Es beginnt mit einem einzelnen Würfel, dessen Einser-Fläche ein großer roter Punkt ziert, wie die Sonne auf der japanischen Flagge. Der Würfel gerät ins Rollen, trifft auf eine Anzahl von Kollegen, und es entspinnt sich ein Ballett, an dem zum Schluss 256 Würfel beteiligt sind. Das spielerische Zwei-Minuten-Filmchen Dice des Japaners Hitoshi Akayama, das ohne Schnitte auskommt, gehört zum Programm des MathFilm-Festivals, das in dieser Woche in Berlin begann. Andere Beiträge sind strengerer Natur, verdeutlichen mathematische Zusammenhänge wie die Möbius-Transformationen im dreidimensionalen Raum. Zum Programm des Festivals gehören aber auch Hollywoodfilme wie Der Beweis mit Gwyneth Paltrow und Anthony Hopkins. Nach der Berliner Premiere geht das Festival, das von dem Berliner Mathematikprofessor Konrad Polthier organisiert wird, auf Deutschlandtour. Bisher stehen schon über 50 Stationen fest, es können sich aber noch weitere lokale Organisatoren bewerben. Näheres zum Festival und zu den Filmen findet man unter www.mathfilm2008.de.