Österreich Die Parallelwelt im Keller

Wie konnte es dem Inzesttäter von Amstetten 24 Jahre lang gelingen, aller Welt den Biedermann vorzuspielen?

Beinahe ein Vierteljahrhundert. So lange war es dem Techniker Josef F. gelungen, sein Doppelleben aufrechtzuerhalten. Der siebenfache Familienvater ging der Tätigkeit in seinem Ingenieurbüro nach. Mit seiner Frau Rosemarie zog er auch die drei Enkelkinder groß, von denen er behauptete, seine Tochter Elisabeth, die er vermisst gemeldet hatte und die vielleicht in die Fänge einer Sekte geraten sei, habe ihm die Säuglinge vor seine Haustür in der Ybbsstraße in Amstetten gelegt, weil sie nicht für ihre Kinder sorgen könne. »Rührend«, sagen heute viele Nachbarn, habe sich die Großmutter um ihre Enkelkinder gekümmert. »Vom Mund abgespart« habe sie sich etwa den Musikunterricht für ihre kleinen Schützlinge, erzählen nun die Polizeiermittler.

Jetzt sitzt der Schock tief in der Kleinbürgerwelt im Amstettener Ortsteil Greinsfurth – und darüber hinaus im ganzen Land. Plötzlich wurde ein ehrbares Mitglied der Gesellschaft, ein Durchschnittsbürger, als monströser Gewaltverbrecher entlarvt. Während draußen der Alltag mit all seinen Höhen und Tiefen dahingeplätschert war, hatte dieser Mann in einem Kellerverlies mit seiner versklavten Tochter sieben Kinder gezeugt, hatte bei sieben Geburten nach dem Rechten gesehen. Einen Säugling, der, kurz nachdem er zur Welt gekommen war, starb, verbrannte er im Heizofen. Drei seiner Kinder nahm er als Großvater zu sich in den Familienverband. Die anderen drei verdammte er als väterlicher Tyrann dazu, weiterhin in der Unterwelt, die er geschaffen hatte, dahinzuvegetieren.

Alle Kontrollmechanismen, die eine Gesellschaft schützen sollen, versagten

Bei dieser haarsträubenden Tat versagen fast alle Versuche, der Gesellschaft ein beruhigendes Erklärungsmuster anzubieten. Hier handelt es sich nicht um einen Eigenbrötler oder Sonderling, der seine Existenz sorgfältig abgeschottet hatte und dort sein Unwesen trieb. Josef F. gehörte keiner Randgruppe an, auf ihn traf keiner der vielen Verdachtsmomente zu, die auf das Gefahrenpotenzial in der Gesellschaft aufmerksam machen wollen. Ihm vertrauten das Vormundschaftsgericht und die Sozialbehörden. Bei ihm versagte jeder Kontrollmechanismus. Bei einem wie ihm sind auch all die teuren Überwachungsinstrumente unwirksam, mit denen sich die moderne Gesellschaft zu schützen versucht – nicht nur, weil er so ganz und gar der sozialen Norm entsprach, sondern auch, weil er sich selbst zum Leidtragenden einer heimtückischen Bedrohung stilisierte, welche die allermeisten nur vom Hörensagen kennen.

Ein treusorgender Familienpatriarch, der sein Kind an eine mysteriöse Gruppe verloren haben soll, deren finstere Gebräuche man nur aus den Sensationsgeschichten der Medien kennt, erweckt zumeist Mitleid. Verdacht erregt er hingegen kaum. Die Legende, die Josef F. den Behörden, den Nachbarn, den Geschwistern der Verschollenen und sogar der eigenen Frau aufgetischt hatte, passte zu gut zu jenen Zeitphänomenen, welche die Gesellschaft verstören. Die Bereitwilligkeit, solche Geschichten zu glauben, ist offensichtlich weit verbreitet.

Der Ausnahmezustand verwandelte sich in eine bizarre Alltagssituation

Jedenfalls ist sie größer als die Bereitschaft, zumindest die Erwägung anzustellen, der eigene Vater, ein solider Bürger, könnte in irgendeiner Weise in Beziehung zum Verschwinden seiner Tochter stehen. Bemerkenswerterweise waren die öffentlichen Mutmaßungen im Fall der entführten Natascha Kampusch da weit weniger zimperlich. Immer wieder war deren allein erziehende Mutter Verdächtigungen ausgesetzt, ihre Hände im Spiel gehabt zu haben. In Amstetten hingegen erschien es plausibel, dass eine scheinbar gut behütete junge Frau in die Klauen von Teufelsanbetern geraten sein könnte. Davon hört man ja immer wieder. Väter aber, die sich an ihren Töchtern vergehen, haben im Vorstellungshorizont dieser Durchschnittsbürger keinen Platz. Hinter den heilen Fassaden ihrer Familienwelten geschehen solche Dinge nicht. Warum eigentlich? Eine Faustregel von Sozialwissenschaftlern und Psychiatern besagt, dass sich 75 Prozent aller Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen in der Familie ereignen.

