Tibet Die Zornigen und die Frommen

Georg Blume konnte als einer von wenigen Reportern nach Tibet reisen. Bericht aus Lhasa, der belagerten Stadt

Lhasa - Sirenen heulen. Der Fußboden des kleinen Restaurants beginnt zu wackeln. Die Gäste hören Motorenbrummen und das Geräusch klirrender Ketten. Sie springen von ihren Holzbänken auf, drängen ans Fenster, reißen den traditionellen tibetischen Türvorhang mit dem Glückszeichen auf. Die Gäste sind jung und alt, manche tragen den bunten lokalen Haarschmuck. Ihre Gesichter sind teils länglich und dunkelbraun, teils rund und hell wie die der Chinesen. Doch in diesem Augenblick liegt auf allen dasselbe Entsetzen. Besonders den Frauen ist der tiefe Schrecken anzumerken – als kämen jetzt die Chinesen, um ihre Kinder zu holen.

Draußen fahren die gepanzerten Wagen der chinesischen Militärpolizei auf – schwere, grün-braune Kettenfahrzeuge. In ihren Ausgucken stehen je sechs Militärpolizisten mit an die Schulter gedrückten Gewehren. Die silbernen Bajonette blinken in der Mittagssonne. Starren Blickes schauen sie zu den zahlreichen Passanten hinab. Es sind Tibeter und Chinesen, gleichmäßig gemischt. Die erregten tibetischen Lokalgäste erwidern erst die Blicke von den Panzerwagen, dann wenden sie sich wutschnaubend ab. Manche schimpfen, andere schweigen, während sie an ihre mit Blumen bemalten Holztische zurückkehren.

Sie sind die verschreckten Zuschauer, das terrorisierte Publikum dieser dramatischen Tage in Lhasa. Die Akteure sehen anders aus. Im Lokal hocken auch zwei junge Männer. Der eine trägt lange Haare und eine schwarze zugeknöpfte Lederjacke. Der andere hat eine Wollmütze tief ins Gesicht gezogen. Sie wirken fast wie westliche Jugendliche. Sie sind die Einzigen, die nicht aufspringen. Regungslos verharren sie auf ihren Bänken, wenden den Blick nicht von Suppenschüssel und Teeglas ab. Leute wie sie sind es, derentwegen die Welt jetzt auf Tibet schaut. Weder der Dalai Lama noch die Kommunistische Partei Chinas hatten sie auf der Rechnung. Am vergangenen Freitag haben sie in der tibetischen Hauptstadt Lhasa gewalttätige, zerstörerische Proteste veranstaltet. Wenige Tage zuvor hatten buddhistische Mönche die ersten Demonstrationen begonnen. Aber die zornigen jungen Männer verkörpern ein anderes, neues Tibet.

Von den chinesischen Läden ist nicht viel übrig geblieben

Auf ihre Proteste haben chinesische Regierungseinheiten mit dem mutmaßlich größten Massaker seit der Niederschlagung der Studentenrevolte auf dem Tiananmen-Platz in Peking vor 19 Jahren geantwortet. Als der Reporter damals durch das von regulären Truppen der Volksarmee besetzte Peking streifte, boten sich ihm die gleichen Bilder langer Militärkolonnen mit ihren Lastwagen voller junger Männer in Kriegsmontur. Damals, und dann nie wieder. Holt die Kommunisten jetzt ihre blutige Vergangenheit ein? Nach all den Jahren des Wirtschaftsglanzes ist das hässliche Schauspiel einer Regierung wieder da, die auf ihr eigenes Volk schießen lässt. Bis zu 80000 soziale Proteste jährlich meldete Peking zuletzt, wütende Bauerndemonstrationen, massive Arbeiterstreiks – doch fast immer gelang es Kadern und Polizisten, die Konflikte ohne Todesopfer und ohne Aufsehen zu entschärfen: eine der großen politischen Leistungen der KP in den vergangenen Jahren.

Auch in Lhasa liegen die letzten schweren Unruhen 20 Jahre zurück. Damals war die Hauptstadt der Autonomen Region Tibet, wie China seine Himalaya-Provinz nennt, noch ein kleines Bergstädtchen. Heute ist Lhasa fast eine Großstadt. Unter dem Potala-Palast mit seinen goldenen Dächern, dem ehemaligen Sitz des Dalai Lama, sind neue Geschäftsviertel entstanden, darunter die Oumi-Straße mit ihrer Unzahl von Läden, wo auch das kleine Lokal liegt. Doch nach der Revolte vom Freitag ist hier von den chinesischen Geschäften nicht viel übrig geblieben.

