Landwirtschaft Das WeltsättigungsprojektDas Weltsättigungsprojekt
Wie muss die Zukunft der Landwirtschaft aussehen? Auf einer Konferenz in Johannesburg ringen Wissenschaftler, Regierende und UN-Organisationen um einen globalen Konsens im Kampf gegen den Hunger
Robert Watson wirkt ganz entspannt mit seinem verwuschelten Haar, dem Seebärenbart, den freundlichen Knopfaugen. Die Tür seines Londoner Büros lässt der Topberater der englischen Regierung für Klima- und Umweltfragen für jeden offen stehen; er lehnt sich zurück, legt lässig die Füße über die Lehne des Nachbarstuhls. Der Sturm, der um ihn herum aufgezogen ist, scheint ihn kaum zu erschüttern. Aber dann sagt er doch: »Ich bin enttäuscht.«
Die Verursacher seines Frusts heißen Syngenta, Monsanto und BASF. Koordiniert von ihrem Dachverband CropLife International, haben sie ihn bei einem seiner ambitioniertesten Projekte sitzen lassen: dem weltweiten Wissenschafts-Ratschlag zur Zukunft der Landwirtschaft mit dem sperrigen Titel Internationale Bewertung der Agrarforschung und technologie für Entwicklung (IAASTD). Über Jahre haben auch die Biotechkonzerne an diesem Versuch mitgewirkt, sich über Forschungsstrategien gegen Armut und Hunger global zu verständigen. Im Synthesebericht aber sehen sie jetzt »Fehlinformationen« – und kehren Watsons Unterfangen den Rücken.
Wasserknappheit, Erosion und Dürre bedrohen die Erträge
Der Eklat zielt auf die internationale Abschlusskonferenz in Johannesburg ab, die am 7. April beginnt und während der knapp 90 Regierungen über die kontroversen IAASTD-Bewertungen verhandeln sollen. Spannung liegt nun also über dem Ende dieses demokratischen Erkenntnisprozesses, der politisch hoch aufgehängt ist: Gefördert wurde das Expertenpalaver von der Weltbank, sechs UN-Organisationen, acht Staaten und der EU-Kommission.
In ihrem Auftrag hat Bob Watson, wie Kollegen ihn nennen, seit 2002 rund 400 Landwirtschaftsexperten und etwa noch einmal so viele Revisoren zusammengeführt; damals leitete er die Umweltabteilung der Weltbank in Washington. Die ewigen Grabenkämpfe um Gentechnik und ökologischen Anbau sollten die Fachleute durch die nüchterne Bewertung Tausender von Studien endlich überwinden und vorschlagen, auf welchen Wegen Agrarforscher den Bauern in Entwicklungsländern besser helfen können.
Das IAASTD ist also für die Landwirtschaft, was der IPCC für das Klima ist – und für Watson eine Fortschreibung seines früheren Tuns: Den Weltklimarat IPCC hat er mehrere Jahre lang geleitet, und das neue Thema, eng verwoben mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels, ist ähnlich existenziell. 2,6 Milliarden Erdbewohner leben von der Nahrungsmittelproduktion, und immer mehr Menschen müssen ernährt werden. Doch Wasserknappheit, Rückstände der Agrarchemie, schwindende Artenvielfalt, vielerorts eine dramatische Erosion des Bodens, sich ausbreitende Dürren und unberechenbare Klimaschwankungen gefährden von Guatemala bis Indien, von Spanien bis Mosambik zunehmend die Grundlagen des Anbaus.
Schon jetzt müssen rund 800 Millionen Menschen hungern, und es drohen mehr zu werden – im bitteren Widerspruch zum Versprechen der Vereinten Nationen, die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Schuld daran sind auch neue ökologische und soziale Herausforderungen: In den großen Schwellenländern können sich immer mehr Konsumenten Fleisch, Milch und andere Wohlstandsprodukte leisten. Die daraus erwachsende Knappheit treibt – auch in Konkurrenz mit dem Biospritboom – die Preise für Nahrungsmittel weltweit nach oben; sie werden für viele Arme schlicht unerschwinglich.
