Hätte ihn der kastaniengroße Blasenstein, an dem er seit Jahren litt, schon Anfang 1870 ums Leben gebracht, würden die Franzosen vielleicht noch heute sein Standbild pflegen und ihn als einen bedeutenden Staatsmann und Modernisierer ihres Landes verehren. Doch Napoleon III. starb erst im Januar 1873. Dazwischen liegt der Deutsch-Französische Krieg, liegt die katastrophale Niederlage von Sedan. Am 4. September 1870, drei Tage nach der Schlacht, sagten sich die Franzosen von ihrem in Kriegsgefangenschaft geratenen Kaiser los und riefen die Republik aus. Fünf Monate später wurde im Spiegelsaal von Versailles König Wilhelm von Preußen zum deutschen Kaiser proklamiert. Diese Schmach und den Verlust von Elsass-Lothringen verziehen die Franzosen weder ihren Nachbarn noch ihrem letzten Herrscher. Und das, obwohl nicht mehr er, sondern die Dritte Republik den aussichtslosen Krieg fortgeführt hatte und schließlich die Friedensbedingungen der Deutschen akzeptieren musste.

21 Jahre lang hatte Napoleon regiert. Der Neffe Napoleon Bonapartes, geboren am 20. April 1808 in Paris, war zunächst, nach der Revolution von 1848, Präsident der Zweiten Republik geworden, dann, 1852, »Kaiser der Franzosen«. Er konnte sich auf ein breites Bündnis stützen: Alte Eliten des ersten Kaiserreichs und das aufstrebende Bürgertum garantierten sein autokratisches Regime. Doch als er im September 1870 der meistgehasste Mann Frankreichs war, fand nur noch ein Feind, ein Preuße, der als Reporter mit den Besatzungstruppen ins Land gekommen war, ein gutes Wort für das Zweite Kaiserreich und seinen Schöpfer. »Er und seine Regierung«, schrieb Theodor Fontane, »galten im eigenen Land als gleichbedeutend mit Vorwärtskommen und materieller Entwicklung, nach außen hin als gleichbedeutend mit siegreicher Bekämpfung der Revolution. […] Mit Rücksicht auf alles dies entschied sich Frankreich in viermaliger Wahl für den Fortbestand seiner Herrschaft, und das übrige Europa, in Würdigung aller Schwierigkeiten, die seine Herrschaft umgaben, zollte ihm einen ungeheuchelten Respekt.«

In Frankreich indes dominierte nach 1870 das Bild, das der Dichter Victor Hugo gezeichnet hatte, als er Napoleon III. im Vergleich mit dessen Onkel als »Napoléon le Petit« verhöhnte. Für viele Intellektuelle war er immer schon eine sinistre Witzfigur gewesen, der Kaiser der verhassten Bourgeoisie. Als ein bösartiges Reptil zeichnen ihn die Brüder Goncourt in ihren berühmten Tagebüchern. Das Bürgertum aber hatte ihn lange Zeit geliebt, nicht zuletzt eben als Garanten gegen »unten«, gegen die proletarische Revolution.

Spät erst war er überhaupt in Frankreich heimisch geworden. 1815, nach dem Untergang des Kaiserreiches und der Wiederkehr der Bourbonen, hatte man alle Mitglieder der Familie Bonaparte aus dem Land geworfen. So war es auch Napoleons Stieftochter Hortense de Beauharnais und ihren Kindern ergangen. Napoleon hatte Hortense, eine Tochter aus der ersten Ehe seiner ersten Frau Josefine, adoptiert. Später verheiratete er Hortense mit seinem Bruder Ludwig, den er (für wenige Jahre) zum König von Holland gemacht hatte. Die Ehe war unglücklich, Hortense und Ludwig verstanden sich nicht und gingen bald getrennter Wege. Von ihren drei Kindern war Louis Napoleon das jüngste.

