Religion Die Gottesfrage
Religiöser Fundamentalismus fällt nicht vom Himmel. Er ist eine Reaktion auf die kalte Zweckrationalität der liberalen Gesellschaft
Warum spricht auf einmal alle Welt von Gott? Ob es der englische Biologe Richard Dawkins oder der amerikanische Philosoph Daniel C. Dennett ist, der französische Denker Alain Badiou oder der slowenische Philosoph Slavoj Žižek, für sie alle steht der Allmächtige plötzlich wieder auf der Tagesordnung. Genau in dem Moment, als er sich nach seiner aufreibenden Karriere auf seinen wohlverdienten Ruhestand gefreut haben muss, wird er wieder ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit gezerrt. Warum hat meine örtliche Buchhandlung über Nacht eine neue Unterabteilung namens »Atheismus« bekommen? Warum sprießt, wo wir uns doch anscheinend auf dem Weg in ein postmetaphysisches, postideologisches, ja sogar posthistorisches Zeitalter befanden, allerorten die Theologie wie Unkraut aus dem Boden? Können wir all dies fanatischen Islamisten und einstürzenden Türmen zuschreiben?
Ich glaube nicht. Zum einen spielte Religion für den 11. September so wenig eine Rolle wie die Frage der Unfehlbarkeit des Papstes beim Nordirlandkonflikt zwischen Katholiken und Protestanten. Zum anderen versteht der radikale Islam deprimierend wenig von seiner eigenen Religion, und alles deutet darauf hin, dass die Motive für die schrecklichen Attentate vom 11. September eher politischer als religiöser Natur waren. Es könnte aber auch sein, dass der islamische Fundamentalismus den Westen nicht nur mit Blut und Feuer, sondern auch mit einem Widerspruch konfrontiert – dem Widerspruch zwischen seinem eigenen Willen zum Glauben und seiner Unfähigkeit, überhaupt glauben zu können.
Auge in Auge steht der Westen nun einem ausgemacht metaphysischen Feind gegenüber, für den absolute Wahrheiten und feste Grundlagen nicht das geringste Problem darstellen (wie man mit Bedauern feststellen muss) – und zwar genau in dem Moment, da die westliche Kultur Gefahr läuft, in einer heillosen Mischung aus moralischem Relativismus, politischem Pragmatismus und philosophischem Skeptizismus zu versinken. Mit einem Wort: Kaum war im Westen das definitive Ende der »großen Erzählungen« (à la Marxismus, Fortschritt, Aufklärung) verkündet worden, als seine eigene Politik gegenüber der muslimischen Welt dazu beitrug, eine neue Großerzählung namens islamischer Radikalismus hervorzubringen.
Marktgesellschaften sind ihrem Wesen nach nun einmal säkular, materialistisch und relativistisch. Um sich zu legitimieren, brauchen sie jedoch Werte, die im Verhältnis dazu tiefer, zeitloser und zwingender sind – ein Grund, warum sie sich an die Religion klammern. Die Vereinigten Staaten sind vielleicht die materialistischste Nation der Welt, aber sie sind auch eine der metaphysischsten, voller frommer, hochfliegender öffentlicher Rhetorik über Gott und Freiheit, Nation und Familie, das auserwählte Volk im Kampf gegen die Mächte des Bösen. Doch stellen die USA in ihrem tiefen Puritanismus damit eine gewisse Ausnahme dar, denn im Allgemeinen neigen Marktgesellschaften dazu, ihre eigenen metaphysischen Grundlagen zu untergraben. Sich in der EU-Kommission auf die Heilige Jungfrau oder auf Platons Ideal des Guten zu berufen ist nun mal nicht sehr plausibel.