Trotz all dieser Entwicklungen hatten Regierungen und globale Institutionen ihre Ausgaben für die ländlichen Räume und die Agrarforschung zwei Jahrzehnte lang laufend gekürzt. Das ändert sich; fast überall sind Politiker aufgewacht. Auch im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit sieht man die Dringlichkeit; nur war man dort der Meinung, das IAASTD werde kaum neue Erkenntnisse bringen. Die übrigen Regierungen und UN-Institutionen indes wollten es genauer wissen: Wie entfaltet das Geld die größte Wirkung zum Nutzen der Armen?
Um das herauszufinden, hatten Watson und seine Mitstreiter im IAASTD ein »gigantisches soziales Experiment« organisiert: partizipative Wissenschaft. Dabei wurden die Experten nicht, wie bei ähnlichen UN-Prozessen üblich, allein von Regierungen ernannt. Am Koordinierungsbüro sind gleichberechtigt Fachleute aus dem Agrobusiness und der Lebensmittelindustrie beteiligt, ebenso Vertreter aus Wissenschafts-, Verbraucher-, Bauern- und Nichtregierungsorganisationen.
Auch bei den Autoren wurde darauf geachtet, dass sämtliche Weltregionen dabei sind, Männer und Frauen, die ganze Vielfalt agrar- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen; außerdem, besonders ungewöhnlich, nicht nur klassisch akademische Experten, sondern auch Kenner und Vertreter bäuerlichen Erfahrungswissens. Schließlich konnten die Textentwürfe zu globalen und regionalen Kapiteln vor dem Abstimmungsprozess via Internet auch noch von externen Wissenschaftlern kommentiert werden.
So viel Transparenz und Repräsentanz war nie, »Wiki-Wissenschaft«, lästerten Weltbank-Kollegen schon in Anspielung auf das Internetlexikon Wikipedia. Doch Bob Watson entgegnet: »Nie gab es eine derart kraftvoll fundierte Perspektive.« Auch Benedikt Härlin, der für Greenpeace im IAASTD mitarbeitet, lobt den »einzigartigen demokratischen Prozess«; er stelle einen »riesigen Wissensüberblick von der Kosmovision der Andenbauern bis zur agrarpolitischen Analyse der Doha-Welthandelsrunde zur Verfügung«. Ähnlich bereichernd fand es der Agrarökonom Hermann Waibel von der Leibniz Universität in Hannover, »einmal über den Kreis der Standardexperten und -sichtweisen hinauszugehen«.
Diese Breite hat eine teilweise verwirrend überkomplexe Darstellung auf unzähligen Seiten bewirkt. Und mit den knappen zur Verfügung stehenden Mitteln war der große Ratschlag wohl auch nicht immer perfekt gemanagt. Dennoch formuliert der gefundene Konsens klare Prioritäten. Während etwa der Weltentwicklungsbericht der Weltbank von 2007 vorrangig auf das Wachstum der Produktivität und die Anbindung an globale Märkte setzt, rücken die Autoren des IAASTD entschlossen den Erhalt und die Erneuerung der natürlichen Ressourcen in den Mittelpunkt.
