Schweiz Hochdeutsch im Hörsaal
An den Schweizer Universitäten wächst die Angst vor einer »Germanisierung« des Lehrbetriebs. Kein Wunder, rührt die Debatte darüber doch an einer Grundangst der Eidgenossen.
Stefan Fischer fühlt sich bedrängt. Sobald er auf die Straße geht, begegnen ihm dicke Autos mit deutschen Nummernschildern und schlechten Fahrern am Steuer. »In letzter Zeit bin ich ein paar Mal fast angefahren worden«, sagt der Politologiestudent. »Immer von Deutschen. Die fahren viel aggressiver als unsere Leute.«
Jetzt könnte man sagen: Jedem seinen Verfolgungswahn. Nur ist Fischer Präsident des Studentenrates an der Universität Zürich und Auslöser einer Debatte, die in der Schweiz die Gemüter erregt: In einem Zeitungsinterview hat er die »Germanisierung« der Hochschulen im Alpenstaat kritisiert, nachdem seine Universität an einem einzigen Tag acht Professuren neu besetzt hatte – ausschließlich mit Deutschen.
Und damit nicht genug: Die Neuberufenen, so Fischer, brächten häufig ihr gesamtes Team aus Deutschland mit und zwängen ihre Studenten, Hochdeutsch zu sprechen, weil sie den Schweizer Dialekt nicht verstünden und auch keinerlei Mühe zeigten, sich zu integrieren.
Plötzlich war ausgesprochen, was unterschwellig schon seit Jahren bei vielen Eidgenossen Unbehagen auslöst: 2006 lehrten fast 1600 deutsche Professoren in der Schweiz, damit stammte fast jeder zweite ausländische Lehrstuhlinhaber aus dem großen Nachbarland im Norden.
An der Universität Zürich liegt der Anteil der Deutschen unter den Professoren seit Jahren bei rund 30 Prozent, in einigen Fächern weit darüber. An der Universität Luzern stellen die Deutschen in zwei von drei Fakultäten die Mehrheit, 65 Prozent der Bewerber für zwei jüngst neu geschaffene Lehrstühle waren deutscher Herkunft. Die Angst vor einem zunehmenden »Klumpenrisiko« macht sich unter den einheimischen Akademikern breit, die der übermächtigen Konkurrenz aus dem Norden ohnmächtig gegenüberstehen.
»Wir brauchen eine bessere Durchmischung«, sagt Stefan Fischer: hartes Vokabular, vorgetragen im gemütlichen Dialekt. Mit dem Interview hat er sich den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit eingehandelt.
»Ich finde diese Äußerungen extrem peinlich, unanständig und ungehörig«, schimpft der Züricher Universitätsrektor Hans Weder. »Wir sind sehr stolz auf unseren Internationalisierungsgrad!« Rudolf Heinimann, Prorektor der ETH Zürich, ergänzt: »Ob Deutsche, Amerikaner oder andere, der Zustrom der besten Talente ist ein entscheidender Faktor, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.«
Mittlerweile räumt Fischer Fehler bei der Wortwahl ein und bedauert die »populistische Rhetorik«. Doch er bleibt bei seiner These, es gebe zu viele Deutsche an Schweizer Unis, und spaltet so nicht nur die Uni-Öffentlichkeit. Um der drohenden Abwahl zuvorzukommen, hat er seinen vorzeitigen Rücktritt eingereicht.
Womöglich erfährt die zunehmende Präsenz der Deutschen so viel öffentliche Aufmerksamkeit, weil sie an einer Grundangst der Schweizer rührt: als kleines Land im Zeitalter der Globalisierung die eigene kulturelle Identität zu verlieren.
