Arbeit Immer viel zu tun

In der japanischen Industriestadt Kitakyushu bauen Roboter Roboter. Sie werden in alle Welt verschifft, um Menschen zu ersetzen. In Dänemark packen sie Käse ein, in Deutschland lackieren sie Autos. Trotzdem geht uns die Arbeit nicht aus

Auf dem Gelände der Firma Yaskawa kann man zusehen, wie Arbeit vernichtet wird. Man muss bloß Ei-aeh Niju zuschauen. Niju steht in einer neonlichtdurchfluteten Halle am Fließband. Dort macht er nichts Ungewöhnliches. Er legt eine Art Schablone in einen Metallsockel, füllt sie mit vier Schrauben, greift sich einen elektrischen Schraubenzieher und dreht sie surrend fest. Viel mehr muss er nicht tun, dann rückt der Metallklotz vor ihm zur Seite und macht Platz für den nächsten.

Die Handgriffe sind simpel, spannender ist, was dabei herauskommt: Roboter. Niju montiert ihre Sockel. Sein Arbeitsplatz ist die größte Roboterfabrik der Welt, wie die Firma stolz erklärt. Bis zu 2300 Stück werden hier, in der japanischen Industrie- und Hafenstadt Kitakyushu, monatlich produziert. Roboter, die in alle Welt verschifft werden – damit sie in Dänemark Käse einpacken, in Deutschland Autokühler lackieren oder in den USA Einkaufswagen zusammenschweißen. Maschinen, die ohne zu murren Arbeit jeder Art annehmen. Roboter wie Niju.

Denn auch er ist eine Maschine. »Ei-aeh Niju« ist die japanisch-englische Sprechweise von »IA 20«. So heißt dieses Modell. Es ist 1,60 Meter groß, wiegt 120 Kilo und sieht aus wie ein großer, muskelbepackter Arm aus Metall. Mit ein bisschen Strom kann er monatelang Schrauben festziehen, ohne dass jemand Öl nachfüllen oder sich sonst wie darum kümmern müsste. Niju – oder ebendieser IA 20 – ist selbst ein Produkt der Fabrik, in der er jetzt am Fließband steht.

Arbeit ist es genau genommen nicht, was der Roboter macht. Denn in der Ökonomie zählt dazu nur menschliches Tun. Menschliche Tätigkeit, die dazu dient, eine Ware oder Dienstleistung zu produzieren. Arbeit ist einer der drei klassischen Produktionsfaktoren. Die anderen heißen »Boden« und »Kapital«. Und genau genommen bezeichnet dieser letzte Begriff das, was Niju tut: Es ist der Beitrag, den Werkzeug und Maschinen zur Produktion leisten. Greift der Roboter nach seinem Schraubenzieher, sieht man also den Produktionsfaktor Kapital in Aktion. Genauer: Kapital, das hilft, den Faktor Arbeit durch weiteres Kapital zu ersetzen. Niju vernichtet also Arbeit.

Das klingt dramatisch. Aber ist das wirklich schlimm? Ist es nicht ein Traum der Menschheit, sich von der Last der Arbeit zu befreien? Warum gibt es überhaupt noch – trotz aller Nijus und allen technischen Fortschritts – so viel zu tun auf dieser Welt?

Japan ist ein spannender Ort, um diesen Fragen nachzugehen. Denn nirgendwo sonst stehen so viele Roboter an den Werkbänken. Jeder dritte Industrieroboter weltweit schuftet in einer japanischen Fabrik. Gleichzeitig mangelt es aber auch den Menschen nicht an Beschäftigung. Mehr als 96 Prozent der japanischen Erwerbsbevölkerung haben einen Job. Die Arbeitslosenquote ist nur halb so hoch wie in Deutschland (3,8 statt 7,6 Prozent nach internationaler Zählweise). Mancher Japaner arbeitet sogar bis zum Umfallen. Für den Tod durch Überarbeitung gibt es ein eigenes Wort – Karoshi . 147 Opfer in einem Jahr zählte das Arbeitsministerium zuletzt.