Das Viertel bietet ein Bild wüster Zerstörung. Eingerissene Metallrollläden, demolierte Ladentheken, zerbeulte Kühlschränke, verbrannte Autos und Fahrräder – alles findet sich in großen Haufen zwischen Steinen und Scherben mitten auf der Straße. Die Schrottberge rauchen noch. Es stinkt nach verbranntem Reifengummi. Ganze Hotellobbys sind verkohlt, Banken halb aufgebrochen, etliche Lebensmittel- und Handwerkerläden komplett zerstört und geplündert. An ihnen vorbei zieht die Panzerwagen-Patrouille im Zickzackkurs zwischen den Resten der Revolte. Ihre Ketten zermalmen das Gerümpel. »Sie beschützen uns«, sagen die Chinesen am Straßenrand. »Das macht uns keine Angst«, sagen die Tibeter. Sie stehen dicht nebeneinander.

Die jungen Soldaten auf den Ladeflächen der Militärlaster

Wenige Hundert Meter weiter bietet sich den Bürgern von Lhasa ein militärisches Spektakel ganz anderer Dimension. Auf der North Linkuo Road, der Ausfahrtstraße vom Potala zum Sera-Kloster, marschiert die Militärpolizei in voller Truppenstärke auf. Auf eine Gruppe von Panzerwagen an der Kolonnenspitze folgen annähernd zweihundert grüne Militärwagen mit offenen Ladeflächen. Auf ihnen stehen mit Maschinenpistolen bewaffnete Einheiten, 30 Mann pro Wagen, insgesamt etwa 6000 Mann, meist blutjunge Kerle. Sie tragen grüne Militäranzüge, Helme und ein rotes Band am Oberarm. Von den Dächern der Fahrerhäuser zielen zwei mit Ständern gestützte Schnellfeuergewehre in die schaulustige Menge auf den Bürgersteigen. In der Kolonne befinden sich auch Rote-Kreuz-Fahrzeuge und gepanzerte Lastwagen. Und wieder erinnert man sich an den Juni 1989.

Zhang Lizhong vom Amt für auswärtige Angelegenheiten der Autonomen Region Tibet will vom Vergleich mit dem Tiananmen-Massaker nichts wissen. Die Unruhen vom Freitag hätten nach dem Stand der Ermittlungen vom Montag 13 zivile Todesopfer gefordert – keine Opfer der Polizei, sondern von Verbrennungen, Steinwürfen und Schlägen, »Opfer des Mobs«, wie Zhang sagt. Völlig abwegig sind seine Behauptungen nicht. Die enormen materiellen Schäden in der Stadt zeugen von erheblicher Gewalt der Demonstranten.

Die tibetische Exilregierung in Indien spricht von viel mehr Opfern unter den Protestierenden, von hundert Toten durch das brutale Vorgehen der chinesischen Sicherheitskräfte. Plausibel erscheint auch das, angesichts des Aufgebots Tausender schwer bewaffneter Polizisten. Die tibetische Nichtregierungsorganisation Zentrum für Menschenrechte und Demokratie in Indien zählt bisher 55 Todesopfer. Viele in Lhasa sind vom Massaker der Militärpolizei überzeugt. »Es ist schrecklich. Hier haben sie so viele von uns getötet«, ruft eine alte Tibeterin in dunkelrot-blauer Tracht. Sie steht in einer engen Gasse in der Nähe des Jokhang-Tempels, dessen Mönche die Revolte anzettelten. Angesprochen, verschwindet sie schnell um die nächste Hausecke.

Wer wird die Wahrheit über das Ausmaß der Repression nachweisen? Jedenfalls nicht die Medien, weder die staatlich zensierten in China noch die freien westlichen. Vergangenen Samstag gab es für westliche Journalisten keine wesentlichen Hürden, nach Lhasa zu reisen – außer einer bürokratischen Reiseerlaubnis, die in der Regel nur am Hotelempfang kontrolliert wird. Dem Reporter stellten sich also keine Hindernisse in den Weg, bis ihn die chinesische Ausländerpolizei am Montag höflich zur Rückkehr nach Peking aufforderte. Aber für die Opferzahlen, die Regime und Protestbewegung nennen, sind einstweilen keine Belege zu bekommen.