Schon bei ihrer ersten Befragung erzählte die befreite Elisabeth F., die erstaunlich genau die verschiedenen Daten ihres Leidenswegs im Kopf hat, ihr Vater habe sie das erste Mal als 11-Jährige, also vor 31 Jahren, missbraucht und sich dann immer wieder an ihr vergangen. Sie lief fort, wurde aufgegriffen und schwieg. Für Fachleute ein bekanntes Muster. Als sie einige Jahre später erneut versuchte auszubrechen, lockte sie ihr Vater in den Keller. Den Tag hat sie sich eingeprägt. Es war der 29. August 1984.

Spätestens in diesem Augenblick muss der Mann in einen Ausnahmezustand geraten sein. Schon die erste Vergewaltigung war ein Akt, durch den das gesamte Regel- und Wertegefüge des Familienvaters außer Kraft gesetzt wurde. Als er dann seine Tochter gefesselt und betäubt in seinem Kellerraum in seine Gewalt gebracht hatte, begann er immer schneller, in die Parallelwelt seines psychopathologischen Albtraumes abzudriften.

Zug um Zug, erzählen die Ermittler, habe Josef F. das Verlies zu einer 60 Quadratmeter großen, fensterlosen Behausung ausgebaut. Der Ausnahmezustand verwandelte sich in eine bizarre Alltagssituation, in der sich der Täter in immer größerer Sicherheit wähnte, je weniger seine Umwelt Anstoß an seinem Verhalten nahm.

Allerdings ist es nur schwer vorstellbar, dass ein Mann nicht einmal in seiner eigenen Familie und bei den Nachbarn, die in dem Mehrfamilienwohnhaus mit ihm Tür an Tür lebten, auffallen sollte, wo er doch über Jahre hinweg seine vierköpfige Familie in der Parallelwelt im Keller mit Nahrungsmitteln, Babykost, Windeln, Kleidung und Einrichtungsgegenständen versorgte. Welche Verdrängungsvorgänge wurden hier wirksam, um den Anschein der Normalität nicht infrage stellen zu müssen? Dieser Mechanismus, der die eigene kleine Welt, deren fester Bestandteil der biedere Josef F. war, davor bewahren sollte, ihre Unschuld zu verlieren, gehört zu jenen verstörenden Aspekten, die sich wohl nie aufklären lassen werden.

Übereinstimmend erzählen nun die Mitbewohner, der Hausherr habe ihnen erklärt, der Kellerbereich sei für sie alle »tabu«. Um seinen Tabubruch, den Inzest, vor Entdeckung zu schützen, hatte Josef F. in dem Gebäude, das nun in den Medien nur noch »das Horrorhaus« heißt, eine neue Tabuzone errichtet, die offensichtlich von allen akzeptiert wurde. Was erzählt das aber über eine Gemeinschaft, in der es eine autoritäre Figur ohne große Schwierigkeiten vermag, ein privates Tabugebot fast ein Vierteljahrhundert durchzusetzen? Fürchtet diese Gesellschaft etwa, in ihren eigenen Abgrund blicken zu müssen?

Dieser Artikel erscheint in der Österreich-Ausgabe der ZEIT am 30.04.2008

 
Leser-Kommentare
  1. Zitat: Fürchtet diese
    Gesellschaft etwa, in ihren eigenen Abgrund blicken zu müssen?
    Ist das nicht sehr weit hergeholt? Kann es nicht einfach die schiere Unmöglichkeit sein, im ganz normalen Alltag das Unvorstellbare denken zu müssen ?Nehmen wir es als eine Mahnung, dass der zivilisatorische Lack ein sehr dünner ist. Nur das diesmal die Mahnung nicht aus Auschwitz kommt oder von den Killing Fields Kambodschas oder Ruandas, sondern aus der Mitte der bürgerlichen Gesellschaft.Nehmen wir es als Mahnung, dass das wahrhaft Böse meist völlig brav und harmlos daherkommt.

    • la
    • 29.04.2008 um 11:17 Uhr

    Ein exzellenter Artikel, vielen Dank! Aus dem Kopfe "verschubt" ins Verdrängen macht noch lange nicht retrospektiv ungetan, aber so scheint selektive Wahrnehmung zu funktionieren. Kinder tun so. Sie schließen die Augen, und dann ist das böse Ding nicht mehr da. Ein Kinderspiel!Wie kommt es? Man bekommt jahrelang eingebleut, sich auf die eigene Wahrnehmung nicht zu verlassen. Dabei wäre das der Job von begleitenden Eltern, genau diese Selbst-Sicherheit zu fördern."Schuld" laden Eltern auf sich, die Kindern beibringen sich abzugrenzen: mit einer Ausnahme: von den Eltern! Das erzeugt Abhängigkeit, und wer nie dazu ermutigt wurde, eigenständig zu denken oder handeln, stirbt von innen. Ein Teufelskreis: wie werden ehemalige Kinder später zu Parasiten, die ihre Kinder aussaugen? Haben sie es etwa nie anders wahrgenommen und ist das der einzige Punkt, in dem sie sich auf ihre Wahrnehmung verlassen konnten, weil nur *die *autorisiert war? Abgründe...