Seitdem wir aber einen schrill metaphysischen Feind haben, wird dies zu einem echten Problem für den Westen. Plötzlich ist die Welt in zwei Lager gespalten, in diejenigen, die viel zu viel, und diejenigen, die viel zu wenig glauben. Spätkapitalistische Kulturen neigen nicht zu übermäßiger Gläubigkeit. Sie hängen weniger bestimmten Glaubensinhalten an als vielmehr der Überzeugung, dass es den Menschen freigestellt sein sollte, solche Glaubensinhalte zu vertreten. Kurzum, sie legen eine schöpferische Indifferenz hinsichtlich dessen an den Tag, was ihre Bürger tatsächlich glauben, solange diese mit ihrem Glauben zurande kommen und das, was sie glauben, nicht genau diese Freiheits- und Toleranzprinzipien untergräbt.
Weil diese Glaubensinhalte aber zwangsläufig miteinander kollidieren, kann eine liberale Gesellschaft niemals auf ein Ende ihrer inneren Konflikte hoffen. Sie muss vielmehr akzeptieren, dass sie unfähig ist, in den grundlegendsten Fragen jemals Einigkeit zu erzielen. Wir sind uns darüber einig, dass es falsch ist, Menschen über dem Feuer zu rösten, aber wir können uns nicht darüber einigen, warum wir uns darüber einig sind. Die liberale Gesellschaft ist eine einzige nicht enden wollende und nicht zu steuernde Debatte ohne letzte Beweiskraft. Dies ergibt einen Fundus von Werten – und macht zugleich sehr verwundbar.
Etwas anderes kommt hinzu. Der Kapitalismus ist keine Lebensform, die ihren Bürgern ein Übermaß an geistiger Parteinahme abverlangt. Solange sie konsumieren, morgens aus dem Bett kommen, ihre Steuern zahlen und keine Polizisten zusammenschlagen, ist es zweitrangig, was die Bürger glauben. Ihr Glaube hält nicht das System in Gang, sondern allenfalls die evangelische Kirche. Es liegt in der Natur dieser Lebensform, dass sie dann besonders schwach erscheinen muss, wenn sie es mit Fundamentalisten zu tun bekommt, die viel zu viel glauben.
Darin erschöpft sich die Problematik aber nicht. Die eigentliche Ironie besteht darin, dass der liberale Säkularismus in Wirklichkeit Fundamentalismus gebiert. Zugespitzt gesagt: Die beiden Todfeinde, Säkularismus und Fundamentalismus, sind insgeheim zwei Seiten ein und derselben Münze. Wie hässlich und gewalttätig er auch immer auftritt, der Fundamentalismus entsteht aus Furcht und Angst, nicht aus Hass. Fundamentalismus ist die instinktive Reaktion all jener, die von einer supersäkularen, oberflächlichen, rein technologischen Rationalität zu spirituellen Fanatikern gemacht wurden – weil diese Rationalität alle unsere emotionalen und metaphysischen Fragen achtlos beiseite wischt und den Eiferern überlässt.
Die andere Seite dieser Rationalität ist eine glaubensbasierte Politik. Zu mörderischer Gewalt verleitet werden diese Menschen auch durch eine Art von Zivilisation, deren Identität unter anderem darin besteht, auf anderer Leute Identität herumzutrampeln. Die Mächtigen können es sich leisten, nicht danach zu fragen, wer sie sind, da sie sich im Besitz der Antwort wähnen. Jene aber, die von den Mächtigen enteignet werden – die Bewohner des Gaza-Streifens beispielsweise –, müssen die Frage ihrer Identität als tägliche Bürde mit sich herumschleppen. Ein zu schwach ausgeprägtes Selbst – das berühmte »dezentrierte« Selbst des westlichen Postmodernismus – ist die Kehrseite einer gefährlich rigiden Identität.
Halten wir fest: Heute, so scheint es, ist Gott aus dem Lager der Zivilisation ins Lager der Barbarei übergelaufen. Er ist nicht mehr der gescheitelte, anständige Gott der amerikanischen Vorstädte, sondern ein zorniger, dunkelhäutiger Gott, der gegen alles anrennt, was der Zivilisation lieb und teuer ist. Man könnte sogar noch weiter gehen und behaupten, die neue Form von Barbarei sei nichts Geringeres als die Form der Kultur selbst.
