Gysi Schuldig oder nicht?

Gregor Gysis Vergangenheit wird mal wieder vor die Gegenwart gedrängt. Er wehrt sich gegen die immer neuen, alten Stasi-Vorwürfe - aber nur matt

Gregor Gysi,
        Fraktionschef der Linken und virtuoser Ost-Erklärer, erklärt aufs Neue, er habe nicht mit der Stasi kooperiert

Fraktionschef der Linken und virtuoser Ost-Erklärer, erklärt aufs Neue, er habe nicht mit der Stasi kooperiert

Wo ein Genosse ist, da ist die Partei. Wo 550 Genossen sind, da ist der Parteitag. Die Linke hat sich in Cottbus versammelt, erstmals seit der Vermählung von PDS und WASG, und lauscht der furiosen Ouvertüre ihres Kapellmeisters. Der, gewohnt bescheiden, rückt seinen ersten Geiger ins Licht. Wir sind an diesem Tag, ruft Oskar Lafontaine, besonders die Partei von Gregor Gysi! Die Angriffe der Öffentlichkeit auf ihn weisen wir ganz entschieden zurück!

Die Öffentlichkeit wird’s ertragen. Sie hat mitnichten den Genossen Gregor angegriffen. Allerdings las sie von fünf kürzlich aufgetauchten Aktenblättern Stasi-Prosa, die angeblich Gregor Gysi zu verdanken seien. Im Jahre 1979 hatte Gysi, damals Anwalt des unter Hausarrest gestellten Robert Havemann, einen jungen Oppositionellen im Auto mitgenommen. Man unterhielt sich. Der Inhalt des Gesprächs fand seinen Weg in die Stasi-Dossiers. Der Birthler-Behörde gilt dieser Fund als abermaliges Indiz, dass Gregor Gysi aktiver Zuträger des Mielke-Ministeriums gewesen sei.

Der weist das, wie schon oft, zurück. »Zu keinem Zeitpunkt«, so seine Presseerklärung vom 24. Mai, habe er »wissentlich und willentlich« mit der Staatssicherheit zusammengearbeitet. Die Informationen könnten durch Abhören zur Stasi gelangt sein oder über die Abteilung Staat und Recht des ZK der SED, mit der Gysi als juristischer Vertreter von DDR-Oppositionellen wie Robert Havemann und Rudolf Bahro verhandelte.

Gysi und die Stasi-Vorwürfe, das ist ein altvertrautes Karussell. Es kreist jahrein, jahraus. Dieselben Pferdchen kommen immer wieder vorbei. Wer sich zur Causa Gysi einlässt, meint selten nur den Mann. Seine Fürsprecher verteidigen, seine Gegner attackieren meist auch Gysis Partei. Wie wäre es, wenn Gysis Genossen ihn penibel befragten? Wenn seine Widersacher die Verdienste dieses »begabten Manns« (Joachim Gauck) zu würdigen wüssten?

Zur Wahl schwenkte Gysi einen Besen statt Blumen

Gysis größtes Verdienst betrifft die deutsche Einheit. Es ist ihm maßgeblich zu verdanken, dass eine enorme Menge der staatsnahen DDR-Bevölkerung sich zur parlamentarischen Demokratie überreden ließ. Die vereinigte Linke zählt heute 73500 Mitglieder. Die SED hatte vor der Wende 2,3 Millionen. Sie befehligte noch Armee, Polizei, Geheimdienst, als ihr im Dezember 1989, kurz vor Mitternacht, ein kurioser Heiland geboren wurde. Nur in tiefster Krise konnte dieser intellektuelle Entertainer Honecker und Krenz beerben. Frisch gewählt, schwenkte Gysi statt Blumen einen Besen, verhieß demokratischen Kehraus – und half der PDS gewordenen SED, ihr Parteivermögen zu retten. Im Volkskammer-Wahlkampf hielt er der Ost-Wut stand, ließ sich bedrohen und mit Kuhglocken niederläuten. Dank Gysi errang die PDS am 18. März 1990 bei den freien Wahlen 16,3 Prozent.

Später bezirzte Gysi den Westen, sogar im Bundestag. Gysi contra Waigel, Kinkel, den Riesen Kohl… Das Publikum lachte, genoss den quicken Witz des Kleinen und interessierte sich keineswegs für den Osten. Gysis faktische Beschlagenheit glimmerte durch manch rhetorischen Bühnennebel. Gysi konterkarierte sämtliche Klischees vom proletarischen Jammerossi und hörte ständig, er sei in der falschen Partei.