Nach längerer Flucht durch Frankreich und die Schweiz gelangte Hortense nach Konstanz am Bodensee. In der wirtschaftlich ziemlich heruntergekommenen Stadt betrieb der Genfer Bankier und Fabrikant David Macaire als steuerbegünstigter Schweizer Investor ein florierendes Textilunternehmen. Seine Familie hatte das Vermögen von Napoleons Stieftochter schon früher verwaltet. Hortense war also in die Nähe ihrer Schweizer Konten gezogen.

Im Gefängnis studiert er sozialistische Utopien

Am eidgenössischen Ufer des Sees erwirbt sie das bezaubernde Schloss Arenenberg, das bis zu ihrem Tod 1837 ein Zentrum bonapartistischer Geheimtreffen bleibt und heute das schönste Museum zur Geschichte der beiden Bonaparte-Kaiser ist. Hier wächst, umgeben von Erinnerungsstücken aus dem Nachlass des »großen Napoleon«, der kleine Prinz Louis Napoleon auf. Die ehrgeizige Mutter konditioniert den Knaben auf das große Ziel: die Kaiserwürde für die Familie zurückzugewinnen. Ein republikanischer Hauslehrer, Sohn des Robespierre-Gefährten Le Bas, spornt den antriebslosen Prinzen an. Unter seinem Einfluss entwickelt sich der Junge zu einem wilden Sportler und Draufgänger: Er vollführt Reitkunststücke und durchschwimmt den Bodensee bis zur Reichenau hinüber.

Der Generalvikar des Bistums, Ignaz Heinrich Freiherr von Wessenberg, bringt dem Heranwachsenden unterdessen das Gedankengut der Aufklärung und den badischen Liberalismus nahe. Nicht ohne Wirkung. Napoleon wird zeit seines Lebens einen Sinn fürs Bürgerliche behalten. Im Übrigen genießt der Prinz, der Deutsch mit alemannischem Akzent spricht, seine goldene Jugend, bringt sein üppiges Taschengeld unter die Leute, kennt jedes Wirtshaus und erwirbt sich rasch den Ruf eines wahllosen Schürzenjägers. Immerhin: Manchem unehelichen Kind jener Jahre ermöglichte er später eine Ausbildung und sorgte für den Unterhalt.

Zusammen mit seinem älteren Bruder lässt er sich aber auch in ein politisches Abenteuer verwickeln, in die Verschwörung einer italienischen Geheimgesellschaft gegen die Habsburger Herrschaft über Norditalien. 1831 stirbt dieser Bruder an einer Infektionskrankheit; im Jahr darauf folgt ihm, mit 21 Jahren ein Opfer der Tuberkulose, im Wiener Schloss Schönbrunn der König von Rom, der Herzog von Reichstadt. Er ist Napoleons legitimer Erbe gewesen, das einzige Kind aus der Verbindung des Korsen mit der Habsburger Kaisertochter Marie Louise und für die Bonapartisten »Napoleon II.«. Jetzt also rückt Prinz Louis Napoleon an die erste Stelle der familiären Thronfolge.

Dieser Thron ist fern. Unermüdlich aber scharrt und kratzt und unternimmt der junge Mann alles, ihn sich zu erobern. Im Oktober 1836 versucht er mit einigen Getreuen, das 4. Artillerieregiment von Straßburg zum Putsch gegen die Regierung des »Bürgerkönigs« Louis Philippe aufzustacheln. Im Nu ist die dilettantische Aktion vorbei. Louis Napoleon wird des Landes verwiesen; er geht nach Amerika und später nach England.

Schon im Oktober 1840 ist er zurück. In einem weiteren Operettencoup will er mit 60 Mitverschworenen die Garnison von Boulogne zum Überlaufen bewegen, um von dort aus auf Paris zu marschieren. Doch die Offiziere spielen nicht mit. Die Verschwörer landen vor dem Staatsgerichtshof, der den Prinzen zu lebenslanger Festungshaft verurteilt.

