Nahrungskrise Noch hungern nur die ArmenSeite 6/6
Der Philippine Star vermeldet: »Weniger Reis auf dem Speiseplan kann die Fettleibigkeit bei Kindern senken.« Keine Krise, bisher. Außer bei den Armen.
Mitarbeit: Georg Blume, Andrea Böhm, Christiane Grefe, Petra Pinzler, Mark Schieritz, Michael Thumann und Fritz Vorholz
- Datum 17.04.2008 - 04:27 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 17.04.2008 Nr. 17
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Es war der Brotpreis, 1789, oder?Hoffen wir mal, dass aus der Not noch eine Tugend wird und wir es global hinkriegen, die Landwirtschaft wieder auf die Beine zu stellen - Mikrobewässerungssysteme etc., wie im Artikel angedeutet.Und dass dem Spekulieren mit Nahrungsmitteln ("Mais-Zertifikat", "Weizen open ended...") ein Riegel vorgeschoben wird. "Hunger ist auch Krieg!" (Willy Brandt)
Ich habe den Artikel mit großen Interessen und einiges dazu gelernt. Für mich war es immer verwunderlich, warum China und Indien als Verursacher der Nahrungskrise hingestellt werden, was gar nicht der Tatsache entspricht. Die Nahrungskrise hat viele Facetten. Ich hoffe, dass die westliche Länder auch umdenken und ihre Agra-Politik korrigieren. Sie können viel leisten, die Krise zu überwinden.
Wenn Spekulanten in einen brechenden Dollarraum von einer Blase zur nächsten springen und Banken unkaputtbar geworden sind, weil ihr Fall eine Kettenreaktion in Gang bringen würde die eh nur verschoben ist. Wenn die Marktwirtschaft durch Monopole gebogen und verzerrt wird und unsere Demokratie auf einmal Scheibchenweise zur Disposition steht. Nur weil Ali und die vierzig Räuber auf Wanderscaft sein sollen.An realer Nahrung gibt es genug und es gibt keine vernüftigen Grund dies in den Tank zu würgen.Da Elektroauto ist die Zukunft aber auch nicht mehr als PS Monster.blog.freigeldpraktiker.de Marktwirtschaft ohne Kapitalismus in Radixdemokratie
Hieß es nicht vor wenigen Jahren noch, man bräuchte die globale Arbeitsteilung? Dass in der 3. Welt die Nahrungsmittel produziert würden, in den Schwellenländern Industrieprodukte und in den westlichen Staaten dann der Vertrieb und die Rechtsabteilungen säßen und man dort lediglich 'Dienstleistungen' erbringen würde?Nun - dieses Konzept hat einen gravierenden Nachteil, geht es doch von dauerhaft niedrigen Energiepreisen und damit Transportkosten sowie funktionierenden Fernhandelswegen aus. Ist dies - aus welchen Gründen auch immer - nicht gewährleistet, bricht das ganze System wie ein Kartenhaus in sich zusammen, weil es aus elementaren wechselseitigen Abhängigkeiten besteht.Welche Rückschlüsse kann man nun daraus ziehen? Ich meine, wir müssen weg von den globalen Abhängigkeiten und die Überlebensfähigkeiten - und hier meine ich die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln - der einzelnen Regionen sichern. Der weltweite Handel kann die Grundversorgung einer Region ergänzen - nicht aber ersetzen.
"...verstärkt durch Spekulanten an den Warenterminbörsen...verstärkt noch von Spekulanten, die Grundnahrungsmittel horten und auf weiter steigende Preise setzen.... Das Anlegermagazin Focus Money lockte auf seiner Titelseite mit »exzellenten Gewinnchancen« bei den »neuen Superrohstoffen..."Ein objektiver und kritischer Bericht zum Thema in der ZEIT?Und dann wird auch noch das Märchen vom "hungrigen Riesen" China, der dafür sorgt daß hier die Lebensmittelpreise steigen, als die Lüge, die es ist, denunziert???"Andere Szenarien der Schwarzmaler sind hingegen unglaubwürdig. Etwa die Bedrohung durch den chinesischen Heißhunger."Wer hat denn da gepennt in der Redaktion? Da kommt doch jetzt bestimmt ein böses Fax von Bertelsmann!Und weils gestern so schön war noch mal die Links zur Warenterminbörse in Chikago...dem Ort, wo der Hunger von morgen schon heute gehandelt wird!Mais: http://cbotdataexchange.i...Weizen: http://cbotdataexchange.i...Reis: http://cbotdataexchange.i...Auf die 5-Jahres-Übersicht gehen, und beobachten, wie die Preise Fahrt aufnahmen...recht synchron mit Beginn und Fortschreiten der Kreditkrise Mitte/Ende 2007.Die besten 10 Hedgefonds-Manager der Welt verdienten 2007 zusammen alleine 13 Milliarden Dollar.http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,547700,00.htmlWohlgemerkt: das ist nur der VERDIENST...wenn ich den mal HOCH ansetze, sagen wir 20% des vom Hedgefonds gemachten Gewinns, würde das bedeuten, daß die betreffenden Fonds 2007 ca. 65 Milliarden Dollar Gewinn gemacht hätten.Wenn ich diesen Gewinn beziffere als wiederum ca. 20% der Einlagen der Fonds, komme ich alleine für die von diesen Leuten verwalteten Fonds auf Einlagen von ca. 320 Milliarden Dollar...vagabundierendes Kapital, Spielgeld der Reichen, das rund um den Globus auf der Suche nach lukrativen Anlagemöglichkeiten ist...egal, wer dafür bluten muss.Mahlzeit zusammen.