Ökonomen verkündeten einst den Dreistundentag. Daraus wird nichts

Es scheint unglaublich: Die Menschen malochen wie besessen, obwohl sie immer mehr durch Maschinen erledigen lassen könnten. Denn die Technik wird ständig besser. »Die neueste Robotergeneration«, schwärmt Masahiro Ogawa mit der Begeisterung des Erfinders, »haben wir extra dem Menschen nachempfunden.« In einem Konferenzraum im ersten Stock der Roboterfabrik präsentiert der Manager Folien und Videofilme. Darauf: der neue Dual-Arm-Roboter DA 20. Er braucht nicht mehr Platz als ein Mensch und kann seine Arme – er hat anders als Niju zwei statt einem – genauso bewegen wie ein Mensch. »Man braucht keine Produktionslinien mehr umzubauen«, fasst Ogawa zusammen, »man kann einfach da, wo ein Arbeiter steht, den Roboter hinstellen und ihn machen lassen.« Rund 75000 Euro koste das Gerät, spätestens nach zwei Jahren habe es sich amortisiert.

Liegt es da fern, das Ende der Arbeit kommen zu sehen? Wenn die Technik immer besser wird und heute schon Roboter Roboter bauen? Soziologen wie Ulrich Beck, Philosophen wie Frithjof Bergmann und Buchautoren wie Jeremy Rifkin (Das Ende der Arbeit) künden schließlich schon seit Jahren vom nahenden Untergang der Erwerbsgesellschaft. Allerdings: Prophezeit wurde das schon oft. Vor rund 30 Jahren sah der Soziologe Ralf Dahrendorf die Zeit reif, vor 40 Jahren schwärmte der Studentenführer Rudi Dutschke, die Menschen in den Fabriken müssten bald nur noch wenige Stunden arbeiten (und hätten endlich Zeit für politische Debatten). Bereits 1883 erklärte der Sozialist Paul Lafargue, Schwiegersohn von Karl Marx, eine solche Überproduktion sei möglich, dass es den Menschen eigentlich verboten werden müsse, sich mehr als drei Stunden täglich abzurackern. Das Recht auf Faulheit betitelte er sein bissig-polemisches Traktat. Nüchterner prognostizierte 1930 einer der bekanntesten Ökonomen, John Maynard Keynes, spätestens in 100 Jahren sei der Dreistundentag erreicht. Ein »Zeitalter der Freizeit« stehe bevor.

Davon hat Keiichi Takaoka bisher nichts bemerkt. Der 42-Jährige arbeitet direkt über der Werkshalle, in der Niju so unermüdlich vor sich hin schraubt. In einem riesigen Großraumbüro, in dem etwa 100 Menschen vor ihren Schreibtischen sitzen. Männer wie Takaoka in mintgrünen Jacken und braunen Hosen, ein paar Frauen mit rosafarbenen Jacken und braunen Hosen. Die meisten starren angestrengt in ihren Laptop, einige telefonieren oder beugen sich über Konstruktionspläne. Hier wird die nächste Robotergeneration entwickelt. Takaokas Team, das in einer Ecke zusammensitzt, kümmert sich um die Software. »Wir überlegen zum Beispiel, ob wir den Robotern einen Internetzugang geben«, erzählt Takaoka. »Dann könnten sie bei Störungen automatisch eine Warnmail verschicken.«

Der Japaner lässt von 18 Urlaubstagen durchschnittlich 10 verfallen

Takaoka gefällt seine Arbeit. Doch oft ist es ihm einfach zu viel. »Ich bin normalerweise bis um zehn, elf Uhr abends im Büro«, sagt er mit einem müden Lächeln. Nicht selten gehe er abends auch noch mit den Kollegen etwas trinken – im traditionellen japanischen Bürokollektiv ist das Pflicht. Und manche Wochenenden verbringt Takaoka ebenfalls am Schreibtisch. »Viele hier«, sagt er nachdenklich, »arbeiten eigentlich zu viel.« Wie sich das ändern ließe, darauf weiß der Softwarespezialist keine rechte Antwort. Für drei Jahre war er mal in Deutschland, damals kümmerte er sich um die Roboter beim Kunden DaimlerChrysler. In dieser Zeit, erzählt Takaoka, sei er viel herumgereist und habe sich Europa angeschaut. »Doch seit ich wieder hier bin, komme ich kaum noch raus.« Der Urlaub in Japan ist kurz, und üblicherweise wird er nicht ausgeschöpft. Der durchschnittliche Japaner lässt von seinen 18 Urlaubstagen 10 verfallen.

