DIe ZEIT: Herr Lenz, Ihre Novelle Schweigeminute ist Ihre erste Liebesgeschichte. Sie haben noch nie einen Liebesroman geschrieben. Warum?

Siegfried Lenz: Natürlich kam Liebe in meinen Romanen vor, aber eine Liebesgeschichte wie diese habe ich mir für das Alter reserviert. Ich will damit nicht sagen, dass ich vorher keine ausreichenden Erfahrungen gehabt hätte oder dass Erfahrungen überhaupt notwendig wären, um darüber zu schreiben. Es ist eine Liebesgeschichte sui generis, wobei ich mich von dem Gedanken leiten ließ, dass man in einer wirklichen Liebe verzichten muss, etwa auf die Unabhängigkeit, auf Souveränität. Und in der Schweigeminute verliebt sich sogar ein Schüler in eine Lehrerin. Das besondere Problem besteht also darin, dass die Autorität der Lehrerin für den liebenden Schüler zum Problem werden muss. Wie sich diese von ihm selbst anerkannte Autorität in der Befangenheit seiner Liebe wiederfindet – das darzustellen war auch für den Schreibenden schwierig. Ich stellte mir vor: Wie ist es, wenn du dich in eine Lehrerin so folgenreich verliebst? Was geschieht dann? In der Schule, im Alltag?

ZEIT: Es gibt einen Satz in der Erzählung, wie man ihn bei Ihnen noch nie gelesen hat. »Ich streifte ihren Badeanzug ab und sie ließ es geschehen, sie half mir dabei, und wir liebten uns dort in der Mulde bei den Kiefern.« Das ist das Äußerste, was Sie sagen, und zugleich ist es doch auch ziemlich keusch.

Lenz: Was im Einzelnen geschieht, wissen wir doch alle. Muss man das erwähnen? Alle Literatur hat doch für den Leser etwas Einladendes. Ich appelliere an seine Erfahrung und lade ihn ein, sich zu vergleichen mit dem, was ich ihm in dieser Geschichte erzähle.

ZEIT: Wollten Sie außerdem zeigen, dass Sexualität nicht geschildert werden muss?

Lenz: Durchaus nicht. Es gibt so glorreich dargestellte Sexualität in der Literatur – Henry Miller zum Beispiel –, dass dem nichts mehr hinzuzufügen ist.

ZEIT: Man könnte beim Lesen der Schweigeminute denken, Sie wollten einen Gegenentwurf zu unserer pornografischen Gegenwart setzen.

Lenz: Schauen Sie, das wäre ja bereits ein Programm. Ich glaube, einem alten Schriftsteller sollte nichts ungenügender erscheinen als programmatisches Verhalten.

ZEIT: Wieder erzählen Sie aus der Perspektive eines jungen Mannes. In Ihren Büchern geschieht das sehr oft.

Lenz: Die Wahl fiel deshalb auf den jungen Mann – auch in anderen Büchern, der Deutschstunde zum Beispiel –, weil das Erzählen für mich gleichbedeutend damit ist, leben zu lernen. Mir klar zu werden über dieses unglaubliche Dickicht des Lebens. Erzählen ist eine Selbstbefreiung. Erzähl es, damit du es besser verstehst! Darum delegiere ich den Impuls des Erzählens an einen jungen Menschen, der im Prozess des Erzählens zu sich selbst kommt und zu leben lernt.

ZEIT: Ist die Jugend – Ihrer eigenen Erfahrung nach – die sensibelste Phase im Leben eines Menschen?

Lenz: Was wir in jungen Jahren lernen, davon hängt nicht nur nicht wenig ab, sondern alles. Das Erzählen ist für mich eine Möglichkeit, mir klar zu werden über bestimmte Heimsuchungen, über bestimmte Erlebnisse. Nicht um sie zu bilanzieren, sondern um sie durchschauen zu können. Es ist ja allemal ich, der alte Schriftsteller, der durch einen jungen Mann erzählt. Was mir auferlegt ist, ist eine Selbstversetzung in diesen jungen Mann. Ich bin der, der erzählt – und lasse einen anderen erzählen.