»Durch die Öffnung gegenüber der EU und die Einführung der Freizügigkeit wollen immer mehr Hochqualifizierte ins Land«, sagt Otfried Jarren, Publizistikprofessor in Zürich und selbst vor zehn Jahren aus Deutschland eingewandert. Früher seien vor allem wenig Gebildete gekommen, die Schweizer wirtschaftlichen und kulturellen Eliten hätten solche Wanderungsbewegungen kaum betroffen. »Doch jetzt spüren der Mittelstand und die Oberschicht die zunehmende Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt.«
An den Schweizer Universitäten wiederum, die noch immer als Wahrer der Kultur des Landes gelten, sind Ausstattung und Lehrbedingungen um Klassen besser als in Deutschland, was die Bewerberflut erklärt und die Furcht vor einer »schleichenden Germanisierung« weiter anfacht. Dass die Deutschen in den Berufungen so erfolgreich seien, liege an ihrer akademischen Qualität, betont Rektor Weder. »Wir wollen die schlausten Köpfe haben, und in einem Land, das zehnmal so viele Einwohner hat wie wir, gibt es naturgemäß mehr davon.«
Zudem hat die Schweiz, bequem geworden durch den Zustrom in den vergangenen Jahren, den eigenen akademischen Nachwuchs vernachlässigt, sodass es mittlerweile nicht nur weniger Schweizer Bewerber um Professorenstellen gibt, sondern sie auch im Schnitt schlechter qualifiziert sind als ihre deutschen Altersgenossen.
»Wir haben unsere Nachwuchsförderung verbessert«, verspricht Hans Weder und nennt Beispiele: eine Erhöhung der Betreuungsintensität für Doktoranden, mehr Zeit für selbstständige Forschung, stärkere Leistungskontrollen. Eine Mindestquote für Schweizer Professoren lehnt Weder ab. Die Bildungsministerin des Kantons Zürich, Regine Aeppli, denkt indes über Richtlinien für den Nachzug ganzer Mitarbeiterstäbe aus Deutschland nach. »Der Mittelbau ist der Nachwuchs. Dieser muss auch lokal gefördert werden.«
Indes machen immer mehr Deutsche Karriere an Schweizer Hochschulen. Otfried Jarren zum Beispiel ist seit Kurzem Prorektor in Zürich. Im Alltag sei das Miteinander tatsächlich schwieriger geworden, räumt er dennoch ein. »Die Leute hören sofort, dass man Deutscher ist, und die Vorurteile sind da. Ganz dazu gehört man nie.«
Zumal die Vorwürfe, die Deutschen wollten sich nicht anpassen, durchaus nicht nur aus der Luft gegriffen seien: »Manche meiner deutschen Kollegen tun so, als sei die Schweiz ein Annex von Deutschland. Diese Leute haben keinen Respekt vor den kulturellen Unterschieden, kein Gefühl für die Umgangsformen der Schweizer, ihre ruhige, Konflikte vermeidende Art.« Regine Aeppli sagt: »Die Schweiz ist nicht einfach ein kleines Deutschland mit einer Sprache, die wie eine Halskrankheit tönt.«
- Datum 25.03.2008 - 11:38 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 20.03.2008 Nr. 13
- Kommentare 13
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Im grunde gibt es gegen die Angst sprachlich "germanisiert" zu werden ein recht einfaches Mittel: Man fordert die Institute dazu auf, dass die Kommunikation innerhalb der Arbeitsgruppen auf Englisch geschehen möge. Universitäten haben ja ohnehin einen Anspruch, international ausgerichtet zu sein, und da ist Englisch für alle Beteiligten doch der "Königsweg".Zudem könnte das auch ein probates Kriterium sein, um jene Professoren heraus zu filtern, die ihren eigenen "internationalen Anspruch" auf den deutsch-sprachigen Raum reduzieren ..F. Mayer
Genau dies führt dazu, das in einer Runde von Wissenschaftlern, die alle Deutsch sprechen absurde Sprachattitüden verwendet werden. Eine der offiziellen Landessprachen der Schweiz ist "Deutsch", und nicht Dialekt oder Schwiizertütsch.
Das eigentliche Problem liegt aber nicht an den Schweizern, sondern an der katastrophalen finanziellen Ausstattung in Deutschland.
Genau dies führt dazu, das in einer Runde von Wissenschaftlern, die alle Deutsch sprechen absurde Sprachattitüden verwendet werden. Eine der offiziellen Landessprachen der Schweiz ist "Deutsch", und nicht Dialekt oder Schwiizertütsch.
