Fussball-EM
Schwul im Abseits
Der Fußball gilt als Bastion archaischer Männlichkeit. Schwule Kicker passen nicht ins Bild. Rein statistisch müssten in Österreich jedoch 25 Profispieler homosexuell sein. Ein Outing gab es aber noch nie
Schieß mal einen woarmen Pass!« Simon schaut verwirrt, es ist nicht gerade die Art von Spielzug, mit dem sich der 20-Jährige zur Schau stellen will. Er stupst den Ball leicht an, der nur langsam zum Trainer kollert. »Das ist ein woarmer Pass. Er hat keine Energie und ist lethargisch«, erklärt Trainer Kurt Jusits den Anschauungsunterricht. Irritiert läuft Simon zu den anderen Burschen. Viermal die Woche trainiert er mit ihnen auf dem hellgrünen Kunstrasen des FC Stadlau in Wiener-Donaustadt. Jeder der 22 Spieler des Vereins will eines Tages Profi werden. An diesem Mittwochnachmittag verlangt der Trainer gleich dreimal einen »woarmen Pass« von Simon. Nur damit es der Fußball-Laie auch tatsächlich verstanden hat. Mit Schwulsein habe das nichts zu tun, das sei einfach Umgangssprache. Und außerdem gebe es gar keine Schwulen im Fußball. In seinen 16 Jahren als Trainer hat der Mittfünfziger bisher noch keinen einzigen in seiner Mannschaft erlebt. »Der schwule Mann ist eher ein weicher Typ«, charakterisiert Jusits das Wesen des Homosexuellen, als sei das eine fremde Spezies. Fußball sei eben hart und aggressiv, der Inbegriff archaischer Männlichkeit.
»Fußball wird zwar als kreuzheterosexueller Sport präsentiert, aber ist es nicht auffällig, dass da nach jedem Tor Männer einander in die Arme fallen und abschmusen, dem Mitspieler immer wieder aufmunternd auf den Po klopfen und am Ende Leibchen tauschen?«, fragt Kurt Krickler verwundert. Er ist Generalsekretär der Homosexuelleninitiative Hosi und behauptet: »Hand aufs Herz: Schwule würden nie so offensichtlich im öffentlichen Raum auftreten.« Auch dass erwachsene Männer Hunderte Panini-Pickerl mit den Bildern anderer Männer sammeln, sei doch merkwürdig. Laut Trainer Jusits hat es aber ganz andere Beweggründe, wenn auf dem Feld gegrapscht, geküsst und umarmt wird: »Ein Klaps auf den Po ist ein Zeichen von Wertschätzung.« Nicht mehr und nicht weniger.
Der schwule Fußballer ist ein Mythos. Keiner hat ihn je gesehen, weder Spieler und Trainer noch Sportjournalisten. Weltweit hat sich bisher nur ein einziger Profifußballer zu seiner Homosexualität bekannt. Mit seinem Geständnis in dem britischen Boulevardblatt Sun zerstörte Justin Fashanu die Illusion, das Fußballfeld sei die letzte homofreie Zone. Der nigerianischstämmige Stürmer spielte Anfang der Achtziger für den Verein Norwich City und wurde als Jungstar gefeiert. Aufgrund einer Knieverletzung kam die Karriere ins Stocken. Sein Outing 1990 läutete das Ende seiner Fußballerlaufbahn ein. Acht Jahre darauf erhängte sich der damals 37-Jährige in seiner Garage, nachdem er beschuldigt worden war, einen 17-Jährigen vergewaltigt zu haben. Es war das erste und vorläufig letzte Coming-out eines schwulen Profifußballers.