ZEIT: Fällt Ihnen diese Selbstversetzung in einen jungen Mann leichter als etwa in den eines mittleren Alters?

Lenz: Darüber habe ich nie nachgedacht. Es könnte so sein, ja.

ZEIT: Ein Fünfzigjähriger würde sich solch existenzielle Fragen vielleicht gar nicht stellen können.

Lenz: Vielleicht. Als alter Schriftsteller kommt man nicht umhin, sich zu erinnern. Ich stelle mir vor: Was wäre, wenn? Wenn du noch einmal die Wahl hättest? Wenn du dich noch einmal entscheiden müsstest? Ich habe das in einigen Erzählungen darzustellen versucht. Man ist verurteilt, eine Entscheidung zu treffen, eine Lösung zu finden, und weiß: Wozu auch immer du dich entscheidest, ein Ungenügen wird immer zurückbleiben. Und dennoch musst du es tun. Das ist es, was mich interessiert: der Mensch in Entscheidungskrisen.

ZEIT: In der Schweigeminute scheitert die Liebe. Das Scheitern ist für Sie ein permanentes Thema.

Lenz: Ich komme immer wieder auf meine Großmutter in Masuren zurück, die eine große Geschichtenerzählerin war. Sie nahm mich immer mit zur Kirche, wenn eine Hochzeit stattfand. Sie stand da, die alte Frau, angeleimt von Erwartung. Und wenn sich das Brautpaar zeigte, strich sie mir über den Kopf, deutete auf die beiden Menschen und sagte: »Jungchen, das geht nicht gut aus.« Ein emanzipatorisches Wissen, das mich damals noch nicht erstaunte. Erst im Alter von 80 erstaunt es mich. »Jungchen, das geht nicht gut aus.« Sie meinte: in the long run. Wir alle haben ja einen Fundus von Erfahrungen, auf den wir zurückgreifen in bestimmten kritischen Situationen. Nun komme ich darauf zurück.

ZEIT: Ihre Großmutter ist von ihrem Mann verlassen worden. Und Ihre Mutter auch. Das Thema des vaterlosen, manchmal sogar elternlosen Jungen hat Sie immer stark beschäftigt.

Lenz: Wovon erzählen als Schriftsteller? Es gibt keine Möglichkeit, von sich selbst abzusehen. Was immer du schreibst, du gibst etwas von dir selbst preis. Man kann nicht über andere schreiben, ohne zugleich über sich selbst zu schreiben. Und also durchblicken zu lassen, was einen selbst zutiefst bedrückt.

ZEIT: Wie ist es Ihnen nach dem Tod Ihrer Frau mit dem Schreiben ergangen?

Lenz: Meine Frau hat noch die ersten dreißig, vierzig Seiten der Schweigeminute gehört. Wir haben es immer so gehalten, dass ich ihr vorgelesen habe. Sie war sehr einverstanden damit. Dann starb sie. Ich habe später zweimal versucht, die Geschichte wiederaufzunehmen. Ich hatte den Eindruck, dass es katastrophal missglückte. Es ging so weit, dass ich glaubte, die Imagination habe mich verlassen. Aber dann, mit der Zeit, hat es sich wieder geregelt. Eine Freundin hat mir unendlich viel geholfen. So ist es doch geglückt. Ich möchte sagen, dieses Buch war meine Selbstrettung. Und jetzt höre ich von einem Pädagogen, dass er schon im nächsten Jahr dieses Buch als Abiturprüfungsbuch verwenden möchte.

ZEIT: Es kann böse enden, wenn ein Schriftsteller zur Schullektüre wird.

Lenz: Nein, überhaupt nicht! Als ich jüngst in der Klinik war, hat der behandelnde Arzt gesagt: Welch eine Freude, Ihnen die Hand zu geben. Ich sagte: Um Gottes willen, so kannst du nur vom Tod persönlich begrüßt werden! Sie müssen mir den Grund für Ihre Freude nennen. Er: Ich habe meine Abiturarbeit über Sie geschrieben. Ich: Und? Er sagte: Wunderbar! Sie sehen, was man im Alter alles erleben kann.

ZEIT: Kann ein Schriftsteller eigentlich auch einmal nicht Schriftsteller sein – so wie ein Maurer nicht mehr Maurer ist, wenn er fertig ist?

Lenz: Entweder man ist Schriftsteller – oder man ist es nicht. Wenn man einer ist, schreibt man unaufhörlich. Selbst dann, wenn man nicht den Kugelschreiber in der Hand hat. Allein die Qualität der Wahrnehmung ist anders. Wir Schriftsteller sind unendlich viel mehr der passiven Wahrnehmung ausgesetzt.

ZEIT: Wenn Sie also einen Strandspaziergang machen, machen Sie nicht nur einen Strandspaziergang, sondern nehmen jedes Landschaftsbild, jede Art der Brandung als literarisches Sujet wahr?

Lenz: Nein, so ökonomisiert habe ich mein Dasein noch nicht, dass ich alles daraufhin abmustere, welche mögliche Eignung es haben könnte für das, was ich am Schreibtisch tue. Aber man hat eine Art der konservierenden Beteiligung. Anderes recherchiert man bewusst. Als ich an der Deutschstunde schrieb, als ich mir die Entstehung von Wolken an der Westküste Schleswig-Holsteins vorstellte, schien mir meine Fantasie nicht ausreichend. Ich bin etliche Male nach Seebüll gefahren, wo Nolde gelebt und seine bezwingenden Wolkenformationen gemalt hat, und habe sie der Realität abgenommen.

ZEIT: Warum spielen Ihre Erzählungen nahezu alle in der Provinz?

Lenz: Ich war in vielen Städten dieser Welt und habe festgestellt, dass das, was uns erfüllt, was uns beherrscht, am Rande liegt. Die Zentren liegen am Rande, da, wo ein Unglück passiert, ein Herz gebrochen wird, eine Heimsuchung erfolgt, was einen Menschen zwingen kann, aufzugeben, seine Hoffnungen und seine Wünsche fahren zu lassen.

ZEIT: Die Großstadt hat Sie nie gelockt?

Lenz: Nein, nein, nein. Ich komme aus den masurischen Sümpfen, meine Herren. Und dort war der Horizont sehr niedrig. Alles war überschaubar, erfahrbar. Und das hat mir ausgereicht.

ZEIT: Einmal wären Sie in den Sümpfen fast versunken…

Lenz: …ja, im kleinen Lycksee. Deshalb habe ich wohl auch ein besonderes Verhältnis zum Wasser.

ZEIT: Haben Sie in all Ihren Jahren als Autor bestimmte Rituale gepflegt, etwa feste Schreibstunden?

Lenz: Ja, aber nicht so penibel wie Thomas Mann. Der Morgen, der Vormittag ist meine beste Zeit. Wenn es geht, so vier Stunden. Am Nachmittag kommt manchmal noch the second wind. Nachts arbeite ich nie.

ZEIT: Was benötigen Sie noch?

Lenz: Ein bisschen Tee und die Pfeife.

ZEIT: Machen Sie vorher Notizen, Gliederungen, haben Sie einen Zettelkasten?

Lenz: Es gibt anfangs ein paar Begriffe und Stichworte, um mich später daran zu erinnern. Aber es gibt keinen Zettelkasten, keine großen grafischen Entwürfe, nicht einmal beim Heimatmuseum oder bei der Deutschstunde gab es die.

ZEIT: Das heißt: Sie haben große Zuversicht in den Schreibvorgang.

Lenz: Ich kenne das Ende. Aber viel ergibt sich während des Schreibens, manchmal mache ich auch drastische Korrekturen. Ich habe in der Schublade einen Packen Texte, die ich komplett rausgenommen habe.

ZEIT: Und was steht am Anfang einer Arbeit?

Lenz: Die Beweisabsicht. Man will ja mit allem, was man schreibt, irgendetwas beweisen. Diese Beweisabsicht verlangt nach Argumenten und nach Motiven. Das ergibt sich manchmal während des Schreibens. Manchmal auch nicht.

ZEIT: Wie oft müssen Sie Sätzen ausweichen, die Sie schon vor zehn, zwanzig oder gar fünfzig Jahren geschrieben haben?

Lenz: Ich lese meine Bücher nicht zum zweiten Mal. Ich habe es einmal versucht und empfand es als einen Akt der Ungehörigkeit. Mich überraschte bei der zweiten Lektüre das Bedürfnis, alles neu zu schreiben, umzuschreiben. Weil ich merkte: Heute bist du sehr viel älter, heute bist du dem Konflikt, um den es geht, sehr viel mehr gewachsen. Und dann, als Masure, sagte ich mir: »Jungchen, komm auf die Erde zurück. Es entsprach damals deinen Möglichkeiten, es so zu empfinden und so auszudrücken. Sei doch verdammt noch mal zufrieden mit dem, was dir mit 24 oder 26 aus der Feder gekommen ist.« Ich will nicht hochmütig auf den herabschauen, der ich einmal war.

ZEIT: Sie haben also nie nachträglich geändert?

Lenz: Nein. Nie. Es sei so.

ZEIT: Schreiben Sie Tagebuch?

Lenz: Nein. Nur ein einziges Mal habe ich ein Tagebuch geführt. Ich war eingeladen in Amerika. Ich durfte treffen, wen ich wollte, ich durfte kennenlernen, wen immer ich wollte. Da habe ich ein Tagebuch geschrieben für meine Frau, um ihr von dieser langen, für mich unvergesslichen Amerikareise zu erzählen. Das war auch eine politisch interessante, aufregende Zeit, weil Chruschtschow gerade die Raketen auf Kuba gerichtet hatte.

ZEIT: Sie haben sich damals politisch sehr engagiert. Sie haben Wahlkampf für die SPD gemacht, zusammen mit Grass. Sie waren befreundet mit Willy Brandt. Mit Helmut Schmidt sind Sie immer noch befreundet. Liegt Ihnen das Schicksal der SPD heute am Herzen?

Lenz: Selbstverständlich. Ich nehme mit einer gewissen Niedergeschlagenheit zur Kenntnis, wohin die SPD jetzt gekommen ist, durch inneren Zwist. Aber noch einmal Wahlreden zu halten, was ich früher mit Freude getan habe? Der Abschied vom Schreibtisch fiel mir leicht, weil die Menschen, auf die ich meine politischen Hoffnungen gesetzt hatte, bereit waren, sich mit Einsprüchen zu beschäftigen und Vorschläge zu diskutieren. Und ich konnte den Wählern begründen, warum ich Willy Brandt und Helmut Schmidt vertraute. Aber jetzt bin ich in die Jahre gekommen.

ZEIT: Sind nur die Jahre ein Argument? Oder liegt es auch an den Politikern?

Lenz: Auch das. Weil sie sich nicht einig sind, was zu tun ist. Das sehen Sie jeden Tag.

ZEIT: 1970 sind Sie mit Brandt nach Warschau gefahren und haben die inzwischen Geschichte gewordene Szene des Kniefalls mit angesehen. Wie haben Sie das empfunden?

Lenz: Ich war ergriffen. Ich war zutiefst ergriffen. Und dachte mir: Mein Gott, ein Politiker mit dieser Biografie erkennt plötzlich an, dass etwas geschehen ist, wofür nicht er selbst, aber seine Landsleute verantwortlich waren.

ZEIT: Sie haben für die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze plädiert, also für den Frieden mit Polen. Es ist fast vergessen, welchen Zorn Sie damit auf sich gezogen haben, auch von Ihren Lesern.

Lenz: Ja, man hat mir meine Bücher in den Garten zurückgeworfen. Ich habe den Zorn vorausgesehen. Dennoch muss man gewisse Dinge sagen.