Die Konfliktlinie verläuft heute zwischen Zivilisation (im Sinne von Universalität, Autonomie, Individualität, rationaler Spekulation und so weiter) und Kultur, wenn man darunter all jene unreflektierten Loyalitäten und spontanen Überzeugungen versteht, die offensichtlich zu unserer Grundausstattung gehören wie Leber und Bauchspeicheldrüse und in deren Namen Männer und Frauen offensichtlich bereit sind, zu sterben oder zu töten.
Mit dieser Antithese gibt es jedoch mindestens zwei Probleme. Zum einen lässt sich der Gegensatz von Zivilisation und Kultur, der im 19. Jahrhundert einer zwischen raffinierten Franzosen und tiefgeistigen Deutschen war, keinesfalls auf die West–Ost-Achse projizieren, wie das diejenigen unter uns gern hätten, die von einer kulturellen Überlegenheit des Westens ausgehen. Tatsächlich geht der Gegensatz quer durch West und Ost und trennt in den USA liberale Demokraten von mörderischen Abtreibungsgegnern genauso wie Bin-Laden-Anhänger von islamischen Gelehrten im Osten.
Zum anderen steht die Kultur (im Sinne lokaler Lebensweisen) zunehmend mit der Zivilisation in Konflikt. Schwerlich kann die Zivilisation auf sie verzichten, denn Kultur, verstanden als gelebte lokale Erfahrung, ist schließlich das Medium, in dem sich die abstrakten Universalien der Zivilisation konkretisieren. Kein Mensch wird sich leichten Herzens Imperativen beugen, die nicht mit seinen praktischen Lebensumständen verzahnt sind. Was unter anderem bedeutet (um es von der zynischen Seite zu nehmen), dass transnationale Unternehmen, die selbst völlig »kulturlos« sind, unermüdlich darauf achten müssen, wie man in Colombo oder Chittagong traditionell Geschäfte macht.
Die Idee der Kultur drängte sich im 19. Jahrhundert in den Vordergrund. Einer dieser Gründe bestand im Versuch, Ersatz für eine Religion zu finden, deren Kräfte im Schwinden begriffen waren. Oberflächlich betrachtet, schien dieser Gedanke durchaus plausibel. Sowohl in der Religion als auch in der Kultur ging es um absolute Werte, Grundprinzipien, rituelle Praktiken, organische Einheit, symbolisches Handeln und die Verschmelzung von Geistigem und Sinnlichem. Trotzdem vermochte es die Kultur nie, in die Fußtapfen der Religion zu treten. Der universellsten, historisch zählebigsten symbolischen Form, die die Menschheit je gekannt hat, konnte sie nicht das Wasser reichen. Nachdem sie an dieser Aufgabe im Großen und Ganzen gescheitert ist, strebt die Kultur heute danach, die Politik zu ersetzen.
Im Westen geht es bei dieser Art Identitätspolitik mehr um kulturelle als um materielle Belange, während der islamische Radikalismus versucht, Religion, Identität und Kultur gegen seine politischen Feinde auszuspielen. Wenn die Politik den Verdammten dieser Erde nicht geholfen habe, so die Idee, dann werde es vielleicht der Kultur gelingen.
Indes, auch dies ist eine Illusion. Denn auch wenn die Kultur wichtig genug ist, um in ihrem Namen zu töten, reicht sie nicht bis an die Wurzeln. An diesem Punkt irren sich postmoderne »Kulturalisten« und muslimische Eiferer gleichermaßen. Im Irak geht es nicht an erster Stelle um kulturelle Identitäten, sondern um materielle Interessen. In dieser Hinsicht ist der Kapitalismus näher an der Wahrheit als der Postmodernismus. Denn er ist sich bewusst, dass kulturelle Lebensformen kommen und gehen, materielle Interessen aber bleiben.