Für sechs Jahre bleibt Louis Napoleon – recht komfortabel – auf der Festung Ham bei St. Denis interniert. Es wird, wie er es selber einmal nannte, seine »Universitätszeit«. Er beschäftigt sich mit frühsozialistischen Utopien, die seinen späteren Hang zu einer interventionistischen Wirtschaftspolitik erklären, schreibt eine Broschüre zur »Ausrottung der Volksarmut« – und zeugt mit einer Näherin zwei Kinder. 1846 gelingt ihm die Flucht nach London.

Ende Februar 1848 wird Louis Philippe gestürzt; es ist der Auftakt zur Revolution überall in Europa. Louis Napoleon kehrt nach Paris zurück. Die Situation bleibt angespannt. Im Juni revoltieren die Arbeiter; der von der Nationalversammlung bestimmte Präsident, General Louis-Eugène Cavaignac, lässt den Protest brutal niederschlagen.

Paris wird zur Hauptstadt der modernen Zivilisation

Napoleon will jetzt legal an die Macht. Bei der ersten Präsidentenwahl im Dezember – stimmberechtigt sind nur männliche Besitzbürger – tritt er gegen Cavaignac an. Überall lässt er sein Porträt verbreiten, Zeitungen erhalten Werbeaufträge, selbst die Bänkelsänger auf dem Land werden bestochen, das Loblied auf den neuen Napoleon anzustimmen. Die Kampagne glückt, der unbekannte, politisch gänzlich unerfahrene und zudem hoch verschuldete Abenteurer siegt. Vor allem zwei Gründe haben am Ende wohl den Ausschlag gegeben: sein Familienname und die allgemein verbreitete Hoffnung der Bürger, der Bonapartismus als eine über den Parteien stehende Alternative zu den bisherigen Regierungsformen könne den Fortschritt des Landes garantieren.

Die Amtsperiode des Präsidenten ist von der Verfassung auf vier Jahre begrenzt. Doch kurz bevor Bonapartes Zeit abläuft, putscht er. Am 2. Dezember 1851, dem Jahrestag der Krönung Napoleons I. und der Schlacht von Austerlitz, setzt er seine »außerlegalen Reformen« in Kraft und beseitigt die Verfassung. Ein Sturm der Empörung bricht los und mündet in einen Aufstand. In den Straßen von Paris werden wieder Barrikaden errichtet, das Militär schießt bedenkenlos in die Menge. Etwa 135 Menschen sterben. Rund 30.000 tatsächliche oder vermeintliche Oppositionelle kommen in Haft, Tausende werden nach Südamerika, in die grausamen Strafkolonien von Französisch-Guayana, deportiert. Karl Marx schreibt verächtlich, die Verfassung der Republik sei »nicht von einem Kopfe umgeworfen worden, sondern von der Berührung mit einem bloßen Hute« umgefallen, dem »dreieckigen Napoleonshut«.

Der ins englische Exil entflohene Victor Hugo ruft seine Landsleute zum Widerstand, sogar zum Tyrannenmord auf. Doch die Bürger sind mit dem neuen Diktator rasch versöhnt. Der Protest erlischt. Napoleon ist am Ziel seiner Wünsche: Ein knappes Jahr nach dem Putsch stimmen acht Millionen Franzosen für die Wiedererrichtung des Kaiserreichs, nur 253.000 Wahlberechtigte dagegen.

Im Vergleich zu England hinkt Frankreichs industrielle Entwicklung hinterher. Napoleon will aufholen, will gleichziehen. Als er Präsident wird, verfügt das Land über lediglich 2000 Eisenbahnkilometer – bei seinem Sturz 1870 sind es 18.000. Er fördert die Textil- und Eisenindustrie, die Bauwirtschaft und die Gründung großer nationaler Kreditinstitute. Brachliegende landwirtschaftliche Flächen werden urbar gemacht, Kanäle und Chausseen angelegt.

