Magent Hotelskelette im Wüstensand

Ihre Namen klingen wie aus einem Märchenbuch: »Sindbad«, »Sultans Palace« oder »Sunestra«. Träume und Hoffnungen waren mit ihnen verbunden: Die Sinai Hotels sollten Urlaubern Glück und Investoren Geld bringen. Heute ragen die nie fertiggestellten Gebäude wie Mahnmale aus dem Wüstensand der ägyptischen Halbinsel (unser Bild zeigt das Hotel King Sinefro). Ursache für den Baustopp waren Fehlinvestitionen, veruntreute Gelder und die aus Terrorangst ausbleibenden Touristen. Die Künstlerinnen Sabine Haubitz und Stefanie Zoche, deren Arbeitsgemeinschaft unter dem Label Haubitz+Zoche firmiert, haben die Skelette dieser Hotelanlagen zwischen 2002 und 2005 fotografiert. Ihre Aufnahmen sind nun im Architekturmuseum Wien zu sehen. Sie zeigen das Blau des Himmels, das Grau des Betons und das Ocker des Sandes. Sie sind eigenwillig ästhetisch und ernüchternd zugleich.

Bis 12. Mai. Geöffnet täglich 1019 Uhr, Eintritt 5 Euro.

Architekturmuseum Wien, Museumsplatz 1, A-1070 Wien, Tel.

0043-1/5223115, www.azw.at

 
  • Quelle DIE ZEIT Nr.19 vom 30.04.2008, S.72
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  • Schlagworte Tourismus | Sinai | Hotel | Wien
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