Das eigentliche Problem liegt aber nicht an den Schweizern, sondern an der katastrophalen finanziellen Ausstattung in Deutschland.
Das Schweizer Problem mit den Fremden im Allgemeinen und den Auslaendern im Speziellen speigelt lediglich in zugespitzter Form die Probleme mit der modernen, offenen, performanceorientierten Gesellschaft wieder. Diese gelten in gleicher Weise auch fuer andere westeuropaeische Staaten. Doch die Schweizer sind wahrscheinlich gerade durch ihren calvinistisch gepraegten Perfektionismus, der abverlangt, alles immer noch ein wenig richtiger zu machen als alle anderen, genau in die Falle getappt. Es waren schliesslich die Schweizer, die bereits lange vor den westdeutschen Gedankenspielen um den Import von Massenarbeitskraeften in der Tuerkei mit der Rekrutierung von italienischen Hilfsarbeitern fuer den Aufbau der modernen industrialisierten Infrastruktur anfingen, in der ersten Haelfte des 20. Jahrhunderts. Soll heissen, der Import von auslaendischen Arbeitskraeften zur Unterstuetzung der einheimischen Wirtschaftsmaschinerie hat gerade in der Schweiz eine besonders lange Tradition. Gleichzeitig hat man sich nirgendwo sonst seit jeher so schwer getan damit, den Neuangekommenen den gleichen buergerrechtlichen Status zuzugestehen. Die Symptome sind vielfaeltig. In keinem anderen europaeischen Land gibt es eine "Einwohnerkontrollbehoerde", werden Aufenthaltserlaubnisse so systematisch zur sozialen Klassifizierung gebraucht. Diese rigide Manier fuehrt natuerlich zu immer neuen sozialen Ausgrenzungsphaenomenen, die dann fuer rechtskonservative Trittbrettfahrer willkommene Munition liefern, Stichwort "Auslaenderkriminalitaet". Diese Platte wird ja auch in Deutschland immer wieder gerne mal aufgelegt, und waehrend der medialen Saure-Gurken-Zeit in immer wieder gleicher Manier als Sau durchs Dorf getrieben. Die Diskussion ueber die "Germanisierung" der Schweiz forlgt genau dem gleichen Muster. Im medizinischen Bereich wird diese Debatte immer wieder mit besonderer Haerte gefuehrt, da man sich natuerlich mit Leib und Leben lieber einem Einheimischen anvertraut als einem Zugereisten. Bespielsweise ging noch um die Jahreswende durch die franzoesischschweizer Presse, dass - oh Schreck!!! - 45% der Aerzte in schweizer psychiatrischen Spitaelern Auslaender seien, und wurde sich flugs um Qualitaetssicherung u.Aeh. geaengstigt. Gleichzeitig stehen die Bewerber fuer ein Medizinstudium in der Schweiz Schlange und werden rigide ausgesiebt, wodurch eine konstitutionnelle Unterversorgung mit Aerzten entsteht. Ist ja Alles so teuer. Doppelmoral. Ich kann doch nicht auf der einen Seite gekonnt neoliberal hergehen und ueberall die Kosten senken, wo es geht (insbesondere beim teuren Medizinstudium), dann konsequenterweise gut ausgebildetes Personal aus dem Ausland rekrutieren, im besten institutionnellen Kolonialismus, und mich dann vor Ueberfremdung aengstigen. Man muss sich halt entscheiden, was man will. Man muss ja nicht immer und ueberall als Musterschueler in der ersten Reihe sitzen. Nur scheint es in einer globalisierten Wirtschaftsordnung tatsaechlich illusionaer zu sein, dass man sich solche intragesellschaftlichen Widersprueche sich sehr lange leisten kann, wenn man vorne mitspielen will. Integration, Integration, Integration. Die Ignorierung des Integrationsroblems hat noch selten zu seiner Loesung gefuehrt, sondern nur zum Hochschwemmen rechter Abgrenzungsparolen und (leider auch) - praktiken. Siehe Schweizer Asylrecht. Es gibt eben auch hier eine ziemlich finstere Kehrseite der Medaille.
von 1978 bis 1990 habe ich in der Schweiz studiert, gearbeitet und gelebt. Zuerst auf dem sogenannten "Röstigraben" und dann in der alemannischen Schweiz.
