Herr Schumacher, in Ihrer Badelandschaft gibt es seit Kurzem das sogenannte Ke.La.Ba.Ho-Gebot. Was soll das?

Ke.La.Ba.Ho bedeutet: keine langen Badehosen. Denn Bermudashorts aus Baumwolle saugen sich voll und tragen viel zu viel Wasser aus dem Becken. Es muss dann wieder mit Warmwasser nachgefüllt werden. Und das kostet eine Menge Energie! Die Bermudas tropfen auch länger nach als normale Badehosen aus Nylon. Die nassen Böden erhöhen die Rutschgefahr in den Umkleidekabinen und im Restaurantbereich. Deswegen lassen wir jetzt nur noch eng anliegende Badekleidung ohne Taschen zu.

Und warum eng und auch noch ohne Taschen?

Weil sich darin oft Dreck befindet: Taschentücher, Zigarettenkippen. Das alles hängt dann in unseren Filtern. Außerdem kann man in Bermudashorts besser Diebesgut unterbringen als in einer eng anliegenden Badehose. Jetzt zeichnet es sich ab, wenn jemand etwas klaut. Was manche übrigens nicht abhält: Erst kürzlich wollte jemand einen Schokoriegel in seiner Badehose entführen.

Frauen sind ja dann von dem Verbot nicht betroffen.

Doch. Indirekt. Sie glauben ja gar nicht, mit was Frauen alles ins Wasser gehen: T-Shirts, umgewickelte Strandtücher oder auch Boxershorts über dem Badeanzug. Das geht nicht. Auch Badegewänder anderer Kulturen sind von dem Verbot betroffen.

Also versuchen manche Leute fast angezogen zu schwimmen?