Nicht Steuererhöhungen finanzieren die Infrastrukturpolitik, sondern das neue Instrument der öffentlichen Anleihe. Napoleons Maßnahmen entfesseln kapitalistische Energien. Enorme Vermögen entstehen – und vergehen oft genauso schnell wieder. Börsenkräche und Finanzaffären erschüttern in regelmäßigen Abständen das Land. Die soziale Frage versucht der Kaiser paternalistisch zu lösen, lässt Krankenhäuser und Schulen bauen. Schließlich, nach 1860, lockert er sogar sein autoritäres Regime. Ein allgemeines, besitzunabhängiges Wahlrecht wird eingeführt, Gewerkschaften sind legalisiert.

Paris verwandelt sich in einen Spiegel der neuen Ära. Napoleon beauftragt den Präfekten des Departements Seine, Georges Haussmann, mit dem Um- und Ausbau der Stadt. Die allerletzten Reste des mittelalterlichen Paris werden jetzt vernichtet, pompöse Boulevards und prachtvolle neue Quartiers angelegt. Auf den Weltausstellungen von 1855 und 1867 bestaunen mehrere Millionen Besucher die Metropole als Hauptstadt der modernen Zivilisation.

Bei seiner Thronbesteigung ist Louis Napoleon noch Junggeselle. Eine Gattin aus regierendem Haus zu finden bleibt unmöglich, gelten die Bonapartes doch nach wie vor als Parvenüs, die allein durch die abscheuliche Große Revolution nach oben gekommen sind; so verweigert ihm zum Beispiel der russische Zar die unter Herrschern sonst gebotene Anrede »monsieur mon frère«. Im Januar 1853 heiratet Napoleon schließlich die aus einer spanischen Grafenfamilie stammende 27-jährige Eugenie de Montijo.

Kaiserin Eugenie besticht durch ihre Schönheit und ihren entschiedenen Konservatismus. Sie hat Geschmack, liebt Feste, Kunst – und Fußball. Die Tuilerien werden zum Salon des Luxus und der Moden. Eine »Kurortkaiserin« nennen sie die Goncourts, »eine Kaiserin nicht von Frankreich, sondern von Baden-Baden«. Drei Jahre nach der Hochzeit kommt der ungeduldig erwartete Thronfolger zur Welt: wieder ein Napoleon, genannt »Loulou«. Es sollte das einzige Kind bleiben.

Der Kaiser galt seinen Zeitgenossen als undurchsichtiger Charakter. Er vermied den direkten Blickkontakt und verwirrte Gefolgsleute wie Gegner oft durch sein beharrliches Schweigen. Das alles ließ den Eindruck der Verschlagenheit entstehen. Dabei konnte er ein genauer Zuhörer sein und ein charmanter Plauderer. Menschen, die ihm Gutes getan hatten, bewahrte er lebenslange Anhänglichkeit, andere verfolgte er mit ausgeprägter Rachsucht. »Er hat eine ruhige Schale, aber darunter brodeln wilde italienische Leidenschaften«, schrieb Hortense Cornu, eine alte Freundin der Familie. Der preußische König Wilhelm, selbst nicht gerade eine überragende Geistesgröße, stellte indessen im Gespräch mit Otto von Bismarck fest, Napoleons Verstand werde auf Kosten seines Herzens überschätzt: »Er ist im Grunde gutmüthig.«

Tatsächlich übertraf in der Außenpolitik sein Sendungsbewusstsein seine diplomatische Begabung bei weitem, was vor allem im Kampf mit Bismarck um die deutsche Einigung offenbar wurde. Die vollständige Niederlage, die er dabei erlitt und die ihn in den Untergang riss, verdeckt jedoch, dass ihm in den langen Jahren seiner Herrschaft durchaus mancher Erfolg glückte. Mit der Teilnahme Frankreichs am siegreichen Krimkrieg revidierte er die Schmach von Waterloo – auf dem Pariser Kongress von 1856 präsidierte Frankreich wieder gleichberechtigt als europäische Großmacht. Im Österreichisch-Französischen Krieg von 1859 um die Einigungsbewegung der Italiener gewann er dem französischen Staatsgebiet Nizza und Savoyen hinzu, verscherzte sich aber durch die Garantieverpflichtungen, die er dem Papst für dessen weltliche Ansprüche gegeben hatte, die Sympathie der nationalistisch entflammten Italiener. Nur stand Napoleon hier in gewissem Sinne in der Pflicht, war die Kirche doch, neben dem Militär, der beständigste Pfeiler seiner Herrschaft. Ein letztes Mal triumphierte er 1869 auf der Weltbühne bei der pompösen Eröffnung des Sueskanals in Ägypten, der unter französischer Leitung gebaut worden war.