Mit den bisherigen Strategien gehen sie hart ins Gericht: Der monokulturelle Intensivanbau mit seinem hohen Einsatz von Kapital und Energie sei zwar über Jahrzehnte erfolgreich gewesen. Aber die Umweltkosten würden in seine Rechnungen kaum einbezogen; zudem lasse diese Art der Forschung zahllose Pflanzen links liegen, die das Überleben der Kleinbauern wie das der Natur gewährleisten, kritisiert der Australier Richard Leakey, einer der Hauptautoren. Kategorisch heißt es: »Business as usual ist keine Option mehr.«
Stattdessen enthält der Bericht ein klares Plädoyer für die Multifunktionalität der Landwirtschaft: Erst ihre Rückbindung an die kulturellen, sozialen und landschaftlichen Besonderheiten jeder Weltregion gewährleiste das Interesse am langfristigen Erhalt von Wasser, Wald und Boden. Statt mit Saatgut, Dünger und Pestiziden technische Standardbausätze für den Einsatz in aller Welt zu liefern, müssten Wissenschaftler also auf lokaler Ebene ganz unterschiedliche Lösungen für die Bauern finden. Und zwar mit ihnen gemeinsam: In starken staatlichen Institutionen müssten sich traditionelles und modernes Experimentieren gegenseitig befruchten, um neue Geräte, ökologisch stabile Anbausysteme und geeignete Methoden der Bodenbereitung und der Vermarktung zu entwickeln. Was nütze etwa die superertragreiche Erdnusssorte aus dem Labor, wenn sie gleichzeitig mit dem Reis reift und im Dorf keiner Zeit habe, sie zu ernten?
Gentechnik und andere moderne Biotechnologien schließen die IAASTD-Forscher keineswegs aus, Bob Watson sagt: »Ich bin ein Technikoptimist!« Aber sie relativieren ihren Stellenwert, warnen vor ihren Risiken und den hohen Investitionen – auf die man bei ihrer angepassten Forschung verzichten könnte.
Wir brauchen einen globalen Konsens. Ohne ihn wird sich nicht viel bewegen
Spätestens bei diesem Teil des Berichts entbrannte der große Streit mit den Vertretern der Biotechkonzerne. Denn die wollen die Welternährung vor allem mit Hightechsorten sichern, die Dürre und salzige Böden vertragen oder mit Nährstoffen angereichert werden sollen. Für die Hoffnung auf solche »Potenziale, auf die wir seit 20 Jahren warten«, hätten die Gentechnikvertreter bei den IAASTD-Debatten keine Belege eingebracht, reklamiert eine der Autorinnen, die Zürcher Agrarökologin Angelika Hilbeck, »und hier geht es um Wissenschaft, nicht um Lobby«. CropLife-Sprecher Keith Jones entgegnet: »Unsere Argumente wurden einfach nicht berücksichtigt.« Immerhin würden weltweit jedes Jahr zehn Prozent mehr Gentechnikpflanzen angebaut. »Aber zu 90 Prozent nur in fünf großen Agrarstaaten und in industriellen Anbausystemen«, gibt Hilbeck zurück.
Bob Watson räumt ein, dass die Perspektive privater Unternehmen im IAASTD insgesamt etwas unterrepräsentiert gewesen sei, ebenso wie die Expertise mancher technischer und ökonomischer Disziplinen. Aber an der Schlagseite hätten auch die Konzernvertreter ihren Anteil: »Sie haben die Autoren mit ausgewählt, also tragen sie auch die Verantwortung mit. Stattdessen laufen sie nun einfach weg wie ein Kind mit seinem Spielzeug.« Am Ende hat das IAASTD die Gentechnikkontroverse jedenfalls eher geschürt als objektiviert. Die Wissenschaftszeitschrift Nature kritisierte Monsanto und Syngenta geradezu pathetisch, sie hätten »die Hungernden verlassen«. »Die Erkenntnis, dass Biotechnologie allein Hunger und Armut nicht verringern kann, hat sich unter Agrarwissenschaftlern und Entscheidungsträgern längst durchgesetzt«, urteilt das Blatt.
Das Schwesterblatt Nature Biotechnology hingegen bescheinigte dem UN-Projekt einen »derartigen Knick in der Optik gegenüber gentechnisch veränderten Organismen, dass es an Blindheit grenzt«. Auch die von der Weltbank koordinierten internationalen Agrarforschungsinstitute CGIAR kritisierten eine übertriebene Betonung der Risiken.
