Pisa-Studie Der Provokateur
Andreas Schleicher, auch »Mister Pisa« genannt, ist ein ebenso einflussreicher wie umstrittener Bildungsforscher. Jetzt hat er ein Hochschul-Pisa angekündigt
Das wird ein ganz großes Ding, kein Zweifel, da ist er sich sicher. »Unsere Studie wird das Bild, das die Universitäten von sich haben, grundlegend verändern«, sagt Andreas Schleicher und hebt den Zeigefinger. »Einige, die sich jetzt noch für die absolute Spitze halten, werden sich umgucken, das verspreche ich Ihnen.«
Der Mann, von dem seine Kritiker sagen, er kenne keine Bescheidenheit, will andere wieder einmal Demut lehren. Andreas Schleicher ist der Forscher, den sie in Deutschland »Mister Pisa« nennen. Er sei vor 13 Jahren auf die Idee mit der internationalen Schulstudie gekommen. Sagt er. Seine Kritiker sagen, er sei einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen und habe die Konzepte anderer ausgeführt. Wie auch immer es gewesen sein mag: Schleicher, Abteilungsleiter für Indikatoren und Analysen im Pariser Direktorat der OECD für Bildung (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), ist eine der einflussreichsten und zugleich eine der schillerndsten Figuren der internationalen Bildungspolitik – seit die Ergebnisse der Pisa-Studie nicht nur in Deutschland Bildungsreformen angestoßen haben, wie sie das Land seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat. Genervte Politiker werfen ihm vor, er wolle sich zum Retter der deutschen Schule hochstilisieren. Er selbst formuliert es so: »Vor Pisa hat keiner über die Schulen geredet. Mit Pisa haben wir sie aus dem Abseits geholt.«
»Einige Elitehochschulen zittern schon«
Jetzt hat Schleichers Abteilung erneut Schlagzeilen gemacht, als sie ein Hochschul-Pisa ankündigte. Von etwa 2011 an sollen Studenten aus aller Welt auf ihre Fertigkeiten überprüft werden. Anders als beim Schul-Pisa gehe es jedoch nicht darum, die nationale Performance zu vergleichen, sondern die Leistungen einzelner Universitäten, sagt Schleicher. »Wie gut schaffen es die Hochschulen, ihren Studenten Wissen zu vermitteln und sie auf die Welt da draußen vorzubereiten?« Da ist es wieder, dieses genüssliche Grinsen: »Ich sage Ihnen, einige der sogenannten Elitehochschulen zittern schon.« Für ein bisschen Aufregung ist der gebürtige Hamburger immer gut.
Zuletzt allerdings hätte ihn diese Aufregung um ein Haar den Job gekostet. Anfang Dezember war das: Schleicher kommentierte das Abschneiden Deutschlands bei der jüngsten Pisa-Runde, obwohl die Zahlen offiziell noch nicht veröffentlicht waren. Eine spanische Zeitung hatte zuvor trotz hoher Vertragsstrafen das Staaten-Ranking in den Naturwissenschaften vor dem Stichtag abgedruckt. Deutschland, so die Sensationsmeldung, hatte sich in den Naturwissenschaften fünf Plätze nach oben gearbeitet und lag mit 516 Punkten signifikant über dem Durchschnitt. Doch Schleicher befand, die deutschen Schüler hätten sich keineswegs verbessert, das diesjährige Testverfahren habe nur bestimmte deutsche Stärken begünstigt.
Schulminister forderten seinen Rücktritt
Der Aufschrei in Deutschland war gewaltig: Der OECD-Koordinator habe das vereinbarte Embargo gebrochen – ganz offenbar, weil ihm aus ideologischen Gründen die guten Ergebnisse nicht in den Kram passten und er sie schleunigst habe umdeuten müssen, bevor noch jemand auf die Idee komme, an Deutschlands Schulen gehe es aufwärts. Die Bild- Zeitung warf Schleicher gar mangelnden Patriotismus vor. Hessens damalige Schulministerin Karin Wolff forderte im Namen der CDU-regierten Bundesländer, die OECD müsse ihn umgehend von seinen Aufgaben entbinden.