Ein Wahnsinn!, möchte man da als Deutscher ausrufen. Aber das Beispiel zeigt: Wie viel jemand arbeitet, ist nicht nur eine Frage persönlicher Vorlieben oder individueller Verträge. Arbeit ist immer auch mit gesellschaftlichen Normen verbunden, gesetzlich kodifizierten und ungeschriebenen Regeln. Welche Loyalität man dem Arbeitgeber schuldet, ob man ihn wechseln darf (in Japan unüblich), ob man Überstunden notiert, Erziehungspausen einlegt, ob Arbeit als notwendiges Übel, Pflichterfüllung oder eher als Sinnstiftung verstanden wird, all das wird auch von sozialen Normen geprägt. Oft schlägt sich das in griffigen Formeln nieder – etwa im berühmten ora et labora, dem Beten und Arbeiten, das in mittelalterlichen Klöstern als Losung galt, oder im »Samstags gehört Papi mir«, mit dem Hunderte Jahre später die Gewerkschaften in Deutschland die Fünftagewoche durchsetzten. Das Arbeitsleben ist von Wertvorstellungen umgeben, von zähen Normen, die sich nur sehr langsam ändern.

»Die jungen Japaner sind anders«, erzählt Takaoka beim Mittagessen. Für sie stehe der Beruf nicht so sehr im Mittelpunkt. »Die gehen auch lieber abends mit richtigen Freunden aus statt immer mit den Bürokollegen.« Am Tisch sitzt eine jüngere Kollegin. Sie gibt Takaoka recht. »Immer nur Arbeit, Arbeit – das kann es doch nicht sein«, sagt Ayano Fukumoto, »das sehen doch selbst die Jungs inzwischen kritischer.« Die 27-Jährige kam erst vor zwei Jahren von der Universität. Jetzt ist sie bei Yaskawa für Aktionärsinformationen und eine Mitarbeiterzeitschrift zuständig. »Ich gehe normalerweise um fünf«, sagt sie. »Zu Hause weiß ich genug mit meiner Zeit anzufangen.«

Das Gespräch wird durch einen Gong unterbrochen. Eine Lautsprecherdurchsage hallt durch das Fabrikgebäude. Der Sprecher erinnert daran, dass Mittwoch sei und jeder das Haus bis um 17 Uhr zu verlassen habe. »Eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft«, erklärt Takaoka. Mittwochs sei früh Schluss. Wer länger arbeiten wolle, brauche eine Ausnahmegenehmigung. Seit drei Jahren gebe es das. Es tut sich etwas, selbst im arbeitswütigen Japan.

Zwar verbringt jeder achte Japaner noch ähnlich viel Zeit mit seinem Beruf wie Takaoka – mehr als 60 Stunden in der Woche –, aber die Mehrheit genießt deutlich mehr Freizeit als die Generation ihrer Eltern. Schon seit den sechziger Jahren gehen die Arbeitszeiten zurück: von damals 2400 Stunden im Jahr auf heute rund 1800, Überstunden eingerechnet. Und ein 1987 eingeführtes Gesetz zum Tod durch Überarbeitung ist auch ein Signal, dass grenzenlose Schinderei nicht mehr hingenommen wird. Heute können Angehörige von Karoshi -Opfern auf Entschädigung klagen.

Der Trend ist in praktisch allen Industriestaaten gleich: Die Arbeitszeit sinkt. Die Einwohner der meisten OECD-Länder widmen ihrem Beruf heute 100 bis 200 Stunden weniger pro Jahr als noch 1979. Extrem stark war der Rückgang in Westdeutschland (um 349 auf 1421 Stunden), extrem mickrig in den USA (um 30 auf 1804 Stunden). Dahinter steckt, wohlgemerkt, kein stetiger Anstieg der Arbeitslosigkeit, die eher mit der Konjunktur schwankt und derzeit in vielen Ländern so niedrig liegt wie lange nicht. Die Beschäftigten selbst arbeiten weniger. Insofern verändert sich die Erwerbsgesellschaft tatsächlich.

Nur verläuft dieser Prozess viel langsamer, als es die um zwei bis drei Prozent im Jahr wachsende Produktivität erwarten ließe. Daran gemessen, könnte die Freizeit schneller zunehmen. Um zu verstehen, warum die Arbeit nicht aussterben will, fehlt noch ein Puzzlestück.

