Börse New York
Am Gebäude der New York Stock Exchange (NYSE) im Südzipfel von Manhattan wehen US-Flaggen. Besucher werden seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 nicht mehr eingelassen. Auch wenn sich die Amerikaner als führend in der Informationstechnologie betrachten: Für die Wall Street gilt dies nicht. Drinnen findet noch ein Gutteil des Aktienhandels von Makler zu Makler statt. Statt Bits und Bytes herrschen dort oft Emotionen.
Doch auch die Wall Street stellt zunehmend von Mensch auf Maschine um.
Nicht zuletzt, um den Vorsprung der Europäer in der Elektronik aufzuholen, übernahm die NYSE Mitte 2007 die Vierländerböse Euronext, zu der sich erst wenige Jahre zuvor die Handelsplätze in Amsterdam, Brüssel, Lissabon und Paris zusammengeschlossen hatten. Anfang 2008 erwarb sie zudem den kleineren Lokalrivalen American Stock Exchange.
Gemessen am Handelsvolumen von insgesamt 36,4 Billionen Dollar im vergangenen Jahr, ist NYSE Euronext nicht nur weltweit die Nummer eins, sondern auch größer als die drei nächsten Konkurrenten zusammen die ebenfalls in New York beheimatete Nasdaq (15,3 Billionen), die London Stock Exchange und die Tokyo Stock Exchange.
- Datum 01.05.2008 - 14:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT Nr.19 vom 30.04.2008, S.39
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