Es gab damals, in der richtigen Partei, einen zweiten Ost-Erklärer: Wolfgang Thierse. Einst stritten sie nachts im Fernsehen, der Fuchs besiegte den Bären – und verlor durch schieren Übermut. Herr Thierse, fragte Gysi süffisant, Herr Thierse, warum schwitzen Sie denn so? Da wurde eine Hybris offenbar, die nicht behagte. Gysis Tachometer signalisiert immer legales Tempo. Aber der Zeiger ist schon einmal ganz rum.

Er kann auch ganz anders. Kürzlich hielt er bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung einen hochdifferenzierten Vortrag über die Haltung der deutschen Linken zu Israel. Wohl kaum ein Gysi-Auftritt übertraf an emotionaler Dringlichkeit den vom Silvester 1993 in Bischofferode. Die Kalikumpel hatten ihren Hungerstreik verloren, ihr rentabler Schacht wurde vom neuen West-Eigner geschlossen, aus Gründen der »Marktbereinigung«. Selbst Thüringens CDU-Ministerpräsident Bernhard Vogel erklärte, hier habe der Kapitalismus seine Fratze gezeigt. Gysi predigte Zorn und Trost, tanzte mit den Kumpelfrauen ins neue Jahr und hatte gleichfalls verloren: den Glauben an Klassensolidarität. Gysi ist linkssentimental, aber nur in Maßen Ideologe. Der weltverbesserliche Anwalt akzeptiert die Fakten und trotzt Tucholskys Prinzip: Die Realität ist niemals falsch; sie ist. Dass die West-Ausdehnung der PDS nicht gelingen konnte, wurde ihm beizeiten klar. Die Vorgeschichte der Partei und ihre angemaßte Rolle als Hüterin der Ost-Identität sabotierten die Ankunft im Westen. Es muss schon sehr viel passieren, sagt Gysi, bevor in Bayern ’ne westpolnische Partei gewählt wird.

Es ist sehr viel passiert. Wir sitzen im ruhigen Obergeschoss der Cottbusser Messehalle. Unten palavert der Große Konvent der Linken. Gysis Partei hat Konjunktur und ängstigt die Konkurrenz. Fast wähnt man Deutschland im Sozialstaatsfieber. Noch sind wir nur ein Korrekturfaktor, lächelt Gysi, aber was für einer! Zum allerersten Mal seit 1949 existiere ein nennenswertes Bedürfnis nach einer politischen Kraft links von der Sozialdemokratie. In der alten Bundesrepublik sei das ja nicht nötig gewesen. Es gab den rheinischen Kapitalismus, sagt Gysi, das war ein Sozialstaatskompromiss, geformt in der Systemauseinandersetzung mit der DDR. Er war demokratisch, er fand Lösungen auch für Arbeitslose, Kranke, Rentner. Alle hatten am Aufschwung teil. Das ist spätestens seit Schröder vorbei.

Herr Gysi, endlich hat sich auch Oskar Lafontaine zu ein paar Takten DDR-Kritik durchgerungen.

Die DDR musste scheitern, sagt Gysi. Sie war undemokratisch, sie schränkte Freiheit ein, sie hatte eine unproduktive Mangelwirtschaft. Aber was in ihr gut war, wirkt wie Hefe weiter: Krippen, Kindergärten, Polikliniken… Das kommt alles wieder, und sei es über Frau von der Leyen.

Gysi spricht werbend und probiert seine Parteitagsrede am Reporter aus. Abgenommen hat das genüssliche Selbstbehagen früherer Zeiten. Im Jahre 2004 stand er an der Lebenskante, als ihm im Hirn eine Gefäßausbuchtung entfernt wurde. Er trete kürzer, sagt er. Er verschiebe nichts mehr auf ein vages nächstes Mal. Und da es bislang unterblieben sei, werde er nun auch nicht mehr religiös.

Ich kann gar nicht akzeptieren, wenn ein DDR-Anwalt IM wurde

Sein Vater, der hochkultivierte Zyniker Klaus Gysi, diente dem SED-Staat als Kulturminister, dann als Staatssekretär für Kirchenfragen. Das Milieu des roten Adels der DDR beschreibt sehr lesenswert Jens Königs Buch Gregor Gysi. Der Titelheld verweigerte sich seinem Beschreiber – offiziell, weil er Biografien zu Lebzeiten für unangemessen halte. Die Stasi-Vorwürfe referiert König ausführlich und urteilt: »im Zweifel für den ›Angeklagten‹ Gysi«.

