US-Notenbank Die Supermacht »Fed« emanzipiert sich
Die US-Notenbank lernt aus der Finanzkrise. Die Marktreligion ihres Übervaters Alan Greenspan ist passé. Ein Besuch im Kommandozentrum des Kapitalismus.
Wenn Ben Bernanke die Zinsen senken will, muss er nur ein paar Schritte gehen. Eine schmale Holztür trennt das Büro des Chefs der amerikanischen Notenbank vom großen Sitzungsraum der Federal Reserve an der Constitution Avenue in Washington. Hier trifft die Führungsriege der Bank ihre geldpolitischen Entscheidungen. Finanzmarktexperte Frederic Mishkin läuft einige Meter den weiß getünchten Gang hinunter, Timothy Geithner, der Mann der Fed an der Wall Street, fliegt aus New York ein, und Richard Fisher, Repräsentant der südlichen Bundesstaaten, kommt aus Dallas. Sobald sich, wie an diesem Mittwoch, die Türen hinter ihnen schließen, steigt rund um den Globus die Nervosität. Die Sitzungen der Fed sind so etwas wie Schicksalsstunden für den Kapitalismus – was hier geschieht, beeinflusst Finanzmärkte, Konjunktur und Wechselkurse auf der ganzen Welt.
In den vergangenen Jahren gab es selten Grund zur Klage über die Fed. Die USA und in ihrem Schlepptau die gesamte Weltwirtschaft erlebten einen beispiellosen Aufschwung. Wenn Gefahr drohte, trieb die Fed durch geschickte Zinssenkungen die Konjunktur an. Mit den Wachstumsraten schien auch das Selbstbewusstsein der amerikanischen Währungshüter zu steigen. Wenn sie auf internationalen Konferenzen das Wort ergriffen, lauschte das Publikum andächtig. An den Universitäten wurden Ökonomen nach den Prinzipien der Fed ausgebildet. Alan Greenspan, Bernankes legendärer Vorgänger, wurde als bester Zentralbanker aller Zeiten gefeiert. Provinziell wirkte dagegen die behäbige Politik der Notenbanken in Europa und Japan. Sie schien zum kraftlosen Wachstum in den beiden Regionen zu passen.
Jetzt kollabiert der Immobilienmarkt in den USA, Banken brechen zusammen, der Dollar schmiert ab, die Inflation steigt. Auf einmal stehen die erfolgsverwöhnten Notenbanker in der Kritik. Durch ihre Politik des billigen Geldes hätten sie die Krise erst hervorgerufen, lautet der Vorwurf. Jetzt öffneten sie wieder alle Schleusen und legten damit den Grundstein für die nächste Katastrophe. Das konservative Wall Street Journal druckt böse Leitartikel. Die Fed habe »einige seit Langem geltende Prinzipien des Zentralbankwesens über Bord geworfen«, sagt Paul Volcker, ein angesehener Ex-Notenbankchef. Und die zurückhaltende Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) gilt nun wieder als vorbildlich.
Wie reagieren die Notenbanker, welche Lehren ziehen sie aus der Krise?
Wer das Hauptquartier in diesen Tagen besucht, der gewinnt den Eindruck, dass ein neuer Politikstil einzieht an der Constitution Avenue. Dass es als Fehler angesehen wird, den Übertreibungen tatenlos zugesehen zu haben. Aber bei aller Selbstkritik hält die Fed an ihrer Überzeugung fest, wonach eine Notenbank gegensteuern muss, wenn die Wirtschaft einzubrechen droht.
Das Kommandozentrum einer ökonomischen Supermacht stellt man sich anders vor. Keine Computer, keine blinkenden Armaturen. Ein Kronleuchter, eine handgezeichnete Karte der Vereinigten Staaten und ein offener Kamin. In der Mitte ein etwa fünfzehn Meter langer, ovaler Tisch aus dunklem Holz. Seit Gründung der Fed im Jahr 1913 wurden in dem Sitzungsraum schon einige schwerwiegende Entscheidungen getroffen. Weil das Gebäude als abhörsicher gilt, haben britische und amerikanische Generäle hier den Krieg gegen das nationalsozialistische Deutschland geplant.