Im Grunde war die Entlassungsforderung der Höhepunkt in einem seit Jahren schwelenden Streit. Schon nach den Pisa-Studien von 2000 und 2003 hatte Schleicher den Beschuss konservativer Bildungspolitiker auf sich gezogen, als er das dreigliedrige Schulsystem als Grund für das schlechte Abschneiden Deutschlands proklamierte – und dann 2004 erneut, als er vor Veröffentlichung des jährlichen OECD-Bildungsberichtes die Kultusministerkonferenz für die Lähmung der Bildungspolitik in Deutschland verantwortlich gemacht hatte.
Entsprechend beleidigt reagierten die CDU-Politiker nun, als Schleicher ihnen die vermeintlichen Früchte ihrer Reformen absprach – und ihnen die Ergebnisse madig machte. Schleichers Arroganz sei unerträglich, schimpften sie, oft nicht einmal mehr hinter vorgehaltener Hand: Er sei Wissenschaftler, bezahlt von einer internationalen Regierungsorganisation und damit zum Teil auch von Deutschland, seine Aufgabe sei es, Daten zu liefern, Analysen bestenfalls, aber nicht, sich in die Politik einzumischen. »Der Mann muss weg!«
Doch Andreas Schleicher ist immer noch da. Er sitzt entspannt an seinem Schreibtisch, 22 Stockwerke über Paris, verschränkt schmunzelnd die Arme hinter dem Kopf und sagt: »Ach, wissen Sie, diese nationalen Aufgeregtheiten, die interessieren mich gar nicht. Ich mache einfach meine Arbeit. Nach streng wissenschaftlichen Kriterien, versteht sich.« Und tatsächlich: Hier oben im Büroturm der OECD, im Rücken der Blick über die Dächer der Stadt bis hin zum napoleonischen Triumphbogen, fehlt nicht viel, und man würde ihm die Rolle des überparteilichen, über den Dingen schwebenden Bildungsforschers abnehmen, der von sich sagt, sein Verhalten sei rein wissenschaftlich motiviert und kein bisschen politisch. »Es gibt Bildungssysteme, die bringen die Schüler zu besseren Leistungen, ohne ein einziges Kind auszusondern. Das ist doch erstaunlich. Und darauf muss ich doch hinweisen dürfen.«
»Erstaunlich« ist ein Lieblingswort von Andreas Schleicher. Er findet es auch erstaunlich, dass er mit solchen Sätzen deutsche Kultusminister zur Weißglut treibt – und tut so, als sei es ihm egal, denn ein Wissenschaftler sei schließlich allein der Wahrheit verpflichtet. »Wir halten dem Bildungssystem den Spiegel vor«, sagt er. »Den Politikern gefällt nicht, was sie sehen. Anstatt die Probleme anzugehen, dreschen sie lieber auf uns ein.« Wobei der Plural nicht ganz richtig ist. Eigentlich dreschen alle nur auf einen ein: Schleicher. Auch die meisten deutschen Bildungsforscher verdrehen die Augen, sobald sein Name fällt.
Schleichers Schnurrbart ist ergraut, seine Haare werden weiß, dazu trägt er fast immer dunkle Anzüge: Er sieht älter aus als 44. Allerdings nur so lange, bis er den Mund aufmacht und begeistert von seinem Terminplan erzählt: Vergangene Woche hat er sich mit dem mexikanischen Präsidenten getroffen, nächste Woche spricht er im amerikanischen Senat. »Sie sehen: Überall auf der Welt suchen die Politiker meinen Rat, nur in Deutschland überziehen sie mich mit persönlichen Angriffen.« Für Schleicher ist es wie mit der Sache von dem Propheten, der im eigenen Land nichts wert ist. Und auch wenn er sich große Mühe gibt, hier oben über Paris seine Gleichgültigkeit zu demonstrieren: Ihn, der von sich selbst sagt, er bekomme manchmal 600 E-Mails am Tag, kratzt diese Missachtung aus der Heimat sehr. »Das ist schon … erstaunlich«, sagt Schleicher, der auch nach 15 Jahren im Ausland seinen hanseatischen Tonfall nicht abgelegt hat, und klingt plötzlich gar nicht mehr so von sich überzeugt.