Hier das Tibet der zornigen jungen Männer – dort das Tibet der Mönche, das es auch noch gibt und das bei den Protesten seine eigene Rolle gespielt hat. Der Jokhang-Tempel und die Klöster Drepung, Sera und Ganden außerhalb Lhasas sind seit Beginn der Proteste durch die Militärpolizei von der Außenwelt abgeschnitten. Vor der Polizeisperre zum Drepung-Kloster, das seit Jahrhunderten an einem Berghang in malerischer Höhe thront, bitten zwei Mönche um Einlass. Za Ye, 44, und Dang Zhi, 33, sind mit der neuen Eisenbahn aus der Nachbarprovinz Qinghai gekommen, um ihre Glaubensbrüder zu unterstützen. Doch sie werden abgewiesen. Im Grunde haben sie auch nichts anderes erwartet und lassen sich stattdessen zum muslimischen Schafseintopf einladen. Tibetische Mönche essen gerne Fleisch, wenn sie ihre Klöster einmal verlassen. Za und Dang sind stolze Männer. »Dieser Aufstand«, sagen sie, »ist ein historisches Ereignis. Mönche haben den Protest initiiert und organisiert. Das ist unsere Rolle.« Die Demonstrationen, bemerken sie, hätten mit den bevorstehenden Olympischen Spielen zu tun. Doch sie haben keine Kontakte zum Ausland, zur Exilregierung des Dalai Lama im indischen Dharamsala oder zu internationalen Aktivistengruppen, die auf das Schicksal Tibets aufmerksam machen wollen. In ihrem Kloster in Qinghai sei noch nie ein ausländischer Besucher gewesen.

Doch die Mönche des Drepung- und des Sera-Klosters, die vergangene Woche als Erste friedlich demonstrierten, dürften ihre Klöster kaum ohne Absprache mit der Exilregierung verlassen haben. Die KP weiß genau, dass die Untergrundkontakte zum Dalai Lama fortbestehen. Auch die unmissverständlichen Forderungen der Mönche deuteten darauf hin: Unabhängigkeit Tibets und Rückkehr des Dalai Lama, riefen sie, 150 Tage vor den Olympischen Spielen. War die Zuspitzung der Proteste auch in Dharamsala geplant? Der Dalai Lama spricht am Sonntag von »kulturellem Völkermord« und der Diskriminierung der Tibeter im eigenen Land – wie er es seit Jahren tut. Von den Ausschreitungen der Demonstranten distanziert er sich nicht, mahnt aber zur Gewaltfreiheit. Er hat keine andere Wahl. Er muss jetzt zu den Leuten stehen, die für ihn in den letzten Tagen ihr Leben riskierten.

Zwei von ihnen sitzen am Abend nach den Unruhen in einem Lokal nahe des Potala-Palastes. Sie tragen Turnschuhe und Anoraks, verlangen nach Nudelsuppe und Bier. Sie sind guter Stimmung. Gestern hätten es die Tibeter den Chinesen einmal gezeigt. Ob das der Dalai Lama auch so sehe? »Keiner hilft uns. Nicht einmal Gott«, antworten sie. Natürlich wüssten sie, dass der Dalai Lama die Dinge friedlich lösen wolle. Sie verehrten ihn, wünschten sich, dass er zurückkomme. Sie könnten ja nicht zu ihm nach Indien fahren, sagen sie. Das klingt ziemlich salopp und eher glaubensfern.

Die beiden jungen Männer aber stehen für die neue tibetische Jugend in Lhasa: urban, aufgeklärt, wohlstandsorientiert und angstfrei. Die Tibeter aus dem Restaurant von der Oumi-Straße oder die Mönche Za und Dang legen den Finger auf den Mund, sobald der Name des Dalai Lama ausgesprochen wird. Sie wollen ihre Loyalität zu ihm nicht aufkündigen, sie gilt jedoch in China als Verbrechen. Die Jungen im Anorak aber sprechen sorglos über ihn, wenngleich aus größerer Distanz. Sie machen schnell klar, dass ihre Revolte nur ihnen gehört. Sie erzählen von ihren Motiven. Dass sie keine Chance auf eine ordentliche Schulbildung gehabt hätten, immer schwieriger Arbeit fänden, während die Chinesen zur gleichen Zeit auf ihre Kosten reich würden. Sie berichten, dass die Tibeter nur die schlecht bezahlten Jobs bekämen und die Chinesen bei gleicher Arbeit besser bezahlt würden. Sie beschweren sich, dass ein Paar Jeans jetzt 70 statt bisher 30 Yuan kosten (umgerechnet 7 statt 3 Euro): »Die Chinesen betrügen uns um unsere Arbeit und unser Geld.«

Schon sind die Häscher der Regierung unterwegs

Zwischen den tibetischen Mönchen und diesen Jugendlichen liegen Welten. Die einen haben noch nie mit einem Ausländer gesprochen, den anderen begegnen ständig westliche Touristen. Es gibt heute zwei Leben in Tibet, das klösterliche und das im Ansatz globalisierte. Aus beiden Leben nährt sich die Revolte. Aber wohin führt sie bei so unterschiedlichen Interessen? Vorerst sind es die Mönche, die weitermachen. Sie demonstrieren auch in anderen Provinzen Chinas. Sie haben eine politische Strategie, abgesegnet vom Dalai Lama, die auf die Olympischen Spiele und den Druck der Weltöffentlichkeit zielt. Doch wenn das unheimliche Sicherheitsaufgebot in Lhasa irgendetwas besagt, dann dass Peking solchem Druck nicht weichen wird. In der Tibet-Frage weiß die KP-Regierung 95 Prozent aller Chinesen hinter sich.

Umso dramatischer ist die Lage der Jugendlichen in Lhasa. Sie sind einen Tag lang ausgeflippt. Jetzt müssen sie teuer dafür bezahlen. Schon sind die Häscher der Regierung unterwegs. »Gestern Abend und heute Morgen haben Polizisten hier zwei Lastwagen mit jungen Männern mitgenommen«, erzählt am Montag die Kellnerin des Lokals, in dem zwei Tage zuvor die beiden gut gelaunten Aufständischen saßen. Vielleicht sitzen sie schon im Gefängnis, drohen ihnen Folter und lange Haftstrafen.

Bei aller westlichen Sympathie und Medienbegeisterung für Tibet: Sie hilft den Betroffenen im Ernstfall wenig. Sie kann die Protagonisten aber leicht ihre Kräfte überschätzen lassen. Der ganze Rummel um den Dalai Lama, seine hohe politische Wertschätzung in den westlichen Hauptstädten ändern nichts daran, dass die Tibeter es vor allem mit den Chinesen zu tun haben. Und zwar jetzt wieder mit den schlimmsten, den Militaristen in der Pekinger Führung. Die Tibeter brauchen eine China-, keine Anti-China-Strategie.

Sollen die Olympischen Spiele boykottiert werden? http://www.zeit.de/kommentare/olympia

 
Leser-Kommentare
  1. daher wäre schon angebracht, sorgfältig zu recherchieren.
    Das Bild auf der ersten Seite zeigt eine Szene, die in Nepal spielte. Aber die Bildunterschrift "Staatsgewalt: Ein tibetischer Mönch ... " verleitet zu falscher Bedeutung.
    Und dann die Karte auf Seite 4. Wäre schon interessant, zu wissen, seit wann es die erste offizielle deutsche Ausgabe gibt, die Tibet als ein eigenes Land zeichnet?
     

  2. Das Photo mit den Polizisten in blau-weissen Tarnuniformen stammt wohl aus Nepal. Siehe dazu:
    http://www.youtube.com/watch?v=uSQnK5FcKas
    Schade, dass die Zeit auch auf diese Falschinformation reingefallen ist. Gerade Herrn Blume, den ich sonst sehr schätze,  hätte das auffallen müssen, er kennt die Uniformen der chinesischen Polizei.

  3. Isgesamt finde ich den Artikel sehr gut, aber ein kleiner Fehler stört mich doch noch. So heißt es im Artikel "reguläre Einheiten der Volksarmee"; also wenn man nicht einfach chinesische Armee schreiben will dann wohl doch den vollen Namen: Volksbefreiungsarmee.

  4. vereint beide Länder und respektiert eure Kultur gegenseitig, ein Grundrecht, der freien Entfaltung für alle Menschen ind iesem Land. Lasst Olympia auch den beginn einer neuen Ära sein, die des Friedens unter den Völkern.CHIBET 

  5. das
    "Bis zu 80000 soziale Proteste jährlich meldete Peking zuletzt, wütende Bauerndemonstrationen, massive Arbeiterstreiks – doch fast immer gelang es Kadern und Polizisten, die Konflikte ohne Todesopfer und ohne Aufsehen zu entschärfen: eine der großen politischen Leistungen der KP in den vergangenen Jahren."
    wer erklärt wieviele der proteste ohne todesopfer und aufsehen entschärft wurden? sind solche informationen in china leicht zu bekommen?
    http://www2.amnesty.de/__C1256A380047FD78.nsf/0/F7591D7EB6702905C125732F0039CF4E?Open&Highlight=2,china

  6. 6. Ja.

    Man braucht echte Kenner und ernsthafte Forscher, über bestimmte Themen in China zu diskutieren, solche Typen, die immer nur bla bla aus den Propagandamaterialien aus der Gefolge von Dalai Lama redet.Mit diesem Artikel kann man schon feststellen, dass auch die deutschen Journalisten (mit Absicht?) Fehler machen. Meine Frage ist: Wir Nichtmedienleute können schon die Fehler erkennen, warum kann die Zeit-Redaktion nicht? Sofort feuern!!!

  7. Sie sind wahrscheinlich Chinese, nehme ich an, aber sie kennen den Autor Herrn Blume wohl nicht. Er ist langjähriger Korrespondent in Ostasien, vor Allem in China, und jemand, der sich nicht scheut, auch mal Risiken auf sich zu nehmen, um vernünftig aus China zu berichten. Da wird er auch gerne mal von der Geheimpolizei verhaftet, ins Flugzeug gesetzt und zurückgeschickt. Suchen sie mal nach Artikeln von ihm bei der Zeit, und sie werden wohl positiv überrascht sein.

  8. Lieber Matrix1329,vielen Dank für dein Schreiben.Ja, ich bin Chinese. Han-Chinese. Ich finde es sehr schade, wenn Sie mich fragen, muss ich dann mit "Han-Chinese" antworten, da kein Deutscher sagen wird, dass er z.B. bayerischer Deutscher oder schwäbischer Deutscher ist.Deutsche Journalisten kenne ich persönlich auch. Aber ich denke, viele haben sehr starke eigene Standpunkte, dann werden die durch ihre Artikel die anderen Deutschen beeinfliessen. Egal wie sie "brave" sind, sind Journalisten aber verpflichtet, Ereignisse neutral und objektiv zu berichten, weil man Vertrauen für sie hat. Es gibt immer solche Typen, die träumen immer davon, irgend ein Abendteuer zu machen. Unter den Journalisten gibt auch solche Typen. Menschen!!! Deshalb behaupte ich immer, dass man eigene Gedanken haben soll, egal die Chinesen oder die Deutschen. Keine Regierung-Propaganda, aber auch keine Medien-Propaganda, die letztere ist manchmal noch gefährlicher, weil man, vor allem in der sog. demokratischen Welt, automatisch an den Medien glaubt. Wir nicht. Oder ich nicht.Deshalb würde ich Dir empfehlen, wenn du dich um China oder ein chinesisches autonomes Gebiet, nicht Kosovo, kümmerst, komm mal nach China. Erleb selbst. Dann wirst du vor Ort erfahren, was für ein Land China ist. Übrigens, die Han-Chinesen sind sehr tolerant. Ein chinesicher Konsul mit dem Namen HE Fengshan(Sie können auch diesen Namen googeln) hatte damals im 2. Weltkrieg 20 000 Juden aus Europa gerettet. Ansonsten ist die Anzahl der jüdischen Oper durch die deutschen Nazis um diese Anzahl von 20 000 steigen würde. Ein Frage: Wenn die Han-Chinesen so nett und menschlich zu einem Volk in Europa waren, wie können die Chinesen die Tibeter oder die tebetische Kultur zu vernichten versuchen? Ist das nicht ein Widerspruch? Jährlich kommen viele Juden nach China, nach Shanghai und Harbin, einschliesslich auch des Premiers von Isreal, dessen Vater damals in Harbin(in der Nähe von Russland) gelebt hatte und gestorben war, um die Gräber und die Häuser, die Ihre Großeltern bewohnt hatten, zu besuchen. Eine Bemerkung und einen hinweis! Ich selbst bin für die gute allseitige Beziehung zwischen Deutschland und China!!! MfG!Kiautschou

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service