Am heutigen Mittwoch werden die Notenbanker sich dort wieder über den richtigen Zins die Köpfe heißreden. Um drei Prozentpunkte hat die Fed den Satz, für den sich Banken bei ihr Geld ausleihen können, seit Ausbruch der Krise gesenkt – während die EZB sich nicht bewegte. Obendrein können die Geldinstitute jetzt ihre Ramschpapiere bei der Zentralbank gegen hochwertige Staatsanleihen umtauschen. Als »hyperaktiv« haben Analysten der Investmentbank Morgan Stanley die Fed kritisiert.
Eigentlich ist Ben Bernanke ein zurückhaltender Mensch, fast schüchtern. Wenn Greenspan in den Konferenzraum trat, wusste er meist genau, was er wollte. Bernanke hört auf andere und fragt nach. Er hatte keinen guten Start im Amt und leistete sich eine Reihe von Kommunikationspannen, als er vor zwei Jahren an die Spitze der Fed trat. Und dann fingen die Märkte an, verrückt zu spielen. Es folgte Krisensitzung auf Krisensitzung. Das zermürbt, und viele denken, dass sie in Washington tief verunsichert sind.
Doch das ist nicht der Fall. Bernanke macht fast den Eindruck, als sei er jetzt, da es eine Krise gibt, endlich in seinem Element. Vielleicht liegt es daran, dass sich der oberste Währungshüter zeit seines Ökonomenlebens so intensiv mit Wirtschaftskrisen beschäftigt hat wie wenige Kollegen. Er kennt die Theorien, einige der wichtigsten Studien hat er selbst verfasst. Auf gelehrte Weise weiß er, was er tut.
Der wichtigste Schluss, den Bernanke und sein enger Vertrauter Mishkin aus ihren Forschungen ziehen: Wenn es richtig gefährlich wird, wenn eine Krise den innersten Kern der Volkswirtschaft zu schädigen droht, dann muss die Politik aggressiv gegensteuern. »Es geht ihnen nicht darum, eine ganz normale Rezession zu bekämpfen. Für sie ist das heute eine Krise von historischer Dimension«, sagt einer, der beide gut kennt. Und es ist die feste Überzeugung Bernankes, dass die Politik durch ein beherztes Eingreifen selbst die Große Depression der dreißiger Jahre hätte verhindern können.
Die Kollateralschäden sind beträchtlich: Die Teuerung steigt. Und der Wechselkurs des Dollar sinkt schnell. Eine Abwertung ist Teil des Rettungsplans der Fed für die Wirtschaft der USA, denn sie beflügelt den Export. Doch das Tempo des Kursrutsches macht den Notenbankern Sorgen, besteht doch die Gefahr, dass sich daraus eine Währungskrise oder eine Inflationsspirale entwickelt. Im Lande wächst der Unmut. Die Hamburgerkette McDonald’s zeigt Werbespots, in denen sich Banker über den schwachen Dollar lustig machen. Die Leute von der Fed kennen das Risiko, und es soll Gouverneure geben, denen Inflation und Dollarkurs schlaflose Nächte bereiten. Das Problem: Wenn sie dagegen vorgehen, müssten sie die Zinsen erhöhen. Und das würde der Konjunktur und den Banken schaden.
»Man hätte die Party früher beenden müssen« – die Frage ist nur, wie
Wie entschlossen – die Kritiker würden sagen: rücksichtslos – die Fed ihr Ziel verfolgt, zeigt der Fall Bear Stearns. Die Investmentbank war im März in die Schieflage geraten, Geschäftspartner zogen Kapital ab. Die Zeit drängte, am Montagmorgen würden die Märkte in Tokyo wieder öffnen. In Europa und Asien bereiteten sich die Behörden auf eine panikartige Flucht aus dem Dollar vor. Man war sich einig, dass der Staat einspringen sollte. Eigentlich ein Fall für die Regierung. Doch schnell war klar, dass die nicht in Aktion treten würde. Also griff die Notenbank ein. Sie kaufte Bear Stearns kurzerhand ein Portfolio mit riskanten Wertpapieren ab und verschmolz das Institut mit dem Konkurrenten JP Morgan.
Das American Enterprise Institute an der Washingtoner M Street ist ein Rückzugsgebiet für Konservative, die nicht in Amt und Würden sind. Hier arbeitet Vincent Reinhart gleich neben den republikanischen Rechtsauslegern John Bolton und Newt Gingrich. Reinhart hat mehr als 20 Jahre für die Fed gearbeitet, unter Greenspan war er Chefvolkswirt. Jetzt ist er Wissenschaftler – und kann sagen, was er denkt. »Die Sache mit Bear Stearns war nicht korrekt. Aber ansonsten ist der Kurs der Fed angemessen«, so Reinhart.