Womöglich sind es weder seine vermeintliche Arroganz noch sein wissenschaftlicher Ehrgeiz, die ihn antreiben. Vielleicht will er deutsche Schulen besser machen, um Schülern von morgen die Erfahrungen zu ersparen, die er selbst machen musste. Schleichers Grundschullehrer verweigerte ihm die Empfehlung fürs Gymnasium, er sei ungeeignet für einen höheren Schulabschluss. Hätte Schleicher nicht einen Professor für Erziehungswissenschaften zum Vater gehabt, der seinen Einfluss geltend machte, wäre er vielleicht in den Mühlen des dreigliedrigen Schulsystems stecken geblieben. So schaffte er es auf eine Waldorfschule, legte sein Abitur später mit 1,0 ab. Plötzlich klingt es ganz anders, wenn der OECD-Abteilungsleiter mehr als 30 Jahre später sagt: »Bei vielen Kindern lässt sich im Alter von zehn Jahren noch gar nicht das Potenzial abschätzen. Was für eine Verschwendung wäre es, wenn man sie dann schon aussonderte.«
Nach dem Abitur startete Schleicher erst richtig durch: Physikstudium, Begegnung mit seinem späteren Mentor, dem fast schon legendären britischen Bildungsforscher Thomas Neville Postlethwaite, Mathe-Aufbaustudium in Australien, sein erster Job an einem Institut für Bildungsforschung in den Niederlanden. Dann schon die OECD. Es ist womöglich seine größte Genugtuung: Der Mann, der fast nicht Abitur gemacht hätte, von dem seine Kritiker sagen, er solle endlich seinen Posten räumen, ist mittlerweile länger bei der OECD als fast alle seine Kollegen.
Manchmal, wenn er zur Abwechslung nicht das Gefühl hat, sich verteidigen zu müssen, wird Schleicher nachdenklich. Dann sagt er: »13 Jahre sind eine lange Zeit. Vielleicht sollte ich tatsächlich bald etwas anderes machen.« Und plötzlich, für einen kurzen Augenblick, ist er sich mit seinen Kritikern einig.
- Datum 27.03.2008 - 03:51 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 20.03.2008 Nr. 13
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Bei allen Verdiensten, die Schule wieder in den Fokus politischer Debatten geführt zu haben, hege ich doch den Verdacht, dass da jemand seine eigene Fehde gegen das Schulsystem ausficht, das ihn beinahe benachteiligt hätte. Aber hätte es das? In Deutschland kann man auch mit Hauptschulabschluss zum Studium gelangen. Das galt vor 20-30 Jahren vielleicht noch mehr als heute. Ist halt nur blöd, dass vielen das gar nicht bekannt ist. Herrn Schleicher auch nicht, scheint's.
Prinzipiell denke ich da auch wie sie, aber in der Sache hat er recht. Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass es selbst schwer ist die Eignung für ein Studium auf Basis des Abis einzuschätzen. Und jüngere Statistiken, was die Chancengleicheit angeht, hat er jedes Recht Deutschland ein wenig zu "motivieren". Es ist ja auch durchaus positiv, dass seit Pisa ein wenig Bewegung in die deutsche Bildungspolitik kommt...