Es findet sich außerhalb der Roboterfabrik, im Zentrum von Kitakyushu. Dort gewährt das historische Museum der Millionenstadt einen Blick in die Vergangenheit, in die Anfangsjahre der Industrialisierung. Schon vor dem Museum ragt eine 40 Meter hohe Stahlkonstruktion in den Himmel. Sie erinnert an das, womit die Stadt groß geworden ist. Das Ungetüm ist ein Hochofen, »1901« steht in großen Lettern daran. Das Jahr, in dem das Yahata-Stahlwerk gegründet wurde, einst das größte in ganz Asien. Kohle und Stahl (und anfangs auch aus Deutschland importierte Technik) haben die Stadt wachsen lassen, die Region ist so etwas wie ein japanischer Ruhrpott. Der Wohlstand kam mit viel harter körperlicher Arbeit: Die Menschen krochen in die Erde, zogen Kohlefrachter über Flüsse oder kochten in glühender Hitze Stahl.

Heute beschäftigen die Stahlwerke gerade noch 7000 Bürger der Stadt. Drei von vier Einwohnern haben mit Industrie nichts mehr zu tun, sondern verdienen sich ihr Geld mit Dienstleistungen. In Kitakyushu spiegelt sich, was in vielen Ländern geschieht: Die Arbeit wandelt sich. Die Industrieländer müssten längst Dienstleistungsländer heißen.

Länger Rentner sein – der Job ist nur noch ein Lebensabschnittspartner

Doch der interessanteste Einblick, den Kitakyushus historisches Museum gewährt, gilt nicht der Arbeit selbst, sondern dem mit ihr verbundenen Lebensstandard. In einer großen Halle steht ein komplettes Haus. Das Heim einer Stahlarbeiterfamilie aus dem Jahr 1950. Es dokumentiert den aufkommenden Wohlstand jener Zeit. Aus heutiger Sicht möchte man allerdings sagen: Es sieht nach nackter Armut aus. Eine Holzhütte mit zwei kargen Räumen, in denen eine vier- bis fünfköpfige Familie lebte. Statt Einbauküche eine steinerne Feuerstelle, statt hübsch gekacheltem Badezimmer ein Bretterverhau mit Holzzuber. Und selbst das war Luxus, wie der tragbare Audioguide erklärt. Die meisten dieser Häuser hatten kein Bad. Das Wohnzimmer ist nahezu leer – statt Flachbildfernseher, Hi-Fi-Anlage und Computer thront ein Röhrenradio auf einer Kommode. Statt eines Kinderzimmers voller Spielzeug liegt irgendwo ein Kreisel herum. Und vor dem Haus steht kein Auto mit Klimaanlage, Navi und DVD-Spieler (mancher Japaner schaut auf dem Supermarkt-Parkplatz Filme, während seine Frau den Einkauf erledigt), sondern nur ein altes Fahrrad.

Gäbe sich heute jemand damit zufrieden? Kaum. Vor allem deshalb will die Arbeit nicht verschwinden: Laufend entstehen neue Bedürfnisse. Roboter wie Niju werden nicht bloß genutzt, um das Gleiche wie gehabt herzustellen und Arbeit zu sparen, sondern auch, um mehr und bessere Produkte zu erzeugen. Manches mag einem überflüssig vorkommen – etwa die in Japan beliebten Toiletten mit Sitzheizung, Reinigungsstrahl und Trockendüse (das Fabrikklo bei Yaskawa hat 16 Knöpfe). Oder die Kirchen, die hier als bloße Kulissen errichtet werden, um Hochzeiten im »christlichen Stil« zu feiern. Doch in freien Gesellschaften entscheiden die Verbraucher nach eigenem Gusto, was zum Wohlstand zählt und wofür sich die Plackerei lohnt, ob für eine Glotze oder Geige.

Es gibt noch einen Grund, warum die Arbeit selbst in den entwickeltsten Industriestaaten langsamer zurückgeht als gedacht. Man braucht sie, um den immer längeren Ruhestand zu finanzieren. Japan ist wiederum ein gutes Beispiel. Nirgendwo ist die Lebenserwartung höher. Bekäme Keiichi Takaoka heute eine Tochter, hätte sie die Aussicht, 100 Jahre alt zu werden. Viele Stahlarbeiter wurden früher nicht einmal 60. Das ist das Alter, in dem heute für Japaner ein jahrzehntelanges Rentnerleben beginnt. Auch wenn viele danach weiterjobben, werden sie kaum einen so großen Teil ihrer Lebensspanne mit dem Broterwerb verbringen wie ihre Vorfahren. Statt drei Viertel ihrer Existenz okkupiert der Job in vielen Fällen nur noch die Hälfte; er wird zum Lebensabschnittspartner.