    • Isaidy
    • 29.04.2008 um 12:16 Uhr

    ... ob man in einem solch monströsen Fall wieder einmal die angebliche Gleichgültigkeit der Nachbarn beklagen kann. Es gäbe auch für mich keinen Anlass, im Privatleben eines Mannes, der mein Nachbar ist, herumzuschnüffeln, wenn dessen Leben nach außen hin keinerlei unplausible Ungewöhnlichkeiten aufweist. Warum sollte ich als Nachbar die Sektengeschichte hinterfragen, die durchaus möglich ist, wie sollte man als Nachbar auf solch ungeheuerliche Vorgänge kommen, die sich hinter diesem "ganz normalen" Haushalt verbergen. Ich pflege jedenfalls nicht bei meinen Nachbarn den Einkaufskorb zu inspizieren, was und wieviel die einkaufen. Nein, in Bezug auf die Nachbarschaft gehe ich mit diesem Artikel nicht konform. Wo würde unsere Gesellschaft hinkommen, wenn ein jeder eine penetrante Neugierde am Leben seiner Mitmenschen walten lassen würde? Bestehen klare Anzeichen für Mißbrauch und Mißhandlung, ist das selbstverständlich etwas anderes. Aber ich würde mich auch dagegen verwahren, rückte mir jemand mit penetrantem Nachfragen über meine persönlichen Verhältnisse auf die Pelle. Irgendwo muss in einer Nachbarschaftsbeziehung auch die Verhältnismäßigkeit und Distanz gewahrt werden. Es wäre absurd, überall Sex and Crime zu vermuten, nur weil sie in fürchterlichen Einzelfällen geschehen.
    Die Geschichte von der Ahnungslosigkeit der Ehefrau kann mir keiner erzählen. Das ist eine Räuberpistole und absolut unglaubwürdig. Zum Beispiel kleine Kinder in einem Haushalt rigoros und über Jahre von dem verbotenen Keller fernzuhalten, dazu bedarf es beider "Großeltern" und nicht nur eines meist abwesenden "Großvaters". Warum sollte sich die Ehefrau in Abwesenheit ihres arbeitenden Mannes an ein für sie nicht verständliches Verbot halten und es gegenüber den Kindern in ihrem Hauhalt 25 Jahre lang vertreten? Ich weiß nicht, was in dieser Frau vorging, aber ahnungslos war die nicht.

  2. Wenn sich aus der aktuellen Meldung im Spiegel etwas Konkretes entwickeln sollte,dann wäre es ein Hinweis darauf, daß die Taten des Herrn F. doch nicht so aus dem blauen Himmel heraus geschehen sind, noch daß sie unerkannt bleiben mussten - wenn diese Meldungen stimmen, dann zeigt es vor allem wieder, wie eine verantwortungslose Justiz, bzw. eine verantwortungslose, weil an der Illusion von Resozialisierung von Sexualstraftätern festhaltende Gesetzgebung diese Verbrechen überhaupt erst einmal ermöglicht haben:http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,550410,00.htmlAber den besorgten Eltern in Joachimsthal, die vor ein paar Wochen alles dafür getan haben, daß ein vorbestrafter Sexualstraftäter wieder aus ihrer Nachbarschaft versschwand, denen warf man wieder alles mögliche an den Kopf - fehlendes "Verständnis", "Mobbing" etc.Ich könnte nur noch kotzen über die täterverliebte Justiz, die Feigheit der Behörden und der Politik.....

  3. Alles begann in einer idyllischen Kleinstadt...So traurig es klingt, aber solch monströse Einzelfälle, wird man kaum verhindern können. Die gab es leider schon immer und passen sich nur dem Stand der Technik an (siehe  hier ferngesteuerter Türöffnungsmechanismus). Auf der anderen Seite wehren wir uns zu Recht gegen den Schäuble- und Stasiüberwachungsstaat. Man sollte trotz allem bedenken, dass eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung keine Verliese unterhält und die Grenze vom "Hinschauen" zum Denunziantentum sehr leicht überschritten werden kann.