Herr Gysi, ist das Interesse an Ihrer Arbeit als Anwalt Robert Havemanns nicht legitim und wünschenswert?

Natürlich, sagt Gysi, aber doch nicht jedes Jahr neu. Es gibt in den Medien Leute, die wir richtig stören, da haben sie bei Oskar ’ne Masche und auch bei mir. Ich werde mich angemessen wehren.

Könnte man nicht sagen: Wer sich in der DDR einen Anwalt nahm, der wusste, was er systembedingt erreichen konnte und was nicht. Letztlich kalkulierte jeder die Strippen der Macht…

Jetzt versuchen Sie’s auch so, sagt Gysi. Dass ich mit der Partei über Angelegenheiten geredet habe, die man eigentlich juristisch klärt, drückt doch schon aus, dass die DDR kein Rechtsstaat war. Man wollte ständig neue Strafverfahren gegen Havemann eröffnen, das habe ich den Leuten ausreden wollen, auch als schädlich für die DDR. Ich sagte, Havemanns West-Veröffentlichungen könnten aufhören, wenn er in der DDR etwas publizieren dürfte. Ich kann das gar nicht respektieren, wenn ein DDR-Anwalt IM geworden ist. Das war nicht nötig, punktum.

Würden Sie es sagen, wenn es anders wäre?

Was sagen?

Hätten Sie es zugegeben?

Ich wäre 1989 gar nicht in die Öffentlichkeit gegangen. Dann hätte ich nichts zugeben müssen. Als IM hätte ich 1989 gedacht: Hältst dich ’ne Weile zurück, wartest die Entwicklung ab und machst Geld als Advokat. Und wenn ich schon 1979 die Stasi beliefert hätte, warum sollte sie dann, wie geschehen, 1980 einen IM-Vorlauf anlegen, um meine Eignung zu prüfen? Sie haben hin und her gegurkt und dann befunden: Es hat keinen Sinn. Und mich hat niemand gefragt.

Und wenn Sie gefragt worden wären?

Das wäre insofern besser, als wir dann ein klares Protokoll hätten, mit Ja oder Nein.

Herr Gysi, einst lebte im Morgenland ein Filou, der versprach dem alten Sultan, seinem Lieblingspferd binnen zehn Jahren das Sprechen beizubringen. Den Lohn empfing er sofort. Der Trick hieß Zeitgewinn. In zehn Jahren wäre entweder der Sultan tot oder das Pferd.

So naiv bin ich nicht, sagt Gysi. Ich glaube nicht an Wunder dieser Art.

 
Leser-Kommentare
    • GEBE
    • 28.05.2008 um 19:49 Uhr

    glauben zu sollen, daß Gysi ein Im wär und, so wie von
    Birthler behauptet, willentlich für die Stasi gearbeitet zu haben.Aber ich habe auch gelernt, noch so großen Ehernworten von
    Politikern zu mißtrauen.Allerdings, und das macht mich stutzig, wundert es mich, daß
    gerade jetzt erst angebliche Unterlagen dazu gefunden und rekonstruiert worden
    sind.Es macht mich auch das „kann“ in Birthlers Behauptungen
    stutzig: „und der kann nach Aktenlage nur Gregor Gysi gewesen sein“.Man sollte davon ausgehen, das ein „kann“ in dieser nicht
    unbedeutenden Sache, etwas zu dürftig ist, damit solche Vorwürfe an die große
    Glocke zu hängen.Ich bin gespannt! Wenn es stimmen sollte, o weiha, das wäre
    ein Schlag ins Kontor der LINKEN mit Nachhaltigkeit; wenn nicht, dann gilt es
    rigoros aufzudecken, wer das angestiftet hat.Ausmalen mag ich mir nicht, daß es womöglich zu einer
    lancierten infamer Wahlkampftaktik aus dem Hause Pofalla kommt, obwohl …Ich bin gespannt und bis nicht alles wirklich bewiesen ist,
    gilt auch hier die Unschuldsvermutung.GEBE

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    • Anonym
    • 28.05.2008 um 23:00 Uhr

    eines nichtssagenden aufgesetzten Lächelns, begleitet uns tagtäglich von Hülsen, die andere bereits verschossen haben. Frei nach dem Motto, wenn ihrs nicht glauben wollt, ich komme morgen wieder.debrasseur