Schätzungen zufolge sind etwa fünf Prozent der österreichischen Bevölkerung homosexuell. Übertragen auf die rund 500 Profikicker, wären das immerhin 25 Schwule. »Natürlich wird es schwule Kicker geben. Ich habe aber mit keinem gespielt – zumindest wusste ich nichts davon«, sagt Fußballlegende Herbert Prohaska schulterzuckend. Die sexuelle Orientierung habe ihn nie interessiert. Das Dilemma schwuler Kollegen kann er verstehen: »Es wäre für einen schwulen Kicker nicht einfach, sich zu outen. Das Umfeld im Fußball ist sehr schwierig für Homosexuelle.«
Die Folgen eines Outings könnten dramatisch sein: aufgebrachte Fans, Mobbing oder gar der Rauswurf aus der Mannschaft. »Ein Outing wäre mein Tod«, wird ein deutscher Bundesligaspieler in dem Hamburger Fußballmagazin Rund zitiert. Drei schwule Kicker erzählten in dem Bericht anonym von ihrem Doppelleben und brachen damit ein Tabu. Der Alltag schwuler Fußballer hautnah: wie sie Journalisten für ihr Schweigen regelmäßig mit Insiderinformationen füttern müssen und darüber, wie sie eingeweihte Freundinnen Presse und Fans präsentieren, die sie als Lebenspartnerinnen verkaufen, während der tatsächliche Freund in einer anderen Stadt wartet. Manchmal ist die Angst so groß, dass sogar geheiratet wird, wobei die Frauen von der sexuellen Orientierung des Ehemanns nichts wissen. Das Fazit der drei Bundesligakicker: Ein Doppelleben sei allemal besser als eine drohende Ächtung. Im deutschen Frauenfußball ist das anders. Dass dort lesbische Spielerinnen auflaufen, gilt als offenes Geheimnis, die Frauen wissen um die Homosexualität ihrer Kolleginnen. Öffentlich geoutet hat sich aber auch beim Weltmeister im Frauenfußball noch keine.
»Wenn jemand die notwendige stabile Struktur hat und das familiäre Umfeld passt, dann wäre es möglicherweise besser, sich zu outen. Vielleicht spielt er dann befreiter und kreativer als vorher«, meint der ehemalige Torschützenkönig Toni Polster. Sein früheres Arbeitsumfeld ermuntert aber kaum dazu. »Schwule Sau hat ein Spieler mich genannt. Das war die ärgste Beleidigung, die ich jemals auf dem Platz erlebt habe«, erzählte der Tiroler Fifa-Schiedsrichter Konrad Plautz in einem Interview. Nicht die Homophobie störte Plautz, der bei der Tiroler Landtagswahl für die ÖVP ins Rennen geht, sondern der Umstand, ihm werde nachgesagt, homosexuell zu sein.
»Ich erkenne einen Schwulen innerhalb von zehn Minuten, und ich möchte sie nicht in meinem Team haben«, sagte der frühere Trainer der österreichischen Nationalmannschaft Otto Barić in einem Gespräch mit einer kroatischen Tageszeitung. Später versuchte er seine Aussage zu relativieren: »Ich habe nichts gegen Schwule, aber ich will nicht, dass, wenn ich mit meiner Familie am Mittagstisch sitze, so einer dabei ist.« An Outing ist in so einer Atmosphäre also nicht zu denken. Das Problem beginnt für die Betroffenen nicht erst bei einem Match gegen ein anderes Team und dessen Fans, sondern bereits in der eigenen Mannschaft, beim Training auf dem Platz und danach in der Umkleidekabine. »Schwul sein gilt als minderwertig. Würde sich einer outen, fühlte sich die ganze Mannschaft angegriffen und abgewertet«, meint Tatjana Eggeling. Die Berliner Kulturwissenschaftlerin forscht seit Jahren zu dem Thema Fußball und Homosexualität. »Fußballspieler glauben, wenn sie mit einem Schwulen sportlich körperlichen Kontakt hätten, dann wolle der ihnen an die Wäsche«, erklärt sie.
Ein Schwuler im FC Stadlau? Simon schaut verlegen auf seine Sportschuhe. »Solange er mich nicht anmacht, ist das okay. Er muss nur gut spielen«, sagt der Zivildiener und fügt nach kurzer Überlegung hinzu: »Er darf halt nicht stieren, aber das machen Schwule sowieso nicht, oder?« Er kennt Schwule nur vom Hörensagen und aus Filmen, persönlich hat er noch nie einen getroffen. Glaubt er.
Der schwule Fußballer, der in pinkfarbener Adjustierung übers Spielfeld tänzelt und sich mit hoher Stimme über ein Foul echauffiert, existiert nur in der Fantasie oder in Fußballparodien auf YouTube. In der Realität gäben sich homosexuelle Spieler manchmal härter als ihre Kollegen, weiß Marcus Urban zu berichten. Der ehemalige DDR-Jugendnationalspieler stieg Anfang der neunziger Jahre aus dem Profifußball aus und spielt heute in einem schwul-lesbischen Sportverein in Hamburg. Immer wieder erzählt er Medien, wie er früher seine Gegner übel gefoult und sich so den Ruf eines Terriers erworben habe, nur damit keiner hinter sein Geheimnis komme.
