Stimmt's Würfelweise Gold
Justus Perthes aus Hamburg fragt: Stimmt es, dass alles Gold der Welt, das bisher gefördert wurde, in einem Würfel mit einer Seitenlänge von 20 Metern Platz hätte?
Gold ist gar nicht so selten. In der Erdkruste gibt es davon 30 Milliarden Tonnen. Allerdings ist die Konzentration meist so gering – im Durchschnitt weniger als ein Millionstel Prozent –, dass sich die Ausbeutung wirtschaftlich nicht lohnt.
Jährlich werden auf der Welt 2.500 Tonnen Gold gefördert. Würde man daraus einen Würfel formen, hätte dieser eine Kantenlänge von fünf Metern. Anders gesagt: Man könnte mit der jährlichen Goldfördermenge ein Wohnzimmer füllen.
Aber kann man annähernd schätzen, wie viel Gold in der Menschheitsgeschichte produziert wurde? Man kann. Das liegt daran, dass bis ins 18. Jahrhundert hinein die Fördermengen sehr viel geringer waren. Die Goldproduktion des Römischen Reichs wird auf acht Tonnen pro Jahr geschätzt. Im Mittelalter, als die leicht erreichbaren europäischen Vorkommen weitgehend erschöpft waren, sank die Jahresförderung sogar auf mickrige drei Tonnen. Erst mit der Kolonialisierung begann die industrielle Ausschöpfung der Goldminen; das 19. Jahrhundert erlebte einen Goldrausch. Aber mehr als 80 Prozent der bisherigen Goldproduktion der Menschheit, so schätzt das amerikanische United States Geological Survey, wurden nach 1900 gefördert. Und so kann man die Gesamtmenge recht genau schätzen, auf etwa 160.000 Tonnen. Würde man die in einen Würfel pressen, so betrüge dessen Kantenlänge tatsächlich etwas über 20 Meter.
Weil Gold so begehrt ist, wird es gut aufgehoben: Von dem hypothetischen Goldwürfel sind bisher nur etwa zehn Prozent verloren gegangen. Christoph Drösser
Die Adressen für »Stimmt’s«-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de . Das »Stimmt’s?«-Archiv: www.zeit.de/stimmts
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- Datum 10.04.2008 - 14:10 Uhr
- Serie Stimmt's
- Quelle DIE ZEIT, 10.04.2008 Nr. 16
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Also... wenn mich meine mathematischen Fähigkeiten nicht im Stich lassen, und eine jährliche Fördermenge von 2500 Tonnen Gold einen Würfel mit einer Kantenlänge von 5 Metern ergeben, dann ergäbe sich alleine aus der innerhalb der letzten 8 Jahre ( 8* 2500 = 20000 Tonnen Gold) geföderten Menge Goldes ein Würfel mit einer Kantenlänge von 20 Metern.Wie kommen Sie bei einer geschätzten Menge von 160.000 Tonnen Gold auf einen Würfel mit einer Kantenlänge von etwas über 20 Metern, wenn nach der obigen Rechnung theoretisch immerhin ein Würfel mit einer Kantenlänge von 40 Metern entsteht.
alles klar... ich hatte einen kleinen denkfehler...sorry!!!ihre rechnung stimmt...
Ein Würfel mit 5m Kantenlänge passt 8 x in einen Würfel mit 20m KL.Die GESAMTE MENGE GOLD = 8fache Jahresproduktion????Etwas stimmt da doch nicht, oder?Entweder die Jahresproduktion nicht oder die Gesamtmenge.Sooo exorbitant kann doch die neueste Steigerung der Jahresproduktion nicht sein, oder?
Das Volumen eines Würfels ist die Kantenlänge hoch drei.(5m)^3=125m³, hingegen (20m)^3=8000m³Anders erklärt: Der 20m Wüfel ist 4 mal so lang, 4 mal so breit und 4 mal so hoch wie der 5m Würfel. 4*4*4=64, also ist der große Würfel 64 mal größer als der kleine Würfel.
die Gymnasialzeit nicht zu verkuerzen....
jetzt sehe ich es natürlich auch ein(mein gymnasium war tatsächlich verkürzt, aber daran liegt es wohl nicht):))
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