Was folgt aus dieser Einsicht? Das herrschende globale System steht heute vor einer unglücklichen Alternative: Entweder verlässt es sich auch angesichts des Absolutismus seiner Feinde auf die Kraft seines Pragmatismus, was ein riskantes Unterfangen ist. Oder es zieht sich auf eigene metaphysische Werte zurück, wie es die westlichen Fundamentalisten in seinen eigenen Reihen verlangen.
Allerdings wirken diese Werte immer befleckter und unplausibler. Man mag sich Gott vielleicht in Dallas als großen Vorstandsvorsitzenden vorstellen, nur wird sich dem in Münster oder Manchester kaum jemand anschließen. Muss der Westen metaphysisch werden, um sich selbst zu retten? Und wenn er es wird, beschädigt er dann nicht seine liberalen Überzeugungen und bewirkt auf diese Weise, dass es am Ende gar nicht mehr so viel gibt, was er noch vor seinen illiberalen Feinden verteidigen könnte?
Aus dem Englischen von Michael Adrian
- Datum 13.05.2008 - 04:26 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 08.05.2008 Nr. 20
- Kommentare 45
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Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
es gibt in sich keine "Gottesfrage!"
Denn, wenn ich das Bild der zehn Blinden aufgreifen darf, die einen Elefanten beschreiben sollen und: nachdem sie getastet, jeder für sich seinen persönlichen Eindruck gewonnen, diesen mit vielen Worten zunächst kundgetan, dann, da man auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen, damit begannen "seine eigene Wahrheit" handfest zu bekräftigen, wird dies schlieslich zum Fundamentalismus!
Und: darum geht es mir!
Wir können die Begrifflichkeit Gott nicht beschreiben. Wir können uns ihr nur annähern, wenn wir dies wirklich wollen. Mit all unseren Sinnen. Wir müssen mit ihr streiten, wir müssen auch versuchen sie zu verleugnen! Dies ist unserer Freiheit entsprechend! Aber, wir dürfen sie nicht für uns vereinnahmen! Sonst wird es fundamentalistisch, egal welchen religiösen Coleurs man sich zugehörig fühlt.
Mit Teresa de Avila schliese ich: (so, wie sie es verstanden und als Imperativum ausgesprochen)
Solo Deo basta!
Aber um einen solchen Satz gelassen aussprechen zu können, sind viele Irrwege zuvor nicht zu vermeiden!
Ihr
Mag. phil. (Religionsphilosophie)
sprechen am liebsten von gott. und umgekehrt.
Wie schrieb Karl Marx so treffend wie richtig: "Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen, das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks." Die Funktion der Religion als „Opium des Volkes“ begründet sich nach Marx auch darin dass sie – ob bewusst oder unbewusst – gesellschaftliche Ausbeutung und Unterdrückung relativiert und verschleiert.<?xml:namespace prefix =" O" /> Deswegen müsse die „ Forderung, die Illusion über einen Zustand aufzugeben“ die Forderung sein „einen Zustand aufzugeben der der Illusion bedarf“.
Den Marx hält die Kritik der Religion für eine erst mal enttäuschende, da sie die Illusionen zerstört und den Menschen mit einer kalten Realität konfrontiert. Eine vernünftige Kritik solle deswegen den „Kampf gegen“ die Religion weiterführen in einem Kampf gegen die Zustände „deren Aroma die Religion nur ist.“
In solch abgefeimten Zeiten wie den unseren kommen die Propheten wie Ratten aus den Löchern.
Herzliche Grüße aus Akodo Beach, Lagos!
wie glücklich und frei die Menschen in Staaten waren und sind, die den Atheismus propagieren und marxistisch/kommunistisch waren und sind. Können sie mir einen atheistischen Staat nennen, indem die Menschen auch nur annähernd so gut und frei leben oder lebten, wie wir in Westeuropa?
