Chancengleichheit Ihr könnt das auch!

Wie die Beacon Academy in Boston Schüler aus benachteiligten Familien fit für gute Highschools macht.

Bitte, ich möchte ein Jahr länger in die Schule gehen«, ist kein gängiges Mantra unter Schülern. Ganz anders aber in Boston: Gute Schüler öffentlicher Schulen in eher schwierigen Bezirken legen nach der achten Klasse ein Extrajahr ein, um fit für wirklich leistungsstarke Oberschulen zu werden. Keine Ehrenrunde also, sondern eine 14-monatige Herausforderung. Die Beacon Academy in Boston wurde vor drei Jahren gegründet von Menschen, die begabten Kindern aus schlechten Vierteln – meist Angehörigen einer Minderheit – die Chance geben wollten, mehr aus ihrem Leben zu machen. Das Experiment begann im Juli 2005 mit 20 Schülern, die sorgfältigst ausgewählt wurden. In diesem August wird der dritte Jahrgang sein Examen machen und auf angesehene Oberschulen wechseln.

Es ist in Amerika recht verbreitet, enorme Opfer für die Aussicht auf einen Platz in einem der Top-Colleges auf sich zu nehmen. Aber Opfer für die Aufnahme in eine Top-Highschool? Auch in Amerika ist das Experiment der Beacon Academy immer noch einzigartig. Vielversprechende und motivierte Schüler aus benachteiligten Gegenden und Familien fit zu machen für das Abenteuer Elitebildung, für die Chance, eine private Schule oder eine der bedeutenden öffentlichen Schulen wie Boston Latin besuchen zu können, ist das Ziel. In kleinen Gruppen, mit missionarischen Pädagogen und einem ungewöhnlich ganzheitlichen Curriculum wird das möglich gemacht.

Die Schüler müssen in den 14 Monaten härter arbeiten als je zuvor

Um überhaupt einen der 20 Plätze der Academy zu ergattern, müssen die 13- und 14-jährigen Schüler eine 16 Seiten lange Bewerbung einschicken, sie brauchen erstklassige Zensuren (selbst wenn die aus drittklassigen Schulen stammen) und Empfehlungen von Lehrern und anderen Erwachsenen. Die Schüler müssen Ehrgeiz mitbringen, sie brauchen mindestens einen Erwachsenen, der sie bei ihrem Bildungsvorhaben vorbehaltlos unterstützt, und sie müssen bereit sein, in den 14 Monaten härter zu arbeiten als je zuvor – damit sie in den leistungsstarken Highschools, in die sie streben, nicht gleich wieder aussortiert werden.

Für die Lehrer ist das ein steter Balanceakt zwischen »zu viel Druck, der zu Entfremdung und Unlust führt, und zu viel kuscheligem Verständnis«, sagt Dean Conway. Der Englisch- und Sozialkundelehrer hat 17 Jahre Privatschulerfahrung und weiß, mit welchen Defiziten seine Schüler einlaufen.

An der Tafel steht eine lange Liste schwieriger Wörter, die die Schüler erklären müssen. Können sie es nicht, nimmt Conway die Wörter auseinander: »trans – port«, »legis – lat – ure«. Richtige Antworten kriegen ein fettes Lob, falsche werden mit »Versuch’s noch mal, oder bilde einen Satz« beantwortet. Hoch konzentriert geht diese Wörterexploration zwanzig Minuten in hohem Tempo vor sich.

Dann kommt ein Wechsel. Die Schüler bekommen Bildpostkarten und haben 13 Minuten Zeit, zu schreiben, was sie entdecken. Das ist eine Übung, die sie schon von ihren Museumsbesuchen kennen. Es nennt sich VTS –Visual Thinking Strategy: Was passiert auf dem Bild? Welche Details? Schaut, was ihr übersehen habt! Grabt tiefer! »Wenn ihr nach 8 Minuten fertig seid, schaut euch das Bild noch einmal an! Denkt genauer nach! Wenn ihr nach 13 Minuten noch nicht fertig seid, macht es später fertig.«

Bevor die Kinder in die Beacon Academy gekommen sind, war keiner von ihnen je im Museum. Hier werden sie auch auf Ausflüge in die Oper, nach Martha’s Vineyard oder zum Rudern auf den Charles River geschickt. Sie sollen akademisch gefordert werden, aber sie sollen auch die Kulturtechniken lernen, mit denen ihre zukünftigen Kameraden in den guten Schulen schon seit der Wiege gesegnet sind.