Schöner Artikel der, zeigt, was für politische Pfeifen uns derzeit regieren. Die tröten nämlich immer noch in jedes Mikro, das Deutschland eine Dienstleistungsgesellschaft werden müsse und das Informationen unser bestes Exportgut wären etc...Nun, Dienstleistung betreiben vor allem die Länder, die momentan mit Hunger zu kämpfen haben und Informationen kann man nicht essen-da das so ist, kann man für Informationen auch keine hohen Preise verlangen, wenn man auf existenzielle Nahrungsmittellieferungen angewiesen ist.Anstatt also den leeren Osten mit irgendwelchen subentionierten Bastelhallen für Besserfinnen vollzupflastern wäre es dringend geboten, die freien Landstriche auf Agrarwirtschaft und Nahrungsmittelfertigung umzustellen. Da wären dann eine Menge Arbeitsplätze, die auch dauerhaft bestehen können und werden.
Darum möchte ich meine Meinung auch nicht als "Tatsache" hinstellen. Ich finde aber wir müssen schon trennen was bei den Nahrungsmittelpreisen von Politik getrieben wird (vom Biosprit bis hin zu verfehlter Agrarpolitik etc.) und der schieren Knappheit aufgrund des weiter ungezügelten Bevölkerungswachstums auf dem Planeten Erde!Ich habe gelesen die Nahrungsknappheit hat sich angekündigt weil bereits seit 3 Jahren auf der Erde mehr Nahrungsmittel verbraucht als geerntet wurden. Die zuvor noch gut gefüllten Getreidelager etc. haben sich seit 2005 kontinuierlich geleert. Auch bei uns! Warum gestehen wir uns nicht ein das es Grenzen des Wachstums gibt - auch des Bevölkerungswachstums. Sicher, temporär hat die Krise auch andere Ursachen und lässt sich durch die Politik bewältigen. Aber doch nie und nimmer langfristig! Wenn die Bevölkerung bis 2050 auf über 9 Milliarden steigt wie von der UN vorhergesagt und gleichzeitig der Klimawandel noch mehr Dürren etc. verursachen wird... dazu brauch man wirklich kein Experte sein um zu sehen das es da eine physische Lücke gibt die sich auch nicht durch Politik, Umverteilung und derlei Phrasen schließen lässt. Gott behüte ich proklamiere nicht Bevölkerungskontrolle aber es sollte von der UN auf der ganzen Erde eine Familienpolitik gefördert werden die es nicht notwendig macht das eine Familie 10 Kinder bekommt - in armen Ländern ist dass darum oft so weil die Familie die Kinder als Arbeiter braucht um das Familieneinkommen zu erwirtschaften und die Eltern haben auch keinerlei staatlich Organisierte Absicherung da diese Länder ständig am Rande der Anarchie stehen und müssen sich darum darauf verlassen von den Kindern getragen zu werden. Und da das in einem Verhältnis 1:1 weder bei uns funktioniert (siehe unsere explodierenden Rentenausgaben) noch dort sind die Leute fast "gezwungen" viele Kinder zu bekommen -> Bevölkerungsexplosion!
Wie oft muss man es eigentlich noch wiederholen? Deshalb noch einmal in ganz volkstümlichen Worten: Es gibt auf dem Globus noch für alle genug. Aber es gibt von einer einzigen Sache viel zu viel: nämlich die kreuz und quer rollenden Dollarwellen, unter denen der ganze Globus zu ersaufen droht. Diese Dollar-Tsunamis werden von den zunehmend bangen Versuchen ausgelöst, die ruinierte usamerikanische Volkswirtschaft einigermaßen über Wasser zu halten. 1917 und 1941 halfen dabei die treuen Deutschen. Später das Reich des roten Bösen. Heute nur noch die Notenpresse mit ein bisserl "islamistische Terroristen".Die Geldtsunamis - früher "Petrodollars" geheißen - eigentlich wertloser Plunder, der eines Tages genau so in Rauch aufzugehen droht, wie die noch einmal vorgeschobenen Hypotheken, suchen sich stabile Anlagewerte. Blöd ist, dass praktisch schon alles, was für Geld zu haben ist, verzockt wurde. Dass irgendwann auf Ernten in Namibia oder sonstwo gewettet werden würde, war vorauszusehen. Und natürlich auch die damit verbundene Preissteigerung. Mit welcher entlohnten Ignoranz oder vielleicht auch Stupiditas die Zusammenhänge dem "breiten Volk" vorenthalten werden, ist schon bemerkenswert.
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