Wirtschaft und Moral
Randolf Rodenstock ist Vorsitzender des Roman Herzog Instituts. Im Jahr 2003 vom Bundespräsidenten der »Ruck-Rede« (Foto) gegründet, nimmt das Münchner Institut mit Studien und Symposien an den Debatten über den Standort Deutschland oder die Moral in der Wirtschaft teil.
Derzeit kratzen vor allem Korruptionsskandale wie bei VW oder Siemens und die Fehler einzelner Manager wie Klaus Zumwinkel oder Heinrich v.
Pierer am Image der Unternehmen. Schon zeigen Umfragen, dass die soziale Marktwirtschaft in Deutschland an Unterstützung verliert. » Es sind die Eliten, die das System zum Einsturz bringen«, sagt Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Zu hören ist von den deutschen Managern und Unternehmen zu alldem nur wenig.
Bekannt geworden ist Rodenstock als Chef des Brillenherstellers gleichen Namens, für den er in Werbespots persönlich warb. Seit dem Verkauf des Familienunternehmens an Finanzinvestoren konzentriert der 60-Jährige sich auf seine Ämter. Er führt auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, ist Vizepräsident des Arbeitgeberverbandes BDA sowie Präsidiumsmitglied des BDI.
- Datum 01.05.2008 - 14:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT Nr.19 vom 30.04.2008, S.28
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