dass meine Schwester und ich die deutsche Schule besuchen sollten. Allerdings war es sehr schwer, dort aufgenommen zu werden. Wir hatten zwar diese österreichische Urgroßmutter, aber das war als Verwandtschaftsgrad zu weit weg. Daraufhin hat sich meine Großmutter als Funktionärin des Erziehungsministeriums ausgegeben. Sie kam mit einer Aktentasche und verlangte umgehend, den Direktor zu sprechen: Umgehend! Und dann drohte sie ihm: Er habe mit einer Inspektion des Erziehungsministeriums zu rechnen, falls er sich weigere, ihre beiden Enkel in der Schule aufzunehmen. Als unsere Großmutter uns später von diesem Gespräch erzählte, sagte sie: Am wichtigsten ist, immer mit Papier zu rascheln! Nachdem wir aufgenommen worden waren, dachte meine im Sterben liegende Urgroßmutter keineswegs mehr daran, zu sterben. Sie erlebte sogar noch, wie ich sieben Jahre später von der Schule flog.

ZEIT: Eine sehr zähe Urgroßmutter.

Villazón: Eines Tages rief sie uns an und sagte, dass sie den Tod nahen fühle. Sie sagte, dass sie uns liebe und uns für alles danke, aber jetzt sei der Augenblick des Abschieds gekommen. Wir sind natürlich sofort ins Auto gestiegen und zu ihr gerast – und als wir ankamen, war die Tür verschlossen. Wir haben überall nach ihr gesucht, aber sie blieb verschwunden. Sie hatte beschlossen, wie die Elefanten zu sterben. Sie ist einfach verschwunden.

ZEIT: Vielleicht hat sie sich umgebracht?

Villazón: Nein, das glaube ich nicht. Sie hat vermutlich ihre Sachen genommen und ist in ein Krankenhaus gegangen. Nein, sie hätte keinen Selbstmord begangen. Jedenfalls möchte ich das glauben. Wenn sie sich umgebracht hätte, hätte man doch mindestens ihre Leiche finden müssen.

ZEIT: Und wenn sie sich in einem Fluss ertränkt hat?

Villazón: In Cuernavaca?

ZEIT: Gibt es da etwa keinen Fluss?

Villazón: Sie wollen unbedingt eine Tragödie!

ZEIT: Da wir schon bei Leben und Tod sind: Sie wollten eigentlich Priester werden. Hat Sie dieser Wunsch auch für die Oper prädestiniert?

Villazón: Ich hatte einen Mentor, der meinen spirituellen Weg begleiten sollte, bevor ich in das Priesterseminar eintrat. Er merkte, dass ich sehr idealistisch war. Das Armutsgelübde beispielsweise war für mich sehr, sehr wichtig – mit dem Keuschheitsgelübde wäre es etwas schwieriger geworden. Der Gehorsam fiel mir auch sehr schwer. Meine Frau und ich kannten uns damals schon, und eines Tages habe ich zu ihr gesagt: »Wir dürfen uns nicht weiter verlieben, denn ich will Priester werden.« Wir haben uns sehr früh kennengelernt, ich war 19 und sie war 15 Jahre alt. Sie reagierte sehr gelassen. Sie sagte: »Gut, wenn das dein Weg ist, dann auf Wiedersehen!« Und ich rief: »Was ist das denn, wo bleiben die Tränen? Warum stürzt du dich nicht aus dem Fenster?« Sie sagte einfach nur: »Wenn das so ist, dann wünsche ich dir alles Gute.« Ich war verzweifelt! Am Ende des Schuljahres sollte ich meine Entscheidung treffen. Mein Mentor hatte ein Schulkonzert organisiert, ich sang: Yesterday und Impossible Dream und hatte überhaupt keine Erfahrung, ich war einfach nur ein Junge mit großen Ohren und einer Fliege – ein Junge, der dem Orchester die Hand schüttelte. Am Ende des Abends sagte mein Mentor zu mir: Deine Berufung ist dort – und nicht bei uns. Du wirst es weit bringen, eines Tages wirst du an der Met in New York singen! Und ich werde da sein! Als ich im Jahr 2003 mein Metropolitan-Debüt gab, saß er tatsächlich im Publikum. Und vor einem Monat ist er beim Bergsteigen am Popocatépetl tödlich verunglückt. Er fiel vierhundert Meter tief.

ZEIT: Klingt wie ein Kapitel aus einem Roman des magischen Realismus.