Die Fehler, davon ist er überzeugt, liegen in der Vergangenheit, in der Zeit nach dem Platzen der Internetblase, als den USA eine Deflation drohte. Die Fed senkte den Leitzins drastisch, und die Rechnung ging auch auf. Die Konjunktur besserte sich, weil die steigenden Hauspreise die Verbraucher wohlhabender machten. »Es wurden Immobilienkredite an Menschen vergeben, die nie welche hätten erhalten sollen. Man muss sich fragen, ob wir damals alles richtig gemacht haben«, sagt Reinhart aber.
Nachdenklich sind selbst die, die am Boom verdient haben. Menschen wie Jan Hatzius. Er stammt aus Heidelberg und ist Chefvolkswirt bei der Investmentbank Goldman Sachs in den USA. Die Lageberichte, die er aus der Goldman-Zentrale im Süden Manhattans um die Welt schickt, werden aufmerksam gelesen. Hatzius hat schlechte Nachrichten. Die Wirtschaft werde noch lange an den Exzessen laborieren. »Man hätte die Party früher beenden müssen.«
Die Frage ist nur, wie. Für viele Kritiker steht fest, dass die Zinsen zu lange zu niedrig waren. Die Fed, so der Internationale Währungsfonds jüngst in einer Studie, hätte die Geldpolitik früher straffen müssen. Eine Notenbank müsse gegen spekulative Übertreibungen auf den Immobilien- oder Aktienmärkten vorgehen – auch wenn sie dann weniger Spielraum habe, um die Konjunktur zu stützen.
Greenspan hat diese Idee stets abgelehnt. Und einflussreiche Notenbanker halten seine Zweifel für berechtigt. Sicher, man hätte den Leitzins im Rückblick etwas früher wieder angehoben. Aber die Exzesse hätten sich nun einmal auf die Immobilien- und Finanzmärkte beschränkt und nicht in der sonstigen Wirtschaft stattgefunden – und dass niedrige Zinsen für überzogene Hauspreise verantwortlich sind, davon ist man nicht überzeugt. Schließlich sei es auch an den Immobilienmärkten in Spanien oder Großbritannien zu überhöhten Preisen gekommen, Ländern mit einer völlig anderen Geldpolitik. Ohnehin sei es fraglich, ob man mit Zinserhöhungen eine Spekulationswelle stoppen könne. »Dazu müsste man die Zügel schon so kräftig anziehen, dass es dem Rest der Wirtschaft richtig wehtut!«, sagt Adam Posen. Er ist Vizedirektor am renommierten Peterson Institute of International Economics und hat mehrere Notenbanken beraten.
Das Problem, so glaubt man in der Fed heute, war nicht die Zinspolitik, sondern der laxe Umgang mit der Finanzindustrie. In einer modernen Volkswirtschaft werden Geld und Kredit nicht nur in der Zentralbank geschaffen und verteilt, sondern auch in den anderen Banken, bei Hedgefonds und Finanzdienstleistern. Sosehr Alan Greenspan befürwortete, dass der Staat die Konjunktur stützt, so entschlossen wehrte er sich gegen alle Versuche, die Kreditbranche strenger zu kontrollieren – eine Haltung, die sich aus seinem fast religiösen Glauben an die segensreiche Wirkung freier Märkte speiste. Greenspan lehnte es ab, Hedgefonds zur Transparenz zu zwingen, er blockierte Initiativen, die Immobilienfinanzierern Einhalt gebieten sollten, weil die ohne Rücksicht auf spätere Verluste Kredite vergaben. Dagegen hatte Edward Gramlich keine Chance. Er war bis 2005 ein Gouverneur der Zentralbank und warb dafür, gegen die Unternehmen vorzugehen, die Kredite austeilten, ohne die Bonität ihrer Kunden zu prüfen.
Die Fed, die an der Regulierung des Hypothekenmarkts beteiligt ist, nutzte nicht einmal ihre Kompetenzen aus. »Man wünschte sich, dass Greenspan die Entschlossenheit, die er in der Geldpolitik gezeigt hat, auch in Regulierungsfragen an den Tag gelegt hätte«, sagt Ben Friedman von der Harvard-Universität. Hochrangige Notenbanker sehen das ähnlich: Die Lücken in der Überwachung des Finanzsektors hätten die Exzesse ermöglicht.