Komischerweise ließen und lassen sich die Führer solcher Staaten dann auch immer als Gottersatz feiern. Und benahmen sich auch so, als wären sie Gott.
In Deutschland haben sich in den letzten Jahrzehnten viele vom Christentum abewandelt. Und die soziale Kälte wurde immer schlimmer.
Ein wirklicher Christ, ein Mensch, der die Worte Jesu wirlich glaubt und befolgen will, würde niemals Tausende seiner Arbeiter entlassen, nur um noch ein paar Millionen mehr Gewinn zu machen,
Die von Jesus propagierte Nächstenliebe ist genau das, was unserer Gesellschaft immer mehr fehlt. Und die Liebe Gottes zu spüren, ist eine Hilfe in schweren Zeiten, die es einem leichter macht, diese zu durchleben ohne zu verzweifeln und den Mut zu verlieren. Das heißt nicht, das ich nicht selbst auch etwas dafür tun muß. Gottes Liebe soll einem Kraft geben und kein Kissen sein, aufdem man sich ausruht.
Für mich ist Religion etwas schönes und wichtiges, sie muß nur, wie bei uns, vom Staat getrennt sein. Jeder Mensch muß für sich selbst entscheiden können ob er religiös seien will und wenn, welcher Religion er angehören will.
wie glücklich und frei die Menschen in Staaten waren und sind, die den Atheismus propagieren und marxistisch/kommunistisch waren und sind. Können sie mir einen atheistischen Staat nennen, indem die Menschen auch nur annähernd so gut und frei leben oder lebten, wie wir in Westeuropa?
Komischerweise ließen und lassen sich die Führer solcher Staaten dann auch immer als Gottersatz feiern. Und benahmen sich auch so, als wären sie Gott.
In Deutschland haben sich in den letzten Jahrzehnten viele vom Christentum abewandelt. Und die soziale Kälte wurde immer schlimmer.
Ein wirklicher Christ, ein Mensch, der die Worte Jesu wirlich glaubt und befolgen will, würde niemals Tausende seiner Arbeiter entlassen, nur um noch ein paar Millionen mehr Gewinn zu machen,
Die von Jesus propagierte Nächstenliebe ist genau das, was unserer Gesellschaft immer mehr fehlt. Und die Liebe Gottes zu spüren, ist eine Hilfe in schweren Zeiten, die es einem leichter macht, diese zu durchleben ohne zu verzweifeln und den Mut zu verlieren. Das heißt nicht, das ich nicht selbst auch etwas dafür tun muß. Gottes Liebe soll einem Kraft geben und kein Kissen sein, aufdem man sich ausruht.
Für mich ist Religion etwas schönes und wichtiges, sie muß nur, wie bei uns, vom Staat getrennt sein. Jeder Mensch muß für sich selbst entscheiden können ob er religiös seien will und wenn, welcher Religion er angehören will.
bisschen schwach in den fingern?
erst der dritte kommentar, der mit dem abgelutschten atheistischen evergreen aufwartet ...
für's volk heisst jetzt bio.
Ihre Kritik haut ja wirklich jeden vom Stuhl. ROTFL... Ich bin wirklich stark beeindruckt: bärenstark!
Herzliche Grüße aus Akodo Beach, Lagos!
wie glücklich und frei die Menschen in Staaten waren und sind, die den Atheismus propagieren und marxistisch/kommunistisch waren und sind. Können sie mir einen atheistischen Staat nennen, indem die Menschen auch nur annähernd so gut und frei leben oder lebten, wie wir in Westeuropa?
Komischerweise ließen und lassen sich die Führer solcher Staaten dann auch immer als Gottersatz feiern. Und benahmen sich auch so, als wären sie Gott.
In Deutschland haben sich in den letzten Jahrzehnten viele vom Christentum abewandelt. Und die soziale Kälte wurde immer schlimmer.