  4. "So traurig es klingt, aber solch monströse Einzelfälle, wird man kaum verhindern können. Die gab es leider schon immer und passen sich nur dem Stand der Technik an (siehe  hier ferngesteuerter Türöffnungsmechanismus)."Das ist falsch!!Natürlich kann man nicht jede Straftat, auch nicht Sexualstraftat verhindern.Aber man kann die Wahrscheinlichkeit, daß einmal erkannte Täter wieder zuschlagen unwahrscheinlicher machen!WEG MIT DEN VERJÄHRUNGSFRISTEN FÜR SEXUALSTRAFTÄTER! Diese Typen müssen dauerhaft erfasst und auch beobachtet werden - bis hin zur dauernden Sicherungsverwahrung....Eine Sexualstraftat ist keine Tat wie ein verschuldeter Autounfall, oder ein Ladendiebstahl - ihre Motivation ist tief in der Persönlichkeitsstruktur des Täters verankert, und, wie die modernen Kriminalitätswissenschaften immer deutlicher zeigen - eigentlich nicht therapierbar!!Bei jedem entdeckten Sexualstraftäter zeigt sich, daß er schon vor der entdeckten Tat meist eine ganze Reihe ähnlicher Delikte begangen hatte!Diese Täter zeigen außerdem die Tendenz, die angewandte Gewalt und Raffinesse mit der Erfahrung zu steigern - während sie in der Pubertät und früher Jugend noch "einfache" sexuelle Nötigung, oder Erpressung als Mittel einsetzten, gehen sie irgendwann zur direkten Vergewaltigung über - wenn sie dann das erste Mal entdeckt und bestraft werden, lassen sie nicht etwa von diesen Delikten ab, sondern fangen meist an, ihre Opfer zu ermorden, um ihre Taten zu vertuschen und Spuren zu verwischen (Zeugen ausschalten).Möglicherweise handelte es sich im Falle von Herrn F. um genau dieses Profil: nachdem er für eine Vergewaltigung vorbestraft wurde, entschloss er sich, durch perfide Mittel zukünftige Sexualstraftaten zu verdecken - indem er sich seine eigene Tochter als "Daueropfer" wählte - und damit die zufällige Entdeckung von wahllos begangenen Taten verminderteindem er seine Tochter einsperrte, um zu verhindern, daß sie doch noch offen über die Vergehen an ihr sprechen konnte.Nein, Sexualstraftaten geschehen keineswegs einfach "zufällig" irgendwo....

  5. Eine Sache ist die Unfassbarkeit der Tat, die Kehrseite der Medaille die mediale Berichterstattung darüber. Good Bye Objektivität, Unschuldsvermutung und Datenschutz, nach knapp 48 Stunden wissen wir alles. Dank der internationalen Medien könnten wir schon fast anrufen und uns selbst bei der Familie nach dem Stand der Dinge erkundigen. Wie notwendig haben wir dieses Wissen - vor allem jetzt schon - gebraucht?
    Bedeutungsvoll auch die Tendenzen der Berichte. Der Biedermann - oder doch ein Familientyrann, der mit Gewalt und Angstmache bekommen hat, was er wollte? Erst muss vieles übersehen werden, bevor der Rest normal erscheint. Und erst, wenn es nicht mehr zu übersehen ist, dann sind wir alle fürchterlich entrüstet. Dann ist es schon zu spät und wir können wieder mit ruhigem Gewissen einschlafen, dass uns das nicht passieren wird.
    Eine Frage bleibt unbeantwortet - weder dieser Kommentar noch die Medien werden dazu imstande sein -, wie viel Lieblosigkeit und Paranoia, Hass und Eskapismus, perverse Verbrechen und Forderung nach härteren Gesetzen und Überwachung noch erträglich sind, bevor Einzelfälle wirklich als Symptome einer gesellschaftlichen Krise gewertet werden müssen.

  6. behörden haben keine mitschuld
    nachbarn haben nichts gewusst
    familie hat nichts gewusst
    ein vorbestrafter sexualstraftäter schlägt seine kinder
    eine tochter läuft weg und kommt zurück
    es gibt 6 geschwister dieser tochter
    die tochter verschwindet
    der täter spediert die einkäufe direkt in den keller
    den keller zu betreten ist bei strafe verboten
    aus dem keller dringen klopfgeräusche
    der täter verbringt viel zeit im keller
    die tochter bleibt verschwunden
    es wird ein kind der verschwunden im haus abgeliefert
    behörden akzeptieren die pflege der grosseltern
    es gibt 6 geschwister der verschwundenen
    der täter spediert die einkäufe direkt in den keller
    den keller zu betreten ist bei strafe verboten
    aus dem keller dringen klopfgeräusche
    der täter verbringt viel zeit im keller
    die tochter bleibt verschwunden
    es wird ein kind der verschwunden im haus abgeliefert
    behörden akzeptieren die pflege der grosseltern
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    die tochter bleibt versch
    die tochter bleibt v
    die tochter blei
    die tochter b
    die toch
    die t
    d

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