So betrachtet, sind die Menschen der von Keynes erwarteten »Ära der Freizeit« doch ein Stück nähergekommen. Nur arbeiten sie nicht bloß weniger Stunden pro Tag, sondern vor allem weniger Jahre pro Lebenszeit.

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Leser-Kommentare
    • Dox
    • 11.04.2008 um 2:35 Uhr

    Sehr interessant. Vielen Dank. Ich frage mich gerade, was passiert, wenn Roboter nicht nur Roboter bauen, sondern sie auch planen und entwickeln können? Was passiert, wenn sie eines Tages besser forschen, dichten, komponieren und singen können als wir Menschen? Dann müssten sie auch besser regieren können und wir hätten endlich gescheite Politiker. Es lebe die Zukunft!

    • hagego
    • 11.04.2008 um 13:34 Uhr

          Sollten wir wirklich einem un-menschlichen zeitalter entgegengehen, dann stellt sich heute doch sofort die Frage: Wie bezahlen wir einen Roboter? Erhält er wenigstens den Mindestlohn? Bekommt er gar keinen Lohn? Erhält "diesen" Lohn ein sogenannter Zuhälter (ein Mensch, ein Unternehmer, der "soundsoviele" Roboter "unter sich" hat?      Wann ginge denn ein Roboter in Rente? Wenn er knarrt und quietscht? Wenn er "eine Schraube locker" hat? Wie wäre der Generationenvertrag geregelt? Muss die "generation rob.II" die Alten ("generation rob.I") mit Öl versorgen? Aber gibt es dann überhaupt noch Öl?      Bevor diese Fragen durch die Politik nicht abschliessend geklärt sind, wird es auf dieser Erde weiter "menscheln". Apropos "Politik": Die heutigen Parlamentarier, im Bund und in den Länderparlamenten, sind ja schon die ersten Roboter, wenn zur Zeit auch noch aus der Bio-Masse "Fleisch und Blut". Viele dieser Volksvertreter haben jedenfalls schon lange die Verbindung zur Basis verloren. Sie haben sich meilenweit vom "Menschen" entfernt. Das merkt man besonders, wenn diese Minister und Abgeordneten den Mund aufmachen: Sie reden viel "Blech"... 

  1. Was macht der Arbeiter, der die Schrauben festzieht, oder Käse einpackt und jetzt durch einen Roboter ersetzt wird ?
    Er wird mit diesen Tätigkeiten nie wieder seinen Lebensunterhalt bestreiten können, da die Berufe unwiderbringlich und ersatzlos von der Bildfläche verschwinden.
    Der Mensch braucht eine neue Anstellung, aber wo ?
    Von den 3 Wirtschaftsektoren sind die Agrarindustrie und die Industrie schon so stark von der Automatisierung betroffen, dass nur die Dienstleistung bleibt.
    Doch auch hier wird das Eis immer dünner:
     
    Am Bankschalter Geld auszahlen - macht in den meisten Fällen der EC- Automat.
    Kassierer im Supermarkt - mit elektronischen Chips wie sie schon bei Skikarten etc. verwendet werden, weiß der Warenkorb schon bald von selbst was er kostet.
    Ich sehe im Boomen des Dienstleistungssektors lediglich das Aufblähen einer Blase, welche unter dem Druck der Robotik Platzen wird.
    Es entsteht eine neue Form von Armut.
     

  2. Natürlich ist die Automatisierung im Kern eine gute Sache: Wer würde schon bspw., wie vor 100 Jahren, die Arbeit einer Waschmaschine oder eines Wasserholers (vom Brunnen) machen wollen ?Aber natürlich ist es ein Verbrechen, den Menschen ihre wohlverdiente (über Generationen) Freizeit streitig machen zu wollen (HartzIV, 1-EUR-Job usw.).Die einen haben ganze Ländereien (Grund/Boden in Privatbesitz) geerbt, andere besitzen IndustrieImperien usw., alles geerbt ("FamilienBesitz" usw.).Da sollten doch gerechterweise die Nachfahren der Arbeiter/Bauern etc. der letzten 500 Jahre ihre wohlverdiente Freizeit quasi ebenfalls irgendwie "erben" können. Da haben deren Vorfahren hart für gearbeitet !Von meinem "Recht auf Faulheit" mache ich schon lange Gebrauch, und das kann ich jedem anderen nur empfehlen !!

