Astrophysik Ziemlich finster
Vor zehn Jahren entdeckten Astrophysiker die »Dunkle Energie«, eine mysteriöse Kraft, die das Geschick unseres Universums bestimmt. Nun traf sich die Zunft zur Bestandsaufnahme ihrer Ratlosigkeit.
Aus sicherer Entfernung betrachtet, wirken wissenschaftliche Revolutionen immer aufregend. Die Erkenntnis etwa, dass Ptolemäus unrecht hatte und nicht die Erde, sondern die Sonne im Mittelpunkt unseres Planetensystems steht, markiert eine der Sternstunden der Wissenschaft. Steckt man allerdings mittendrin in solch einer Umbruchphase, dann wirkt sie weniger glorios als vielmehr chaotisch und frustrierend. Diese Erfahrung machen derzeit die Kosmologen. Vor einigen Jahren wurde ihr altes Weltbild radikal über den Haufen geworfen. Doch ein neues Modell des Universums ist nicht in Sicht, und die Aussichten der Welterklärer sind im wahrsten Sinne des Wortes dunkel.
Zehn Jahre ist es her, dass Astronomen eine neue, bisher unbekannte Kraft im All entdeckten, die »Dunkle Energie« ( ZEIT Nr. 12/98) . Beobachtungen zeigten, dass sich das All mit verblüffender Geschwindigkeit ausdehnt und dass diese Expansion seit einigen Milliarden Jahren kräftig zunimmt – ganz so, als ob eine mysteriöse Kraft die Galaxien immer stärker auseinandertreibe. Und diese Treibkraft ist eben die Dunkle Energie.
Bislang ist der düstere Begriff allerdings nicht mehr als ein wissenschaftlich klingender Ausdruck für »nichts Genaues weiß man nicht«. Denn »dunkel« heißt zunächst einmal nur: unsichtbar, unbekannt. Und als sich vergangene Woche die führenden Köpfe der Zunft im Space Telescope Science Institute in Baltimore trafen, um eine Dekade der Dunklen Energie zu feiern und Bilanz zu ziehen, da waren ihre Vorträge kaum geeignet, die Situation aufzuhellen.
Zwar ist an der Beschleunigung der kosmischen Expansion nicht zu rütteln, sie wurde mittlerweile durch eine Reihe neuer Befunde bestätigt. Demnach ist die Dunkle Energie sogar die vorherrschende Kraft im Universum; sie soll rund 70 Prozent der Energiedichte des Alls ausmachen. (Weitere 25 Prozent gehen auf das Konto der sogenannten Dunklen Materie, die ebenfalls unsichtbar ist; die uns bekannte atomare Materie dagegen trägt nur etwa 5 Prozent bei.) Eine wirklich überzeugende Erklärung, warum dies so ist, hat allerdings auch nach zehn Jahren niemand anzubieten.
Selbst Edward Witten, der Star-Theoretiker aus Princeton, den manche mit Einstein vergleichen, leitete seinen Vortrag mit der desillusionierenden Bemerkung ein, er habe »leider keine neuen Konzepte zur Dunklen Energie« anzubieten. Klar sei nur: »Diese Entdeckung veränderte einschneidend die Art und Weise, wie wir über die Gesetze der Natur denken.«
Wie man nun aber über die Natur denken müsse, blieb auch bei Witten im Dunkeln. Nicht dass es keine Ideen gäbe: Möglich wäre zum Beispiel, dass die Energie des Vakuums (die gibt es laut Quantenphysik tatsächlich) das All auseinandertreibt; oder dass die Schwerkraft über eine bislang noch unentdeckte fünfte Dimension verfügt; oder dass Einsteins allgemeine Relativitätstheorie noch nicht richtig verstanden ist. Doch bislang gibt es für keine dieser Spekulationen handfeste Beweise.
Insbesondere das »Nancy-Kerrigan-Problem« treibt die Astrophysiker um. » Why me? Why now? «, rief die amerikanische Eisläuferin, als sie 1994 Opfer des Eisenstangenattentats ihrer Konkurrentin Tonya Harding wurde. Ähnlich fragen sich die Kosmologen: Warum macht sich die Dunkle Energie gerade jetzt bemerkbar (wobei dieses »Jetzt« im astronomischen Sinn zu verstehen ist und einen Zeitraum von einigen Milliarden Jahren umfasst)? In der Frühphase des Alls, als die Materiedichte sehr viel höher war, spielte sie nämlich keine Rolle; und in ferner Zukunft, wenn zwischen den Galaxien gigantische Leerräume gähnen, wird sie nicht mehr nachweisbar sein.