»Ich glaube nicht, dass Fußball ein Sport ist, der viele Schwule anzieht«, sagt Hosi-Generalsekretär Krickler. »Fußball ist grob und brutal. Da fühlen sich Schwule nicht wohl«, erklärt er und bestärkt damit das Klischee des weichen Homosexuellen. Während sich lesbische Hobbyvereine bereits seit Jahren in Österreich etabliert haben, formierte sich bislang noch kein schwules Kickerteam. Nicht einmal schwule Fanclubs halten ihre Transparente hoch. In Deutschland ist man in dieser Hinsicht einen Schritt weiter. Dort feuern die Hertha Junxx, die Blauen Bengel oder die Rainbow-Borussen ihre Vereine an und schwingen in den Stadien Regenbogenfahnen.
In Österreich hält Marco Schreuder das rosa Fähnchen hoch, wenn Rapid im Wiener Hanappi-Stadion spielt. Der gebürtige Niederländer ist Abgeordneter der Wiener Grünen im Rathaus und redet offen über seine Homosexualität. Seit zwei Jahren pilgert Schreuder mit einer Handvoll Getreuen ins Stadion. »Wir fühlen uns nicht schlecht behandelt, viele Rapid-Fans nehmen inzwischen zur Kenntnis, dass es eben auch unter ihresgleichen Schwule gibt«, erzählt der 39Jährige. An die Sprechchöre aber hat er sich noch lange nicht gewöhnt. Etwa wenn sich die Rapid-Fans von ihren Erzrivalen bei der Austria distanzieren wollen: »Wir sind keine oaschwarmen Austrianer!«
»Jemanden zum Schwulen zu machen ist das Schlimmste, weil es suggeriert: Der lässt sich ficken, der ist schwach und passiv«, begründet Kulturwissenschaftlerin Eggeling den homophoben Grundton der beliebten Schimpftiraden.
Dagegen will das Qwien, Zentrum für schwul/lesbische Kultur und Geschichte, mit dem europaweiten Plakatwettbewerb »Homo : Foul« ankämpfen. Die 50 besten Vorschläge gegen Homophobie im Fußball werden während der EM ausgestellt. Eine Privatinitiative, denn »Österreich am Ball«, die offizielle Institution zur Bejubelung der Euro 2008, zeigte keinerlei Interesse, die Aktion in ihr Rahmenprogramm aufzunehmen. ÖFB und Uefa halten sich mit Initiativen gegen Homophobie zurück. In Deutschland versuchte Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußball-Bunds, das Thema zu enttabuisieren, und hat homosexuellen Fußballspielern seine Unterstützung bei einem Outing zugesichert. In Österreich begnügt sich der ÖFB damit, auf die Statuten der Uefa hinzuweisen, die sich allgemein gegen Diskriminierung aussprechen. Zu einer dezidierten Verurteilung von Homophobie reicht es nicht.
Beim FC Stadlau rätselt man immer noch, ob einer der Jungs schon einmal einem Schwulen begegnet ist. Daniel zeigt auf einen rundlichen Mann mit Spitzbart, der neben seinem Trainer Jusits steht. »Das ist unser Masseur«, sagt Daniel und grinst: »Der ist schwul.« Der Betreuer wird kreidebleich. Erst als ihm der Trainer auf die Schulter klopft, kommt wieder Farbe in sein Gesicht. »Nein, der ist verheiratet und hat Kinder«, sagt Jusits und lacht. Der Masseur lächelt erleichtert zurück.
- Datum 5.6.2008 - 05:31 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 29.05.2008 Nr. 23
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was viele Frauen so faszinierendes an diesem Sport finden.Mit wachsender Erfahrung kam, wie so selten, die Einsicht:Es sind natürlich die Männer, durchtrainiert, verschwitzt, im besten Alter und alle sooo süß. Und dann gleich so viele davon.Da träumt sich frau ganz gerne einmal in die Mannschaftsdusche.Das war also geklärt. Fieserweise erzeugt die Beantwortung einer Frage unweigerlich neue Fragen, gemäß der Erkenntnis eines mir unbekannten denkenden Menschens:"Je größer die Insel des Wissens , desto größer die Küstenlinie zum Unbekannten".Meine neue Frage: Was treibt Millionen von Männern in die Stadien und in die Fernsehsessel, wenn es um Fußball geht?
Dieser ZEIT-Artikel, ein überflüssiger Zeilenfüller, 'staubt' voller Vorurteile! Fußball ist auch keine "Bastion archaischer Männlichkeit". Auch stören Schwule schon lange nicht mehr im Bild. Eigentlich ist es doch völlig egal, ob ein Profi-Fußballer schwul ist. Allerdings bin ich davon überzeugt, daß Schwule bei den Fußballprofis unterrepräsentiert sind. Dafür gibt es dann z.B. eben mehr Schwule in den Priesterseminaren der katholichen Kirche. Denn die kath. Priesterschaft war noch nie eine "Bastion archaischer Männlichkeit"!