Das soll sich ändern. Durch kluge Regulierung sollen spekulative Übertreibungen verhindert werden, ohne die Wirtschaft zu schädigen. Geprüft wird unter anderem, ob man die Banken zwingen soll, in guten Zeiten mehr Eigenkapital zurückzulegen. Das bedeutete, dass sie weniger exzessiv Kredite vergeben könnten. Solche Überlegungen markieren die Abkehr von der regulatorischen Enthaltsamkeit. Die Lehrbücher zur Geldpolitik umzuschreiben, dafür gibt es aus Sicht der Notenbanker allerdings keinen Grund.
- Datum 05.05.2008 - 08:29 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 01.05.2008 Nr. 19
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Ben Bernanke gibt zu, dass in den USA mehr als 10 % Inflation herrschen, und dass die Mittel der FED nicht ausreichen, dieses Problem zu lösen: http://www.youtube.com/wa...Zahlreiche Banken sind bankrott:http://bankimplode.comDie Banken suchen um Verschleierung: http://caps.fool.com/Blogs/ViewPost.aspx?bpid=49956&t=01006124249416869148Der Artikel gilt mir daher als Beruhigung, leider ohne Grund zu derselben, denn im Bankenwesen ist viel faul: Bspw. werden in den USA (und nicht nur dort !) die InflationsZahlen beschönigt. Die M3-GeldMenga wird schon gar nicht mehr veröffentlicht, seit 2006, warum wohl ??Die FED scheint Unmengen an Geld zu drucken, lässt sich dabei nicht auf die Finger schauen, kann jedoch trotzdem enttarn werden, wie das obige Video (Ron Paul vs. Ben Bernanke) zeigt, hier nochmal der link:http://www.youtube.com/wa...
(Zinsen senken) == (Geld drucken) (== Inflation ?)http://www.youtube.com/wa...
... nämlich die Energie- Rohstoff- und Lebensmittelblase. Der absurde Anstieg der Lebensmittelpreise läßt sich letztlich nur dadurch erklären (und nicht etwa durch die gestiegene chinesische Nachfrage).
In den USA selbst hat der Dollar immer noch erhebliche Kaufkraft, jedenfalls weitaus mehr, als der Wechselkurs vermuten läßt. Die Frage ist nur, ob die Welt den Dollar unterbewertet oder die US-Binnenwirtschaft ihn nicht immer noch dramatisch überbewertet. Im Moment sind die USA ein wahres Schnäppchenparadies! Aber was passiert, wenn die Welt das ausnutzen will und sich anschickt, in den USA auf große Einkauftour zu gehen? Wird sich dann die dortige Wirtschaft wiederbeleben, oder werden dann die Dollar-Inflationsraten zweistellig?
Die USA-Fixiertheit Ihrer Redakteure kann einem ganz schoen auf den Wecker gehen. Wo bitte ist denn die Fed eine "Supermacht"?
Die USA sind finanztechnisch pleite. Das sollte Ihre Zeitung den Lesern auch endlich mal so vermitteln. Langfristig wird der Wert des amerikanischen $ Null sein! Die USA sind total ueberschuldet. Die Verschuldung des Landes betraegt bereits 250 % des Bruttoinlandsprodukts. Wo ist denn da ueberhaupt noch Vermoegen?
Die Wall Street hat ihre "Profite" in den vergangenen Jahrzehnten aus einer wachsenden Wirtschaft gespeist, deren Wachstum auf steigender Verschuldung aufgebaut war.
Wenn Sie zu viel Geld haben, koennen Sie es entweder in amerikanische Staatsanleihen mit 4.5 Prozent "Rendite" bei einer Inflationsrate von ueber 10 Prozent anlegen oder vielleicht doch besser im Kamin verheizen.
Kurz und knapp: Die Party ist vorbei. Und der Abstieg Amerikas endgueltig!
