Tag der Arbeit Die Vier-Fünftel-Gesellschaft
Es gibt wieder mehr Jobs, aber die Löhne driften auseinander. Die Politik muss die Geringverdiener unterstützen.
Es gibt wieder mehr Arbeit in Deutschland, aber darf man sich darüber freuen? »Nur gute Arbeit ist sozial«, warnt der DGB. Und die gibt es anscheinend kaum noch. Jedenfalls folgt das aus den Flugblättern, die Gewerkschafter für den 1. Mai gedruckt haben. Danach gehört zu guter Arbeit eine lange Liste von Bedingungen – klimafreundlich und umweltschonend soll sie sein, familiengerecht und entlohnt mit mindestens 7,50 Euro pro Stunde sowie einer Rente ohne die Kürzungen »der vergangenen Jahrzehnte«. Gemessen daran, gab es wahrscheinlich nie besonders viel gute Arbeit.
Dennoch trifft das Schlagwort einen Nerv. Nicht bloß, weil es auch in Kampagnen der Linkspartei auftaucht (»Gute Arbeit, gute Löhne, gute Rente«) oder bei der SPD (»Schicke uns Dein Video und zeige in maximal 3 Minuten, was ›Gute Arbeit‹ für Dich heißt«). Es sind Berichte aus der realen Arbeitswelt, die viele Menschen empören – von Unternehmern, die ihre Mitarbeiter ausspionieren und schikanieren, von Managern, die sich die Taschen vollstopfen, während andere zu Niedriglöhnen arbeiten, von Minijobbern und Leiharbeitern, die sich als sogenanntes Prekariat durchschlagen.
Tatsächlich hat dieser Aufschwung am Arbeitsmarkt eine Kehrseite. Oft werden allerdings auch die enormen Beschäftigungserfolge unterschätzt. Noch nie waren so viele Menschen in der Bundesrepublik erwerbstätig wie heute. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie seit 17 Jahren nicht mehr, und selbst die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die sich zwischen 1992 und 2005 verdoppelt hatte, geht endlich wieder zurück – von 1,9 auf zuletzt 1,6 Millionen. Auch die Qualität der neuen Arbeitsplätze ist besser als vielfach wahrgenommen. Das Normalarbeitsverhältnis (mit Kranken, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherungsschutz) wurde schon oft totgesagt, dabei scheint es quicklebendig. Mehr als eine halbe Million Stellen dieser Art entstanden im vergangenen Jahr – ein Rekordzuwachs. Darunter waren nur 130.000 Zeitarbeitsstellen. Alle anderen Formen weniger gesicherter Beschäftigung legten bloß minimal zu, Minijobs um 28.000, Selbstständigkeit um 54.000. Ein-Euro-Jobs gab es sogar 15.000 weniger als im Vorjahr. Fazit: Die Arbeit insgesamt wird nicht schlechter. Das Problem ist eher eine Polarisierung – hier die große Masse vergleichsweise gut gepolsterter Arbeitsplätze, dort die Welt des neuen Prekariats.
Die gleiche Spaltung lässt sich bei den Löhnen beobachten. Wer strikt nach Tarif bezahlt wird, bekam im vergangenen Jahr im Schnitt 2,2 Prozent mehr Gehalt. Das reichte immerhin, um die Inflation auszugleichen. Gleichzeitig wuchs aber der Niedriglohnsektor. Dazu zählen alle Jobs, für die es weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns gibt. In Deutschland liegt diese Schwelle bei einem Stundenlohn zwischen neun und zehn Euro. Etwa jeder fünfte Arbeitnehmer bekommt weniger und gilt daher als Niedriglöhner. Nicht alle Betroffenen sind arm, aber ihre wachsende Zahl signalisiert, dass die Kluft tatsächlich größer wird.
Es gibt viele Gründe für diese Entwicklung. Der technische Fortschritt und die Globalisierung gelten als Ursache für steigende Lohnunterschiede. In Deutschland dürfte auch eine Rolle spielen, dass weniger Arbeitsplätze an Gewerkschaften und Tarifverträge gebunden sind als früher. Und die Lohnspreizung dürfte zum Teil auch der Preis dafür sein, dass wieder mehr Arbeitslose den Einstieg in Beschäftigung gefunden haben. Selbst schlechte Arbeit kann sich in gute verwandeln, wenn sie zum Sprungbrett in einen besseren Job wird. Ob das in diesem noch anhaltenden Aufschwung tatsächlich in großem Umfang geschieht, kann allerdings niemand voraussagen.