War es also eine Illusion, zu glauben, man könne derart gegensätzliche Positionen jenseits der Interessen auf einen wissenschaftlichen Nenner bringen? Der Franzose Michel Petit, ein früherer Agrarforscher der Weltbank und IAASTD-Autor, widerspricht: »Ohne einen Weltkonsens können wir nicht handeln.« Sollten sich die Regierungen in Johannesburg darauf einigen, dann würde er Normen setzen, auf die sich Bauern von Indien bis Brasilien gegenüber ihren Regierungen berufen können. England und Frankreich wollen sich für die neuen Prioritäten einsetzen, auch viele Entwicklungsländer – Kanada und die USA werden sich wohl auf die Seite der Gentechnikunternehmen schlagen.
Für Bob Watson muss der Konflikt eine Art Déjà-vu ausgelöst haben. Schon beim IPCC stand er unter Beschuss, weil er früh ohne Wenn und Aber vor den Folgen der Erderwärmung gewarnt und den Klimawandel menschlicher Aktivität zugeschrieben hatte. Damals war es die amerikanische Ölindustrie, auf deren Druck hin sein Vertrag als Vorsitzender nicht verlängert wurde. Fünf Jahre später kam die Genugtuung, als der IPCC den Friedensnobelpreis erhielt: »Das war ein Freudentaumel!« Auch bei der Landwirtschaft hofft Watson nun, dass die Früchte jahrelanger Arbeit nicht verdorren. »Und wenn wir in Johannesburg auch nur klären, bis zu welchem Punkt wir uns doch einig sind.«
- Datum 07.04.2008 - 03:31 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 03.04.2008 Nr. 15
- Kommentare 14
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







Die gesamte Diskussion geht am eigentlichen Problem vorbei und kann auf diesem Weg höchstens einen Aufschub herbeiführen, nicht aber eine Lösung. In welchem Umfang die Landwirtschaft auch Fortschritte machen mag, in welchem Maß auch immer die westlichen Staaten Lebensmittelhilfen bereitstellen, es führt nur dazu, daß sich in den Gebieten der Welt, in denen es Lebensmittelknappheiten gibt, eben weil es mehr Menschen dort gibt als der Boden ernähren kann, noch mehr Menschen hinzu kommen und sich damit das Problem nur verschärft.
Hi @ll
Eine entscheidende Frage muss vorher geklärt werde, sie lautet *Wieviel Mensch verträgt der Planet?*.
Erst wenn das geklärt ist kann man sich um den Rest eine Rübe machen.
Grundlegend sollte gelten das jeder Lanstrich nur soviele Menschen haben sollte wie er tragen kann.
Gruss
Rene
nationalen Massenhunger gibt es aber erst seit dem dramatischen Anstieg der Weltbevölkerung. Es gibt heute 6,5 bis 6,7 Milliarden hungrige Mäuler. Das sind viermal (4 x !) soviele Esser wie noch vor nur 100 Jahren.Egal welche wissenschaftliche Disziplin, von Ökologie über Anthropologie, Archäologie bis hin zu Biologie, Chemie und Physik, alle sind sich einig : Das Ökosystem der Welt kann eine so große Anzahl von Menschen nicht gleichmäßig ernähren. "Vorsprung durch Technik" (wiederstandsfähigere, resistentere, ertragreichere Pflanzen und Tiere) ist dabei mittelfristig sogar kontraproduktiv. Mehr Nahrung sorgt für mehr Nachwuchs sorgt für Nahrungsmangel. Diese Schraube läßt sich nicht endlos weiterdrehen.Schrauben wir also auf der Gegenseite : Menschen mit weniger kalorienbedarf ? Auch hier ist irgendwann Schluß, spätestens nach einer weiteren Null in der Bevölkerungszahl.Man kann es drehen und wenden, die Lösung für das Hungerproblem liegt in geringerer Bevölkerungsdichte.Nun haben 50 Jahre Entwicklungsarbeit gezeigt, daß gerade in ärmeren Ländern das Kinderkriegen nicht zu regeln ist. Selbst wenn schon 3 Kinder verhungert und 8 Kinder unterernährt sind, lassen sich Väter und Mütter es nicht nehmen, noch ein zwölftes und dreizehntes Kind in die Welt zu setzen. Die Gründe dafür sind nie mangelnde Aufklärung oder Verhütung (wie Leute gewisser Weltanschauungen uns weismachen wollen). Nein, wie im Europa des Mittelalters, ist für weite Bevölkerungsteile Sex der günstigste Zeitvertreib. Oft sind es auch religiöse Forderungen, die Kinderreichtum als Frömmigkeit loben. Und letztlich glauben immernoch viele, daß sich Kinder als Altersversorger bezahlt machen. Auch das klappt seit der globalen Verstädterung seit 50 Jahren nirgends mehr.Weil man aber das Kinderkriegen aus humanistischen Gründen nicht verbieten kann und darf, bleibt uns nur die beste Mutter von allen : Mutter Natur. Sie wird uns die Grenzen aufzeigen und für Balance sorgen.Es sei denn, wir schaffen auch die Natur ab.