Das Förderprojekt finanziert sich über Spenden

Die Mathekenntnisse der meisten Kinder aus schlechten öffentlichen Schulen sind recht desolat, in der Beacon Academy wird in diesem Extrajahr Algebra so lange gelernt, bis in etwa das Niveau erreicht wird, das Voraussetzung für die guten Highschools ist. Das alles braucht viel Zeit, darum haben sie zweimal so viel Englisch- und Matheunterricht wie in ihren alten Schulen. Früher hatten sie 30 Minuten Hausaufgaben, jetzt kommen sie abends nicht unter zwei Stunden davon. Ihr Schultag beginnt um acht Uhr mit dem Frühstück, ist um fünf zu Ende und schließt den halben Samstag ein.

Lohnt sich dieser Aufwand? Wenn man Eltern und Kinder befragt, gibt es ein lautes: Und wie! »Gestern Abend auf dem Nachhauseweg sagte Joshua plötzlich: ›Mami, ich fange an, Mathe zu mögen.‹ Ich wäre am liebsten mitten auf der Autobahn aus dem Wagen gesprungen und hätte gebrüllt: Mein Sohn fängt an, Mathe zu mögen!«, erzählt eine begeisterte Mutter. »Als er das sagte, wusste ich, dass wir mit der Entscheidung für Beacon das Richtige gemacht haben.«

Das »Richtige« für diese zwanzig Schüler kostet einen Haufen Geld. Etwa 500.000 Dollar im Jahr. Für jeden Schüler 25.000 Dollar. Natürlich bekommen sie alle Stipendien. Aber die Schule hat von Anfang an zum Gesetz gemacht, dass jeder Schüler etwas beisteuern muss, auch wenn es »nur« 500 oder 1.000 Dollar im Jahr sind. Woher kommt das Geld? Spenden, Spenden, Spenden. Manche Spenden sind bargeldlos wie das Angebot zweier Colleges in der Nachbarschaft, ihre Bibliotheken zur Verfügung zu stellen oder auch zu einem Sonderpreis ihre Cafeterias zum Frühstück wie zum Mittagessen anzubieten. Die Schule selbst ist im zweiten Stock des Gemeindezentrums des größten jüdischen Tempels in Boston untergebracht – auch das ist eine bargeldlose Spende. Auch das frische Obst, das den Schülern in den Pausen gereicht wird, ist eine Spende.

Vierzehn Monate, die für ein Leben reichen sollen, verspricht die Academy, ein Leben mit Chancen, mit Ehrgeiz, Fleiß und Verantwortung. Dafür wird akademische Arbeit verlangt, Charakter erwartet, und es werden Erfahrungen außerhalb des Klassenzimmers geboten. Dass die 20 Schüler jedes Jahr das Beste aus dieser Zeit machen können, dafür sorgen die Fachlehrer in Kleingruppenarbeit. Und es stehen 50 freiwillige Helfer bereit, die die Schüler unterstützen. Nach einem Jahr und acht analysierten Romanen, der abgeschlossenen Algebra und Referaten, die sie ohne Unterbrechung vorzutragen gelernt haben, sind sie Lichtjahre entfernt von dem Zustand, in dem sie in der Academy einliefen. Für die meisten wird die 9. Klasse in einer kompetitiven Privatschule immer noch ein schöner Schock sein. Aber bis jetzt haben die Absolventen in ihren neuen Schulen durchgehalten. Die nächste Gruppe hat ihre Bewerbungen gerade abgeliefert. Natürlich wäre es besser, wenn das viele Geld nicht in derartige kompensatorische Maßnahmen fließen müsste, sondern Schulen von Anfang an so gut wären, dass auch Kinder in miesen Gegenden genug Algebra lernen könnten. Aber solange das nicht der Fall ist, wird es solche Projekte wie Beacon Academy brauchen, um wenigstens den Besten und Motiviertesten eine Chance auf eine bessere Schulausbildung zu geben.

Damit die Jungen und Mädchen, die so viel bekommen, auch Geben lernen, gehört zu ihrer Ausbildung, dass sie täglich in der Mittagspause in den Kindergarten im Souterrain des Gebäudes hinabsteigen und dort den Kindern eine halbe Stunde lang vorlesen und mit ihnen spielen.

 
Leser-Kommentare
  1. nämlich Bildungschancen für jedermann. Das gibt es in den USA, genauso wie in Deutschland, genauso wie in ...Angebote ohne Ende. Wer die annimmt, wer sich redlich müht, dem stehen alle Türen offen. °Aber das ist doch nichts Neues. Habe nicht verstanden, was der Artikel uns sagen will.

  2. Bitte? Waren Sie schonmal in den USA? Kennen Sie sich mit dem US-Amerikanischen Schul(-finanzierungs)-System überhaupt aus? Gerade weil die Qualität der Schulen dort so unterschiedlich und vom Einkommen der Umgebung abhängig ist, müssen solche Maßnahmen ergriffen werden. Diese Vorbereitung ist ein absoluter Ausnahmefall! Die meisten Schüler aus armen Gegenden können auf sowas nicht zugreifen, sondern verrotten, unabhängig von ihrem Intellekt oder Talent oder Fleiß, in den amerikanischen Ghettos und werden - im besten Fall - zu Kleinkriminellen. Gleichzeitig haben die Rich-Kids in den USA - mit weit weniger Anstrengung - die am besten ausgestatteten Highschools, die beste Betreuung und die reichen Eltern, die Ihnen dann das College in einer Ivy-Leage finanzieren (ca. 40.000 $ oder im Jahr).Informieren Sie sich bitte, bevor sie wieder ein Loblied auf die ach so gleichen und gerechten Bildungschancen singen. 

    • Isaidy
    • 02.05.2008 um 8:49 Uhr

    Sie treffen die Sache und es stimmt bedenklich, das Privatspender diesen sozial benachteiligten aber interlektuell gleichberechtigten Jugendlichen unter die Arme greifen müssen. Dies kann und sollte kein Vorbild für Deutschland sein, kompensiert es doch nur staatliche Unzulänglichkeiten im öffentlichen Schulsystem. Bildung ist keine Angelegenheit, die man Privatleuten oder -institutionen überlassen sollte, weder auf sozialer noch auf finanzieller Ebene. Individuell mag den im Artikel beschriebenen Personen mit dieser Art von Spende geholfen sein, volkswirtschaftlich gesehen ist sie ein Armutszeugnis und zeigt nur, wieviel Potential hüben wie drüben durch mangelnde finanzielle Mittel und soziale Gleichgültigkeit der Politik verloren geht. In Amerika mag das der Allgemeinheit weitestgehend egal sein, da es dort nur ein sehr marginales soziales Netz gibt, hier jedoch führt es zur Destabilisation des Solidarprinzips, in dem die Arbeitenden für die Zurückgelassenen aufkommen müssen. Die kostenlose bestmögliche Bildung jedes einzelnen Schülers an staatlichen Schulen muss oberste Priorität eines Gemeinwesens sein, in sie können gar nicht genug Mittel fließen, alles andere ist verschwenderische Flickschusterei und zementiert den Zerfall der Gesellschaft in Ober- und Unterschicht.

  3. Natürlich sind die USA nicht überall 3.Welt in 1.Welt. Trotzdem ist die Ungleichheit zwischen wohlhabenden und armen Landesteilen, Stadtteilen etc. z.T. himmelschreiend und einem entwickelten (Noch-) Industrieland unwürdig.Was könnte mit dem ganzen Geld erreicht werden, das im Namen eines angeblichen Anti-Terrorkrieges sinnlos verballert wird !

  4. werden durch die Grundstuecks-Steuern finanziert und leider zahlen die Leute in manchen Gegenden entschieden weniger als in wohlhabenden .
    Trotzdem sind Eltern in USA eher bereit etwas zu opfern um ihren Kindern eine gute Schulausbildung zu ermoeglichen,sie warten nicht dass der Staat es alles macht.Aber es ist auch Tatsache dass gerade in Schulen,die in weniger wohlhabenden Gegenden viel Geld fuer Bildung ausgegeben wird aber nicht unbedingt bessere Ergebnisse haben.Es liegt eben auch am Engagement der Eltern und ob die in der Schule aktiv sind.

  5. sind die Zustände in den USA ganz dolle schlimm. In Deutschland natürlich auch. Beide Länder sind übrigens auch ganz dolle rassistisch und frauenfeindlich. Selbstredend auch faschistisch.In den fortgeschrittenen Ländern (Iran, Sudan, Libyen, Türkei, Simbabwe, Swasiland, Pakistan,  usw.) ist alles viel besser. Am besten ist das Bildungssystem in Haiti.Das sieht man ja auch an der Wanderungsbewegung. Eine regelrechte Massenflucht aus Deutschland und USA, während die fortschrittlichen Länder sich der Massenzuwanderung kaum noch erwehren kann.Wohin sind Sie eigenlich ausgewandert? Denn in Deutschland oder USA ist es doch nicht mehr zu aushalten!

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    Ja, NeueZeit2: Wenn man keine wirklichen Argumente hat, kommt man eben mit Scheinzusammenhängen an: "Schmeiss ich doch einfach mal wahllos mit negativen Wörtern um mich: Rasssismus, Faschismus, Frauenfeindlichkeit! Und schon hab ich die Diskussion gewonnen!"Und dann nehmen sie die Migration um zu zeigen, dass Deutschland ein tolles Bildungssystem hat? Diese Argumentation greift ja wohl zu kurz. Bitte beziehen Sie, wenn sie Migration betrachten, auch andere Argumente, wie das Klima, Ressourcen und Abhängikeiten vom Weltmarkt (Monokultur, Dürre etc.), sowie die jahrzehntelange Kolonisierung, Ausbeutung und spätere Vernachlässigung einiger von Ihnen genannten Länder durch die Ehemaligen Kolonialmächte mit ein. Oder auch Arbeitskräftemangel in den USA (die in die USA eingewanderten Mexikaner sind mit Sicherheit nicht arbeitslos). Und bezüglich Deutschland greift Ihre Argumentation ja noch weniger: Hier wollen ja nicht mal mehr Hochqualifizierte mehr hin (http://www.zeit.de/2008/1...)Nun wieder zum eigentlichen Thema: Speziell in den USA ist das Bildungssystem sehr ungleich und ungerecht (wie die anderen Kommentatoren bereits erklärt haben). Das heißt, dass es extrem gute Highschools und exzellente Unis gibt, die das Land berühmt machen. Allerdings sehen nur sehr wenige Amerikaner eine Ivy-League von innen. Ich habe in meinem vorherigen Beitrag nicht gesagt, dass das deutsche Bildungssystem schlecht sei. Es gibt zur Zeit große Probleme, weil einige soziale Gruppen weit schlechter abschneiden als andere und meiner Meinung nach dadurch viel Potential verloren geht. Aber zum Glück sind wir von amerikanischen Zuständen noch (!!) weit entfernt. 

    Ja, NeueZeit2: Wenn man keine wirklichen Argumente hat, kommt man eben mit Scheinzusammenhängen an: "Schmeiss ich doch einfach mal wahllos mit negativen Wörtern um mich: Rasssismus, Faschismus, Frauenfeindlichkeit! Und schon hab ich die Diskussion gewonnen!"Und dann nehmen sie die Migration um zu zeigen, dass Deutschland ein tolles Bildungssystem hat? Diese Argumentation greift ja wohl zu kurz. Bitte beziehen Sie, wenn sie Migration betrachten, auch andere Argumente, wie das Klima, Ressourcen und Abhängikeiten vom Weltmarkt (Monokultur, Dürre etc.), sowie die jahrzehntelange Kolonisierung, Ausbeutung und spätere Vernachlässigung einiger von Ihnen genannten Länder durch die Ehemaligen Kolonialmächte mit ein. Oder auch Arbeitskräftemangel in den USA (die in die USA eingewanderten Mexikaner sind mit Sicherheit nicht arbeitslos). Und bezüglich Deutschland greift Ihre Argumentation ja noch weniger: Hier wollen ja nicht mal mehr Hochqualifizierte mehr hin (http://www.zeit.de/2008/1...)Nun wieder zum eigentlichen Thema: Speziell in den USA ist das Bildungssystem sehr ungleich und ungerecht (wie die anderen Kommentatoren bereits erklärt haben). Das heißt, dass es extrem gute Highschools und exzellente Unis gibt, die das Land berühmt machen. Allerdings sehen nur sehr wenige Amerikaner eine Ivy-League von innen. Ich habe in meinem vorherigen Beitrag nicht gesagt, dass das deutsche Bildungssystem schlecht sei. Es gibt zur Zeit große Probleme, weil einige soziale Gruppen weit schlechter abschneiden als andere und meiner Meinung nach dadurch viel Potential verloren geht. Aber zum Glück sind wir von amerikanischen Zuständen noch (!!) weit entfernt. 

  6. Ja, NeueZeit2: Wenn man keine wirklichen Argumente hat, kommt man eben mit Scheinzusammenhängen an: "Schmeiss ich doch einfach mal wahllos mit negativen Wörtern um mich: Rasssismus, Faschismus, Frauenfeindlichkeit! Und schon hab ich die Diskussion gewonnen!"Und dann nehmen sie die Migration um zu zeigen, dass Deutschland ein tolles Bildungssystem hat? Diese Argumentation greift ja wohl zu kurz. Bitte beziehen Sie, wenn sie Migration betrachten, auch andere Argumente, wie das Klima, Ressourcen und Abhängikeiten vom Weltmarkt (Monokultur, Dürre etc.), sowie die jahrzehntelange Kolonisierung, Ausbeutung und spätere Vernachlässigung einiger von Ihnen genannten Länder durch die Ehemaligen Kolonialmächte mit ein. Oder auch Arbeitskräftemangel in den USA (die in die USA eingewanderten Mexikaner sind mit Sicherheit nicht arbeitslos). Und bezüglich Deutschland greift Ihre Argumentation ja noch weniger: Hier wollen ja nicht mal mehr Hochqualifizierte mehr hin (http://www.zeit.de/2008/1...)Nun wieder zum eigentlichen Thema: Speziell in den USA ist das Bildungssystem sehr ungleich und ungerecht (wie die anderen Kommentatoren bereits erklärt haben). Das heißt, dass es extrem gute Highschools und exzellente Unis gibt, die das Land berühmt machen. Allerdings sehen nur sehr wenige Amerikaner eine Ivy-League von innen. Ich habe in meinem vorherigen Beitrag nicht gesagt, dass das deutsche Bildungssystem schlecht sei. Es gibt zur Zeit große Probleme, weil einige soziale Gruppen weit schlechter abschneiden als andere und meiner Meinung nach dadurch viel Potential verloren geht. Aber zum Glück sind wir von amerikanischen Zuständen noch (!!) weit entfernt. 

  7. "Schmeiss ich doch einfach mal wahllos mit negativen Wörtern um mich"Petteri, "jahrzehntelange Kolonisierung, Ausbeutung und spätere Vernachlässigung
    einiger von Ihnen genannten Länder durch die Ehemaligen Kolonialmächte"Das sind ja überhaupt keine hohlen Redensarten oder gar "negative Wörter".°Die Wahrheit ist, dass sowohl die USA als auch Deutschland sehr gute Bildungssysteme haben.Man muss natürlich die Angebote annehmen. Und, auch wenn diese Phrase zu linken Stadard-Totschlagargument geworden ist, die Menschen werden nicht ausgebildet. Die bilden sich aus; unter Anleitung der Lehrer. Oder auch nicht. °In Brandenburg machen 44% der Ausländerkinder Abitur. Tut mir leid, ich schlussfolgere daraus, dass Deutschland ein sehr gutes Bildungssytem besitzt. Und dass jeder Fleißige hier eine Chance bekommt.°Und dass das amerikanische gut ist, sehe ich an den verschiedenen Hautfarben und Herkunfts-Namen der Bundesminister, Generäle, Bundesrichter, Präsidentschaftskandidaten ...

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  • Quelle DIE ZEIT, 01.05.2008 Nr. 19
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  • Schlagworte Schüler | USA | Kinder
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