Falter mit Superschweif

Kometenfalter heißt dieser Schmetterling aus Madagaskar. Seine bis zu 13 Zentimeter langen Hinterflügelfortsätze werden von keiner anderen Falterart an Länge übertroffen. Die prächtige Motte mit dem wissenschaftlichen Namen Argema mittrei flattert vorwiegend nachts durch die Lüfte. Sie gehört zur Familie der Pfauenspinner, aus der die weltweit größten Schmetterlinge stammen. Typisch für diesen Clan, der über tausend Arten umfasst, sind die vier Augenflecken, die paarig Vorder- und Hinterflügel zieren.

Das gezeigte Exemplar ist ein Männchen. Es unterscheidet sich von den Weibchen durch besonders lange Schweife und durch mächtige, buschige Antennen. Mit diesen durchsieben Faltermänner die Nachtluft nach Sexuallockstoffen, die ihre ortsfest wartenden Partnerinnen emittieren. Die Kometenfalter haben nur Sex im Sinn. Ihre Fress- und Verdauungsorgane sind verkümmert, sie zehren vom Fett, das sie sich als Raupen angefressen haben.

Die Aufnahme stammt von dem Naturfotografen Ingo Arndt. Sie ist seinem prächtigen Bildband »Nomaden des Windes« entnommen, der über den »Zug der Monarchfalter und andere Schmetterlingswunder« berichtet. Das Geo-Buch mit Texten von Claus-Peter Lieckfeld und Peter Huemer ist bei Frederking & - Thaler erschienen (München 2008 - 191 S., 39,90 ).

 
  • Quelle DIE ZEIT Nr.13 vom 19.03.2008, S.34
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  • Schlagworte Literatur | Madagaskar | MIT | Bildband | München
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