PS: Bedeutet archaisch nicht eigentlich 'aus der Urgeschichte der Menschheit stammend'? Raues Verhalten gibt es heute eher in der 'Lederszene', als auf dem Fußballplatz.
Was bitte, ist so schlimm daran wenn sich homosexuelle nicht öffentlich bekennen? Heterosexuelle gehen mit ihrer Sexualität schließlich auch nicht hausieren, und überhaupt, das ist doch eine Privat-Angelegenheit. Wo ist denn das Problem?
ist diese frage wirklich ernst gemeint? eigentlich geht mir bei so einer frage schon der hut hoch, aber da die diskussionen hier noch lange und hitzig weitergeführt werden (wie immer bei solchen themen) stelle ich die gegenfrage:wo ist das problem dabei, wenn sie in ihrem bekanntenkreis, auf der familienfeier oder beim arbeitsessen verheimlichen müssten, dass sie eine freundin oder frau haben? wenn sie aus angst vor zurückweisung oder negativer konsequenzen in bezug auf arbeitsplatz oder sozialem umfeld verschweigen müssten, was doch eigentlich ein toller, wichtiger und schöner aspekt ihres lebens ist? wenn sie ihr ureigenes selbst, das sie nicht gewählt haben, umschleiern müssen, damit sie für das bild, das sie abgeben, akzeptiert werden? und nur dank diesem bild werden alle erfolgreichen dinge, die sie tun in einem positiven licht gesehen?wo ist denn da das problem bei?das wird sicher eine gegenreaktion provozieren á la: das ist doch nicht das gliche, heterosexualität stellt doch die norm, ich muss ja nicht immer wieder herauskehren, dass ich ein weibliches rektum nun attraktiver als ein männliches finde…da kann ich nur entgegnen, dass wir langsam mal von diesem sexfimmel wegkommen müssen, wenn es um dieses thema geht. von mir aus braucht kein schwuler profi öffentliche presseauftritte und sonstiges anberaumen, um sich mitzuteilen, mir ist es auch nicht wichtig zu wissen, wie viele der nationalelf nun ihre leichen im keller haben (von einem weiss die community nun reltativ sicher zu berichten), mir kommt es eher darauf an, dass spieler XY seinen mann eben zur verbandsfeier mitshleppen kann, ohne dafür blöd angeschaut zu werden, dass spieler YZ im privaten rahmen nach dem training auch davon berichten kann, dass ohn gerade ein arsch von kerl hat sitzen lassen und dass es ihm gerade nicht so gut geht – punktum, es geht hier nicht um die medienwirksamen outings sondern einfach darum, dass ein profispieler (und natürlich alle anderen auch) eben ihr privatleben so normal wie alle anderen auch leben und berichten können, und zwar im täglichen umfeld, am abreitsplatz.
Dass Menschen ihre Sexualität verstecken müssen.
(Bitte unterlassen Sie pauschale Herabwürdigungen. Die Redaktion / ft)
ist diese frage wirklich ernst gemeint? eigentlich geht mir bei so einer frage schon der hut hoch, aber da die diskussionen hier noch lange und hitzig weitergeführt werden (wie immer bei solchen themen) stelle ich die gegenfrage:wo ist das problem dabei, wenn sie in ihrem bekanntenkreis, auf der familienfeier oder beim arbeitsessen verheimlichen müssten, dass sie eine freundin oder frau haben? wenn sie aus angst vor zurückweisung oder negativer konsequenzen in bezug auf arbeitsplatz oder sozialem umfeld verschweigen müssten, was doch eigentlich ein toller, wichtiger und schöner aspekt ihres lebens ist? wenn sie ihr ureigenes selbst, das sie nicht gewählt haben, umschleiern müssen, damit sie für das bild, das sie abgeben, akzeptiert werden? und nur dank diesem bild werden alle erfolgreichen dinge, die sie tun in einem positiven licht gesehen?wo ist denn da das problem bei?das wird sicher eine gegenreaktion provozieren á la: das ist doch nicht das gliche, heterosexualität stellt doch die norm, ich muss ja nicht immer wieder herauskehren, dass ich ein weibliches rektum nun attraktiver als ein männliches finde…da kann ich nur entgegnen, dass wir langsam mal von diesem sexfimmel wegkommen müssen, wenn es um dieses thema geht. von mir aus braucht kein schwuler profi öffentliche presseauftritte und sonstiges anberaumen, um sich mitzuteilen, mir ist es auch nicht wichtig zu wissen, wie viele der nationalelf nun ihre leichen im keller haben (von einem weiss die community nun reltativ sicher zu berichten), mir kommt es eher darauf an, dass spieler XY seinen mann eben zur verbandsfeier mitshleppen kann, ohne dafür blöd angeschaut zu werden, dass spieler YZ im privaten rahmen nach dem training auch davon berichten kann, dass ohn gerade ein arsch von kerl hat sitzen lassen und dass es ihm gerade nicht so gut geht – punktum, es geht hier nicht um die medienwirksamen outings sondern einfach darum, dass ein profispieler (und natürlich alle anderen auch) eben ihr privatleben so normal wie alle anderen auch leben und berichten können, und zwar im täglichen umfeld, am abreitsplatz.