Hallo Herr Witti !ich kann mich noch genau an den Anfang der 80er erinnern. Die Rhethorik in den deutschen Medien war voll von Informationen über den nahenden Untergang Amerikas.Sklerotisches Amerika, ein paar Superzentren am Atlantik und Pazifik und dazwischen nur Rost, hießen die Schreckensmeldungen und ich habs geglaubt. Dann kam Herr Reagan und mit ihm die Häme im deutschen Blätterwald. Reagonomics, das ist doch Woodo Economics und nur Billigjobs. Das waren 5 Dollarjobs, immerhin, im vergleich zu den 1 Eurojobs und dem Jobwunder der von der Wohlfühlpresse heute hier verbreitet wird doch gar nicht so schlecht.Aber Amerika ist nicht untergegangen, sonst würd es dem Exportweltmeister Deutschland wahrscheinlich heut auch nicht so gut gehen, jedenfalls einer immer kleineren Bevökerungsgruppe die immer mehr verdient. Ganz klar, die USA haben große ökonomische Schwierigkeiten, aber darüber sollte man sich nicht freuen, denn das sind auch unsere. Noch ein kleiner Hinweis auf die Verschuldung. Auch hier existieren 1,6 Billionen Euro Staatsschulden.
Sehr geehrter User Gayorg! Sie meinen sicher die Reaganomics. Ich glaube freilich, dass die Finanzwelt ausserhalb der USA kaum die gleichen Fehler noch einmal machen wird.
Der Aufschwung in den Achtziger Jahren wurde durch ein gigantisches Ruestungsprogramm - Stichwort "Star Wars" - durch massive Staatsverschuldung "finanziert".
Das einzig Neue an Reagans Politik war die Art und Weise, wie diese Staaatsverschuldung erreicht wurde.
Während der Siebziger Jahre war der amerikanische Staat noch direkt verantwortlich für die Finanzierung der wachsenden Defizite der oeffentlichen Ausgaben, indem er die Geldmenge erhoehte. Dies bedeutete, dass der Staat das Geld bereitstellte, das die Banken benoetigten, um Geld an Geschäfte, an private Kreditnehmer oder an andere Staaten auszuleihen. Dies verursachte allerdings einen kontinuierlichen Wertverlust des Geldes und fuehrte so zu einer hohen Inflationsrate.
Um aus die Inflationsspirale in den Begriff zu bekommen, aenderte der damalige Praesident der Federal Reserve, Volcker, in den letzten beiden Jahren der Carter-Administration radikal die Kreditpolitik. Er schloss die herkoemmlichen Geldhaehne, was die Rezession von 1980-82 provozierte, aber gleichzeitig oeffnete er einen neuen Weg für eine massive Finanzierung durch die Ausgabe von Obligationen und Anleihen, die konstant auf dem Markt erneuert wurden.
Diese Neuorientierung wurde non Reagan übernommen und verallgemeinert und ueber die ganze Welt verbreitet.
Der Mechanismus dieses durchaus genialen "Finanz-Engineering“ war wie folgt: Auf der einen Seite gab der Staat Obligationen und Anleihen aus, um seine betraechtlichen und staendig wachsenden Defizite zu finanzieren, zu denen auch die Finanzmaerkte kraeftig beisteuerten. Auf der anderen Seite draengte er die Banken dazu, nach Anleihen auf den Finanzmaerkten zu suchen und gleichzeitig Obligationen und Anleihen zu emittieren sowie die sukzessive Expansion von Kapital durchzufuehren. Es handelte sich im Prinzip um reine Spekulationsgeschaefte. Das so erzeugte Kapital war sozusagen fiktiv! Das grosse "Blasen" hatte begonnen... All dies ermutigte eine Tendenz, die waehrend der Neunziger Jahre noch vertieft wurde: die voellige Verfaelschung des Geldwertes und Manipulation von Kapital. Das ist naemlich das "Geniale", was hinter all dem schoenen Boom der Achtziger und Neunziger Jahre steckte: Manipulation des Kapitals. Casanova, der bekanntlich die Lotterie erfand, haette es nicht toller treiben koennen.
Diese angeblich neue Finanzpolitik lief darauf hinaus, dass der Rest der Weltwirtschaft die famose US-Wirtschaft finanzierte! Ich denke, das der Rest der Welt von diesen Spielchen die Nase voll hat.
Sehr geehrter User Gayorg! Sie meinen sicher die Reaganomics. Ich glaube freilich, dass die Finanzwelt ausserhalb der USA kaum die gleichen Fehler noch einmal machen wird.
Der Aufschwung in den Achtziger Jahren wurde durch ein gigantisches Ruestungsprogramm - Stichwort "Star Wars" - durch massive Staatsverschuldung "finanziert".
Das einzig Neue an Reagans Politik war die Art und Weise, wie diese Staaatsverschuldung erreicht wurde.
Während der Siebziger Jahre war der amerikanische Staat noch direkt verantwortlich für die Finanzierung der wachsenden Defizite der oeffentlichen Ausgaben, indem er die Geldmenge erhoehte. Dies bedeutete, dass der Staat das Geld bereitstellte, das die Banken benoetigten, um Geld an Geschäfte, an private Kreditnehmer oder an andere Staaten auszuleihen. Dies verursachte allerdings einen kontinuierlichen Wertverlust des Geldes und fuehrte so zu einer hohen Inflationsrate.
Um aus die Inflationsspirale in den Begriff zu bekommen, aenderte der damalige Praesident der Federal Reserve, Volcker, in den letzten beiden Jahren der Carter-Administration radikal die Kreditpolitik. Er schloss die herkoemmlichen Geldhaehne, was die Rezession von 1980-82 provozierte, aber gleichzeitig oeffnete er einen neuen Weg für eine massive Finanzierung durch die Ausgabe von Obligationen und Anleihen, die konstant auf dem Markt erneuert wurden.
Diese Neuorientierung wurde non Reagan übernommen und verallgemeinert und ueber die ganze Welt verbreitet.
Der Mechanismus dieses durchaus genialen "Finanz-Engineering“ war wie folgt: Auf der einen Seite gab der Staat Obligationen und Anleihen aus, um seine betraechtlichen und staendig wachsenden Defizite zu finanzieren, zu denen auch die Finanzmaerkte kraeftig beisteuerten. Auf der anderen Seite draengte er die Banken dazu, nach Anleihen auf den Finanzmaerkten zu suchen und gleichzeitig Obligationen und Anleihen zu emittieren sowie die sukzessive Expansion von Kapital durchzufuehren. Es handelte sich im Prinzip um reine Spekulationsgeschaefte. Das so erzeugte Kapital war sozusagen fiktiv! Das grosse "Blasen" hatte begonnen... All dies ermutigte eine Tendenz, die waehrend der Neunziger Jahre noch vertieft wurde: die voellige Verfaelschung des Geldwertes und Manipulation von Kapital. Das ist naemlich das "Geniale", was hinter all dem schoenen Boom der Achtziger und Neunziger Jahre steckte: Manipulation des Kapitals. Casanova, der bekanntlich die Lotterie erfand, haette es nicht toller treiben koennen.
Diese angeblich neue Finanzpolitik lief darauf hinaus, dass der Rest der Weltwirtschaft die famose US-Wirtschaft finanzierte! Ich denke, das der Rest der Welt von diesen Spielchen die Nase voll hat.
Sehr geehrter User Gayorg! Sie meinen sicher die Reaganomics. Ich glaube freilich, dass die Finanzwelt ausserhalb der USA kaum die gleichen Fehler noch einmal machen wird.
Der Aufschwung in den Achtziger Jahren wurde durch ein gigantisches Ruestungsprogramm - Stichwort "Star Wars" - durch massive Staatsverschuldung "finanziert".
Das einzig Neue an Reagans Politik war die Art und Weise, wie diese Staaatsverschuldung erreicht wurde.
Während der Siebziger Jahre war der amerikanische Staat noch direkt verantwortlich für die Finanzierung der wachsenden Defizite der oeffentlichen Ausgaben, indem er die Geldmenge erhoehte. Dies bedeutete, dass der Staat das Geld bereitstellte, das die Banken benoetigten, um Geld an Geschäfte, an private Kreditnehmer oder an andere Staaten auszuleihen. Dies verursachte allerdings einen kontinuierlichen Wertverlust des Geldes und fuehrte so zu einer hohen Inflationsrate.
Um aus die Inflationsspirale in den Begriff zu bekommen, aenderte der damalige Praesident der Federal Reserve, Volcker, in den letzten beiden Jahren der Carter-Administration radikal die Kreditpolitik. Er schloss die herkoemmlichen Geldhaehne, was die Rezession von 1980-82 provozierte, aber gleichzeitig oeffnete er einen neuen Weg für eine massive Finanzierung durch die Ausgabe von Obligationen und Anleihen, die konstant auf dem Markt erneuert wurden.
Diese Neuorientierung wurde non Reagan übernommen und verallgemeinert und ueber die ganze Welt verbreitet.
Der Mechanismus dieses durchaus genialen "Finanz-Engineering“ war wie folgt: Auf der einen Seite gab der Staat Obligationen und Anleihen aus, um seine betraechtlichen und staendig wachsenden Defizite zu finanzieren, zu denen auch die Finanzmaerkte kraeftig beisteuerten. Auf der anderen Seite draengte er die Banken dazu, nach Anleihen auf den Finanzmaerkten zu suchen und gleichzeitig Obligationen und Anleihen zu emittieren sowie die sukzessive Expansion von Kapital durchzufuehren. Es handelte sich im Prinzip um reine Spekulationsgeschaefte. Das so erzeugte Kapital war sozusagen fiktiv! Das grosse "Blasen" hatte begonnen... All dies ermutigte eine Tendenz, die waehrend der Neunziger Jahre noch vertieft wurde: die voellige Verfaelschung des Geldwertes und Manipulation von Kapital. Das ist naemlich das "Geniale", was hinter all dem schoenen Boom der Achtziger und Neunziger Jahre steckte: Manipulation des Kapitals. Casanova, der bekanntlich die Lotterie erfand, haette es nicht toller treiben koennen.
Diese angeblich neue Finanzpolitik lief darauf hinaus, dass der Rest der Weltwirtschaft die famose US-Wirtschaft finanzierte! Ich denke, das der Rest der Welt von diesen Spielchen die Nase voll hat.
sehr geehrter HerrWitti, die richtige Bezeichnung ist Reagonomics, nach wie vor.An sonsten scheinen Sie mir ja der Anti- Amerikaner par excellance. Waren Sie schon mal dort? Kennen Sie Amerikaner ?Zurück zur Sache: Anfang der 80er wurde die Fiskalpolitik geändert, aber nicht nur in den bösen bösen USA. Die Abkehr von Kaynes betraf auch andere Länder. Sie wahr damals zwingend notwendig. Das nächste `Problem ` Star Wars`´, wunderschön für die deutsche Journaille und Leute die daran glauben. Klar ist, die Rüstungsausgaben der USA waren und sind enorm, Deutschland verdient ganz gut daran. Und ob der Aufschwung während der Reagan Administration nur von erhöhten Rüstungsausgaben abhing das müssen Sie erst mal beweisen. Dann noch was zu den bösen Spekulationsgeschäften, die sich seit REAGAN über die ganze Welt verbreiten.Was soll das denn ? Die TRIEBFEDER der Spekulation ist die GIER, hier wie dort und schon immer, vielleicht zum ersten mal während der Tulpenspekulation in Holland lange her. Man kann sich hervorragend infomieren in den Werken von John Kenneth Galbraith einem der besten, und kritischsten Nationalökonomen der USA und sollte das natürlich auch tun. So komme ich zum Schluß. Wer ist Ihrer Meinung nach der Rest der Welt ? Ich gehöre nicht dazu ,bin stolz darauf und bestimmt nicht der einzige! Was denken Ihrer Meinung nach die Leute in Litauen, in England, Spanien, Japan, Süd Korea etc. Sind Sie ein neuer Messias, der genau weiß, was der Rest der Welt zu denken hat ? Diese Form des Denkens ist mir fremd. Ich wurde nach amerikanischem Vorbild erzogen, in Deutschland im Sauerland.