Man muss deshalb zur Kenntnis nehmen, dass der Niedriglohnsektor wächst, auch wenn viel lautstarke Kritik übertrieben ist. Aber muss man sich auch damit abfinden, dass die Gesellschaft auseinanderdriftet? Keineswegs. Die Politik kann, darf und sollte handeln. Drei Wege stehen ihr offen. Erstens: Über Steuern und Sozialleistungen kann der Staat die Einkommensverteilung korrigieren. Das ist eine seiner Aufgaben, denn der Markt schafft im günstigsten Fall Effizienz, keine Gerechtigkeit. Mehrfach hat Berlin den Spitzensteuersatz gesenkt, zuletzt wurde die Mehrwertsteuer erhöht und ein Elterngeld eingeführt, das vor allem der Mittelschicht hilft. Mehr Gleichheit der Einkommen schafft man so nicht.
Zweitens sollte der Staat die Aufstiegschancen in der Gesellschaft verbessern. Dazu gehört ein Bildungssystem, das vom Kindergarten bis zur beruflichen Weiterbildung mehr Chancengleichheit schafft. Die dramatischen Defizite in diesem Bereich sind bekannt. Da überrascht es wohl niemanden, dass der Aufstieg aus dem Niedriglohnsektor in Deutschland besonders selten gelingt. Jüngeren Untersuchungen zufolge schafft ihn innerhalb von fünf Jahren nur jeder Dritte. Am leichtesten fällt er Akademikern (ohnehin Exoten in diesem Bereich), am schwersten den Geringqualifizierten.
Der dritte Weg schließlich ist der heikelste: der direkte Eingriff des Staates in die Lohnstruktur, etwa über Mindestlöhne. Heikel ist das, weil man Unternehmen zwar Löhne vorschreiben, sie aber nicht zwingen kann, dazu dann auch eine bestimmte Zahl von Menschen zu beschäftigen. Dort wo Mindestlöhne tatsächlich ohne erkennbare Jobverluste eingesetzt werden, korrigieren sie nur die krasseste Ungleichverteilung. In Großbritannien oder den USA etwa erfassen sie einen Bruchteil aller Gehaltsempfänger. Ein vergleichbar vorsichtig eingesetzter Mindestlohn läge in Deutschland zwischen fünf und sechs Euro. Immerhin: Für rund 1,5 Millionen Betroffene wäre auch das eine Verbesserung.
Viel wäre schon gewonnen, wenn der Staat selbst weniger zur Verzerrung der Löhne beitrüge. Denn ein Drittel aller Niedriglohnstellen sind Minijobs. Arbeitsplätze ohne soziale Absicherung, die der Staat durch verringerte Steuern und Abgaben fördert. Subventionen für Niedriglohnjobs sind jedoch wirklich nicht mehr notwendig.
- Datum 01.05.2008 - 09:31 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 01.05.2008 Nr. 19
- Kommentare 12
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...alles zu tun gibt und wie man das bewerkstelligen kann lässt sich alternativ, da es ja in den üblichen Massenmedien nicht so gern erwähnt wird, auf +20 Seiten auch hier nachlesen:> http://www.memo.uni-bremen.de/unter "Veröffentlichungen der Arbeitsgruppe"MEMORANDUM 2008
"Neuverteilung von Einkommen, Arbeit und Macht.
Alternativen zur Bedienung der Oberschicht“20 Seiten die je nach Interessenlage und Meinung einiges bestätigen können was man bisher nur vermutet hat. Die ganze komplexität einer Gesellschaft in lesbaren Worten abgefasst... so finde ich.
also das sieht ja schon etwas blöde aus wenn da meine Sätze nach dem "Kommentar hinzufügen" einfach verdoppelt werden...