Ein wirklicher Christ, ein Mensch, der die Worte Jesu wirlich glaubt und befolgen will, würde niemals Tausende seiner Arbeiter entlassen, nur um noch ein paar Millionen mehr Gewinn zu machen,
Die von Jesus propagierte Nächstenliebe ist genau das, was unserer Gesellschaft immer mehr fehlt. Und die Liebe Gottes zu spüren, ist eine Hilfe in schweren Zeiten, die es einem leichter macht, diese zu durchleben ohne zu verzweifeln und den Mut zu verlieren. Das heißt nicht, das ich nicht selbst auch etwas dafür tun muß. Gottes Liebe soll einem Kraft geben und kein Kissen sein, aufdem man sich ausruht.
Für mich ist Religion etwas schönes und wichtiges, sie muß nur, wie bei uns, vom Staat getrennt sein. Jeder Mensch muß für sich selbst entscheiden können ob er religiös seien will und wenn, welcher Religion er angehören will.
Wieso verschliessen sie die Augen vor der Wahrheit? Es hat nie einen atheistischen Staat gegeben! Ausserdem sind Kommunismus und Atheismus zwei voellig verschiedene Dinge, auch wenn der Kommunismus Atheismus propagiert. Es hat auch nie einen echten Kommunismus gegeben, der "real existierende Kommunismus" der UDSSR, DDR, Korea, Cuba war und ist eine schlichte Diktatur. Das hat mit der reinen Idee des Kommunismus (der eben ZU rein fuer die Menschheit ist) nichts gemein.Aber zum Artikel: Der Autor setzt an einer Stelle den Saekularismus des Westens mit radikalem Glauben gleich. An dieser Stelle irrt er sich aber gewaltig. Denn Saekularismus ist genau das nicht! Er akzeptiert jeden Menschen so wie er ist, unabhaengig von Glauben, Haarfarbe oder sonst etwas. Und genau das ist der grosse, ja gewaltige Unterschied zu radikalem, dogmatischem Glauben.Wenn Saekularismus und Atheismus ein Dogma haben, dann dieses: Sei NICHT dogmatisch!
"Ein wirklicher Christ, ein Mensch, der die Worte Jesu wirlich glaubt und befolgen will, würde niemals Tausende seiner Arbeiter entlassen, nur um noch ein paar Millionen mehr Gewinn zu machen"Ha, ha, ha! Werden jetzt auch die "Zöllner", zum Beispiel Finanz- und Zollbeamte aus der Kirche rausgeschmissen?Der Beitrag von @hede hätte bei K.M. in einer Fußnote eigentlich als Beweis für die "Opiumthese" dienen können!
Wieso verschliessen sie die Augen vor der Wahrheit? Es hat nie einen atheistischen Staat gegeben! Ausserdem sind Kommunismus und Atheismus zwei voellig verschiedene Dinge, auch wenn der Kommunismus Atheismus propagiert. Es hat auch nie einen echten Kommunismus gegeben, der "real existierende Kommunismus" der UDSSR, DDR, Korea, Cuba war und ist eine schlichte Diktatur. Das hat mit der reinen Idee des Kommunismus (der eben ZU rein fuer die Menschheit ist) nichts gemein.Aber zum Artikel: Der Autor setzt an einer Stelle den Saekularismus des Westens mit radikalem Glauben gleich. An dieser Stelle irrt er sich aber gewaltig. Denn Saekularismus ist genau das nicht! Er akzeptiert jeden Menschen so wie er ist, unabhaengig von Glauben, Haarfarbe oder sonst etwas. Und genau das ist der grosse, ja gewaltige Unterschied zu radikalem, dogmatischem Glauben.Wenn Saekularismus und Atheismus ein Dogma haben, dann dieses: Sei NICHT dogmatisch!