Sehr geehrte Damen und Herren,gerade das Schicksal von Mister Pisa und der Affront gegen ihn zeigen mir, dass Deutschalnd im Begriff ist eines seiner wichtigsten Vorteile im Wettbewerb um Fortschritt einzubüßen:
Kritikfähigkeit! Die Fähigkeit zur sachlichen, emotionslosen Analyse eines Problemfalls um daraus geeignete Maßnahmen ableiten zu können. Es ist diese Fähigkeit die Deutschland auch groß gemacht hat um die die Deutschen in der Welt bewundert werden. Deutschland besaß die Fähigkeit mehr oder weniger frei von Ideologien ohne Verblendungen auszahleichen Möglichkeiten den richtigen Weg zu beschreiten, der letzendlich zum Erfolg führte. Wir lassen uns bei unseren Selbstanalysen nicht wie bei den Amerikanern oder Orientalen uns durch euophorische, patrioische oder sonstige die Realität verzerrende Gefühle verblenden. Umso mehr erschreckt es mich, dass wir in Deutschland in letzter Zeit diese Tugenden vergessen haben. Dass die Menschen in Deutschland emotionaler geworden sind und dadurch Tugenden wie Selbstkritik, Faktenwissen, der Wille hart an sich zu arbeiten in Vergessenheit geraten. Mit Bedauern muss ich feststellen, dass wir uns tendenziell in Richtung türkische Verhältnisse entwickeln ohne aber vom Patriotimus wie im Falle der USA im positivem Sinne profitieren zu können.
Es darf nicht interessieren, ob Herr Schleicher hier einen persönlich motivierten Feldzug gegen das deutsche Bildungssystem führt. Es darf nicht interessieren, ob Herr Schleicher in seiner Äußerung einen arroganten Tonfall an den Tag legt und sich deutsche Politker in Ihrer "Ehre" verletzt fühlen. Das einzige was interessieren sollte sind die Fakten. Und die sprechen ganz klar gegen das 3 gliedrige Bildungssystem. Zahlreiche Studien belegen, dass unser System nicht wettbewerbsfähig ist. Viele Bildungsexperten teilen diese Meinung. Ich erinnere an den Besuch des UNO-Schulinspektors Vernor Muñoz im Jahr 2006, der das deutsche Bildungsgsystem kritisiert hat. In Deutschland korrelieren Bildungserfolg und soziale Herkunft stärker als in jeder anderen Industrienation. Auch Herr Schleicher kann durch seine PISA-Studien diesen Zusammenhang belegen. In keinem anderen Industrieland ist die Chancenungleichheit zwischen Arbeiter- und Migrantenkindern und Akademikerkindern größer als hier. Migranten in anderen Industrienationen erreichen in kürzester Zeit die gleichen Bildungserfolge wie die Einheimischen. Während in Deutschland ca. 40% der Urdeutschen Abitur machen, sind es bei den Türkischstämmigen ca. 14%, bei den Russischstämmigen ca. 17%, bei den Italienern ca. 14%, bei den Griechen ca. 16%. Statt das sich unsere Politiker mit diesen Fakten auseinandersetzen, ist es beschämend wie sie Herrn Munoz oder Herrn Schleicher in Ihrer Kritik angreifen und versuchen diese mundtot zu machen. Dies ist nicht die Art von Auseinandersetzung die ich gelernt habe, dies ist nicht die Art der "Diskussionskultur" die Deutschland zum Wohlstandsstaat gemacht hat. Es ist die Kultur sich den Fakten zu stellen und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse als Gegenargument aufzuführen. Auf diesen Pfad der Tugend gilt es wieder zurück zu finden.
Ich wünsche allen Lesern frohe Ostertage
mit freundlichen Grüßen
Murat Yilmaz
Nach allem was ich so an Absolventen englischer, französischer und amerikanischer Eliteschmieden gesehen habe, brauchen sich die Deutschen nicht zu verstecken. Zwischen einem deutschen Diplom/Master und einem äquivalenten Abschluss aus Harvard, Oxford & Co. liegen teilweise Welten. Und zwar ausnahmsweise zu Gunsten der Deutschen. Es muss schon einen Grund haben, warum deutsche Absolventen international mit Kusshand als Doktoranden genommen werden. Ich muss einschränkend hinzufügen, dass ich nur für die Naturwissenschaften sprechen kann.Mich würde persönlich mal interessieren, woher Herr Schleicher allerdings die Qualifikation bezieht, bewerten zu können, wer zu einem guten Wissenschaftler ausgebildet wurde. Soetwas kann ich nicht mit einem Multiple-Choice-Quiz prüfen. Wenn das so einfach wäre müssten wir keine Interviews mehr führen.GrüßeTrenchPS.: Wer in Physik&Co. promovieren möchte sollte ruhig mal über die Grenze schauen. Es ist im Ausland ohne weiteres möglich während der Promotion das doppelte Gehalt (netto!) zu beziehen.