Die sogenannten "Erfolge" aus "Berlin" in bezug auf die Erwerbslosigkeit bestehen doch nur in der Schönung von Statistiken. Ist denn jemand der für 1,50 in einer AGH ruhiggestellt wird, oder durch Vollzeitarbeit so wenig verdient, das er zusätzlich Unterstützung beantragen muss, nicht "Arbeitslos" ? Kann man so jemanden einfach in die Erwerbstätigenquote hineinrechnen ohne zu lügen ?
...ist die Text-Spalte denn jetzt plötzlich links? Das verwirrt mich. Außerdem finde ich, dass sich ZEIT Online immer mehr SPIEGEL Online angleicht. Schade eigentlich.(Anmerkung: Informationen zu den Layout-Änderungen finden Sie hier. Wir freuen uns über Feedback jeglicher Art. Die Redaktion/jk)
das liegt daran, daß das Herz links ist
Der Sozialismus, der in diesem Artikel zumindest partiell, gepredigt wird, wird für einige Arbeitnehmer und Selbständige temporär Verbesserungen bringen, aber nur kurzfristig, denn ein Arbeitgeber, auch das wurde ja festgestellt, hat immer noch das Recht sich anzuschauen, wo und unter welchen Konditionen die gleiche Arbeit verrichtet wird. Diese Gedanken des Sozialismus führt nur zur Lähmung des Arbeitsmarktes, zu steigenden Arbeitslosenzahlen, zu wieder steigenden Schulden des Bundes, der Länder und Kommunen und letztendlich zum Niedergang Deutschlands.Das größte Problem auf dem Arbeitsmarkt ist doch die Beschäftigung von Geringqualifizierten, meist haben diese keine Bildung und Ausbildung, manchmal einfach die falsche Ausbildung. Der einzige Weg diesen Menschen zu helfen, führt über eine bessere Qualifizierung, und nicht darüber Arbeit über den Marktpreis liegend zu verteuern. Auch wenn mich gerne einige Kommentierende für diese Aussagen gerne steinigen, die Methoden die viele "Linke" propagieren führen geradewegs in die Arbeitslosigkeit. Damit verschlechtert sich aber wieder die Volksökonomie Deutschlands. Der Weg kann nur sein: Bildung, Bildung, Bildung....
Die sogenannten Untergangsszenarien sind doch zum grössten Teil bereits eingetreten aber nicht weil linken Ideolgien nachgerannt wurd sondern eher das Gegenteil... 20-30 Jahre machen das nun viele Länder und Menschen auf Kommando des WTO, IWF und wie sie alle heissen schon mit. Einige davon freiwillig, die meisten weil sie müssen...Ich frag mich nur warum das alles in den letzten jahren so ausgestaltet wurde das alle gezwungen sind sich gegenseitig den Kopf einzuschlagen... sprich immer tiefere Preise und Löhne... Wettbewerb, der viel gerühmte und Verehrte, mag zwar ganz gut sein um das letzte rauszuholen aber brauchen wir das wirklich in diesem Ausmass? Sind immer tiefere Preise, und oft auch immer billigere sprich miserable Produkte, wirklich das einzig wahre? Ich glaube es gibt noch andere Massstäbe nach denen sich eine Gesellschaft entwicklen muss, kann und sollte.Ich habe auch nicht die geringste Motivation alle Leistungen die ich erbringe einseitig den Kapitalbesitzern anzudienen... Es gibt noch andere die auch noch etwas davon haben sollen...
Die sogenannten Untergangsszenarien sind doch zum grössten Teil bereits eingetreten aber nicht weil linken Ideolgien nachgerannt wurd sondern eher das Gegenteil... 20-30 Jahre machen das nun viele Länder und Menschen auf Kommando des WTO, IWF und wie sie alle heissen schon mit. Einige davon freiwillig, die meisten weil sie müssen...Ich frag mich nur warum das alles in den letzten jahren so ausgestaltet wurde das alle gezwungen sind sich gegenseitig den Kopf einzuschlagen... sprich immer tiefere Preise und Löhne... Wettbewerb, der viel gerühmte und Verehrte, mag zwar ganz gut sein um das letzte rauszuholen aber brauchen wir das wirklich in diesem Ausmass? Sind immer tiefere Preise, und oft auch immer billigere sprich miserable Produkte, wirklich das einzig wahre? Ich glaube es gibt noch andere Massstäbe nach denen sich eine Gesellschaft entwicklen muss, kann und sollte.Ich habe auch nicht die geringste Motivation alle Leistungen die ich erbringe einseitig den Kapitalbesitzern anzudienen... Es gibt noch andere die auch noch etwas davon haben sollen...