was ist das denn für 'ne frage, "wieviel mensch verträgt der planet"? sowas ist doch eine frage für alle und keinen, und wenn man sie wirklich beantwortet hat, was sind die konzeptionellen schlüsse daraus? hormone ins trinkwasser? gnadenschuss für alle "überflüssigen"?fakt ist doch, dass wir zutiefst ineffiziente agrarmärkte haben, die durch politische und ökonomische gewalt fortbestehen, und die viele probleme in den ländern des südens überhaupt erst geschaffen haben.
und wer sagt (ich formuliere das überspitzt), dass die da unten alle wie die fliegen sterben, weil der schwarze generell gerne schnackselt, hat auch nur etwa ein drittel bis die hälfte der wahrheit auf dem radar
"Egal welche wissenschaftliche Disziplin, von Ökologie über Anthropologie, Archäologie bis hin zu Biologie, Chemie und Physik, alle sind sich einig : Das Ökosystem der Welt kann eine so große Anzahl von Menschen nicht gleichmäßig ernähren."Hast du für diese Behauptung irgendeinen Beleg? Und was soll das "gleichmäßig", ob etwas gleichmäßig verteilt wird, hängt doch wohl vom wirtschaftlichen System ab, nicht vom Ökosystem. Wenn man dazu noch den Überfluß in manchen Ländern anschaut und die riesigen Flächen die noch gar nicht bewirtschaftet werden, kann ich deine Aussage nicht im Mindesten nachvollziehen. Das Problem liegt nicht im Anbau sondern ist letztlich wieder ein Problem der Geldverteilung. Jene die hungern sind gleichzeitig arm und deshalb setzt sich nunmal kein Mähdrescher für sie in Bewegung."Vorsprung durch Technik" (wiederstandsfähigere, resistentere, ertragreichere Pflanzen und Tiere) ist dabei mittelfristig sogar kontraproduktiv. Mehr Nahrung sorgt für mehr Nachwuchs sorgt für Nahrungsmangel. Diese Schraube läßt sich nicht endlos weiterdrehen."Dieses Vorurteil ist so alt wie es einseitig und falsch ist, nicht umsonst werden die Deutschen immer fetter und bekommen gleichzeitig zu wenige Kinder. Offenbar ist das Problem ein anderes."Und letztlich glauben immernoch viele, daß sich Kinder als Altersversorger bezahlt machen. Auch das klappt seit der globalen Verstädterung seit 50 Jahren nirgends mehr."Nun, immerhin ist die Chance dass es doch klappt bei 10 Kindern größer als bei einem. Und umso mehr Kinder wegsterben umso mehr muss man in die Welt setzen. Logisch oder?Tatsächlich würde mich brennend interessieren, was die Menschen in Deutschland zu weniger Kindern veranlasst. Vermutlich ist es eine Kombination aus hohem Wohlstand, sicherer Altersversorgung und anstrengenden FullTime-Jobs.