  3. Wer seiner Waschmaschine einen Lohn zahlen möchte, kann das gerne tun. Wer Angst vor der Herrschaft der Maschinen hat soll auch die behalten, solange mein Computer noch nicht einmal verständliche Fehlermeldungen bringt, habe ich vor seiner Macht keine Angst. Innovationen haben immer zu einer Steigerung der Effektivität geführt und dazu, das ein Mensch in seiner Arbeitszeit immer mehr "schaffen" kann. Nicht zuletzt auch für sich selbst.Selbst jemand der für 3,75 € arbeiten geht hat heute mehr Freizeit, Luxus und eine höhere Lebenserwartung als jeder Durchschnittsbürger im Jahre 1908. Wovor haben wir also Angst? Davor das wir von der Couch aufstehen und uns den Veränderungen anpassen müssen?  Richtig, aber das ist eigentlich das einzige wovor wir "Angst" haben müssen.

  4. Die Zusammenhänge sind eigentlich bekannt, nur leider geht manches in Vergessenheit was jeder wissen sollte:"Arbeit" ist allein die selbstgewählte und selbstverwirklichende Beschäftigung die jemand wählt um seinen Mitmenschen von Nutzen zu sein. Dabei wird grundsätzlich Freude und bei Erfolg tiefe Befriedigung empfunden. Gleichzeitig erntet man dafür grundsätzlich die Anerkennung seiner Nächsten.Manche Aufgaben die ein Roboter erledigen kann stellen für manche Menschen Arbeit dar, für die meisten Menschen allerdings nur für sehr kurze Zeit bezogen auf die Arbeitszeit/die Zeit welche man mit Arbeit verbringt. Ansonsten ist es keine Arbeit sondern schlimmstenfalls Sklaverei.Einige menschenverachtende Artgenossen wollen gerne anderen vorschreiben, was diese als Arbeit zu akzeptieren hätten und schieben am liebsten noch hinterher, daß die Ablehnung dieser "Arbeit" seine Grundlage in einem (angeborenen?) Bedürfnis faul zu sein fände. Das ist an Zynismus kaum zu überbieten, denn: Kein Mensch ist an und für sich faul. Jeder Mensch sehnt sich nach Arbeit. Nur lassen die gesellschaftlichen Verhältnisse meschenwürdiges Leben  (und echte Arbeit) meist nicht zu. In diesem Sinne können Robotor sinnvoll sein. "Faulheit" ist in diesem Zusammenhang aber ein mindestens irritierender Begriff.