Die sogenannten Untergangsszenarien sind doch zum grössten Teil bereits eingetreten aber nicht weil linken Ideolgien nachgerannt wurd sondern eher das Gegenteil... 20-30 Jahre machen das nun viele Länder und Menschen auf Kommando des WTO, IWF und wie sie alle heissen schon mit. Einige davon freiwillig, die meisten weil sie müssen...Ich frag mich nur warum das alles in den letzten jahren so ausgestaltet wurde das alle gezwungen sind sich gegenseitig den Kopf einzuschlagen... sprich immer tiefere Preise und Löhne... Wettbewerb, der viel gerühmte und Verehrte, mag zwar ganz gut sein um das letzte rauszuholen aber brauchen wir das wirklich in diesem Ausmass? Sind immer tiefere Preise, und oft auch immer billigere sprich miserable Produkte, wirklich das einzig wahre? Ich glaube es gibt noch andere Massstäbe nach denen sich eine Gesellschaft entwicklen muss, kann und sollte.Ich habe auch nicht die geringste Motivation alle Leistungen die ich erbringe einseitig den Kapitalbesitzern anzudienen... Es gibt noch andere die auch noch etwas davon haben sollen...
"Ich frag mich nur warum das alles in den letzten jahren so ausgestaltet
wurde das alle gezwungen sind sich gegenseitig den Kopf
einzuschlagen... sprich immer tiefere Preise und Löhne... Wettbewerb,
der viel gerühmte und Verehrte, mag zwar ganz gut sein um das letzte
rauszuholen aber brauchen wir das wirklich in diesem Ausmass?"Wettbewerb ist die Grundvoraussetzung von Wohlstand, zumindest wenn er von Dauer sein soll. Ich selber sehe nicht allzuviele niedrige Preise, wenn sie aber Discounter in allen Einzenhandlesdomänen meinen, oder wie der Schweizer sagt Detailhandel, dann gebe ich Ihnen Recht. Aber woher kommen denn diese Läden? Es gibt nunmehr ein Teil der Bevölkerung, der diese Produkte nachfragt, da selbige mit ihren Qualifikationen keinen ausreichend gepolsterten Job finden. Mithin ist im Zusammenhang der Hartz-Gesetze der Sozialstaat nicht ab-, sondern ausgebaut worden. Dies führt nur zu steigenden Kosten, aber nicht zu mehr Wohlstand. Der Denkfehler besteht bei den "Linken" darin, das sie meinen, das sich der Wohlstand mehrt, wenn nur mehr umverteilt wird. Das Gegenteil ist der Fall. Außerdem wird den Bürgern schamlos in die Tasche gelangt!"Ich habe auch nicht die geringste Motivation alle Leistungen die ich
erbringe einseitig den Kapitalbesitzern anzudienen... Es gibt noch
andere die auch noch etwas davon haben sollen..."Wem etwas gehört, der entscheidet auch. Alles andere ist leistungsfeindlich und fördert auch nicht die Gerechtigkeit. Kaum ein Bürger weiß mehr, wo überall seine Steuern hinfließen. Das ist ungerecht, das der Staat sich schamlos an der Mittel- und Oberschicht vergreift, die das Sozialgefüge in diesem Land am Leben erhält!
Der Untergang des römischen Reiches und genauso der Untergang des Reiches, in dem die Sonne nie untergeht (Sp.), weisen eine gemeinsame Komponente auf. Die immer stärkere Durchdringung der Gesellschaften durch die Sklavenhalterökonomie.Andere Wirtschaftsformen waren im Vorteil. Bei der Sklavenhaltergesellschaft war stets eine Zunahme des Mangels an Arbeitsmotivation zu beobachten. Sklaven sind eben unmotiviert.Beispiel gefällig?--> Wie war das mit dem raschen Erfolg der napoleonschen Armee gegen Preußen? Freie gegen Unfreie, da braucht es kein großes Nachdenken, wer erfolgreich war. Die preußischen Offiziere waren damit beschäftigt, die eigenen Soldaten am Desertieren zu hindern. So etwas konnte nicht erfolgreich sein.Hartz IV ist wegen der zahlreichen Repressionen nichts anderes als eine "demokratische" Variante der Sklavenökonomie. Billige Arbeitskräfte in einer entwickelten Gesellschaft kennen ihren "Wert"... Das sind dann die "Faulen".
