DIE ZEIT: An Google kommt im Internet niemand vorbei, und das nicht bloß bei der Suche im Netz. Google bietet ein eigenes E-Mail-Programm an, in den USA können Patienten ihre Krankenakten bei Ihnen speichern, und Sie haben sich an Firmen beteiligt, die individuelle Gentests anbieten. Was wissen Sie über Ihre Nutzer – und was machen Sie mit diesen wertvollen Daten?

Peter Fleischer: Unsere Maschinen kennen keinen der mehr als 500 Millionen Google-Nutzer persönlich, und wir wollen das auch nicht.

ZEIT: Aber Google speichert jede Suchanfrage!

Fleischer: Wir zeichnen wie die meisten Anbieter den sogenannten Search-Log auf: Darin enthalten ist eine Kennnummer des Computers (die IP-Nummer), der sich mit unserem Angebot verbindet. Dazu kommt die Zeitangabe und ein Datumsstempel, ein Hinweis darauf, welcher Browser verwendet wird, damit unsere Seite grafisch richtig dargestellt wird. Gespeichert wird auch, ob jemand google.de oder google.com angesteuert hat. Zudem zeichnen wir den Suchbegriff auf und die Nummer des sogenannten Cookies.

ZEIT: Diese kleinen Programme platziert Google auf den Computern der Nutzer. Sind sie dort, kann Google Suchprofile erstellen.

Fleischer: Nein, das stimmt nicht. Wir können nur feststellen, welche Suchanfragen von ein und demselben Computer kommen. Welche Person vor einem Rechner sitzt, wissen wir nicht und es interessiert uns ebenso wenig wie persönliche Angaben über Wohnort oder Name. Eine Identifizierung ist nur durch den Internet-Zugangsanbieter wie T-Online oder 1&1 möglich.

ZEIT: Wie lange speichern Sie denn das, was Sie einem Computer zurechnen können?