Ich finde es mies, dass der Druck der Medien auf schwule Fußballer durch die "Berichterstattung" derzeit permanent erhöht wird - und dass sich die ZEIT auch daran beteiligt. Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, wie heiß Boulevardblätter wie BILD darauf sind, ihre Story über einzelne schwule Spieler zu veröffentlichen? Da wird viel Geld geboten.
Die schwulen Fußballer, die sich nicht outen, haben meine Solidarität. Die Heuchelei einiger schwulenfeindlicher Medien ist unerträglich, dass durch ein Outing angeblich irgendwas für Akzeptanz von Homosexuellen bewegen würde. Das stimmt nicht und ist so verlogen, dass ich einen Brechreiz kriege.
Lasst euch nicht balla-balla machen! Viel Erfolg beim weiteren Widerstand leisten.
ich fänds gut dieses Thema zur "Themenliste" zuzufügen zu denen man die Kommentarfunktion von vorneherein besser gleich deaktiviert. Die immer Gleichen nutzen diese Themen für die immer gleichen "Kommentare" die wahrscheinlich schon vorbereitet auf der Festplatte liegen wohl aber durch Milliardenfaches aufsagen eingeübt sind. Maximal wird da doch eine "Alibi-Einleitung" geschrieben um den Schein zu wahren es handelt sich um eine tatsächliche Rückmeldung zu einem Artikel, der Rest gleicht sich. Da sind dann die "Armenhaus Deutschland" Leute, die "Ideologen" und eben die Homophoben die jeweils das immer selbe Zeug reintippen. Der eigentliche Sinn der Kommentarfunktion wird doch hier uns Gegenteil verkehrt und auch wenn die dann natürlich von Redeverbot etc. reden werden, die haben das auch nicht anders verdient! Wer Leute in sein Haus einlädt, also ZEIT.de, der darf sie auch wieder ausladen.
Ich schreibe ganz oft über Toleranz. Ob ich immer denselben Senf ablasse, mögen geneigte Leser/innen prüfen.
Die Frage hier ist, ob und wenn ja, wieviel Redeplattform man Menschen eher schlichteren Gemüts gibt. Mir jedenfalls macht es Spaß zu lesen, wie sich jemand selbst mit solchen Satzreihen überlistet und das, was im Hirn versteckelt rumspukt, dann doch zutage tritt:
"Eigentlich ist es doch völlig egal, ob ein Profi-Fußballer schwul ist. Allerdings bin ich davon überzeugt, daß Schwule bei den Fußballprofis unterrepräsentiert sind." ... weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Archaische Männlichkeit in die Lack- und Lederszene zu torpedieren oder katholischen Priestern eben jene Form der Männlichkeit abzusprechen, hat beinah etwas Grotesk-amüsantes. Der mit archaischer Männlichkeit ausgestattete Mann hat so und so zu sein und nicht anders. Und wenns doch anders ist, hat er so und so zu sein und Aus.
Ich kann verstehen, dass sich solch ein Scherz bei denjenigen Leuten in engen Grenzen hält, die dem von Felix 4u auf den Punkt gebrachten Druck unterliegen. Aber ich gestehe schamlos, ich liebe solche Entgleisungen. Denn da wird jede weitere Diskussion überflüssig, jede Heuchelei obsolet, Akzeptanz gibts keine. Warum auch, es gibt ja keine schwulen Männer im Fußball, die passen da gar nicht hin.
Also mir würde etwas fehlen, wenn ich solche Kommentare wie den von BobBeamon nicht mehr kommentieren dürfte. Insofern würde ich sagen, Du liebe ZEIT, lass es einfach, wie es ist.
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