ZEITmagazin: Herr Starck, Sie haben alles entworfen – von der Zahnbürste bis zum Raumschiff. Was braucht der Mensch wirklich?

Philippe Starck: Die Fähigkeit zu lieben. Liebe ist die wunderbarste Erfindung der Menschheit. Und dann braucht man Intelligenz. Die Menschheit hat den Tieren voraus, dass sie, basierend auf Intelligenz, eine Zivilisation geschaffen hat. Deswegen darf sich kein Mensch leisten, nicht an seiner Intelligenz zu arbeiten. Und Humor ist wichtig.

ZEITmagazin: Etwas Materielles fällt Ihnen nicht ein?

Starck: Wir brauchen nichts Materielles. Viel wichtiger ist, dass man eine eigene Ethik entwickelt. Und dass man sich an diese Regeln auch hält. Ansonsten muss man sich um nichts sorgen.

ZEITmagazin: Das ist nicht Ihr Ernst. Es gibt doch wohl allerlei, was man zum Überleben braucht.

Starck: Wenn Sie über Objekte sprechen möchten: Man braucht sicherlich etwas, um Feuer zu machen.

ZEITmagazin: Fällt Ihnen noch etwas ein?