Lateinamerika Armes Eldorado
Die 68er liebten den Kontinent für das Drama und die Hoffnungen der Revolution. Heute wächst in Lateinamerika ein neuer Populismus, geschürt durch Asiens Rohstoffhunger. Die USA hingegen haben an Einfluss verloren
Viele Jahre später, als er längst Literaturnobelpreisträger war und seine Romane den Europäern ein neues, gefühltes Lateinamerika erschaffen hatten, erinnerte Gabriel García Márquez seine Leser an den 26. Oktober 1949. An jenem Morgen schickte der Chefredakteur einer kolumbianischen Provinzzeitung den damals 22-jährigen Reporter in das halb verfallene, ehemalige Klarissinnen-Kloster von Cartagena de Indias. Kolumbiens prachtvolle Hafenstadt war einst der Hauptumschlagplatz für den Sklavenhandel in der Neuen Welt und der Sitz der spanischen Vizekönige gewesen. Einer von ihnen, genauer seine Überreste, ruhte 1949 noch in den Krypten von Santa Clara, umgeben von drei Generationen verstorbener Bischöfe und Äbtissinnen. An diesem Oktobertag aber holten Arbeiter mit Meißeln und Hacken die vermoderten Särge heraus. Die fromme Stätte sollte für ein Fünf-Sterne-Hotel verkauft werden.
Einer der Grabsteine sprang beim ersten Schlag in Stücke. Und aus der Öffnung quoll eine leuchtend kupferrote Haarpracht, die der Schädel eines Kindes noch immer trug. Auf dem Stein war nur der Vorname zu entziffern, Sierva María de Todos los Ángeles. Doch der junge Journalist sah hinter den verwitterten Buchstaben weit mehr. Seine Großmutter hatte ihm die Legende von der zwölfjährigen Tochter eines Marquis erzählt, die ihr offenes Haar wie eine Brautschleppe getragen haben sollte, an Tollwut gestorben und an der Karibikküste als wundertätig verehrt worden war. Vier Jahrzehnte später schuf der einstige Reporter aus der Legende von der kleinen Marquesita Weltliteratur. »Die Idee, dass dieses Grab das ihre sein könnte«, schrieb er 1994 im Vorwort zu seinem Roman Von der Liebe und anderen Dämonen , »war der Ursprung dieses Buches.«
Die Weltliteratur von Márquez bis Mario Vargas Llosa hat den »lateinischen« Subkontinent seinem kulturhistorisch am engsten verwandten Erdteil Europa nur zeitweilig nähergebracht. Andere Kontinente spiegeln sich heute in unseren Vorstellungen mit klarer Signatur. Die Vereinigten Staaten erscheinen als Imperium, das nach weltumspannender Macht strebt; grenzenlos rüstender Hegemon für die einen, Sicherheitsgarant den anderen. Asien gilt als der unaufhaltsame Kontinent, Partner der Zukunft und gefürchteter Konkurrent zugleich, ungeachtet all seiner Armutszonen und Megaslums. Australien bietet sich der Fantasie als letzter heiler Erdteil mit der grün-blauen Ferne auch ohne Marlboro-Reiter. Afrika ist das Jenseits von Hoffnung mit dem Stigma unerlösbaren Elends.
Ein 22-jähriger Volontär erlebt die Kuba-Krise
Allein Lateinamerikas Kaleidoskop aus ewigem Karneval und sterblichem Regenwald, erbärmlichen Favelas und erbarmungslosem Reichtum fügt sich heute in unseren Augen zu keinem klaren Muster zusammen. In einer Welt der obsessiven Imagepflege scheint der Kontinent für die große Mehrheit kein erkennbares Profil mehr zu besitzen. Obwohl er doch einst in Europa und Deutschland Solidarität und Träume weckte wie kein anderer Erdteil.
Gut zehn Jahre nach jenem fernen Tag, an dem der junge Reporter Márquez über den Abriss der Klosterruinen in Cartagena berichten sollte, schickte der Chefredakteur einer deutschen Provinzzeitung seinen 22-jährigen Volontär ins Archiv mit dem Auftrag, mehr über Lateinamerika zu lesen. Der Subkontinent lag damals gerade weit genug weg, um journalistischen Eleven für Schreibübungen zu dienen. Die Welt schaute auf Berlin. Amerikanische und russische Panzer standen einander gegenüber. Der Kalte Krieg trieb zum Mauerbau. Europas Horizont war düster und begrenzt.
Doch plötzlich, im Herbst 1962, rückte Lateinamerika ganz nahe. So nahe, dass der Volontär den südlichen Kontinent wieder den gestandenen Redakteuren überlassen musste. Noch war es nicht Márquez, der den literarischen Erdenkreis bewegte, sondern sein künftiger Freund Fidel Castro, der die Welt unversehens in Atem hielt. 1961 hatte ihn US-Präsident John F. Kennedy mit der Invasion in der Schweinebucht vergeblich zu stürzen versucht. Nun ließen die Kubaner auf ihrer Insel Raketenabschussrampen bauen. Von der Sowjetunion. Neunzig Meilen südlich der USA. Für Europäer, die an der Frontlinie der Supermächte lebten, war Kubas Revolution bis dahin nur ferne Exotik gewesen – jetzt aber hatten sie den Exitus in einem Atomkrieg am meisten zu fürchten. Den Kubanern hingegen wurde ein solches Ende verklärt, von einem Argentinier in ihren Reihen. Der schrieb: »Es ist das Fieber erregende Beispiel eines Volkes, das bereit ist, sich im Atomkrieg zu opfern, damit noch seine Asche als Element einer neuen Gesellschaft diene.«
Keine Weltgegend hat tiefere Wurzeln in Europas Kultur und Unkultur
Der Mann hieß Che Guevara. Moskau pfiff ihn und die Castros zurück und gab in der Raketenkrise nach. Doch Guevara, Kuba und Lateinamerika ließen die Europäer alsbald nicht mehr los. Die permanenten Interventionen der USA rückten in den Fokus der Studentenbewegungen. Der Chilene Gaston Salvatore vertrat seinen Kontinent an der Seite Rudi Dutschkes. Die Bilder Ho Tschi-minhs auf den Demonstrationen gegen Amerikas Vietnamkrieg begleitete das Porträt von Che Guevara, der viele Vietnams forderte.
Doch waren es nicht die Revolutionen allein, die Lateinamerikas Prozession in das Bewusstsein anführten. Im Oktober 1962 begann das Zweite Vatikanische Konzil. »Niemals zuvor in der Geschichte der christlichen Theologie«, so formulierte es später der brasilianische Franziskaner Leonardo Boff, »ist der Arme so sehr in den Mittelpunkt gerückt worden.« Der peruanische Theologe Gustavo Gutiérrez prägte das Wort von der »Theologie der Befreiung«. Priester, Ordensschwestern, pastorale Mitarbeiter auch aus Europa zogen hinaus in die christlichen Basisgemeinden Lateinamerikas. Nicht wenige von ihnen bezahlten ihren Einsatz in den zumeist von den USA unterstützten Diktaturen mit dem Leben.
Von alledem sind in den heutigen Vorstellungen nur Splitter geblieben. Dabei hat kein Kontinent tiefere Wurzeln in der europäischen Kultur und Unkultur, Religion und Gegenreformation. Die Reichtümer der Neuen Welt, das Inkagold, das Silber von Potosí und die anderen geraubten Schätze flossen ja nicht nur in die Kathedralen und Kriege des rückständigen Spaniens. Sie füllten auch das Startkapital für Europas industrielle Modernisierung auf. Afrika lieferte die piezas de Indias, das menschliche Stückgut, das die Sklavenschiffe an die Küsten des Atlantiks und der Karibik bis nach Cartagena transportierten. Die Leibeigenen und die Indios bildeten das »äußere Proletariat« Europas, wie es Uruguays Essayist Eduardo Galeano formuliert hat. Lateinamerika wurde zum Eldorado der Plantagen- und Minenbesitzer, die den Konquistadoren folgten. Und zum größten Latifundium des katholischen Glaubens in der Welt.
Warum aber hat ausgerechnet der Europa so verwandte Subkontinent heute keine Konturen, die ihn emblematisch prägen wie Asien und Afrika? Hugo Chávez in seinem immergleichen Polohemd würde die ganze Region zwar gern zum roten Tuch für die USA machen. Der venezolanische Öltribun predigt die Einheit und Neugestaltung Lateinamerikas im Triumph über Imperialismus und Neoliberalismus. Doch ist es weniger eine gemeinsame Ideologie oder Identität als eine magische Kraft, die Lateinamerikas Staaten heute zusammenführt. Es ist die gleiche Verlockung, die Kolumbus einst suchte, als er Amerika entdeckte: Asien. Der Hunger Chinas, aber auch Japans und Südkoreas nach Öl, Fleisch, Soja, Kupfer hat die Exporterlöse und Devisenreserven seit der Jahrtausendwende rundum verdoppelt. Vor allem den rohstoffreichen Ländern geht es wirtschaftlich so gut wie nie zuvor – nur den meisten Menschen nicht. Die Armen drängen auf Soforthilfe in ihrer Not. Sie wollen den Öl- und Sojakuchen nicht wieder ungeteilt in den Villen der wenigen Reichen und der ausländischen Unternehmen verschwinden sehen. Wie zuvor den Kakao, den Kaffee, den Zucker. Oder die Edelhölzer des einst abgeholzten Kubas, die noch heute an den Tischen und Fenstern des Escorial zu bewundern sind. Oder das Hab und Gut der kleinen Leute, das 2001/02 verschwand, als die neoliberalen Experimente des Internationalen Währungsfonds (IWF) Argentinien in die Pleite trieben.
Darum hat – nach den jeweils verlorenen Dekaden der Revolutionäre, der Generäle mit ihren folternden Brigaden der Nacht, der von Washington empfohlenen Handelspolitik – jetzt das »chinesische Jahrzehnt« zum Rohstoff-Populismus geführt. Der ging von Venezuela aus – wo die größten Ölreserven jenseits des Nahen Ostens lagern und die geringste Bereitschaft der oligarchischen Eliten zu sozialer Landpflege bestand. Nicht zufällig war es deshalb Hugo Chávez, der das Leben der anderen zur Richtschnur seiner Politik und die Umverteilung zum Wahlprogramm machte.
Die meisten Regierungen haben die Bonanza indes nicht wie er für sozialistische Experimente benutzt. Mit einer eher konservativen Wirtschaftsphilosophie versuchen sie, die größte Not der Menschen zu mindern, ohne die Stabilität durch eine unkontrollierte Flut von Sozialausgaben zu gefährden. Dennoch hat Asiens Rohstoffbedarf Lateinamerika, das seit der Monroedoktrin von 1823 als Hinterhof Washingtons galt, politisch umgepflügt. Die USA haben ihr scheinbar sicheres Feld vorerst räumen müssen.
Die Staaten haben ihre Souveränität von Washington zurückgewonnen
Seit den neunziger Jahren hatten sie ihre Leitmacht nicht mehr über direkte Interventionen oder Söldnerheere, sondern differenzierter über Weltbank und Internationalen Währungsfonds (IWF) auszuüben versucht. Mit dem neoliberalen Reformkonzept des »Washingtoner Konsenses« sollte der Subkontinent als eine einzige Freihandelszone im westlichen Orbit verankert werden – nicht zuletzt für den Ölbedarf der USA. Doch weil die Armut weiter wuchs, scheiterte das Projekt. Stattdessen ermöglichten die einträglichen Exportgewinne Brasilien, Mexiko, Venezuela, Uruguay, Ecuador und selbst dem Pleiteland Argentinien, die Schulden beim IWF vorzeitig zu tilgen. Damit hat das Gros der Länder ein beträchtliches Stück Souveränität über die eigene Wirtschaftspolitik gewonnen.
Nur lehrt die Geschichte Lateinamerikas, dass es gerade seine Ressourcen sind, die immer neue Abhängigkeiten schaffen und die Gesellschaft hindern, ihre alten Fußfesseln abzustreifen. Es war Kolumbus, der auf seiner zweiten Reise die ersten Zuckerrohrwurzeln mitbrachte. Zucker war in Europa noch ein so kostbares Gut, dass ihn die Apotheken nur grammweise verkauften. In der feuchten Wärme der brasilianischen Küste und der karibischen Inseln schossen bald schon die Rohrfelder empor, in die ganze Heere der aus Afrika angelandeten Leibeigenen getrieben wurden. »Die selbstsüchtige Pflanze fiel in die Neue Welt ein, verwüstete Ländereien, verheerte Wälder … und laugte die Humuserde aus«, klagte Eduardo Galeano vor 30 Jahren in seinem Buch Die offenen Adern Lateinamerikas.
Heute könnte er diese Sätze wieder in der Gegenwartsform schreiben. Der Biotreibstoff Ethanol aus Zuckerrohr als Ölersatz, der die agroindustrielle Supermacht Brasilien in eine Art Rausch versetzt hat, schont zwar die Atmosphäre der Erde. Aber er zerstört ihre Böden und verdrängt den Regenwald mitsamt seinen Ureinwohnern. Da hat sich wenig geändert seit 500 Jahren – außer der Kirche, die einst den Völkermord der Konquistadoren an den Indios absegnete. Heute hingegen fordert die katholische Bischofskonferenz Präsident Lula da Silva auf, den Kahlschlag für das Zuckerrohr, die Vertreibung der Kleinbauern und die »grausame Ausbeutung« der Tagelöhner zu stoppen.
Dem Zuckerrohr folgten einst die Kakao-, Kaffee- und Kautschukplantagen, die Europa belieferten und den Ausbau anderer Wirtschaftszweige verhinderten. Heute ist Soja für Asien – aus zumeist genmanipuliertem Saatgut – die zweite Monokultur, die Brasiliens Urwälder und Argentiniens Tier- und Pflanzenwelt dezimiert. So schreiben die in- und ausländischen Investoren des Agrobusiness, die von den lokalen ökologischen und sozialen Bedingungen so weit entfernt sind wie der Horizont ihrer Riesenfelder, die Geschichte der Plantagenbesitzer fort.
Die hatten nicht das geringste Interesse, die Strukturen der Kolonialwirtschaft zu ändern und das Bildungsniveau der Landbevölkerung aus Mestizen, Indios, Afrikanern zu heben. Die Masse der Abhängigen lernte vor allem eines: zu unterscheiden zwischen dem schlechten Herrn, dem ihre Armut gänzlich gleichgültig blieb, und dem guten Patron, von dem beneficios, soziale Vergünstigungen, kamen. Sie folgten und sie folgen noch immer gerne denen, die nach dem Muster des guten Patrons Politik machen.
Das waren die Caudillos gestern und sind die Populisten heute. Ihr gemeinsames Erbe ist der Glaube, dass sich Probleme durch Befehle lösen lassen und dass Institutionen und Rechtswesen dabei eher hinderlich sein können. Deshalb sind die Parteien – zur Verzweiflung der politischen Stiftungen Europas – so schwach geblieben. Die meisten dienen als schnell eröffnete Basare, um Clans und Familien zu versorgen. Die Monokulturen haben diese Schicht bisher nur die Leichtigkeit des Seins gelehrt, den facilismo: meistbietend zu verkaufen, was Natur und Boden hergeben, statt aus politischem und ökonomischem Wettbewerb Produktivität zu gewinnen.
Eigentlich müssten Lateinamerikas Eliten den heutigen Rohstoffboom nutzen, um gezielt in leistungsfähigere Sozial-, Bildungs- und Rechtssysteme zu investieren, damit wachsende Chancengleichheit und Integration dem Subkontinent zu mehr Anziehungskraft verhelfen. Das zu fördern wäre niemand berufener als die Europäer. Doch auch für die hat die extensive Versorgung mit Rohstoffen Vorrang. Und immer noch hinterfragt nur eine kleine Minderheit hierzulande, wie der gedeckt wird – vom expansiv-zerstörerischen Anbau der Energiepflanzen aller Art bis zum Export des dort oft schon fehlenden Getreides als hiesiges Tierfutter für die Fleischberge des Konsumangebots. Ein großer Teil der deutschen Rinderherden grast, wie es die Süddeutsche Zeitung trefflich formuliert hat, im Grunde in Lateinamerika.
Das Fünf-Sterne-Hotel von Cartagena, das auf den Mauern des Klosters Santa Clara gebaut wurde, schon bald nachdem Gabriel García Márquez 1949 die Zerstörung der Gräber miterlebt hatte, ist heute eine Attraktion für Touristen und Staatsgäste. Auch Bundespräsident Horst Köhler machte im vergangenen Jahr auf seiner Südamerikareise in der kolumbianischen Edelherberge Station. Während Cartagenas Bürgermeister dem deutschen Staatsoberhaupt am Abend den goldenen Schlüssel der Stadt überreichte, saßen ein paar Kilometer nördlich 50 Afrokolumbianer am dunklen Strand der Karibik. Sie ließen die Köpfe hängen wie einst ihre aus Afrika angelandeten Vorfahren an diesem Hauptumschlagplatz für den Sklavenhandel. Der Bürgermeister hatte am selben Tag mehrere Familien aus ihren Wohnungen setzen lassen. Die Fischerdörfer am Rande Cartagenas fallen dem Mix aus ehrgeizigen Entwicklungsplänen und zu waschenden Drogengeldern zum Opfer. An ihrer Stelle werden neue Fünf-Sterne-Hotels gebaut. So vollzog sich an diesem Tag eines der kleinen, ungezählten Dramen des Subkontinents – zu winzig, um eine deutsche Delegation zu bewegen, und zu fern, um Lateinamerika hierzulande ein klares Profil zu verleihen. Jenseits von Afrikas Elendsgesicht und Asiens Siegerlächeln.
- Datum 16.05.2008 - 08:18 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 15.05.2008 Nr. 21
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so ungerecht ist die welt. da haben wir über jahrzehnte dafür gesorgt, daß sie immer die "richtigen" regierungen haben - notfalls hat der cia halt nachgeholfen -, haben - wie franz josef strauss - langjährige freundschaften gepflegt, unsere experten, äh altlasten, via mercedes benz ins nachnazi-exil entsorgt ... und nun das: undankbar wie der indio nun mal ist, wählt er sich einfach leute, die uns nicht passen und verkauft sich zu allem überfluss auch noch an die chinesen. was haben wir bloß falsch gemacht?die welt ist so was von ungerecht ...
sie haben uns die Schlangen vor den Moskauer Supermärkten gezeigt und gesagt: Seht hin, so ist der Sozialimus. Aber: Haben sie uns zerlumpte Kinder gezeigt, die auf den Müllhalden von Mexico City, Rio oder Buenos Aires nach Essen suchen und uns gesagt: Das ist , auf der anderen Seite, der Kapitalismus? Ich kann mich nicht erinnern.Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
Ludwig Wittgenstein
Ein von Oligarchien jedweder Couleur geplünderter Kontinent hat natürlich keine Chance - der Name des Wirtschaftssystems spielt da keine Rolle. Es wird einfach dasjenige genommen, welches der eigenen Clique am ehesten den Machterhalt sichert.Solange den ärmeren Bevölkerungsteilen jegliche Eigentumsgarantien vorenthalten werden, solange wird sich dort nichts ändern. Grundbücher for the people - no corruption!
Der Artikel spiegelt sehr gut die Zustaende in Lateinamerika wieder. Neben den, von Medien und Hilfsorganisationen, staendig angeprangerten Missstaenden auf dem afrikanischen Kontinent und dem (auch nur zum Teil) boomenden Asien, gibt es also auch noch Lateinamerika!!! Gebeutelt von (zum Teil auch selbst verschuldeter) Armut und gesegnet mit unglaublichem Rohstoffreichtum, welches wiederum einige wenige schrecklich reich macht. Niemals aufgebend und staendig politisch und wirtschaftlich in Bewegung (auf- und abwaerts).
Voelker, die nicht dazu geschaffen sind, aufzugeben. Die eher handeln (oftmals auch falsch), als sich selbst zu bemitleiden. Das ist Lateinamerika. Auf jeden Fall ist dieser Teil der WElt es wert, nicht vergessen zu werden.
Saludos de Mexico
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