Die Schweizer Qualitäten, wie auch Ängste sind bekannt. Die grundsätzliche Frage ist die Abwägung der Schweizer Identität, der gewählten Neutralität und der Integrierung in das Umfeld (europäisch und kosmopolitisch).
Der "grosse Kanton" (Deutschland) macht allein durch seine Grösse Eindruck, was bei den Schweizern dazu führen kann, periodisch auf Abstand zu gehen. Interessant ist zu bemerken, dass die Grenzkantone viel empfindlicher auf Ausländer reagieren als Kantone, die keine Aussengrenze haben. Das Beispiel Zürich und Luzern ist dafür beispielhaft; siehe deren Anwendung von Ausländerzulassung (Jahresaufenthalter...). Ein weiteres Beispiel ist der Unterschied der Erteilung des Permanentaufenthaltes: Franzosen erhalten den "permis C" nach 5 Jahren, Deutsche nach 10 Jahren. Der Film von Emil Steinberger (Luzern) mit dem Titel: "die Schweizermacher" gibt einen manchmal bitteren, manchmal humorvollen Einblick; sehr empfehlenswert !!
Englisch mit deutschem Akzent im Hoersaal: Hier in Grossbritannien kommen die Haelfte aller Bewerber fuer Professuren/Dozentenstellen aus Deutschland. Obwohl derzeit wohl nur etwa 10% aller Dozenten aus Deutschland kommen nimmt dieser Anteil daher stetig zu. Eine aehnliche Zunahme gibt es auch in den Niederlanden aber anders als aus der Schweiz habe ich noch nicht von Problemen dort gehoert...
Ich bin Bayer, ich kenn die Schweizer schon. Wir haben hier auch unseren eigenen Dialekt den ein reiner Hochdeutsch-Sprecher unmöglich verstehen kann egal wie er sich bemüht. Und allein die letzten 10 Jahre sind rund 1 Mio. Leute aus dem Norden nach Bayern zugezogen. Na und? Ich bin zwar auch Heimatstolz und meine bayrische Identität bedeutet mir viel aber das zeigt doch nur das es Bayern auch gut geht, wenn es so beliebt ist das soviele herkommen. Und ich kenn auch niemand hier der das ähnlich mißgünstig wie offensichtlich die Schweizer sehen. Ich denke der Unterschied zwischen gesundem Heimatstolz und Chauvinismus ist genau so ein Verhalten wie es die Schweizer an den Tag legen! Und viele der Preißn (so nennt man hier die nicht-Bayern) haben eben die Mentalität das in "Deutschland" natürlich alles schlecht und am Boden und überhaupt .. ist und die stimmen da dann wohl ein, das scheint mir ähnlich zu sein wie mit religiösen Konvertiten - das sind dann oft die fanatischsten Gläubigen. So wird es wohl mit Leuten sein die Auswandern und das neue Heimatland total verherrlichen und denken sie müssen jedem "deutschen Klischee" so agressiv entgegentreten das sie auch die eigene Identität verleugnen und die alte Heimat herabsetzen müssen.Ich find dieses ganze getue einfach nur arm. Als obs nichts wichtigeres im Leben gäb! Und wenn die Schweizer nicht genug qualifizierte Leute haben um diese Stellen an dieser Uni zu besetzen dann haben die Schweizer ein Problem mit ihrem Bildungssystem was sie auf Kosten anderer Länder ausgleichen indem sie von dort Akademiker "Importieren"!