    "Es macht mich auch das „kann“ in Birthlers Behauptungenstutzig: „und der kann nach Aktenlage nur Gregor Gysi gewesen sein“."
    Nun, das braucht Sie nicht stutzig zu machen, denn es ist eine korrekte Formulierung von Frau Birthler. Wenn nun mal in den Akten - wie so oft - kein Klarname zu dem Informanten steht, kann eben nur unter Berücksichtigung aller Umstände gesagt werden "...der kann...nur Gysi gewesen sein". Im Übrigen erstaunt mich die offensichtliche Unwissenheit so vieler über die Vorgehensweisen von Stasi und SED. Eine Unwissenheit, die offensichtlich nun das Vorgehen gegen Gysi als unrecht betrachtet. Sie DDR war mit ihrem Machtapparat SED und Stasi ein perverser Unrechtsstaat, und wenn in der DDR ein Rechtsanwalt Kontakte zu Dissidenten haben durfte, dann nur mit vollem Wissen und voller Mitwirkung der SED und ihres "Schild und Schwertes", des MfS! Davon kann nie und nimmer ein Gysi ausgenommen gewesen sein, schon gar nicht als Sohn des Ministers für Kultur bzw. Staatssekretärs für Kirchenfragen! In solche Kreisen war es selbstverständlich mit der Partei und dem MfS zusammen zu arbeiten; da bedurfte es keiner Verpflichtung als IM! IMs waren die kleinen Zuträger, bei den großen Zuträgern gehörte das von alleine dazu - das entsprach schon ihrem "Klassenstandpunkt".

    Die Akten bzw. deren Kenntnis sind nicht neu, nur durften sie bislang nicht veröffentlicht werden. Das hat sich dadurch geändert, dass Gysi gegen die Veröffentlichung nicht weiter gerichtlich vorgeht, daher kam das jetzt an die Öffentlichkeit. Und ob IM oder nicht, jedenfalls hat sich Gysi mit dem System gemein gemacht, dieses unterstützt. Auch seine Funktion in der Wendezeit, Stichwort SED-Millionen (nachzulesen bei Hubertus Knabe, "Die Täter sind unter uns") diskreditieren ihn meiner Ansicht nach als ernst zu nehmenden Politiker, sei er rhetorisch noch so begabt.Insofern erübrigt sich eine Spekulation, wieviel Prozent Sicherheit hinter Birthlers Aussage stehen.

    • Anonym
    • 28.05.2008 um 23:00 Uhr

    eines nichtssagenden aufgesetzten Lächelns, begleitet uns tagtäglich von Hülsen, die andere bereits verschossen haben. Frei nach dem Motto, wenn ihrs nicht glauben wollt, ich komme morgen wieder.debrasseur

    "Es macht mich auch das „kann“ in Birthlers Behauptungenstutzig: „und der kann nach Aktenlage nur Gregor Gysi gewesen sein“."
    Nun, das braucht Sie nicht stutzig zu machen, denn es ist eine korrekte Formulierung von Frau Birthler. Wenn nun mal in den Akten - wie so oft - kein Klarname zu dem Informanten steht, kann eben nur unter Berücksichtigung aller Umstände gesagt werden "...der kann...nur Gysi gewesen sein". Im Übrigen erstaunt mich die offensichtliche Unwissenheit so vieler über die Vorgehensweisen von Stasi und SED. Eine Unwissenheit, die offensichtlich nun das Vorgehen gegen Gysi als unrecht betrachtet. Sie DDR war mit ihrem Machtapparat SED und Stasi ein perverser Unrechtsstaat, und wenn in der DDR ein Rechtsanwalt Kontakte zu Dissidenten haben durfte, dann nur mit vollem Wissen und voller Mitwirkung der SED und ihres "Schild und Schwertes", des MfS! Davon kann nie und nimmer ein Gysi ausgenommen gewesen sein, schon gar nicht als Sohn des Ministers für Kultur bzw. Staatssekretärs für Kirchenfragen! In solche Kreisen war es selbstverständlich mit der Partei und dem MfS zusammen zu arbeiten; da bedurfte es keiner Verpflichtung als IM! IMs waren die kleinen Zuträger, bei den großen Zuträgern gehörte das von alleine dazu - das entsprach schon ihrem "Klassenstandpunkt".

    Die Akten bzw. deren Kenntnis sind nicht neu, nur durften sie bislang nicht veröffentlicht werden. Das hat sich dadurch geändert, dass Gysi gegen die Veröffentlichung nicht weiter gerichtlich vorgeht, daher kam das jetzt an die Öffentlichkeit. Und ob IM oder nicht, jedenfalls hat sich Gysi mit dem System gemein gemacht, dieses unterstützt. Auch seine Funktion in der Wendezeit, Stichwort SED-Millionen (nachzulesen bei Hubertus Knabe, "Die Täter sind unter uns") diskreditieren ihn meiner Ansicht nach als ernst zu nehmenden Politiker, sei er rhetorisch noch so begabt.Insofern erübrigt sich eine Spekulation, wieviel Prozent Sicherheit hinter Birthlers Aussage stehen.