Von welcher Erfahrung sprechen Sie denn da? Ich habe gegenteilige Erfahrungen gemacht. Die besten Absolventen deutscher Universitaeten erreichen noch nicht einmal das Mittelmass im Vergleich zu den Top-Absolventen anderer Laender, z.B. USA, Indien, China. Meine Erfahrungen sind insbesondere in den Faechern Mathematik und Physik. Hier kann ich das mit Sicherheit sagen. Von der "Kusshand" kann keine Rede sein.
sind wir einfach etwas blöder...Nein, im Ernst. Das glaube ich aber nun auch wieder nicht. Sollte es wirklich stimmen, dass unsere Top-Absolventen nur Mittelmaß sind zu amerikanischen etc., dann aber gute Nacht. Dann muss ja hier fundamental etwas falsch laufen. Was können die denn alles, was unsrere Spitzen-Absolventen nicht beherrschen. Sie kennen sich ja so gut aus. Würde mich wirklich interessieren.
Gute Absolventen aus China und Indien muss man doch mit der Lupe suchen!Die haben zwar das Buch auswendig gelernt aber da hört es dann in der Regel auf. Eine andere (und auch die eigene) Forschungsarbeit kritisch hinterfragen, im Labor selbstständig arbeiten und Experimente entwerfen, dass macht einen guten Wissenschaftler aus. Solange er weiss, wo er die wichtigen Dinge nachschlagen kann und das Prinzip verstanden hat ist es völlig ausreichend. Niemand muss jeden Stoffwechselweg auswendig kennen, dass hilft beim Tagesgeschäft relativ wenig.Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass sie einen 21jährigen Bachelor aus Oxford lieber für eine Doktorstelle nehmen, als einen 25jährigen Chemieingenieur aus, sagen wir mal, München der im Laufe seines Studiums schon mehrere Forschungspraktika absolviert hat, in denen er selbstständig in einer Forschungsgruppe mitarbeiten musste und nicht nur im Saalpraktikum nach Anleitung irgend ein paar Miniversuche machen durfte!GrüßeTrench
Mir mißfällt der tendenziöse Ton, mit dem der Autor gegen Herrn Schleicher wettert. Anhand einer pseudo-entwicklungspsychologischen Analogie zwischen Werdegang und späteren Aussagen des Bildungsforschers werden allgemeingültige Forschungsergebnisse ihrer Allgemeingültigkeit beraubt und einer individuellen Biografie zugerechnet. Zudem versucht Herr Wiarda den Eindruck zu erwecken, als wimmele es in Deutschland nur so von Kritikern des "umstrittenen" Bildungsforschers. Benennen kann er freilich lediglich die Bild-Zeitung, Karin Wolff und "CDU-Politiker". Aber mit diesen "Kritikern" sieht er den Forscher darin einig "Der Mann muss weg!"...Schade das. Dabei hätte die längst fällige mediale Porträtierung eines verdienstvollen Forschers in diesem Falle auch dazu dienen können auf einen tatsächlichen Mißstand hinzuweisen:Die Tatsache, dass die "Reformer" und "Reformen" einen großen Bogen machen, um die durch Bildungsforscher einstimmig benannte Problematik der intergenerationellen Verstetigung sozialer Ungleichheiten durch die frühe Selektion und maßgeblich von der sozialen Herkunft beeinflußte Aufteilung von Schülern auf das dreigliedrige Schulsystem.Danke der Aufmerksamkeit !
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