30 Sekunden für die Deutsche

Dass die Deutsche Bank von einem Schweizer geführt wird und ihr bestverdienender Angestellter ein in London arbeitender Inder ist, daran haben wir uns gewöhnt. Dass sie als Finanzchef einen Amerikaner italienischer Abstammung einstellte, empfanden wir allenfalls als unkonventionell. Auch dass sie auf dem Umschlag ihres Geschäftsberichts eine argentinische Mitarbeiterin und eine chinesische Privatkundin zeigt, kann nicht überraschen, folgt die Bank damit doch einer Ästhetik des Multikulturellen, wie man sie aus dem Ikea-Katalog schon lange kennt. Aber dieser streng blickende Scheich ganz oben auf dem Titel des Geschäftsberichts, der ist wirklich merkwürdig. Hatte nicht Josef Ackermann dereinst vor der wachsenden Macht ausländischer Staatsfonds gewarnt? Und jetzt spricht Omar Bin Sulaiman aus Dubai freundlich über »unsere Beteiligung an der Deutschen Bank« und bescheinigt ihr auch noch, das »richtige Management« zu haben.

 
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