    • Anonym
    • 28.05.2008 um 20:16 Uhr

    Die Sorge und Angst vor den Linken ist so emmens groß, dass mittlerweile fast nur noch tief geschlagen wird. Viele Menschen werden sich diese Art von Auseinandersetzung mit dem ungeliebten Gegner einprägen und es wird genau das Gegenteil eintreten von dem, was sich die Pofallas und Kauders und Münteferings und wie sie auch heißen mögen, gewünscht haben. So macht man seine Gegner stark.
    MfG Orpheus13437 

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    • Anonym
    • 28.05.2008 um 23:02 Uhr

    selbst wenn er bereits sein Ende nahen sieht. Nichts anderes bringen die Granden von CDU/CSU und SPD dem Volke näher.debrasseur

    • Anonym
    • 28.05.2008 um 23:02 Uhr

    selbst wenn er bereits sein Ende nahen sieht. Nichts anderes bringen die Granden von CDU/CSU und SPD dem Volke näher.debrasseur

  1. Das Argument "kann": kann nur Gysi gewesen sein. 100% Zustimmung, das gründet Rufmord. Was ist eigentlich mit Kohls Black Out und seiner Günstlingstochter?Rote-Socken-Kampagne im neuen Gewand? Ich erinnere mich an die Schwan-Kandidatur-Kritik in Form übelster Formulíerungen. Da ist eine noch-rotere Persönlichkeit entsprechend anzugreifen. Da wundert mich nichts mehr. Rechte Verfassungsfeinde: in CDU, CSU und FDP (!) ! Gysi wird durch §1 GG geschützt.Und das "matte Verteidigen" Gysis ist auch so eine Art Vor-Verurteilung. Pennt hier wieder der Chefredakteur der Zeit? Diese Formulierung ist nicht fair. Ich weiß schon, warum ich die Zeit nicht abonniere. Ich habe dennoch Hoffnung, dass sich der Meinungsjournalismus (auch Gesinnungsjournalismus genannt) wieder in der Zeit zurückentwickelt. Dieser Ausdruck passt nicht in den Artikel.Er suggeriert: nur matte Reaktion, da wird schon etwas dran sein, also ist Gysi ertappt und schuldig. Zumindest bei mir kommt das "matte Verteidigen" so an.Wo bleibt die Fairness der britischen Besatzungszeit? Alles weg? Arme Zeit.Zurück zu Gysi: Wenn solche Unterlagen wirklich existieren, wäre Gysi vermutlich schon früher politisch gegrillt worden und tod.Herr Gysi, nur Mut. Die braunen Dumpfbacken in schwarz-roter Tarnung dürfen sich nicht durchsetzen.B. S.

  2. 4. Gysi

    Ich sehe fast ein Kesseltreiben gegen Gregor Gysi durch Politiker aus
    de 2.Reihe von CDU/CSU-FDP-SPD.
    Die haben schon einen Tunnelblick.
    Warum?Ablenken von den heutigen Realitäten ?
    Von Telekom abgehört werden und wenn du dabei gerade bei Lidl
    einkaufst, bekommst du ein Bild gratis dazu.
    Privatunternehmen machen derzeitig alles, was der Kunde wünscht.
    Spionieren, aushorchen, abknipsen, Maulwürfe installieren, Privatsphäre
    verletzen, ganze Firmenbelegschaften abscannen, Millionen
    Videoaufnahmen.
    Die Auftragnehmer sitzen fein im privaten Hintergrund, die Auftraggeber
    wissen dann nichts mehr.
    Wieviel zigtausende Menschen arbeiten heute in Deutschland für die
    moderne neue Stasi 2008 = Werksschutz-Detekteien=Ermittlungsbüros=etc ?
    Bestens hochtechnisch ausgerüstet.
    Bestens bezahlt.
    Bestens in Grauzonen eingebettet, da Privatfirmen.
    Bestens ausgefüllte Datenbanken, z.B. von allen Telefonnumern aller
    Journalisten ?
    Birthler wühlt in alten Akten umher, aber draußen in der Echtzeit
    passieren die schlimmsten Dinge.
    Der jetzige Telekomskandal ist nur eine kleine Spitze eines Eisberges.
    Keine Kontrollen dieeser neuen Stasi-Firmen Keine Ehtikrichtlinien
    Keine staatlichen Aufsichten
    Stasi 2.0 aber Gysi möglichst öffentlich schlachten. Pfui!