"Ich frag mich nur warum das alles in den letzten jahren so ausgestaltet
wurde das alle gezwungen sind sich gegenseitig den Kopf
einzuschlagen... sprich immer tiefere Preise und Löhne... Wettbewerb,
der viel gerühmte und Verehrte, mag zwar ganz gut sein um das letzte
rauszuholen aber brauchen wir das wirklich in diesem Ausmass?"Wettbewerb ist die Grundvoraussetzung von Wohlstand, zumindest wenn er von Dauer sein soll. Ich selber sehe nicht allzuviele niedrige Preise, wenn sie aber Discounter in allen Einzenhandlesdomänen meinen, oder wie der Schweizer sagt Detailhandel, dann gebe ich Ihnen Recht. Aber woher kommen denn diese Läden? Es gibt nunmehr ein Teil der Bevölkerung, der diese Produkte nachfragt, da selbige mit ihren Qualifikationen keinen ausreichend gepolsterten Job finden. Mithin ist im Zusammenhang der Hartz-Gesetze der Sozialstaat nicht ab-, sondern ausgebaut worden. Dies führt nur zu steigenden Kosten, aber nicht zu mehr Wohlstand. Der Denkfehler besteht bei den "Linken" darin, das sie meinen, das sich der Wohlstand mehrt, wenn nur mehr umverteilt wird. Das Gegenteil ist der Fall. Außerdem wird den Bürgern schamlos in die Tasche gelangt!"Ich habe auch nicht die geringste Motivation alle Leistungen die ich
erbringe einseitig den Kapitalbesitzern anzudienen... Es gibt noch
andere die auch noch etwas davon haben sollen..."Wem etwas gehört, der entscheidet auch. Alles andere ist leistungsfeindlich und fördert auch nicht die Gerechtigkeit. Kaum ein Bürger weiß mehr, wo überall seine Steuern hinfließen. Das ist ungerecht, das der Staat sich schamlos an der Mittel- und Oberschicht vergreift, die das Sozialgefüge in diesem Land am Leben erhält!
Der Untergang des römischen Reiches und genauso der Untergang des Reiches, in dem die Sonne nie untergeht (Sp.), weisen eine gemeinsame Komponente auf. Die immer stärkere Durchdringung der Gesellschaften durch die Sklavenhalterökonomie.Andere Wirtschaftsformen waren im Vorteil. Bei der Sklavenhaltergesellschaft war stets eine Zunahme des Mangels an Arbeitsmotivation zu beobachten. Sklaven sind eben unmotiviert.Beispiel gefällig?--> Wie war das mit dem raschen Erfolg der napoleonschen Armee gegen Preußen? Freie gegen Unfreie, da braucht es kein großes Nachdenken, wer erfolgreich war. Die preußischen Offiziere waren damit beschäftigt, die eigenen Soldaten am Desertieren zu hindern. So etwas konnte nicht erfolgreich sein.Hartz IV ist wegen der zahlreichen Repressionen nichts anderes als eine "demokratische" Variante der Sklavenökonomie. Billige Arbeitskräfte in einer entwickelten Gesellschaft kennen ihren "Wert"... Das sind dann die "Faulen".
alle kaputt macht, darüber müssen wir nicht reden. Allein was über die Betrügereien der Banken für Vermögen umverteilt wurde, ist eine riesengroße Schweinerei.Aber die Alternative ist eben nicht der Sozialismus; weil der nun mal nicht funktioniert. Es kann nicht die Aufgabe des Staates sein, sich überall einzumischen. Es kann und wird nicht funktionieren. Die Konzerne können ihre Fabriken hinsetzen wo die wollen. Erst neulich hat Nokia das gezeigt. Der Staat hat sich um ein paar Rahmenbedingungen zu kümmern, und sich ansonsten rauszuhalten. Alles andere ist Träumerei, die mit einem bösen Erwachen enden wird.
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