Villazón: Singen und Literatur, das waren meine Leidenschaften von Anfang an. Ich hatte immer das Gefühl, dass man mit der Literatur die Seele der Menschen viel direkter ansprechen kann.

ZEIT: Was suchen Sie in der Literatur?

Villazón: Vergnügen. Früher hätte ich gesagt: Erkenntnis. Weisheit. Tatsache aber ist, dass ich all das vergesse, wenn ich lese. Auch wenn ich immer eifrig unterstreiche.

ZEIT: Was unterstreichen Sie?

Villazón: Dinge, mit denen ich einverstanden bin, und Dinge, mit denen ich nicht einverstanden bin. Aber im Grunde ist es eine Art von Besitznahme des Buches, ich muss Bücher fühlen, ich muss sie riechen, sie mit Kaffee beflecken, dann wird das Buch zu meinem Freund. Ich spreche mit den Büchern, ich diskutiere mit ihnen. Deshalb hasse ich auch Schmuckausgaben und gebundene Ausgaben. Ich liebe Taschenbücher.

ZEIT: Welches Buch hat Sie am meisten beeindruckt?

Villazón: Ich habe hier das allererste Buch, das ich in meinem Leben gekauft habe: Steppenwolf. Es ist ein irrsinniger Zufall, dass ich es überhaupt noch habe, denn normalerweise hebe ich nichts auf, weder Fotos noch die Programme meiner Auftritte, nichts. Ich habe alles von Hermann Hesse gelesen, Siddhartha, Narziss und Goldmund, er ist der ideale Autor für einen Heranwachsenden. Danach las ich Kafka, Thomas Mann, Grass, Döblin.

ZEIT: Haben Sie auf Deutsch gelesen?

Villazón: Nein, ich lese Bücher nur dann im Original, wenn ich sie bereits auf Spanisch gelesen habe, so habe ich es beispielsweise mit Sartre gemacht, Der Ekel und mit Marguerite Yourcenar: Ich zähmte die Wölfin. Erinnerungen des Kaisers Hadrian.

ZEIT: Wie schaffen Sie es, neben Ihrer Arbeit so viel zu lesen?

Villazón: Ich lese auf Reisen, während der Proben, in Parks, immer. Als ich in Triest gastierte, setzte ich mich mit einer Pizza und etwas Wein auf die Mole und las Italo Svevo von Mittag bis zum Sonnenuntergang. Ich liebe es auch, in der Metro zu lesen.

ZEIT: Und man spricht Sie nicht an?

Villazón: Heute schon. Eine Frau sagte: »Sie in der Metro? Ich kann es nicht fassen! Das ist grandios!« – »Vielen Dank, Madame.« – »Treten Sie nicht demnächst im Théâtre des Champs-Elysées auf?« – »Ja.« – Wie haben Sie eigentlich angefangen?« – »Im Konservatorium.« – »Und Ihre Frau ist Psychologin? Das ist interessant, denn ich habe mal eine Zeitlang neben einem Psychoanalytiker gewohnt. Es war schrecklich, denn diese Psychoanalytiker sind derart schwierige Menschen!« Als ich kurz davor war, zu sagen: »Es ist viel schwerer, mit einem Tenor zusammenzuleben als mit einer Psychologin«, dachte ich mir, dass es besser sei, auszusteigen.

ZEIT: Wo wir schon beim Psychoanalytiker sind: Warum sitzt Ihrer in Mexiko und nicht in Paris?

Villazón: Weil er derjenige ist, bei dem ich meine Analyse angefangen habe. Ich wollte nicht wieder von vorn anfangen, die Dummheiten meiner Kindheit zu erzählen, alle meine Traumata, um Gottes willen. Das funktioniert sehr gut am Telefon.

ZEIT: Wie alt waren Sie, als Sie angefangen haben?

Villazón: 23 Jahre.

ZEIT: So jung?

Villazón: Meine Frau hat mich hingeschickt, ich weiß nicht, warum. (Er fällt fast vom Stuhl vor Lachen) Was sie wohl in mir drin gesehen haben mag?

ZEIT: In der Tat, waren Sie nicht erstaunt über diesen Vorschlag?