  5. guten tag.alle menschen haben arbeit, schöner traum, wenn er nicht auf dem rücken
    eben jener volksgruppen ausgetragen würde,die schon seit beginn der
    industrialisierung unter dem wollen der mächtigen leiden.wir leben in einer zeit, der fortschreitenden AUTOMATISIERUNG, es gibt
    immer mehr und bessere maschinen, die wer weiss wieviele millionen menschen
    jetzt schon ersetzen, auch bei ihnen und ihrer zeitung, wenn auch dort nicht
    gerade millionen villeicht, kommt auf ihre auflage an...worauf ich hinauswill, ist eigentlich ganz einfach:arbeit von menschen verrichtet, wird immer weniger, deswegen wird sie
    höher besteuert.automatisierte gewinne, bleiben jedoch sozial versicherungs frei,
    trotzdem das ein mensch dadurch ersetzt wird.eigentlich kann man automatisierung nur akzeptieren, wenn gleichzeitig
    gewährleistet wäre, das durch die maschine mindestens die "menge" an menschen, die ja
    ersetzt wurden, auch finanziert wird!aber pustekuchen!die kapital eigner schrauben sich immer grössere gewinne rein, wärend die
    \"abgeschafften\" menschen dem staat auf der tasche liegen, und im
    gegenzug arbeit durch höhere steuern teurer wird.also wie jetzt, die menschen zur arbeit zwingen?? dann verbietet doch
    einfach die maschinen!und was ist mit \"die würde des menschen ist unantastbar\"??wann ist die würde eines menschen angetastet, und wird nicht die würde
    aller menschen durch das blosse ersetzen durch maschinen angetastet?was wollen wir für die zukunft?wollen wir einige wenige reiche haben, die sich über die
    \"faule\" mehrheit beklagen, und diese mit staatlicher hilfe und
    gewalt in den niedriglohn zwingt, während gewinne immer grösser werden, und es
    generationen von verschwendern braucht, um all die kohle wieder auszugeben,
    oder wollen wir flächen deckenden wohlstand, der es am ende sogar überflüssig
    macht, das auch noch ein mensch arbeiten MUSS?ich für meinen teil, schaue nicht auf andere, wenn ich genug verdiene,
    stört es mich nicht, das andere etwas von meiner arbeit haben, sie werden ihre
    gründe haben, nicht zu arbeiten, und habe ich keine arbeit, habe ich ein hobby,
    das zur arbeit wird.selbst wenn es nichtsnutze geben sollte, wer will sich mit denen schon,
    auch noch auf der arbeit, rumschlagen?lass die doch zuhause, das ist das bisschen geld wert, für ein
    wohltuendes klima, auch bei der arbeit.arbeit wird immer gut und mit sorgfalt von menschen verrichtet, die sich
    über den SINN ihrer arbeit im klaren sind, die sich nicht quälen, sondern mit
    allem was ihnen zur verfügung steht in ihrer arbeit aufgehen, und auch zuhause
    noch überlegen, was man besser machen kann. nicht aber von menschen, denen es
    schlecht geht, warum auch immer es ihnen gerade schlecht geht!die einen leiden psychisch, man sieht es ihnen nicht an, die anderen
    körperlich, schon eher zu bemerken.andauernd gibt es neue erkenntnisse in fast allen bereichen von forschung
    und gesundheit, wer will sich anmassen über eines menschen krankheit
    (gesundheit) zu urteilen, ob sie nun unerkannt psychisch, oder offensichtlich
    körperlich ist, das resultat bleibt dasselbe, nämlich unfähigkeit zu arbeiten!made in germany, ist nicht entstanden, weil widerwillig psychisch kranke
    zur arbeit gezwungen wurden, sondern weil gesunde menschen voller elan und
    tatendrang, der welt gezeigt haben, was man auch als kleines land so schaffen
    kann, umgeben von potentiellen eroberern, und unter der diktatur einer atomaren
    demokratie.dieses land ist inzwischen wieder frei, wir brauchen jetzt solidarität,
    und den willen zu erkennen was in diesem land schon so alles passiert, ohne das
    ein einziger mensch hand anlegt, nur so, lassen sich all diese finanziellen
    löcher stopfen!ich bin bürger dieses landes, und habe trotzdem ich schuldenfrei bin,
    rechnerisch 17000.-€ schulden, weil wir von unfähigen regiert werden, die die
    zeichen der zeit nicht lesen können, und an der realität vorbei, einen
    bruchteil der bevölkerung, und auch noch den ärmsten, für die finanzielle
    misere des landes verantwortlich machen.warum denn nicht gleich an alle arbeitenden tamiflu verteilen, alle
    arbeitslosen gehen leer aus, und wir laden noch ein paar türken ein, schwupps,
    sind wir alle arbeitslosen los, bloss wohin mit den leichen, ach, die können ja
    dann die beseitigen, die gerade arbeitslos wurden, weil irgendwo eine fabrik
    automatisiert!!das wäre wenigstens den weg der gewalt konsequent gegangen, und nicht
    dieses scheinheilige rumgehampel, das nur die taschen der hampelmänner füllt,
    wärend man die eh schon armen leiden lässt, und sie als hilflosen sündenbock
    ohne sprachrohr, als politischen hack klotz benutzt, und im jahreswechsel tolle
    ideen von unterbelichteten studierten an ihnen ausprobiert!ES WIRD NIE WIEDER ARBEIT FÜR ALLE IN DEUTSCHLAND GEBEN, das muss man
    sich klar machen, denn die fakten sehen nun mal so aus, es sei denn man will
    ein sklavenland aufbauen, in dem wenige reiche die gewinne abschöpfen...also, lieber leser, wie entscheiden sie!mfg.

    • WITCH
    • 15.04.2008 um 15:27 Uhr

    Eine interessante Feststellung -" jeder Mensch sehnt sich nach Arbeit". Auf welche Weise haben Ihnen das alle Menschen mitgeteilt?

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