Gentechnik: Eskalation auf dem Acker
Eine Demonstration gegen die Aussat gentechnisch veränderter Zuckerrüben fand ein jähes Ende. Weil die Mitarbeiter der Saatgutfirma gegen die Demonstranten zu Felde zogen
Die Feldbesetzer staunten nicht schlecht. Seit drei Wochen hatte eine Gruppe Demonstranten auf einem Acker bei Northeim ausgeharrt, um zu verhindern, dass der Saatguthersteller KWS dort gentechnisch veränderte Zuckerrüben aussät. Doch die Aktion nutzte nichts, nun hat KWS auf einem Teil des Feldes doch ausgesät. Möglich machten es etwa 450 KWS-Mitarbeiter, die kurzerhand eine Gegendemonstration für die Aussat auf dem Acker starteten.
Die Mitarbeiter beriefen sich auf das Recht, das veränderte Saatgut auszubringen. KWS-Vorstandssprecher Philip von dem Bussche (im Interview siehe unten) forderte die rund 20 anwesenden Genversuchsgegner erneut auf, den Acker zu verlassen. Andernfalls würden rechtliche Schritte eingeleitet. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hatte die Versuche mit den gegen Herbizide resistenten Zuckerrüben genehmigt.
Die von den niedersächsischen Landtagsgrünen unterstützten Versuchsgegner seien vom Vorgehen der KWS offenbar überrascht worden, sagte ein Polizeisprecher. Die in Bussen angereisten Mitarbeiter hätten zunächst auf dem Acker eine lange Menschenkette gebildet. Dann seien Arbeiter mit Maschinen und Geräten angerückt. Auf einem mit Bauzäunen gesicherten etwa 80 mal 80 Meter großen Teilstück des Feldes sei anschließend das Saatgut ausgebracht worden.
Das folgende Interview wurde vor der Demonstration der KWS-Mitarbeiter geführt.
DIE ZEIT: Ihr Versuchsfeld ist besetzt. Wie gehen Sie mit den Demonstranten um?
Philip Von dem Bussche: Ich war zweimal auf dem Feld, um mit ihnen zu reden. Ich treffe auf Menschen, die zwar fundamentalistisch argumentieren, aber im Umgang ganz in Ordnung sind. Dennoch stellt die Besetzung einen klaren Rechtsbruch dar.
ZEIT: Können Sie Ihre Kritiker überzeugen?
Von dem Bussche: Ich glaube kaum. Die Proteste haben offenbar nur ein Ziel: möglichst viele Versuche zu verhindern. Obwohl wir hier ausschließlich forschen, agieren die Kritiker so, als müssten sie den Durchbruch im Anbau bekämpfen.
ZEIT: Aber am Ende wollen Sie doch Pflanzen für den kommerziellen Anbau produzieren.
Von dem Bussche: Die Kernanforderung an einen Pflanzenzüchter wie die KWS ist Ertragssteigerung – und das schonend und umweltgerecht. Um diese Anforderung zu bewältigen, müssen wir alle Lösungsansätze einbeziehen, unter anderem auch die grüne Gentechnik.
ZEIT: Sie wird in der gegenwärtigen Debatte um die Welternährung wieder diskutiert; ist sie das Heilmittel gegen den Hunger?
Von dem Bussche: Dem Hunger in der Welt kann man nicht nur mit Gentechnik begegnen, das wäre Unsinn. Hunger ist nicht nur ein Züchtungsproblem, sondern ein Problem der Verteilung, eine ökonomische, eine politische Frage. Am Ende sind die Anforderungen an uns als Pflanzenzüchter schnell beschrieben: Unsere neuen Pflanzensorten müssen Jahr für Jahr etwa zwei Prozent Ertragszuwachs bringen. Das ist die zentrale Anforderung.
ZEIT: Und da reichen die Möglichkeiten der konventionellen Züchtung nicht mehr aus?
Von dem Bussche: Die Gentechnik hält eine Option bereit: Sie verbreitert den Zugriff auf genetische Vielfalt, die wir zur Lösung von Problemen benötigen, die wir heute noch gar nicht sehen.
ZEIT: Bei den bisher verfügbaren Gentechzüchtungen hat nur der Landwirt einen Nutzen. Der Verbraucher sieht hingegen keine Vorteile.
Von dem Bussche: Der Nutzen auf dem Teller besteht auch in bezahlbarer Nahrung. Und die resultiert aus Rohstoffen, deren Anbau weniger Spritzmittel, Dünger oder Traktorstunden erfordert.
