MACHER + MÄRKTE Spiegel: Umbesetzt

So wie es aussieht, werden die Redakteure des Nachrichtenmagazins Spiegel nicht noch einmal selbst gemalte Ostergrüße bekommen. Damit hatte der Noch-Geschäftsführer des Verlags, Mario Frank, versucht, den Journalisten menschlich näherzukommen. Man muss das wohl als gescheitert ansehen. Vor einer Woche beschlossen die gewählten Vertreter von Redaktion und Verlag offenbar, sich einen Neuen zu suchen. Das hat einige Wirkung, weil den Mitarbeitern 50,5 Prozent des Verlags gehören. Wer sich noch sträubt, ist der zweitgrößte Gesellschafter, der Verlag Gruner + Jahr. Mario Frank war, wie es so schön heißt, ein »Eigengewächs« jenes Hauses und wurde vom Vorstandschef von Gruner + Jahr, Bernd Kundrun, nun wortreich beschützt. Zumindest für den Moment. Mit mindestens einer Leistung aus Gruner+Jahr-Zeiten blieb Frank dort stets in Erinnerung: Er zog einen hübschen Reisebus-Service auf als Nebengeschäft der ansonsten nicht im Fernfahrerbusiness erfahrenen Sächsischen Zeitung. Frank wird wohl nicht lange ohne Job bleiben. Einige Regionalzeitungen stehen zum Verkauf, die danach einen neuen Geschäftsführer bekommen. Sogar mit den neuen Eignern der Süddeutschen Zeitung wurde er in Verbindung gebracht.

 
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