Villazón: Meine Frau sagte: »Ich glaube, dass in dir ein großes Potenzial steckt, aber du stellst dir selbst ein Bein. Um das Beste aus dir herauszuholen, solltest du das tun.« Ich sagte: »Nein!« Und bin einen Monat später doch hingegangen. Zu Alejandro Radchik – mehr als seinen Namen weiß ich über ihn nicht, wie es sich für einen freudianischen Analytiker gehört. Ich hoffe nur, dass wir eines Tages zu einem Ende kommen.

ZEIT: Wenn sogar Woody Allen zu einem Ende gekommen ist, sollten Sie das auch schaffen.

Villazón: Und das Ergebnis war, dass er seine Adoptivtochter geheiratet hat, ohne Gewissensbisse zu haben! Wissen Sie, man sagt: Wenn eine Eidechse zum Analytiker geht, dann kommt sie nicht als Krokodil raus, sondern als analysierte Eidechse!

ZEIT: Aber warum versucht man, in teuren Sitzungen seinen inneren Konflikt loszuwerden, wenn dieser doch im Grunde die treibende Kraft eines jeden Künstlers ist?

Villazón: Wenn man seine inneren Ungeheuer kennt, kann man besser mit ihnen umgehen.

ZEIT: Sie haben gesagt, dass Sie sich mit Don Carlos, Hoffmann und Rodolfo in einer großen Gruppentherapie befinden.

Villazón: Ja, Don Carlos hat sein Problem, Offenbachs Hoffmann hat ein anderes, ich habe auch ein anderes Problem, und manchmal finden wir Gemeinsamkeiten.

ZEIT: Und was spricht aus psychoanalytischer Sicht gegen Pinkerton aus Madame Butterfly? Den wollten Sie nicht singen.

Villazón: Ich mag die Bösen, aber Pinkerton ist dumm, naiv, er läuft durch sein Leben wie ein Elefant durch den Porzellanladen. Aber es ist nicht so, dass ich Rollen aus dem Grunde ablehnen würde, weil mir die Figur unsympathisch ist. Ich mag Rigoletto zum Beispiel überhaupt nicht. Dennoch gefällt es mir, ihm mein Leben, meinen Körper zu leihen. Oder Rodolfo. Das ist ein Antiheld. Ein junger Mann, der Angst vor dem Tod Mimis hat. Seine Verzweiflung, seine Jugend, ich mag das, ich mache Oper nicht nur aus narzisstischen Gründen.

ZEIT: Warum sonst?

Villazón: Um meine Seele zum Ausdruck zu bringen. Die Oper spricht die Sprache des Unterbewusstseins, die Geschichte an sich ist nicht so wichtig – zwei verlieben sich, sie zanken sich, sie kommt zurück, er stirbt, Ende. Diese ganze Übertreibung – warum das alles? Weil sie mit dem Unbewussten zu tun hat. Und natürlich ist der Grat sehr schmal – wo die Bewegtheit aufhört und die Lächerlichkeit beginnt. Wenn wir proben, machen wir sehr viele Witze. Auch um dem Pathos zu entgehen.

ZEIT: Bis wann sind Sie jetzt ausgebucht?

Villazón: Bis zum Jahr 2012. Das ist verrückt. Und klaustrophobisch. Fünf Jahre im Voraus zu entscheiden, wo ich auftreten möchte. Als ich im Jahr 2001 meine Konzerte geplant habe, hatte ich noch keine Kinder, mein Leben war völlig anders. Heute sind da meine beiden Söhne, und der einzige Satz, mit dem ich einst gewürdigt werden möchte, ist der: »Mein Vater war ein toller Typ.« Auch wenn ich mich über Komplimente freue – der große Tenor, der nicht so große Tenor, das Traumpaar: Ich möchte vor allem ein guter Vater sein. Meinen Kindern Sicherheit für das Leben geben. Und ihre Freiheit respektieren.

ZEIT: Aber Unsterblichkeit ist auch nicht schlecht.

Villazón: Man darf es nicht leugnen: Jeder möchte gerne unsterblich sein. Ich auch.

Das Gespräch führte Petra Reski

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Leser-Kommentare

    • 27.03.2008 um 18:44 Uhr
    • rabin

    Ich las kürzlich eine nette Kritik über den Auftritt von Barenboim und Villazon in Berlin und habe diese unter dem Titel; Der kleine Nick im Konzert, hier eingestellt ( ich kann keine Links setzen, sonst wäre jetzt hier einer).

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  • Von Petra Reski
  • Datum 10.3.2008 - 09:44 Uhr
  • Quelle DIE ZEIT, 06.03.2008 Nr. 11
  • Kommentare 1
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