ZEIT: Dennoch stößt die Technik auf wenig Akzeptanz. Die brauchen Sie nicht nur für die Anwendung, sondern auch für die Forschung.
Von dem Bussche: Ich bin mir sicher, dass die Forschung an Pflanzen für die Energieerzeugung mehr Anerkennung für die grüne Gentechnik schafft.
ZEIT: Gerade dieses Feld ist gegenwärtig umstritten: Wie können wir uns den Tank füllen, wenn die Teller der Armen leer sind?
Von dem Bussche: Die Bioenergie ist zum Teil falsch, vor allem aber einseitig diskutiert worden. Das Potenzial ist – richtig eingesetzt – groß. Wenn sich die Debatte um Energiepflanzen wieder beruhigt hat, sehe ich dort eine gute Chance, Gentechnik sinnvoll und mit hoher Akzeptanz einzusetzen.
ZEIT: Wie planen Sie künftige Produkte?
Von dem Bussche: Wir denken in unserer Produktentwicklung bis ins Jahr 2020. Darum müssen wir weiter an der Gentechnik arbeiten. Nicht weil wir glauben, wir könnten die Pflanzen bald massenhaft verkaufen, sondern weil wir an eine Welt in 12 bis 15 Jahren denken müssen – mit dem Wandel der Ernährungsgewohnheiten, mit den globalen Faktoren Bevölkerungswachstum und Klimawandel.
ZEIT: Brauchen wir dazu tatsächlich immer neue Pflanzensorten?
Von dem Bussche: Der genetische Fortschritt – auch aus konventioneller Züchtung – ist die Pumpe der Produktivität. Wenn wir einen Ertragsfortschritt von zwei Prozent pro Jahr haben, bedeutet das für die Zuckerrübe 50 Euro Gewinn mehr pro Hektar. Warum sollte der Landwirt also alte Sorten anbauen, statt neues Saatgut zu kaufen?
ZEIT: Und wie ist das Welthungerproblem zu lösen?
Von dem Bussche: Wir als Produkterzeuger können nur folgende Antwort geben: Es sind die bereits genannten zwei Prozent Ertragszuwachs pro Jahr – als Teil einer Gesamtlösung. Wenn es nichts zu verteilen gibt, hilft mehr Verteilungsgerechtigkeit leider auch nicht weiter.
ZEIT: Wie wollen Sie weiterhin gegen Monsanto und Co konkurrieren?
Von dem Bussche: Ohne die molekulare Züchtung haben wir keine Chance auf einem internationalen Markt. Auch die Technik, transgene Pflanzen herzustellen, müssen wir beherrschen, einfach um das Werkzeug in der Hand zu halten. Sonst sind wir schnell aus der Weltliga der Züchtung raus.
ZEIT: Sie drohen aber nicht mit Abwanderung in gentechnikfreundlichere Weltregionen, oder?
Von dem Bussche: Wir können und wollen auch nicht einen Teil der Forschung auslagern, wir brauchen das Innovationspotenzial der Gespräche, die der konventionelle Züchter hier vor Ort mit dem Genetiker in der Kaffeepause führt. Darum ist es keine Lösung, diese Forschung auszulagern und die Ergebnisse zu importieren. Gerade gegenüber größeren Konkurrenten ist die Vielfalt der Kompetenzen an einem Standort unser Vorteil.
ZEIT: Der Streit um die Gentechnik dauert jetzt seit mehr als 15 Jahren an. Was lässt Sie hoffen, dass er irgendwann beendet sein könnte?
Von dem Bussche: Bei dieser Technologie geht es nicht nur um ökonomischen, sondern auch um ökologischen Nutzen. Wenn sich das Risiko – wovon ich ausgehe – weiterhin als beherrschbar erweist, sehe ich mangels überzeugender Argumente keinen Grund für eine dauerhafte Ablehnung.
Das Gespräch führte Andreas Sentker
ist Sprecher des Vorstands beim niedersächsischen Saatgutzüchter KWS







Ich bin ganz sicher kein Fundamentalist in Bezug auf meine Kritik an Gentechnik - ich glaube nur nicht, dass wir die Folgen bereits abschätzen können und bereits genug über die Wechselwirkungen wissen.Die Risiken in Bezug auf das Leben sind enorm - ich denke an die ökologischen Probleme durch die Killerbinen, die AGGA-Frösche usw. - was passiert, wenn nur eine der gezüchteten Pflanzen ihr Erbmaterial weitergibt und es zu einer nicht geplanten, gefährlichen Genveränderung bei Bakterien, Pflanzen oder anderen Tieren kommt?Wer haftet für dieses Risiko und welcher Forscher kann beaupten hier die Natur schon vollständig beherrschen zu können? Gentechnik ist sicherlich ein wichtiger Forschungszweig und kann nicht ignoriert werden, ich glaube nur das wir noch weit von einer massenweisen Nutzbarkeit in der Lebensmittelbranche empfernt sind und das ganze erstmal 20 Jahre im Labor testen sollten. Alles andere ist fahrlässig und könnte dann in einem Skandal Enden, wie z.B. bei Kontargan.