wo ich Anfang diesen "Chief Seattle" und "Club of Rome"-Jüngern die im 20. Jahrhundert aufwuchsen zu widersprechen. Zunächst mal ist der Mensch auch ein NATÜRLICHES Lebewesen dieses Planeten! Und der Planet verträgt quasi unbegrenzt viel Leben, nur eben auf Kosten der Verdrängung anderer Arten. Ich möcht nun nicht zutief in mein bescheidenes Schulwissen einsteigen, aber es ist z.B. ein Fakt das insgesamt in der Erdgeschichte das CO2 ausgehen wird - wir haben eine konstant oxidierende Atmosphäre und irgendwann wird alles Leben sterben (da die Pflanzenwelt stirbt) - aus CO2-Mangel! Und in 800 Mio. Jahren heizt sich die Sonne dermaßen stark auf (da sie in ~2 Milliarden als Supernova vergeht) das die Ozeane kochen und sowieso alles Leben weg ist. Wir befinden uns quasi schon in der Rentenzeit dieses Planeten und das es höheres Leben oder gar Menschen die per Internet und Computer miteinander in Schriftsprache kommunizieren und dabei oft ziemlich gedankenlos sind ist auch ein Wunder an sich - nach aller Wahrscheinlichkeit dürfte es uns eigentlich gar nicht geben. Soviel zum "Virus Mensch" den mancher Zyniker gerne in Selbstgerechtigkeit herbeiredet (so nach dem Motto, umso masochistischer mein Standpunkt ist umso "Glaubwürdiger" bin ich). Ein natürliches Gleichgewicht gibts ebenso nicht, in jeder Hinsicht pendelt sich der Planet kontinuierlich neu ein. Eine ganz andere Frage ist natürlich ob wir auch genug dafür tun UNSERE (!die Natur überlebt alles, nur wir Menschen nicht!) Lebensgrundlagen zu erhalten. Da kann man sicherlich große Zweifel haben. Aber liebe Leute, anstatt Sonntagsreden, wer wirft den 1. Stein und verzichtet gänzlich aufs Auto? Oder lässt sich gar den Strom abdrehen? Anklagen geht leicht und umso schärfer die Worte werden umso heisser pocht die Stirn vor lauter Selbstgerechtigkeit! Getan ist damit noch lange nichts.Eine ganz andere Frage ist übrigens warum es heute inzwischen (erwießenermaßen) mehr fette Menschen auf diesem Planeten gibt als hungernde. Natürlich kann man nicht alle Nahrungsmittel irgendwo hinverschiffen wo sie gerade gebraucht werden, dazu sind sie zu verderblich. Und natürlich ist es kein Wunder das wir in gemäßigten Breiten fast unbegrenzt Nahrungsmittel produzieren können, das deutsche Wetter das die meisten Zeitgenossen so ausgiebig beklagen beschert uns nämlich fast die maximal mögliche Fruchtbarkeit (mehr geht nur im Regenwald) dagegen kann man auch mit Milliardengeldern für Gerät und Ausbildung der Bauern einem trockenen Boden in Afrika einfach nur einen Bruchteil davon in Ertrag abringen. Was also tun? Keine Ahnung bin doch kein Agrarexperte! Aber sich damit beschäftigen anstatt Anklagereden zu halten. Zudem könnte man Langfristig im Sinne einer globalen Arbeitsteilung sicherlich gut z.B. Sonnenstrom in Afrika herstellen und im Austausch liefern wir von unseren fruchtbaren Böden verstärkt Lagerbare Erzeugnisse wie Getreide nach Afrika - jedem und auch der Natur wäre gedient. Just my 2 cents.
Unsere Sorge sollte nicht sein, ob unsere Erde uns auch zukünftig ernähren kann (auch,wenn viele Theoretiker damit ihr Geld verdienen), sondern wie wir unsere Böden schützen können vor Wohlstandsmüll , Ansammlung von Giften (Atom-, Waffenbio-, Waffenchemiemüll )und der riesigen Verschwendung unserer Ressourcen besonders Wasser, dann sind kommende Hungerjahre kein Thema.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren