Energie Tanz um die Tonne
Fünf Fragen und Antworten zum Ölpreis
Brasilien hat neue Ölfelder in Rekordgröße gefunden. Sind die Lateinamerikaner die neuen Ölscheichs?
»In Amerika entsteht ein neuer Energiechampion«, sagt Javier Santiso, Chefökonom des OECD-Entwicklungszentrums in Paris. Gerade haben die Brasilianer vor der Küste von São Paulo das neue Ölfeld Carioca entdeckt, in dem 33 Milliarden Barrel Erdöl stecken sollen. Das wäre mehr als die gesamten Reserven der USA, die größte Entdeckung seit mehr als 30 Jahren. Erst im November war nebenan das Feld Tupi entdeckt worden, dessen Inhalt auf fünf bis acht Milliarden Barrel Öl und Gas geschätzt wird. »Schon Tupi könnte Brasilien zu einem der größten nationalen Ölexporteure machen«, sagt Markus Jäger, ein Experte bei der Deutschen Bank in New York. Wenn sich die Nachrichten als wahr erweisen, wird Brasilien das Land mit den zehntgrößten Ölreserven der Welt.
Aber noch kommt der Jubel etwas früh: Ob Carioca wirklich 33 Milliarden Barrel enthält, ist noch nicht sicher. Der brasilianische Ölkonzern Petrobras, der den größten Teil der Rechte hält, will erst weitere Probebohrungen und geologische Studien abwarten.
Außerdem liegen Carioca und Tupi Kilometer unter dem Meeresspiegel und sind von einer ebenfalls kilometerdicken Schicht aus Salz und Gestein bedeckt. Noch bis vor wenigen Jahren galt es als fast unmöglich, Öl aus solchen Lagerstätten zu fördern. »Die Bohrgestänge müssen hohen Druck aushalten«, erklärt Hans-Georg Babies, Erdölgeologe der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover. »Die Meißel werden regelmäßig stumpf.«
Immerhin: Wenn es um Tiefseebohrungen geht, gilt Petrobras in der Branche als führend. In vier bis fünf Jahren will der Konzern das erste Öl aus Tupi fördern, was einige Experten noch für sehr optimistisch halten, und bald darauf aus Carioca. Bis dahin aber bleibt wohl der Biosprit größter Exportartikel des Energiechampions Brasilien: Das Land gewinnt aus Zuckerrohr Ethanol, da ist es Exportweltmeister. Regierungschef Luiz Inácio da Silva kündigte gerade an, er wolle bei aller Freude über das schwarze Gold auch das grüne nicht vernachlässigen.
Heißt das, uns wird in den kommenden Jahren der Treibstoff und das Heizöl noch nicht ausgehen?
Dieser Schluss wäre voreilig. Tatsächlich könnte man beim Blick in die Statistiken meinen, ständig komme neues Öl hinzu: Jahr um Jahr steigt der weltweite Verbrauch, aber zugleich wachsen auch die nachgewiesenen Ölreserven.
Das hat allerdings nur zum geringen Teil mit der Entdeckung neuer Ölvorkommen wie in Brasilien zu tun. Entscheidender ist die Entwicklung raffinierter neuer Fördertechniken. Sie lassen eine bessere Ausbeutung der schon bekannten Lagerstätten zu. In den Ölfeldern liegt also nach wie vor die gleiche Menge Öl, aber davon kann man jetzt nicht mehr nur die typischen 35 Prozent zutage fördern, sondern ein paar Prozentpunkte mehr.
Auf lange Sicht gilt aber, was auch für jedes einzelne Ölfeld stimmt: Ist erst die Hälfte eines Vorkommens ausgebeutet, nimmt nach einer sogenannten Plateauphase die Förderung ab. Der Geologe Marion King Hubbert hat das einmal als eine Art Glockenkurve dargestellt. Der Höhepunkt der Kurve, von dem an es nur noch abwärts geht, wird peak oil genannt.
Irgendwann wird weltweit die Ölförderung ihre Spitze erreichen. Wie weit können Entdeckungen oder Neubewertungen diesen Zeitpunkt herauszögern? Das ist umstritten. Die BGR geht davon aus, dass das weltweite Fördermaximum bis etwa 2020 erreicht ist. Die in der Association for the Study of Peak Oil (ASPO) in Schweden vereinten Wissenschaftler glauben hingegen, der globale peak oil sei schon heute erreicht oder zumindest sehr bald.
Immer noch gilt, dass sich mehr als 60 Prozent der bekannten Weltreserven in den Ländern des Nahen Ostens befinden. Die Scheichs am Golf oder die Saudis pumpen ihre Ölfelder langsamer leer als viele andere Nationen: Zur laufenden Ölförderung trägt der Nahe Osten im Augenblick nur gut 30 Prozent bei. Also kann man sich schon ausrechnen, was in der Zeit nach peak oil passiert: Dann wird ein Ölfeld nach dem nächsten leergepumpt und stillgelegt werden, und die Abhängigkeit von den Scheichs wächst wieder.
Bei zwei neuen Ölfeldern in Brasilien muss es ja nicht bleiben. Wird nicht noch anderswo gebohrt?
Ja, in vielen Ländern wird kräftig weiter nach Lagerstätten gesucht. Und schon heute zählt man einige Öllagerstätten zu den erschließbaren Vorräten, bei denen man vor 10 oder 20 Jahren keinerlei Förderung für möglich gehalten hätte.
Das gilt für die neu entdeckten brasilianischen Ölfelder. Aber auch in Kanada gibt es eine Menge Öl, wenn auch in Form von Ölsand, dessen Förderung nicht nur sehr umweltschädlich ist, sondern auch teuer. Sie verbraucht außerdem eine Menge Energie: Bei einem der üblichen Verfahren wird mit Hilfe von Erdgas Dampf erhitzt und in die unterirdischen Ölsandvorkommen gedrückt, damit sich das Bitumen löst und abgesaugt werden kann.
Mit anderen Worten: Man steckt eine Menge Energie hinein, um am Ende den Energieträger Öl herauszubekommen. Außerdem wird dabei ein anderes knappes Gut, Trinkwasser, in gewaltigen Mengen verbraucht. Aber angesichts des hohen Ölpreises könnte sich die Sache trotzdem lohnen. Einige Firmen gaben im April bekannt, dass sie ihre Investitionen in kanadische Ölsandförderung noch einmal kräftig erhöhen wollten.
Ähnlich schwer erschließbare Ölvorkommen finden sich an vielen Orten auf der Welt. Die Beratungsfirma Wood Mackenzie aus dem schottischen Edinburgh schätzte im vergangenen Jahr, dass auf der Welt noch 3.600 Milliarden Barrel Öl und Gas lagern; also mehr als hundertmal so viel wie im frisch entdeckten Carioca-Feld, aber in der Form äußerst schwer erschließbarer Vorkommen. Teer in Venezuela, schweres Öl in Madagaskar, Ölschiefer in Australien. Billiges, konventionell gewinnbares Erdöl sei hingegen eine Sache von gestern.
Natürlich ist das alles sehr spekulativ. Es kommt noch wilder: Manche optimistische Branchenexperten gründen ihre Vorhersagen über den Energiemarkt darauf, dass die Ölkonzerne künftig unter dem Meeresboden in den arktischen Regionen noch weitere große Ölvorräte entdecken. An Orten wie Grönland und Alaska zum Beispiel, wo das ewige Eis schmilzt, sind schon heute etliche große Ölfirmen unterwegs und lassen ihre Geologen Probebohrungen anstellen. Wenn sie Erfolg haben, könnte am Ende ausgerechnet die Erderwärmung – mit ausgelöst durch das Verbrennen von Öl und Gas – dem Menschen neue Vorräte an Öl und Gas bescheren.
So viel zur Weltlage. Aber wie teuer wird nun der Sprit im Urlaub und das Heizöl im Winter?
Kommt darauf an, wen man fragt. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin etwa rechnet damit, dass ein Fass Erdöl bald 200 Dollar kostet. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut geht von 80 Dollar aus. Ende April 2008 betrug der Preis rund 115 Dollar.
Unbestritten ist, dass wir so etwas wie einen Ölpreisschock erleben: Der Ölpreis war zwar in den vergangenen 35 Jahren mehr oder weniger kontinuierlich gestiegen, aber das galt nur nominal. Real – wenn man die Inflation herausrechnet – wurde der Stoff jahrelang billiger. Selbst im Durchschnitt des vergangenen Jahres kostete Öl real weniger als 1980. Doch steigt der Preis jetzt auch real.
Diese neue Entwicklung hat aber nicht viel mit peak oil zu tun, sondern hauptsächlich mit Angebot und Nachfrage. Das Angebot: Das ist die laufende Förderung von Öl. Sie steigt seit 2005 kaum noch, aus einer Reihe von Ursachen, darunter Unruhen in Nigeria oder mangelnde Investitionen in Venezuela. In Saudi-Arabien wurde ebenfalls wenig gefördert, wofür die einen technische Rückschläge verantwortlich machen und die anderen Kalkül.
Zugleich hat die Nachfrage angezogen, denn die Weltkonjunktur brummte zuletzt noch. Die Folge: Der Ölpreis stieg. Die Prognose: Wenn demnächst die Förderung wieder anzieht oder die Nachfrage schrumpft, wird das Öl auch wieder billiger werden. Im Prinzip zumindest. Denn eine gewisse Rolle spielt die Verknappung der Welt-Ölreserven schon heute. Sie beflügelt die Fantasie der Spekulanten. Einige setzen schon heute auf ein Ende der Ölversorgung. Sie kaufen gerade Ölreserven und Ölförderrechte. Und damit steigen die Preise.
Moment, die Spekulanten füllen sich also die Taschen, während wir uns mit hohen Preisen herumschlagen?
Wie groß der Einfluss der Spekulanten ist – das weiß niemand ganz genau. Allerdings legt die Art und Weise, wie heute der Ölpreis zustande kommt, einen gehörigen Einfluss nahe. Früher kamen Ölanbieter und Ölnachfrager zu fest verabredeten Preisen ins Geschäft. Heute bildet sich der Ölpreis wie der Preis für jedes andere Gut: an den Märkten. Zum Beispiel an der New York Mercantile Exchange, an der International Petroleum Exchange in London und für Asien an der Singapore Exchange.
Nicht jeder, der an den Ölbörsen mitbietet, ist tatsächlich am Öl interessiert. Es treten auch »nichtkommerzielle« Händler auf: Spekulanten eben, die vom Auf oder Ab der Preise profitieren, ohne jemals eine Tonne Öl wegschleppen zu wollen. Banken, Anleger und Fonds. Ihr Einfluss wächst. Marktkenner gehen zum Beispiel davon aus, dass sich sämtliche größeren deutschen Geldhäuser im Ölgeschäft engagieren. Man kann darüber einiges Positive sagen – so übernehmen Spekulanten häufig Risiken, die andere Marktteilnehmer nicht tragen wollen. In der Summe aber verstärken sie häufig Preisausschläge. In den vergangenen Wochen etwa. So stark, sagen Experten, hätten die Preise nicht anziehen dürfen – wegen der Rezessionsängste. Dass sie es dennoch taten, dahinter steckten Spekulanten.
Man kann auch die Ölförderer selber als eine Art Spekulanten begreifen. Etwa die Saudis, die im Augenblick so auffällig wenig fördern. Nach dem Motto: Warum heute Öl verkaufen, wenn man morgen vielleicht doppelt so viel dafür bekommt?
- Datum 22.05.2008 - 06:58 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 24.04.2008 Nr. 18
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Aber schon am 16 April 2008 meldete Bloomberg daß das `Riesenölfeld´ vor Argentinien 98% weniger !!!! Öl enthalte wie prognostiziert. Ich empfhele äußertste Vorsicht bei allen Meldungen üner neue Funde und natürlich über alte die auf ein mal wider rentabel sind. Mein Eindruck.: Langsam aber sicher bekommt man Angst daß das Zeitalter des billigen Öls entgültig vorbei ist.
Wer mal so richtig Angst angesichts unserer Ölsituation verspüren möchte, dem empfehle ich folgende Links:
Erst der Problemleugner von Shell:
http://www.n-tv.de/931556.html
Dann Herr Birol von der IEA: (besser als der Link ist das PDF auf der Seite, ist mit Grafiken)
http://www.internationalepolitik.de/archiv/jahrgang-2008/april/--die-sirenen-schrillen--.html
Noch ein bischen relativieren, solange es noch geht von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). http://www.n-tv.de/930227.html
Dafür Tacheles von: Deutschlands einziger Professor für Erdölgeologie, Herr Blendinger: http://www.n-tv.de/939588.html
Noch ein Einblick in die Welt der Politik: http://www.n-tv.de/928348.html
Weiter gehts, auch sehr gut:
http://www.n-tv.de/Peak_Oil_Wir_haben_ein_Problem/040420082510/943782.html
Hier kracht es richtig:
http://www.blaetter.de/artikel.php?pr=2611
Hier laufen die Fäden zusammen: http://www.energiekrise.de/
Viel Spass beim lesen. Meine Meinung zum Thema Öl: Enjoy it while it lasts, der Knall wird SEHR unschön, vor allem in den USA. Ich geb uns noch so 1-3 Jahre, dann wird es sehr ungemütlich. Falls die neugefundenen Ölfelder vor Brasilien tatsächlich noch rechtzeitig erschlossen werden können und so viel (hochwertiges?) Öl enthalten wie prognostiziert, könnten wir uns vielleicht noch etwas "Umbauzeit" damit erkaufen, allein, ich fürchte es ist zu spät.
Vielen Dank für diese hervorragende Sammlung!Ich werde sie mir kopieren und an Bekannte weitergeben.Alles GuteStefan StarkeFriedrichshafen
Tolle Zusammenstellung von wirklich interessanten Links. Vielen Dank dafür.
Ich habe vor einiger Zeit auch eine Seite im Netz entdeckt: http://www.godmode-trader.... Damit ist man immer auf dem neuesten Stand.
Viele Grüße
Petra
Vielen Dank für diese hervorragende Sammlung!Ich werde sie mir kopieren und an Bekannte weitergeben.Alles GuteStefan StarkeFriedrichshafen
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Ich habe vor einiger Zeit auch eine Seite im Netz entdeckt: http://www.godmode-trader.... Damit ist man immer auf dem neuesten Stand.
Viele Grüße
Petra
Vielen Dank für diese hervorragende Sammlung!Ich werde sie mir kopieren und an Bekannte weitergeben.Alles GuteStefan StarkeFriedrichshafen
Ich kann das Wort nicht mehr hören.Mein Vorschlag: Jeder, der es benutzt, überweist ein Euro an UNICEF :-) .Im Sommer 2006, als erstmalig 75 $/barrel Rohöl erreicht wurden, hieß es: "Die Spekulanten"Ende letzten Jahres bei knapp 100 € oder jetzt etwas unter 120 €, jedes Mal wird auf die Verteuerung durch Spekulation verwiesen.Meine Einschätzung: Mit steigender Verknappung des Öls sollte man die Spekulation als einen von mehreren preistreibenden Faktoren mit einkalkulieren.Wer ist denn der Spekulant?Das sind nicht nur die Akteure an der Börse.Das ist, wie die Zeit schreibt, das Förderland, das mit gutem Recht versucht, sein Öl so teuer wie möglich zu verkaufen.Das ist auch das US-amerikanische Ölkonzern, das lieber Gewinne abschöpft, anstatt seine Raffinerie zu sanieren.Das ist der Herr Putin, der das Erdgas entsprechend dem Preisanstieg beim Öl verteuern wird.Das ist der Autofahrer, der sich vom Händler ein leistungsstarkes und imageträchtiges Fahrzeug aufschwätzen lässt, statt das gleiche Geld in ein Sparmobil zu investieren.Das ist der Hausbesitzer, der mir als Energieberater erzählt, er könne seine Fassade nur streichen, die zusätzlichen 10.000 Euro für die Dämmung habe er leider nicht. Jeder hat als Konsument und als politisch aktiver Mensch die Wahl: Entweder lässt er sich von diesen wohlfeilen Scheindebatten einlullen und wartet auf eine Preissenkung, die höchstens kurzfristig funktioniert.Oder er handelt. Stefan StarkeFriedrichshafen
Tja wie denn ? Energiesparlampen ? Gleichzeitig mehr Flachbildschirme !Weniger Autofahren ( wer macht das schon? ) ? Flugtrickets für 19 Euro durch Europa abschaffen ?Weniger Einkaufen? Geht nicht, der Binnenkonsum muß angekurbelt werden.Fazit: Alles was mit weniger zu tun hat geht nicht, Wirtschaftswachstum hat oberste Priorität. Dies ist das historische Problem und es gibt keinnerlei Lösungen, man hat sie ja nicht entwickelt, will es auch gar nicht.
Wer die Spekulanten sind? Die Hedge-Fonds die ihr Geld gerne irgendwo parken, wo es von selbst mehr wird und da sind Rohstoffe, insbesondere Öl, derzeit die beste Option. Natürlich steigen immer mehr Leute ein je länger es aufwärts geht. Eine typische Börsen-Blase die die Verbraucher unfreiwillig mitbezahlen müssen.Dass es Spekulationen sind, kann man ganz einfach erkennen, wenn man die weltweite Nachfragesteigerung mit der Preisentwicklung vergleicht.Nachfrageentwicklung: seit 2005 max. um 10% gestiegen, der tatsächliche Verbrauch ist locker durch die Förderung abgedecktPreisentwicklung (auf Ölpreis klicken und dann 10-Jahreschart):seit 2005 verdreifachtWahrscheinlich wirst du mit den Schultern zucken und behaupten das sei halt so, da kann man nichts machen. Tatsache ist aber: es müsste nicht so sein, niemand zwingt die Ölförderer das Öl an der Börse zu handeln. Niemand zwingt uns, Hedge-Fonds das spekulieren mit Öl zu erlauben. Das Brot kauf man ja auch nicht im Spielkasino und mehr ist die Börse nicht. Aber die Politik ist blind auf dem Auge des internationalen Großkapitals, dieses darf tun und lassen was ihm gefällt.Die Blase wird vermutlich irgendwann platzen, die Frage ist nur wann.
Tja wie denn ? Energiesparlampen ? Gleichzeitig mehr Flachbildschirme !Weniger Autofahren ( wer macht das schon? ) ? Flugtrickets für 19 Euro durch Europa abschaffen ?Weniger Einkaufen? Geht nicht, der Binnenkonsum muß angekurbelt werden.Fazit: Alles was mit weniger zu tun hat geht nicht, Wirtschaftswachstum hat oberste Priorität. Dies ist das historische Problem und es gibt keinnerlei Lösungen, man hat sie ja nicht entwickelt, will es auch gar nicht.
Wer die Spekulanten sind? Die Hedge-Fonds die ihr Geld gerne irgendwo parken, wo es von selbst mehr wird und da sind Rohstoffe, insbesondere Öl, derzeit die beste Option. Natürlich steigen immer mehr Leute ein je länger es aufwärts geht. Eine typische Börsen-Blase die die Verbraucher unfreiwillig mitbezahlen müssen.Dass es Spekulationen sind, kann man ganz einfach erkennen, wenn man die weltweite Nachfragesteigerung mit der Preisentwicklung vergleicht.Nachfrageentwicklung: seit 2005 max. um 10% gestiegen, der tatsächliche Verbrauch ist locker durch die Förderung abgedecktPreisentwicklung (auf Ölpreis klicken und dann 10-Jahreschart):seit 2005 verdreifachtWahrscheinlich wirst du mit den Schultern zucken und behaupten das sei halt so, da kann man nichts machen. Tatsache ist aber: es müsste nicht so sein, niemand zwingt die Ölförderer das Öl an der Börse zu handeln. Niemand zwingt uns, Hedge-Fonds das spekulieren mit Öl zu erlauben. Das Brot kauf man ja auch nicht im Spielkasino und mehr ist die Börse nicht. Aber die Politik ist blind auf dem Auge des internationalen Großkapitals, dieses darf tun und lassen was ihm gefällt.Die Blase wird vermutlich irgendwann platzen, die Frage ist nur wann.
Tja wie denn ? Energiesparlampen ? Gleichzeitig mehr Flachbildschirme !Weniger Autofahren ( wer macht das schon? ) ? Flugtrickets für 19 Euro durch Europa abschaffen ?Weniger Einkaufen? Geht nicht, der Binnenkonsum muß angekurbelt werden.Fazit: Alles was mit weniger zu tun hat geht nicht, Wirtschaftswachstum hat oberste Priorität. Dies ist das historische Problem und es gibt keinnerlei Lösungen, man hat sie ja nicht entwickelt, will es auch gar nicht.
Solange die Straßen voll mit Autos sind, Menschen ihre Brötchen mit dem Auto holen, den Motor einfach laufen lassen, während sie mal schnell zum Bankautomaten sprinten oder ihre Fenster vom Eis befreien, mit überhöhter Geschwindigkeit durch Städte und über Autobahnen rasen, im 3. Gang 60kmh fahren statt im 4. 50kmh, solange scheint Benzin immer noch sehr preiswert zu sein. Ich kann das Gejammer über hohe Benzinpreise langsam nicht mehr hören. Überall volle Straßen, weil es den Menschen angeblich nicht zuzumuten sei, das Auto auch mal stehen zu lassen.
Natürlich ist ein hoher Ölpreis letztlich Gift für die Konjunktur, aber das wissen wir nicht erst seit gestern. Es wird halt einfach weiter auf Zeit gespielt und alternative Energien nur zöglicherlich ausgebaut.
Was denn ??Das Verhalten wird sich nicht ändern. Die Sache mit den alternativen Energien ist totale Augenwischerei, oder wollen sie Deutschlande in ein Rapsfeld verwandeln ?Es geht um den Fortbestand des Systems, das ausschlieslich auf Wachstum und damit auf Verschwendung basiert. Mit dem Ende des billigen Öls ist Schluß in jeder Konsequenz ein für alle male. Eine alternative Form des Wirtschaftens wurde nicht entwickelt und solange es irgendwie geht ( 300 Dollar/ Barrel ?) wird weitergemacht.Selbst mit dem letzten Tropfen Benzin kann man noch beschleunigen. Und dann ?
Was denn ??Das Verhalten wird sich nicht ändern. Die Sache mit den alternativen Energien ist totale Augenwischerei, oder wollen sie Deutschlande in ein Rapsfeld verwandeln ?Es geht um den Fortbestand des Systems, das ausschlieslich auf Wachstum und damit auf Verschwendung basiert. Mit dem Ende des billigen Öls ist Schluß in jeder Konsequenz ein für alle male. Eine alternative Form des Wirtschaftens wurde nicht entwickelt und solange es irgendwie geht ( 300 Dollar/ Barrel ?) wird weitergemacht.Selbst mit dem letzten Tropfen Benzin kann man noch beschleunigen. Und dann ?
Was denn ??Das Verhalten wird sich nicht ändern. Die Sache mit den alternativen Energien ist totale Augenwischerei, oder wollen sie Deutschlande in ein Rapsfeld verwandeln ?Es geht um den Fortbestand des Systems, das ausschlieslich auf Wachstum und damit auf Verschwendung basiert. Mit dem Ende des billigen Öls ist Schluß in jeder Konsequenz ein für alle male. Eine alternative Form des Wirtschaftens wurde nicht entwickelt und solange es irgendwie geht ( 300 Dollar/ Barrel ?) wird weitergemacht.Selbst mit dem letzten Tropfen Benzin kann man noch beschleunigen. Und dann ?