was leider, und im speziellen hier von deutschen, nicht gesehen wird. ist der umstand dass ganz im speziellen deutsche sich sehr schlecht integrieren. (ja stimmt schon das wird in deutschland ganz anders diskutiert).wenn wie in einem beitrag weiter unten .. ein umzug von norddeutschland nach bayern, mit einem zuzug von deutschen in die schweiz gleichgesetzt wird, dann hat der user das problem nicht verstanden. aus schweizer sicht, und auch aus sicht anderer sehr kleiner europäischer länder, ist deutschland einfach ein risiger staat mit einer ebensogrossen menge an menschen, die über die kleinen staaten schwappen und nicht im traum daran denken die eigenheiten und befindlichkeiten ebenjener staaten zu respektieren. und dies beginnt ganz primär bei der sprache.der dezitierte und demonstrativ zur schau getragene unwillen die landessprache (sprich die lokale variante des deutschen) zu erlernen, ist das primäre zeichen dieser einstellung.als bürger eines dieser kleinen länder würde man die deutschen gerne bitten erst, bevor sie in so ein land ziehen, sich über die gegebenheiten vor ort zu informieren, etwas über die kultur zu lernen (die sich viel stärker von deutschland unterscheiden wird als es ein deutscher migrant/auswanderer erwarten würde) und ganz im speziellen eben über die befindlichkeiten der bevölkerung.schweizer und auch österreiucher genau wie andere kleine staaten ersuchen die deutschen hier einfach um respekt. respekt vor der eigenstaatlichkeit. respekt vor der eigenen sprech-kultur. respekt vor den kleinen eigenheiten ebenjener kleinstaaten.sympathie muss man sich erarbeiten. und gerade die deutschen zuwanderer arbeiten oft (nicht immer) nicht im geringsten an sich selbst. und erwarten fest dass jeder typische teutonismus bei schweizern oder auch österreichern kommentarlos bekannt ist und erwartet wird.darum nocheinmal. bitte erst das land kennenlernen. dann, wenn möglich, auf die gegebenheiten einstellen und vor allem respekt vor der landeskultur zeigen!mfg.
Ich verstehe die Schweizer, ein so kleines Land mit einer besonderen Mentalität muss sich sehr wohl auch um seine Identität und die Chancen seiner eigenen Bürger sorgen. Nein, eigentlich muss das jedes Land tun, nur wollen nach Deutschland halt kaum Hochqualifizierte in Masse einwandern, da es bessere Alternativen gibt. Laut OECD-Studie versucht Deutschland sein Glück mittlerweile als Niedriglohnland:http://www.jjahnke.net/rundbr29.html#oecdDaher nehmen unsere Leute Reißaus, da in der Schweiz VIEL besser gezahlt wird, eigentlich wird fast in ganz Westeuropa besser gezahlt, aber in der Schweiz halt am Besten. Wir haben dafür das konträre Problem mit niedrig qualifizierten Migranten und sicher kein Recht uns über die Schweizer aufzuregen, denn wir bekommen es offensichtlich auch nicht gebacken.Bei der Schweiz ist es zudem nicht nur die Angst vor Überfremdung, sondern zusätzlich noch die Angst vom großen angrenzenden Deutschland dominiert zu werden und irgendwann genau das zu sein, was sie nicht wollen: ein weiteres deutsches Bundesland. In der Tat nicht wünschenswert, möge uns die einzige europäische Demokratie noch lange als Leuchtturm erhalten bleiben!Das Gesülze vom angeblichen Globalisierungszwang mögen sich manche Kommentatoren doch bitte sparen. Man muss ja nicht jede alberne Propaganda nachplappern. Der Nationalstaat hat sich genausowenig überlebt wie die Demokratie in ihm.
Ja klar, schaffen wir die Nationalsprachen einfach gleich ganz ab, zusammen mit all den nationalen Eigenheiten und Traditionen und lassen uns anglifizieren.Das mag dir ja Spaß machen, ich muss beruflich schon sehr viel englisch sprechen und schreiben und ich hasse es. Ich brauche doppelt so lange dafür und es klingt am Ende doch nur wie bei einem 5-Jährigen Muttersprachler. Es ist auch überhaupt nicht einzusehen, warum ein Physiker sich zusätzlich noch mit dem Erlernen und Benutzen einen kompletten Fremdsprache rumplagen soll, was definitiv viel schwerer ist als einen Dialekt anzunehmen.Miese Idee.
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