ZEIT: Sie sind von Ihrer Heimatstadt Lyck, die heute in Polen liegt, eingeladen worden, sind aber nie dort gewesen.

Lenz: Das ist ein biografisch abgeschlossenes Kapitel. Es gibt keine Wehmut, Sentimentalität schon gar nicht. Jetzt leben dort Menschen, die manchmal befürchten müssen, dass ihre Existenz nur eine vorläufige Existenz ist, und die nicht sicher sein können, ob sie möglicherweise in einem rabentraulichen Einvernehmen der Mächtigen irgendwann erneut zu Flüchtlingen gemacht werden.

ZEIT: Keine Wehmut – oder wollen Sie sich von der Wehmut fernhalten?

Lenz: Nein. Ich meine Wehmut als emotionales Argument in dem Sinne, dass du sagst: Ach Gott, hier hast du als Kind gespielt, muss es denn für immer vorbei sein? Und hier bist du eingebrochen in den See, hier hast du gefischt, hier hast du den Hecht rausgeholt. Diese Erinnerungswehmut empfinde ich nicht. Das ist vorbei. Hamburg ist mein Thema und meine Heimat.

ZEIT: Nach fast sechzig Jahren literarischer Arbeit: Welches ist Ihr bestes Buch?

Lenz: Das, an dem ich jetzt gerade arbeite. Weil es das schwierigste ist, weil es noch nicht fertig ist, weil es mir Kopfzerbrechen bereitet – und weil es mir Hoffnung macht.

ZEIT: Dann müssen wir fragen, welches Ihr zweitbestes Buch ist.

Lenz: Die Schweigeminute. Weil die öffentliche Reaktion noch aussteht.

ZEIT: Was war Ihre wichtigste Auszeichnung?

Lenz: Die Ernennung zum »Ehren-Schleusenwärter der Congregation der Alster-Schleusenwärter« in Hamburg.

ZEIT: Was war Ihre größte Enttäuschung in der öffentlichen Wahrnehmung?

Lenz: Wir, die wir schreiben, stellen uns ja zu Markte. Und wer sich zu Markte stellt, muss auf Einsprüche gefasst sein und damit umgehen können, besonders dann, wenn er sein Angebot zu einem ungelegenen Zeitpunkt macht, einem ungelegenen Zeitpunkt im Haushalt des Lesers. Die größte Enttäuschung? Vielleicht, als man mir in der Kritik der Deutschstunde vorwarf, bei mir ertrinke zu viel in der Deskription.

ZEIT: Was ist Ihr größter Wunsch?

Lenz: Da muss ich Ihnen mit einer Geschichte antworten. Ich war einmal bei einem Friseur. Ich musste warten und nahm eine der Zeitschriften, die dort herumlagen, ein Anglermagazin. Darin sah ich über Seiten weg einen kleinen bärtigen Mann, der immer größere Lachse präsentierte. Kennen Sie diesen biederen, treuherzigen Triumph eines glücklichen Fischers? Lachse, die fast so groß waren wie er. Mein Gott, dachte ich, solch ein Lachs, das wäre was. Dann ging die Tür auf – ich traute meinen Augen nicht: Der Mann, den ich eben mehrfach gesehen hatte, mit achtpfündigen, zwölfpfündigen, zwanzigpfündigen Lachsen, stand vor mir. Ich fragte ihn: Sind Sie das? Er antwortete: Fahren Sie nie nach Alaska! Ich sagte: Warum denn nicht nach Alaska? Er sagte: Die Lachse beißen dort unentwegt. Sie werfen rein – schon haben Sie einen. Im Yukon River beißen die Lachse unentwegt. Fahren Sie nie dorthin. Ich sagte: Doch. Ich möchte nur einmal einen achtpfündigen Lachs fangen, dann fahre ich sofort nach Hause. Das ist mein größter Wunsch.

Das Gespräch führten Ulrich Greiner und Henning Sußebach