Was ist an alternativen Energien Augenwischerei? Das müssen Sie mir erklären! Ich rede nicht von Rapsfeldern. Jeder halbwegs ökologisch denkende Mensch wird sich gegen Nahrungsmitteln im Tank aussprechen.
Ich rede von einem Mix aus Windenergie, Solarenergie, Erdwärme, Kraftwärmekopplung ect. Was soll daran Augenwischerei sein? Zu teuer? Jeder neue Technik ist erst einmal teurer als vorhandene Technik, wird aber durch den verbreiteten Einsatz zum einen ausgereifter und zum anderen günstiger. Schon heute ist es absehbar, dass der, der sich eine Solaranlage aufs Dach baut, sehr bald günstiger fahren wird, als wenn er mit Öl heizen würde. Im Moment ist Solar eine Wette auf die Zukunft. Nämlich die, dass Öl teurer wird. Und die Wette gewinnt jeder, der darauf setzt.
Kein Mensch kann mir weiß machen, dass es in über 100 Jahren nicht möglich gewesen sein sollte, Autos mit neuen Antriebsarten zu entwickeln. Seit über 100 Jahren fahren Autos mit veralteter Technik durch die Gegend.
Der hohe Ölpreis hat letztlich etwas gutes. Er fördert sparsamere Autos und beschleunigt neue Technologien. Plain and simple.
"Ich rede nicht von Rapsfeldern. Jeder halbwegs ökologisch denkende Mensch wird sich gegen Nahrungsmitteln im Tank aussprechen."Ich nicht.Jede Energiegewinnung die Fläche verbraucht, treibt letztlich die Nahrungsmittelpreise hoch. Denn das eigentlich knappe Gut ist die bewirtschaftbare Fläche. Das trifft also z.B. auf Photovoltaik ebenfalls zu oder auf Heizen mit Holz. Wenn irgendwann alle Flächen maximal genutzt werden, müssen wir uns zwangsläufig mit einem stagnierenden Lebenstandard respektive Energieverbrauch respektive steigenden Preisen zufriedengeben. Das verlangt die Logik.Es ist daher doppelmoralig von "Nahrungsmitteln im Tank" zu sprechen. Das Heizen/Fahren mit Pflanzenöl kann sehr wohl ökologisch sein (kommt darauf an woher es kommt, ein Frage der Politik). Auch das Verbrennen von Weizen kann vielleicht, unter bestimmten Bedingungen, ökologisch sein. Zumindest solange noch genügend Brachflächen in Europa bzw. Deutschland vorhanden sind.Damit dafür kein Regenwald abgeholzt werden muss, wären lediglich angepasste Zollabkommen nötig. Aber die kann man natürlich unter keinen Umständen ändern, nicht wahr? Oder warum redet niemand darüber?
"Ich rede nicht von Rapsfeldern. Jeder halbwegs ökologisch denkende Mensch wird sich gegen Nahrungsmitteln im Tank aussprechen."Ich nicht.Jede Energiegewinnung die Fläche verbraucht, treibt letztlich die Nahrungsmittelpreise hoch. Denn das eigentlich knappe Gut ist die bewirtschaftbare Fläche. Das trifft also z.B. auf Photovoltaik ebenfalls zu oder auf Heizen mit Holz. Wenn irgendwann alle Flächen maximal genutzt werden, müssen wir uns zwangsläufig mit einem stagnierenden Lebenstandard respektive Energieverbrauch respektive steigenden Preisen zufriedengeben. Das verlangt die Logik.Es ist daher doppelmoralig von "Nahrungsmitteln im Tank" zu sprechen. Das Heizen/Fahren mit Pflanzenöl kann sehr wohl ökologisch sein (kommt darauf an woher es kommt, ein Frage der Politik). Auch das Verbrennen von Weizen kann vielleicht, unter bestimmten Bedingungen, ökologisch sein. Zumindest solange noch genügend Brachflächen in Europa bzw. Deutschland vorhanden sind.Damit dafür kein Regenwald abgeholzt werden muss, wären lediglich angepasste Zollabkommen nötig. Aber die kann man natürlich unter keinen Umständen ändern, nicht wahr? Oder warum redet niemand darüber?
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