sehr geehrter HerrWitti, die richtige Bezeichnung ist Reagonomics, nach wie vor.An sonsten scheinen Sie mir ja der Anti- Amerikaner par excellance. Waren Sie schon mal dort? Kennen Sie Amerikaner ?Zurück zur Sache: Anfang der 80er wurde die Fiskalpolitik geändert, aber nicht nur in den bösen bösen USA. Die Abkehr von Kaynes betraf auch andere Länder. Sie wahr damals zwingend notwendig. Das nächste `Problem ` Star Wars`´, wunderschön für die deutsche Journaille und Leute die daran glauben. Klar ist, die Rüstungsausgaben der USA waren und sind enorm, Deutschland verdient ganz gut daran. Und ob der Aufschwung während der Reagan Administration nur von erhöhten Rüstungsausgaben abhing das müssen Sie erst mal beweisen. Dann noch was zu den bösen Spekulationsgeschäften, die sich seit REAGAN über die ganze Welt verbreiten.Was soll das denn ? Die TRIEBFEDER der Spekulation ist die GIER, hier wie dort und schon immer, vielleicht zum ersten mal während der Tulpenspekulation in Holland lange her. Man kann sich hervorragend infomieren in den Werken von John Kenneth Galbraith einem der besten, und kritischsten Nationalökonomen der USA und sollte das natürlich auch tun. So komme ich zum Schluß. Wer ist Ihrer Meinung nach der Rest der Welt ? Ich gehöre nicht dazu ,bin stolz darauf und bestimmt nicht der einzige! Was denken Ihrer Meinung nach die Leute in Litauen, in England, Spanien, Japan, Süd Korea etc. Sind Sie ein neuer Messias, der genau weiß, was der Rest der Welt zu denken hat ? Diese Form des Denkens ist mir fremd. Ich wurde nach amerikanischem Vorbild erzogen, in Deutschland im Sauerland.
Amerkas Abstieg: Stichwort NAU: NordAmerikanische Union, als Gegenstück zur EU, schon seit einiger Zeit geplant: http://youtube.com/watch?...Die EinheitsWährung soll der AMERO werden; sieht aus wie Entschuldung per Inflation, oder nicht ?
grosse Lust haben, ihren Reichtum mit den Amerikanern zu teilen. Aber vielleicht bietet sich Kanada ja als neues Opfer einer amerikanischen Befreiungsaktion a la Irak an. Man muss da wirklich die groessten Befuerchtungen hegen.
Die amerikanischen Invasoren muss man fuerchten. Und ich teile die Ansicht von Philip Roth, dass Amerika laengst zu einem faschistischen Staat verkommen ist.
grosse Lust haben, ihren Reichtum mit den Amerikanern zu teilen. Aber vielleicht bietet sich Kanada ja als neues Opfer einer amerikanischen Befreiungsaktion a la Irak an. Man muss da wirklich die groessten Befuerchtungen hegen.
Die amerikanischen Invasoren muss man fuerchten. Und ich teile die Ansicht von Philip Roth, dass Amerika laengst zu einem faschistischen Staat verkommen ist.
grosse Lust haben, ihren Reichtum mit den Amerikanern zu teilen. Aber vielleicht bietet sich Kanada ja als neues Opfer einer amerikanischen Befreiungsaktion a la Irak an. Man muss da wirklich die groessten Befuerchtungen hegen.
Die amerikanischen Invasoren muss man fuerchten. Und ich teile die Ansicht von Philip Roth, dass Amerika laengst zu einem faschistischen Staat verkommen ist.
Das Buch von Phillip Roth kenne ich, es ist reine Fiktion, mehr nicht !Nehmen Sie mal zur Kenntniss, daß die USA seit 1789 eine Verfassungskontinuität haben, wir seit 1949, mit Hilfe der USA. 1933 wurde F.D.R. Roosevelt in den USA gewählt und in Deutschland ein komischer Mann namens Hitler, der den Rest der Welt mal kurz erobern wollteKritische Stimmen gibt es in den USA genug, man kann sie lesen, sollte es auch: `Ist Amerika zu retten ? Moral und Ethik einer Grossmacht ` vom Präsidenten der Universität von Boston. Dann gibt es noch die `Geschichte Amerikas` von dem grossartigem ( längst tot ) britischem Journalisten Alistair Cooke und und und.Tja, so ganz nebenbei; wie war das noch mal mit den care paketen ?
Das Buch von Phillip Roth kenne ich, es ist reine Fiktion, mehr nicht !Nehmen Sie mal zur Kenntniss, daß die USA seit 1789 eine Verfassungskontinuität haben, wir seit 1949, mit Hilfe der USA. 1933 wurde F.D.R. Roosevelt in den USA gewählt und in Deutschland ein komischer Mann namens Hitler, der den Rest der Welt mal kurz erobern wollteKritische Stimmen gibt es in den USA genug, man kann sie lesen, sollte es auch: `Ist Amerika zu retten ? Moral und Ethik einer Grossmacht ` vom Präsidenten der Universität von Boston. Dann gibt es noch die `Geschichte Amerikas` von dem grossartigem ( längst tot ) britischem Journalisten Alistair Cooke und und und.Tja, so ganz nebenbei; wie war das noch mal mit den care paketen ?
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