Dann aber kommt jenes Jahr, das alle vernichtenden Urteile – »seine äußere Politik war ein System weitausgreifender Halbheiten, großangelegter Nieten«, schrieb zum Beispiel der brillante Wiener Kulturhistoriker Egon Friedell – bestätigen sollte. Den nichtigen Streit um die Thronkandidatur eines Hohenzollernprinzen in Spanien nutzt Bismarck skrupellos für sein Ziel, die deutschen Länder zu einigen. Napoleon tappt in die Falle. Die von Bismarck provokativ verschärfte »Emser Depesche« König Wilhelms versetzt die Presse in Paris und Berlin in Rage. Hellsichtiger als seine Regierung sieht Napoleon noch, welche Gefahr dem Land und seinem Thron droht. Doch am 19. Juli 1870 erklärt er unter dem ungeheuren Druck der Öffentlichkeit Preußen und damit den deutschen Ländern den Krieg.

Von höllischen Schmerzen gequält, zieht er in den Krieg

Die 220.000 französischen Soldaten sind schlechter ausgerüstet und vorbereitet als die 350.000 Mann der deutschen Armeen. Nur die Mitrailleuse, ihr neues Maschinengewehr, verbreitet Angst und Schrecken. Napoleon übernimmt formal den Oberbefehl, doch ist er kaum in der Lage, die Truppen zu führen. Sein Blasenstein quält ihn, er leidet an höllischen Krämpfen.

Niederlage folgt auf Niederlage; die Deutschen stoßen unaufhaltsam vor. Es sind mörderische Schlachten: Während der sechs Monate des Krieges sterben 138.000 Franzosen und 49.380 Deutsche, Tausende davon in brutal geführten Nahkämpfen. Am 1. September werden in der Festungsstadt Sedan nahezu 100.000 französische Soldaten mit dem Kaiser eingeschlossen. Napoleon kapituliert und gibt sich gefangen. Kaiserin Eugenie gelingt mit Hilfe ihres amerikanischen Zahnarztes die Flucht aus Paris nach England.

Napoleon wird in Kassel interniert, auf Schloss Wilhelmshöhe. Er sucht nach einem Exil. Gern wäre er zurückgekehrt an den Ort seiner Jugend, an den Bodensee. Doch Eugenie hat anders entschieden: In Chislehurst bei London findet die Familie einen prächtigen Landsitz.

Dort schmiedet der schwerkranke Exkaiser neue, wirre Pläne zur Rückkehr auf den Thron. Eine missglückte Blasenoperation bereitet allen Träumen ein Ende: Am 19. Januar 1873 stirbt Louis Napoleon Bonaparte knapp 65-jährig in Chislehurst. In der St.-Michaels-Abtei von Farnborough in der Grafschaft Hampshire wird er begraben. Und während sein großer Ahne heimgebracht wurde, 1840 von St. Helena, ruht er noch heute in der Fremde. Frankreich hat ihn vergessen – das heißt, es hat ihm nicht vergessen, nicht verziehen sein Ungeschick und seinen Unstern.

Der Autor ist Historiker und Direktor der Städtischen Museen Konstanz

Mehr zum Thema in zwei Ausstellungen zum 200. Geburtstag: Vom 20. April bis zum 19. Oktober 2008 zeigen das Rosgartenmuseum in Konstanz und Schloss Arenenberg »Napoleon III. – Der Kaiser vom Bodensee« (Info Tel. 07531/90 02 46), und vom 24. Juli bis zum 2. November ist im Schloss von Wernigerode die Ausstellung »Napoleon III. 1808–2008« zu sehen (Info Tel. 03943/55 30 30)