Der Mensch hat Gene seit es ihn gibt. Nur weil die Technik neu ist, ist nicht das Gebiet neu. Ich könnte mich aber nicht daran erinnern, das jemals ein Mensch mit Ästen statt Armen geboren wurde, nur weil wir Pflanzen essen. Übringen scheinen Früchte aus den neuen Kontinenten nach Entdeckung von Amerkia und Australien das Aussehen der Menschen auch nicht verändert zu haben. Komisch, wo doch aus diesen Gebieten Früchte kommen die wirken wie von einem anderen Stern.Obwohl, vielleicht essen unsere Politiker in letzter Zeit zuviel Schweinefleisch. In diesem Bereich finden doch recht seltsme Mutationen statt.
aber wahr:"Bussche: Ich bin mir sicher, dass die Forschung an Pflanzen für die Energieerzeugung mehr Anerkennung für die grüne Gentechnik schaft" - Frage am Rande: "Ist schaft die Gen-Variante von schafft? -Aber warum so kleinmütig? Starten wir doch einmal ein richtig großes Experiment.Implantieren wir dem Menschen doch die entsprechenden Gene der Kakerlaken, die wirklich alles überleben, Fast Food, TV und schlechten Geschmack, und sogar - das zumindest scheint verläßlich verbürgt - die atomare Verseuchung. Dazu eine Prise Bergmolch-Gene, soll Wunder wirken bei der spontanen Selbstheilung größerer Körperschäden.So wollen wir doch alle leben.Statt dessen - alberne Erbsen-Kitzler.
Ich denke, viel des Wiederstands gegen die Gentechnik löst sich auf, wenn jetzt langsam die Generationen in den Beruf kommen, die Gentechnik bereits im Biologieunterricht besprochen haben. Gentechnik generell ist bei weitem nicht so weit von der Züchtung entfernt, die bereits zu biblischen Zeiten im Zweistromland betrieben wurde. (Siehe die Geschichte unseres Getreides)Nur vieleicht als Auffrischung:- Züchtung:Züchtung bedeutet, das man Vertreter einer Spezies mit verschiedenen Eigenschaften versucht so miteinander zu paaren, das möglichst nützliche Exemplare entstehen.Die Varianz der Eigenschaften ergibt sich hierbei aus zufälligen Änderungen des Genoms, den Mutationen und aus der Rekombination bereits bestehender Gene in der Art.Es werden also Gensets kombiniert, ohne auch nur die geringste Idee davon zu haben ob die neuen Kombination unvorhergesehene (potentiell schädliche)Wirkungen entfaltet. Woher auch? Man weiß ja bei der klassischen Züchtung nicht, was man da zusammenmischt. Man freut sich nur über die neue Zierpflanze, die etwa zwei Wochen nach dem Kauf eingeht um den Markt am laufen zu halten.- Gentechnik:Gentechnik ist eigentlich wie Züchtung. Nur an die Stelle des Zufalls und Lernens nach dem Trial and Error Prinzips tritt eben die eine, sorgfältig ausgewählte Gensequenz, die man benötigt. Das kann natürlich unvorhergesehene Folgen haben. Nur natürlich weitaus weniger als die völlig unkontrollierte Züchtung.Gentechnik ist also nur Züchtung mit Hirn. Sie ist, wie prinzipiell alle Wissenschaft, zunächst wertneutral. Das man mit Gentechnik auch viel Schaden anrichten kann ist natürlich klar. Aber das geht mit Züchtung auch. Wichtig ist nicht die Technik, sondern die Einstellung. Und da ist es mir immer noch lieber, das hier in Deutschland geforscht wird, wo wir noch Einfluss auf die Entwicklung der Gentechnik nehmen können. Alles was die Protestierenden erreichen ist, die Gentechnik aus unserem Einflussbereich zu drängen. Die Produkte kommen dann früher oder später sowieso zu uns. Spätestens wenn der ganze Rest der Welt Gentechnik benutzt.
Gentechnik ist auch nicht dafür da, damit eine Mehrheit davon profitiert, sondern um die Interessen Weniger zur Geltung zu bringen, die dadurch noch mehr Kontrolle über Nahrungsmittel erhalten können. Solch einen Eindruck zumindest bekommt man, wenn man sich vor die Augen führt mit welch einer Wehemenz die Aussetzung der Genpflanzen voran getrieben wird, allen Kritiken und Bedenken zu trotz. In den USA, wo es eine starke Lobby für die Gentechnik gibt, wird jetzt schon der Grossteil der Sojaäcker mit gentechnisch veränderten Pflanzen bebaut, was dort auch einige konventionelle Bauern unter Zugzwang bringt, weil die Pflanzen sich durchaus auch kreuzen und den vertreibenden Konzernen nach stellt dies eine Patentverletzung dar. Auch gibt es dort keinerlei Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel, so, dass davon mittlerweile ausgegangen wird, dass in den meisten Lebensmitteln solche Spuren enthalten sind. Jene Lobby arbeitet auch in der EU mit Hochdruck daran die Anbauflächen für gentechnisch veränderte Pflanzen immer weiter zu erhöhen und EU-Länder, die sich dagegen stellen, geraten so immer mehr unter Druck. Auffällig ist auch dabei, dass es bis heute kaum unabhängige Studien zu gentechnisch veränderten Pflanzen gibt, es heisst ja immer, es sei völlig unbedenklich und ökologisch verträglich und die wenigen, unabhängigen Studien sind da schon etwas skeptischer was den Nutzen und die Unbedenklichkeit angeht und so mutet das immer mehr einem grossen Feldversuch, bei dem es keiner so Recht mit Sicherheit sagen kann, welche Folgen er auf die Gesundheit der Menschen und des Vieh und der Umwelt haben wird. Proteine sind eben nicht gleich Proteine, wie man uns den Laien immer versucht weiss zu machen, denn was für uns Menschen subjektiv 'gleich' schmeckt und gleich aussieht, kann in dem biochemischen Prozessen innerhalb des Körpers einen grossen Unterschied machen. So leicht lässt sich eben unser Körper nicht überlisten, denn er merkt sehr wohl, dass da etwas dabei ist, was eigentlich nicht rein gehört. Auch teile ich da eine gewisse Skepsis, wenn es um die grossflächige Freisetzung solcher Pflanzen geht. Kann denn überhaupt jemand einschätzen was bei eventuellen Kreuzungen und Mutationen dabei entstehen kann und welche Auswirkungen das auf die Fauna und Flora hat? Schon eine grobe Schätzung ist mit dem beschränkten Wissen der Menschen über ihre Umwelt und die Prozesse darin, ist beinahe unmöglich und jede Verunreinigung in der freien Natur ist doch nur schwerlich kontrollierbar. So bleibt wirklich zu hoffen, dass der Profit einiger Weniger nicht dazu führt, dass die Umwelt auf diesem Planeten nicht noch völlig zerstört wird - und damit natürlich die Menschheit selbst mit. Bei Pennymarkt gibt es jedenfalls keine neuen Erden im Sonderangebot, wenn die, die wir haben, unbewohnbar wird.
Gentechnik =/= Züchtung! Gentechnik arbeitet, anders alle Züchtungen dieser Welt, auf Molekularebene, wo es darum geht die DNA-Sequenzen der Proteine auf eine bestimmte Art und Weise so zu verändern, dass bestimmte Ergebnisse erzielt werden können. So sind z.B. Kreuzungen überhaupt möglich, die so in der freien Natur nie vorgekommen wären - oder haben Sie haben z.B. schon mal Gurken gesehen, die Gene der Sonnenblume tragen? Nicht wirklich, oder? Aber genauso funktioniert die grüne Gentechnik, die Dinge miteinander paart, die nicht zusammengehören, ergo ist es so gesehen absolut widernatürlich, was da gemacht wird. Deshalb haben Kreuzungen und Hybride, die durch gezielte Züchtungen hervor gebracht wurden, bis heute weder der Umwelt noch Menschen geschadet haben, denn Kreuzungen sind etwas, was auch in der Natur statt findet, ohne direkten menschlichen Eingriff und Hybride sind nicht reproduktiv. Grüne Gentech ist hingegen ist auch noch reproduktiv, ergo können dadurch Kreuzungen entstehen, die nicht nur unkontrollierbar sind, sondern auch Mutationen hervor bringen können, die so niemals entstanden wären. Und DAS ist der grosse kleine Unterschied, um den es dabei geht.
Vor kurzem berichtete die ZEIT mit doch einem ganz anderen Tenor, als hier in diesem doch lobbyistisch stark eingefärbtem Interview. Wer den andeen Tenor nachlesen möchte, findet es hier:
Gentechnik: BASF will Zulassung von Genkartoffeln erzwingenIst das bei den Rüben etwa was anderes? Ich denke, nicht.Schlussendlich geht es um einklagbare Patente und "Rechte" auf Pflanzen und Tiere nach dem Urheberschutzgesetzen (wo sich normale Schweinezüchter alter und aktueller Tierarten bereits Sorgen machen müssen, von Monsanto verklagt zu werden, weil die sich eine bestimmte Gen-Ausprägung patentieren lassen konnten in den USA, die bereits seit tausenden von Jahren frei vorkommt), für ganz normale Dinge des täglichen Lebens. Und daraus folgernd geht es um die jährliche Neuanschaffung von Saatgut, auf dem Patente lasten wie Blei.Dabei sind den BWLern der großen und kleinen Firmen sowohl die Folgen für die Umwelt als auch für den letzten in der Nahrungskette - den Menschen - ziemlich egal, denn es geht einzig um den Profit - unabhängig davon, womit es getarnt und geschmückt wird.Irgendwann werden aber leider alle feststellen müssen, dass man Geld nicht essen kann
@ ManulWer entscheidet denn welche Studie unabhängig ist und welche nicht? Es ist unter Gentechnikkritikern üblich, jede Studie, die nicht von Greenpeace stammt, als Lobbystudie zu verunglimpfen. Forschungsprojekte wie das in Nürtingen sind so unabhängig wie irgend möglich, da die Ausführenden vom Staat bezahlt werden und die Studien im "Peer-review" System von Fachkollegen kontrolliert werden. Die Studien unter strengen Auflagen und unter kontrollierten Bedingungen statt. Da Mais in Deutschland keine natürlichen Verwandten hat, wäre eine Übertragung von Erbgut eine wissenschaftliche Sensation. Wie du selbst feststellst wäre dies "widernatürlich". Gentechnik an sich wäre plötzlich obsolet.Dennoch interessiere ich mich für deinen Natürlichkeitsbegriff. Gentechnik nutzt genauso natürliche Prozesse, wie konventionelle Züchtung. Bei der Übertragung von Genen werden entweder virale oder bakterielleMechanismen genutzt. Sowohl Viren, als auch einige Bakterien übertragen ihr Erbgut in das Genom des Wirtsorganismus. Agrobakterium tumefaciens überträgt gleich drei Gene auf den Wirt. Dadurch schafft es sich einen idealen Lebensraum. Diesen natürlich Prozess macht man sich zu Nutze bei der pflanzlichen Gentechnik.@BetroffenerDer Artikel den Sie zitieren war eine einzige Beleidigung. Obwohl die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit den Anbau der Kartoffel für unbedenklich erkann hat wird er mit unredlichen Methoden verhindert.Der Artikel stellt naturwissenschaftliche Zusammenhänge in einen völlig falschen Kontext. Zusammen mit merkwürdig eingebauten Zitaten ergibt isch hochgradiger Quatsch:"...Würden genetisch veränderte Kartoffeln in den Nahrungskreislauf
gelangen und Menschen derartige Kartoffeln regelmäßig essen, könnten
Sie gegen einige Antibiotika resistent werden. Solche Produkte seien
unvereinbar mit EU-Recht, sagt die Europaparliamentarierin Hiltrud
Beyer (Grüne), die sich vor allem darüber beklagt, dass BASF nun auch
auf eine Zulassung der Kartoffelreste als Futtermittel hofft.
Industrieabfälle der Amflora könnten dann von Tieren verspeist werden.
>Wie soll man da verhindern, dass die Kartoffel in den normalen
Nahrungskreislauf gelangt?<, fragt Beyer. ... "
Wollen die Grünen uns alle umbringen? Haben sie einen perfiden plan uns antibiotika, z.B. kanamycin ins wasser kippen?
wollen die vegetarier sich gegen futterkonkurrenten mit unzulässigen mitteln wehren?
sind tiere in der lage aus kartoffelabfall wieder kartoffeln zu machen?
werden wir durch das verspeisen antibiotikaresistenter tiere auch antibiotikaresistent?Was will man uns sagen???
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