"Ein wirklicher Christ, ein Mensch, der die Worte Jesu wirlich glaubt und befolgen will, würde niemals Tausende seiner Arbeiter entlassen, nur um noch ein paar Millionen mehr Gewinn zu machen"Ha, ha, ha! Werden jetzt auch die "Zöllner", zum Beispiel Finanz- und Zollbeamte aus der Kirche rausgeschmissen?Der Beitrag von @hede hätte bei K.M. in einer Fußnote eigentlich als Beweis für die "Opiumthese" dienen können!
Religion ist ja ganz nett. Nur meistens werden Religionen dazu benutzt bestimmte Menschengruppen auszusortieren. Ich denke, dass Hexenverbrennung durchaus wieder aktuell werden kann. Deswegen will ich keine Staatsreligion aus Büchern, weil so manchen Menschen (meist so Leute wie Prediger, Päpste usw.. ), das ganze als Machtinstrument missbrauchen. Und so lange das gemacht wird habe ich lieber keine Religion. Weil der Dogmatismus so scheuslich ist. Man denke nur an viele katholische Leute für die Sexualität des Menschen einfach unrein ist usw... oder wie diese dann glauben das Frauen wehen haben, weil die Menscheit aus dem Paradies vertreiben wurde usw... dieser Unsinn ist seit Jahrhunderten in vielen Köpfen und es ist einfach Blödsinn. Aber das will ja die katholische Kirche nicht hören. Auf Religionen die den Menschen nicht nehmen wie er ist, kann ich gut verzichten ... oder welche die Intoleranz predigen und dazu gehören die drei Wüstenreligionen.
Das Alte Testament ist kein Dogma mehr, ich kann auch Katholik sein, ohne an Adam und Eva zu glauben. Warum wird das Christentum immer noch am Alten Testament festgemacht? Es gibt nicht ohne Grund ein Neues Testament. Nennen sie mir bitte eine Aussage von Jesus, aus der Intoleranz spricht?
Oft habe ich das Gefühl, die größte Intoleranz in diesem Forum geht von überzeigten Atheisten aus.
Es ist immer wieder erschreckend, wie ungebildet viele Kritiker von Religionsgemeinschaften sind bzw. wie wenig Kompetenz über Religionen vorhanden ist. Außer Vorurteile ist meist nichts vorhanden.
Letzteres ist das, was uns in jeder Organisationsform und Ethik gefährdet, innerhalb und außerhalb von Religionen.
Gerne wird mit mittelalterlichen Auswüchsen argumentiert, die nicht einfach nur Bestandteil der Religion, sondern auch des Zeitgeistes waren. Vergessen wird, dass gerade die Religion maßgeblich an der Überwindung auch der eigenen Auswüchse beteiligt war.
Auch das Religionen mißbraucht werden zur Abgrenzung ist ja nicht per se ein Problem der Religionen (siehe Kommunismus, Faschismus etc.), sondern ein Problem der intellektuellen Begrenzheit der Menschen als Gruppe.
Paradoxerweise werden gerade von den fanatischsten und am wenigsten toleranten Gruppierungen gerade Religionen aufs Korn genommen und alle Fehlleistungen die sie selber kultivieren in diese hineinprojeziert ,weil sie historisch mal vorhanden waren bzw. wie in jeder menschlichen Organisation immer latent vorhanden bleiben.
Aber wenn man ehrlich ist, so werden heute mehr Menschen aus politischen Ideologien wie Sozialismus, Faschismus, Materialismus und naturalistischen Umweltschutz in der Weise angegriffen, wie man es den Religionen zuschreibt.
Zum Teil auch nur, wie in der Abtreibungsfrage, um der eigenen Bequemlichkeit willen, wo neben traditionell bedingten Gründen der Religionen, die ethische Frage schlicht ignoriert wird, weil sie nicht ins Bild paßt.
Der Author des Artikels jedenfalls legt den Finger genau in diese Wunde und diese Gesellschaft wird ohne Antworten auf ein ethisches Konzept nicht überleben können.
Dieses ethische Konzept kann wegen der Beschränktheit der Massen nur mit Religionen durchgesetzt werden. Die große Leistung der christlichen Konfessionen ist es, (trotz Dogmatismen) das sie in der Lage waren einen Konsens über die gesellschaftstragende Ethik zu erzielen.
Das ist eine besondere Leistung und wird meineswissens nur noch im Buddhismus errecht.
Auf jeden Fall fallen alle zeitgeistigen Strömungen von links bis rechts hinter diese Errungenschaft zurück, was es Ihnen genauso wie den Fundamentalisten leichter macht, Mitglieder zu rekrutieren.
Denn einfache Lösungen sind immer attraktiv, besonders wenn die Bedrohungen und Ängste im Alltag zunehmen.
Berthold Grabe
Das Alte Testament ist kein Dogma mehr, ich kann auch Katholik sein, ohne an Adam und Eva zu glauben. Warum wird das Christentum immer noch am Alten Testament festgemacht? Es gibt nicht ohne Grund ein Neues Testament. Nennen sie mir bitte eine Aussage von Jesus, aus der Intoleranz spricht?
Oft habe ich das Gefühl, die größte Intoleranz in diesem Forum geht von überzeigten Atheisten aus.
Es ist immer wieder erschreckend, wie ungebildet viele Kritiker von Religionsgemeinschaften sind bzw. wie wenig Kompetenz über Religionen vorhanden ist. Außer Vorurteile ist meist nichts vorhanden.
Letzteres ist das, was uns in jeder Organisationsform und Ethik gefährdet, innerhalb und außerhalb von Religionen.
Gerne wird mit mittelalterlichen Auswüchsen argumentiert, die nicht einfach nur Bestandteil der Religion, sondern auch des Zeitgeistes waren. Vergessen wird, dass gerade die Religion maßgeblich an der Überwindung auch der eigenen Auswüchse beteiligt war.
Auch das Religionen mißbraucht werden zur Abgrenzung ist ja nicht per se ein Problem der Religionen (siehe Kommunismus, Faschismus etc.), sondern ein Problem der intellektuellen Begrenzheit der Menschen als Gruppe.
Paradoxerweise werden gerade von den fanatischsten und am wenigsten toleranten Gruppierungen gerade Religionen aufs Korn genommen und alle Fehlleistungen die sie selber kultivieren in diese hineinprojeziert ,weil sie historisch mal vorhanden waren bzw. wie in jeder menschlichen Organisation immer latent vorhanden bleiben.
Aber wenn man ehrlich ist, so werden heute mehr Menschen aus politischen Ideologien wie Sozialismus, Faschismus, Materialismus und naturalistischen Umweltschutz in der Weise angegriffen, wie man es den Religionen zuschreibt.
Zum Teil auch nur, wie in der Abtreibungsfrage, um der eigenen Bequemlichkeit willen, wo neben traditionell bedingten Gründen der Religionen, die ethische Frage schlicht ignoriert wird, weil sie nicht ins Bild paßt.
Der Author des Artikels jedenfalls legt den Finger genau in diese Wunde und diese Gesellschaft wird ohne Antworten auf ein ethisches Konzept nicht überleben können.
Dieses ethische Konzept kann wegen der Beschränktheit der Massen nur mit Religionen durchgesetzt werden. Die große Leistung der christlichen Konfessionen ist es, (trotz Dogmatismen) das sie in der Lage waren einen Konsens über die gesellschaftstragende Ethik zu erzielen.
Das ist eine besondere Leistung und wird meineswissens nur noch im Buddhismus errecht.
Auf jeden Fall fallen alle zeitgeistigen Strömungen von links bis rechts hinter diese Errungenschaft zurück, was es Ihnen genauso wie den Fundamentalisten leichter macht, Mitglieder zu rekrutieren.
Denn einfache Lösungen sind immer attraktiv, besonders wenn die Bedrohungen und Ängste im Alltag zunehmen.
Berthold Grabe
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