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    • Anonym
    • 28.05.2008 um 23:03 Uhr

    Alles Aussitzen, bis zur nächsten Wahl, das geht nicht mehr lange gut. Nichtstun wird schon allzulange in diesem Lande stärker honoriert, als Denken.debrasseur

    Ich stimme Ihnen zu, obwohl mir Gysi völlig egal ist. aber ist es nicht auffällig, daß die Telekom für ihre "Spezialaufträge" Kader der ehemaligen Stasi anheuerte. Die verstehen eben ihr Handwerk, da waren solide Ergebnisse zu erwarten. Wer jetzt das Vaudeville in Berlin ernst nimmt ist selber schuld, der Spitzelapparat der ostdeutschen Sozialdemokraten ist längst für die gesamtdeutsche Demokratie tätig, da werden Konten ausgeforscht damit Sozialhilfeempfänger nicht betrügen und Millionäre ihr Geld nicht ins Ausland schleusen können. Dafür erhalten wir auch alle eine Personenkennzahl und unsere Telefone dürfen abgehört werden, damit ja die Terroristen nicht zum Zuge kommen.Und unsere so freie Presse liefert dazu Begleitmusik.

    • Anonym
    • 28.05.2008 um 23:03 Uhr

    Alles Aussitzen, bis zur nächsten Wahl, das geht nicht mehr lange gut. Nichtstun wird schon allzulange in diesem Lande stärker honoriert, als Denken.debrasseur

    Ich stimme Ihnen zu, obwohl mir Gysi völlig egal ist. aber ist es nicht auffällig, daß die Telekom für ihre "Spezialaufträge" Kader der ehemaligen Stasi anheuerte. Die verstehen eben ihr Handwerk, da waren solide Ergebnisse zu erwarten. Wer jetzt das Vaudeville in Berlin ernst nimmt ist selber schuld, der Spitzelapparat der ostdeutschen Sozialdemokraten ist längst für die gesamtdeutsche Demokratie tätig, da werden Konten ausgeforscht damit Sozialhilfeempfänger nicht betrügen und Millionäre ihr Geld nicht ins Ausland schleusen können. Dafür erhalten wir auch alle eine Personenkennzahl und unsere Telefone dürfen abgehört werden, damit ja die Terroristen nicht zum Zuge kommen.Und unsere so freie Presse liefert dazu Begleitmusik.

  3. Der Erfolg der Linken macht dem Establishment Angst. Unsere Einheitspresse greift jetzt in die unterste Schublade des Gesinnungsjournalismus und schmeisst mit Dreck. Es wird schon was hängen bleiben. Aber gerade diese Schmutzkampagne, basierend auf Gerüchten, bestärkt mich in der Annahme, dass Die Linke sich zu einer ernst zu nehmenden Kraft entwickelt hat. Sie scheint auf dem richtigen Wege zu sein, zumindest aus Sicht eines minderleistenden Sklaven in der Privatwirtschaft. Ich hoffe nur, dass sie nicht durch Macht, versprochene Pöstchen in der Wirtschaft und andere legale und illegale Korruption ihre Ziele und ihren Charakter verliert, so wie es weiland der SPD und ganz gruselig den Grünen ergangen ist. Die sind übrigens auch mit Parteiprogrammen, an die sie sich ja nicht halten, was ja auch gar nicht vorgesehen war, den Bach der Korruption und Seilschaften (neuerdings Netzwerk) runter gegangen.

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    • Anonym
    • 28.05.2008 um 22:56 Uhr

    von Hilflosigkeit eines ernst zu nehmenden Gegners, der es auf einmal mit allen aus dieser Gurkentruppe aufnehmen kann.debrasseur

    • tom310
    • 29.05.2008 um 10:40 Uhr

    (entfernt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen und tragen Sie zu einem Klima des gegenseitigen Respekts bei. Die Redaktion/jk)Sie haben die DDR wohl nich von innen erlebt, oder das dritte Reich? Oder irgendein anderes gleichgeschaltetes System, wie Nordkorea, China, UdSSR, Myanmar.......?Oder mal deren Zeitungen gelesen, Fernsehprogramm gesehen?Wer Meinungsfreiheit mit Gesinnungsjournalismus verwechselt, wer die deutsche Medienlandschaft für gleichgeschaltet hält, der hat gar nichts begriffen!

    • Anonym
    • 28.05.2008 um 22:56 Uhr

    von Hilflosigkeit eines ernst zu nehmenden Gegners, der es auf einmal mit allen aus dieser Gurkentruppe aufnehmen kann.debrasseur

    • tom310
    • 29.05.2008 um 10:40 Uhr

    (entfernt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen und tragen Sie zu einem Klima des gegenseitigen Respekts bei. Die Redaktion/jk)Sie haben die DDR wohl nich von innen erlebt, oder das dritte Reich? Oder irgendein anderes gleichgeschaltetes System, wie Nordkorea, China, UdSSR, Myanmar.......?Oder mal deren Zeitungen gelesen, Fernsehprogramm gesehen?Wer Meinungsfreiheit mit Gesinnungsjournalismus verwechselt, wer die deutsche Medienlandschaft für gleichgeschaltet hält, der hat gar nichts begriffen!

  4. 6. genau

    Frau Birthler und ihre Behörde auf Rote Socken Jagd. Deswegen hat auch schon Helmut Kohl gegen Frau Birthler geklagt, weil sie so stramm konservativ ist. Und bei Herrn Stolpe war die Behörde ja auch total SPD-freundlich.Mein Gott: Findet euch damit ab, Herr Gysi war (entfernt. Bitte beachten Sie die Urteile zu diesem Thema und versuchen Sie mit "war wahrscheinlich ein IM" unserer Rechtsabteilung Arbeit zu ersparen. Die Redaktion/jk) ; dies anscheinend freiwillig und aus Karrieregründen. Musste man damals wohl sein um irgendwie weiterzukommen. Allerdings hat Herr Gysi Jahrelang gelogen was jetzt halt problematisch ist. Jetzt muss die Linke/PDS nur noch eintscheiden wie sie damit umgehen will. Allerdings sind die Beiträge hier im Forum schon sehr auf Propaganda-Linie; was einem nicht gefällt kann auch nicht wahr sein...

    • KHJ
    • 28.05.2008 um 22:45 Uhr

    Nicht nur der Spiegel hat mehrmals darüber berichtet, dass Gregor Gysi ein "IM" ist, sondern auch andere Medien. Gysi hat nach wie vor die Fähigkeit besessen, alles dafür zu tun, dass dieses Fass nicht geöffnet wird. Ich hoffe genauso, das Gysi wie ein alter Nazi von seinen Ämter zurückt tritt. Denn das hat das Deutsche Volk nicht verdient![Anm.: Bitte seien Sie vorsichtig mit solchen Vergleichen. Danke. /Die Redaktion pt. Überschrift gekürzt, bitte beachten Sie die bisherigen Urteil zu diesem Thema. Die Redaktion/jk]

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    • Anonym
    • 28.05.2008 um 23:05 Uhr

    Linker oder Sozialist in Ihrem Sinne als NaZi zurücktreten. Ist ihnen was ins Glas gefallen, beim Schreiben?debrasseur

    • Anonym
    • 28.05.2008 um 23:05 Uhr

    Linker oder Sozialist in Ihrem Sinne als NaZi zurücktreten. Ist ihnen was ins Glas gefallen, beim Schreiben?debrasseur

    • heirei
    • 28.05.2008 um 22:52 Uhr

    Das Problem liegt glaube ich denn doch mehr bei der PDS/Linke selber als bei irgendwelchen "verschwörerischen" etablierten Parlamentskreisen. Denn hat die PDS es denn nach der Wende nun schon einmal geschafft mit Ihrer eigenen Vergangenheit klar Schiff zu machen - Nein. Denn dies würde wohl am wenigsten diese demontieren, die hier angegriffen werden, sondern vielmehr die ganzen getreuen, die sich in dem einst so verfeindete System denn doch nicht so schlecht eingerichtet haben.Ich kann dem Fuchs glauben, wie man einem Fuchs glauben kann, aber respektiere ich Ihn weil er Dinge zumindest anspricht, mir zwar nicht genügend oft, doch tut er's. Doch all die alten Bonzen, die bleiben in Ihrer Blase, verschwören sich meist noch auch viel perfiderer, doch trainierten, Art und Weise, und genau diese Gruppe belässt die Partei "Die Linke" meiner Meinung völlig zu recht stets unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes und der BStU. Denn unter "Demokratischer Sozialismus" oder "die Linke" verbirgt sich denn doch noch viel zu oft eine Gruppe die das Regime der DDR für einen rechtschaffenden Staat mit einer ehrlichen Aufgabe verklärt, die dessen Verbrechen leugnet und sich schon gar nicht in offene Diskurse über Idiologie und der gleichen einlassen möchte.Deshalb, meine ich, liegt es an der Partei sich dieser Vergangenheit zu stellen und nicht n u r  an Ihren öffentlich vorzeigbaren Mitgliedern.

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    • Anonym
    • 28.05.2008 um 23:25 Uhr

    Verdrossenheit solcher Politik, die alle Mittel in Bewegung setzt den Gegner durch gezielte Indiskretion, so sie auch nur eine Vermutung haben, denn nichts anderes bleibt es bis anhin, um mit den Worten von FJS selig zu sprechen. Stichhaltige Beweise gibt es trotzdem nicht. Noch einmal, in der heutigen Frankfurter Rundschau können Sie im Interview mit dem Sohn von Havemann erfahren, was Gysi für seinen Vater bedeutete und für die ganze Familie gleich mit. Also Sie sind mir schon ein schlanker Demokrat.Da macht sich eine Partei aus dem Osten auf, um sich im Westen eine Plattform zu schaffen. Schon wird unterstellt man denen, sie sind der Wurmfortsatz der Stalinisten und dergleichen. Ich halte nichts von Gleichmacherei.Wäre es nicht einmal an der Zeit, diejenigen ausfindig zu machen, die als sogenannte Blockflöten mitgeholfen haben, Herrn Dr. Kohl die Macht in Deutschland zu erhalten oder waren Sie da noch nicht geboren und reklamieren dann postwendend die Gnade der späten Geburt?Wenn eine Behörde nach 18 Jahren immer noch nicht herausgefunden hat, was Sache ist, dann sollte man sagen, daß die Zugehörigkeit zur Stasi einem nicht verjährenden Delikt gleichkommt. Immerhin steht überhaupt in Frage, ob Gysi IM war. Warum sollen urplötzlich Leute, die nun von Berufs wegen die Seiten gewechselt haben anders ihren Broterwerb verdienen wollen. Schon mal daran gedacht? Mitarbeiter dieser Behörde waren früher schon nicht zimperlich im Umgang mit der Wahrheit, sie werden es heute, unter Berücksichtigung vorgenannter Fakten, nicht anders halten, als damals. Sagen wir mal, so eine Art Selbsterhaltungstrieb. Wie schreibt GEBE immer so schön: Wem es denn nütze!debrasseur

    • Anonym
    • 28.05.2008 um 23:25 Uhr

    Verdrossenheit solcher Politik, die alle Mittel in Bewegung setzt den Gegner durch gezielte Indiskretion, so sie auch nur eine Vermutung haben, denn nichts anderes bleibt es bis anhin, um mit den Worten von FJS selig zu sprechen. Stichhaltige Beweise gibt es trotzdem nicht. Noch einmal, in der heutigen Frankfurter Rundschau können Sie im Interview mit dem Sohn von Havemann erfahren, was Gysi für seinen Vater bedeutete und für die ganze Familie gleich mit. Also Sie sind mir schon ein schlanker Demokrat.Da macht sich eine Partei aus dem Osten auf, um sich im Westen eine Plattform zu schaffen. Schon wird unterstellt man denen, sie sind der Wurmfortsatz der Stalinisten und dergleichen. Ich halte nichts von Gleichmacherei.Wäre es nicht einmal an der Zeit, diejenigen ausfindig zu machen, die als sogenannte Blockflöten mitgeholfen haben, Herrn Dr. Kohl die Macht in Deutschland zu erhalten oder waren Sie da noch nicht geboren und reklamieren dann postwendend die Gnade der späten Geburt?Wenn eine Behörde nach 18 Jahren immer noch nicht herausgefunden hat, was Sache ist, dann sollte man sagen, daß die Zugehörigkeit zur Stasi einem nicht verjährenden Delikt gleichkommt. Immerhin steht überhaupt in Frage, ob Gysi IM war. Warum sollen urplötzlich Leute, die nun von Berufs wegen die Seiten gewechselt haben anders ihren Broterwerb verdienen wollen. Schon mal daran gedacht? Mitarbeiter dieser Behörde waren früher schon nicht zimperlich im Umgang mit der Wahrheit, sie werden es heute, unter Berücksichtigung vorgenannter Fakten, nicht anders halten, als damals. Sagen wir mal, so eine Art Selbsterhaltungstrieb. Wie schreibt GEBE immer so schön: Wem es denn nütze!debrasseur

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