Angesichts solch großer Fragen blieb es nicht aus, dass irgendwann auch in Baltimore das »A-Wort« bemüht wurde, der verpönte Begriff des »anthropischen Prinzips«. Dem zufolge sind nämlich die Gesetze des Universums gerade so und nicht anders beschaffen, damit die Existenz von lebenden Wesen möglich ist, die sich darüber den Kopf zerbrechen können. Er wisse, dass diese Argumentation »den Blutdruck der meisten Physiker in die Höhe treibt«, sagte der Gastgeber Mario Livio vom Hubble-Institut und stellte dann doch einige Überlegungen dazu an.
Das anthropische Prinzip lässt sich nämlich gut in Übereinstimmung bringen mit einer anderen bizarren Idee, die seit einiger Zeit ernsthaft diskutiert wird: der Theorie der Multiversen (ZEIT Nr. 7/08 ) . Ihr zufolge ist unser All eines von unzähligen anderen Universen, in denen überall unterschiedliche physikalische Gesetze gelten. Wenn das stimmt, dann würde die Dunkle Energie in jeder dieser Welten einen anderen Wert annehmen. »Und wir leben vielleicht gerade in jenem Universum, in dem die Bedingungen so sind, dass wir leben können«, spekuliert Livio.
Das hieße aber, dass wir letztlich Kinder des Zufalls sind, die in einer Welt gelandet sind, die auch ganz anders hätte ausfallen können. Die Suche nach irgendwelchen Grundkonstanten der Natur, die beschreiben, warum unser All gerade so und nicht anders ist, wäre dann auf immer vergeblich.
Dass solche Überlegungen überhaupt angestellt würden, zeige den »Grad der Verzweiflung«, den die Theoretiker mittlerweile erreicht haben, sagte Livio. Er hoffe, dass jemand aus der Riege der »genialen jungen Theoretiker« (unter denen zunehmend Frauen sind) doch noch einen Weg finde, die grundlegenden Gesetze des Universums zu beschreiben.
Auch andere übten sich in der Kunst des Optimismus. »Wir müssen die Ärmel hochkrempeln und uns darauf einstellen, dass wir einen langen Weg vor uns haben«, beschwor der Astrophysiker Michael Turner seine Kollegen. Zur Motivation erinnerte Turner an frühere Durchbrüche in der Physik, die meist von der ersten Entdeckung bis zur erklärenden Theorie gut 20 bis 30 Jahre Zeit gebraucht hätten. Ähnliche Durchhalteparolen gab der Physiker Lawrence Krauss aus, bekannt unter anderem als Autor des Bestsellers Die Physik von Star Trek: »Wir wissen nicht, ob wir auf dem richtigen Weg sind und ob wir überhaupt die richtigen experimentellen Fragen stellen. Doch es bleibt uns nichts anderes übrig, als mit aller Kraft weiterzumachen.« Besser hätte es Captain Kirk auf der Enterprise auch nicht sagen können.
Vorerst bleibt den Kosmologen nur, ihre Ratlosigkeit mit Humor zu nehmen. »Es gibt Leute, die bringen ihr Leben damit zu, etwas zu suchen, was nicht existiert oder nicht nachweisbar ist. Das sind merkwürdige Menschen«, erklärte der Astrophysiker Gary Bernstein und ergänzte unter allgemeinem Gelächter: »Ich glaube, wir sind alle dabei, zu solchen Leuten zu werden.«
Links im Internet
Programm der Tagung "A Decade of dark energy" »
Hier kann man sich alle Vorträge der Tagung im Video ansehen »
Eine gut gemachte Informationsseite zur Dunklen Energie »
- Datum 19.05.2008 - 06:25 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 15.05.2008 Nr. 21
- Kommentare 3
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







Ich habe, ohne zuvor etwas darüber gelesen zu haben, als Teenager schon die Theorie entwickelt, dass ausnahmslos alles im Universum dem Prinzip des Atmens folgt, und dies auf den beiden großen Gesetzen beruhend: dem der Anziehung und dem des Ausgleichs. Demnach ist das Uni-versum sich grade am Weiten ähnlich einer einatmenden Brust. Die Fluktatons-Zwischenräume, bestehen einzig und allen aus Informationen, welche durch stets anwachsendes Lernen des Universums Raum einnehmend sind. Die Schwingungen für diese Infos benötigen also adäquat zunehmenden Raum.
Die Jets, so bin ich derzeit überzeugt, (doch wissenschaftlich begründet lasse ich mich liebend gerne und unbedingt auf evtl. Irrtum aufmerksam machen!), bilden die Informationsstraßen, welche auf ihrem Weg mehr davon (ein Mehr an Informationen) aufsammeln, und sobald sie an ihrer jeweiligen Stoßfront angelangt sind, machen sie Kehrtwende wie der Schwimmer am Beckenrand und streben auf in der Nähe liegendem oder auf selbem Weg wieder zurück zur Quelle, von wo sie ausgesandt wurden: (Neue Theorie, Alternativtheorie oder Zusatztheorie zur Hawking-Strahlung) zum Zentrum eines oder ihres Schwarzen Loches, in welchem der Jet oder Photonen-Strahl einst infolge von implodierender Materie über eine daraus in Richtung Kern folgende Explosion, als ein u. a. aus dem SL herausgeschleuderter Photonenstrahl geboren wurde. Welcher infolge von in Intervallen oder Etappen auftretenden Implosions-Nachexplosionen für steten Nachschub für den Jeterhalt sorgt, und so gleichzeitig die SL-Materie in Photonen und weitere Jet-taugliche Teilchen raustransportiert.
Diese Informationen aus dem SL "machen" nun einen "Spaziergang" durchs Universum auf der Straße des Jets. Vereinigen sich mit anderen uralten Infos oder tauschen sich aus. Sobald das schwarze Loch in Licht sowie Informationen umgewandelt ist, passiert in letzter Instanz innerhalb des Rest-SL´s folgendes: Da nun bei der letzten imlodierenden Schicht angekommen, kein drückender oder eine im Kern Explosion verursachender Nachschub mehr vorhanden ist, oder kein Stoff mehr für die nächste Explosion (in der Form, wie bereits unzählige über Millionen Jahre zuvor erfolgten Explosionen von impodierter Materie), zur Verfügung steht, erfolgt nun auch tatsächlich keine weitere mehr. So dass der Photonenstrahl nicht mehr weiter "angedrückt" oder raus gedrückt oder angestoßen werden kann. Es erfolgt eine energetisch strebende Kehrtwendung. Wie? Der Kern des SL´s, der nur noch minimal klein ist, auf Atomgröße geschrumft, keine fressenden Eigenschaften mehr aufrecht erhalten kann, kehrt sich durch Änderung der Atomumlaufbahnen bzw. durch Richtungsumdrehung der Neutronen und Elektronen ins Gegenteil um: ist nicht mehr fressend, sondern spendent. Doch zum Wieder Anwachsen von Materie um den oder um die übrig gebliebene(n) Atomkern(e), benötigen diese oder benötigt er jene Informationen, die nun im Strahl "zuhause " bereit sind, sich wieder (von ihm anziehend) von Licht/Geist oder Informationen zur Materie umwandeln (nicht Teilchen vernichtend sondern Teilchen umwandelnd) zu lassen. Auch aufgrund des Stillstandes und Angekommenseins vor der Stoßfront werden sämtliche "Photonengesellen" und -gesellschaften und weitere Jet-taugliche Teilchen von dem Nichts des ehemaligen SL´s bzw. von dem jeweils übrig gebliebenen und in Leben spendenden "Samen" verwandelten Atom angezogen. An dem Punkt beginnt das ehemalige SL (s)eine neuen wunderbaren Aufbau von Materie. "Diesmal", vielleicht zu x-wiederholtem Male, wieder ein wenig Informationen, intelligenter, aufgrund des lernbegierigen Jets, der neue oder erweiterte passende (Fitting) Informationen zurück bringt.
Diese Gleichung auf das gesamte Universum bezogen, kann bedeuten, dass auch dieses sich "gerade" am Ausdehnen ist, um dann zu einem gigantischen Schwarzen Loch im Kollektiv zu werden, welches einen ähnlichen Weg wie eben beschrieben, beschreibt. Um hiernach wieder einen neuen intelligenteren Anfang zu haben usw.
Mir blieb nichts anderes übrig, als in dieser Art Ezählsprache meine Theorie vorzustellen, da ich erst seit einer Woche als Autodidaktin die Grundlagen der Physik am Kennenlernen bin. Ich hörte lediglich von Kind an als mal mit einem Ohr mit, wenn mein Vater (Wissenschaftler) sich mit seinem Neffen bzw. meinem Cousin über Theorienentwicklungen unterhielt. Gruß lisha
Naja da es keiner weis und rumspekuliert werde ich Laie auchmal meine Theorie dazu schreiben. :-)
Die Schwarze Dunkle Materie ist garnicht so wie man es denkt so Dunkel,
nur wir nehmen es als dunkel wahr, Ohne die dunkle materie würde das Universum wahrscheinlich impludieren und zu seinem Ur zustand zurückkehren und die für uns sichtbare und fasbare materie verschlingen, die materie die für uns sichbar und fühlbar ist stamt wahrscheinlich aus diesem für uns dunklen materie und das sich unser Universum immer weiter ausdehnt liegt wahrscheinlich daran das diese dunkle materie immer noch mächtig sichtbare materie produziert (expandiert)
und wir können es nicht erfassen weil ich vermute das die dunkle materie gerade aus den unbekanten Strings besteht die wir nicht nachweisen können, ich vermute das strings gibt aber nicht nur in einer form.
Naja ist ganz schön weit hergeholt oder.... ;-)
sory in meinem beitrag komentar
mit Dunkler Materie meinte ich Dunkle Energie.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren