Reproduktionsmedizin Die ZukunftskinderSeite 4/4

Als der Bundestag einmal wieder über die Stammzellforschung diskutierte, sagte der ehemalige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Ernst-Ludwig Winnacker, den Rubikon habe die Wissenschaft mit der Geburt des ersten künstlich gezeugten Kindes überschritten. Bisher sieht es jenseits des Grenzflusses erstaunlich ruhig und unspektakulär aus. Bisher.

Mitarbeit: Harro Albrecht, Andreas Sentker

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
    • TyRell
    • 01.06.2008 um 16:11 Uhr

    Mit Euphorie sollten wir einer besseren Zukunft entgegenblicken. Noch in weiter Ferne, aber eines Tages werden vielleicht alle Menschen ohne Nachteile und Behinderungen auf die Welt kommen.

  1. Leider ist es gerade nicht so das die Wissenschaft und Forschung zum Wohle der Menschheit gearbeitet haben. Die Auftraggeber sind die Industrie und die Staaten und die sind bekanntlich die größten Kriegstreiber und Profitmacher, für diese Sektion selektiert die Wissenschaft die Embryos oder forscht in der Gentechnologie. Es ist furchtbar aber leider wahr, das der größte Teil der Forschung, eher die Zerstörung der Menschheit betreibt als wie im Artikel suggeriert zum Wohle der Menschheit arbeitet. Die Forschung ist abhängig von Auftraggebern wie Monsanto, oder von Machtbessesenen Regierungschefs und ihre Militärs. Würde die Forschung unabhängig sein ohne die Vorgaben des Kapitals, würde wahrscheinlich eine bessere Welt entstehen. Das zweite was unbedingt sein muss, ist die Schulung des Wissenschaftlers in Meditation, der Forscher muss sich selbst kennen und Meditation ist nichts anderes als die Wissenschaft des Subjekts, die Wissenschaft des Bewusstseins. Das ist eine Voraussetzung wenn am Objekt  Menschen gearbeitet wird. Ja und es wäre wirklich Zeit, sich von der Schöpfungshypothese zu verabschieden und die Verantwortung für uns Menschen und unsere Umwelt selbst zu übernehmen, damit würde die Menschheit erwachsen werden.

  2. und schon jetzt zeichnet sich ab, wohin der Weg geht. Im Monet gibt es natürlich "nur" die vielen Vorteile, Kinder nach Mass, welche Augenfarbe hättens denn gern??

    Was soll an dieser Zukunft besser sein, wenn Menschenmaterial züchtbar wird, zu welchem Zweck auch immer. Den perfekten Menschen wollten die Nazis vor ein paar Jahrzenten auch schon mal und jetzt versuchen wir wieder einmal mehr, mit dem kargen Verstand einer Horde Affen Gott zu spielen.

    Und wer wird der Gewinner in solch einer Zukunft sein? Konzerne, die anhand von Gewinnmargen behandelbare Erkrankungen heilbar machen? PÜolitiker, die nur ihr eigenes Wohl im Kopf haben? Eine Menschehit, die es nicht einmal schafft, ihre grundlegendsten Probleme mit ein wenig Verstand zu lösen.

    Was für eine Zukunft. ( Wobei die Vergangenheit erstaunlicherweise genau die gleichen Mustetr auswiest, wie sie sich jetzt wieder am Horizont zeigen )

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    • TyRell
    • 01.06.2008 um 17:06 Uhr

    Ich glaube du bist immer noch mit dem Verstand eines Affen
    ausgestattet, wenn du tatsächlich davon überzeugt bist, dass es einen
    Schöpfergott gibt...

    • TyRell
    • 01.06.2008 um 17:06 Uhr

    Ich glaube du bist immer noch mit dem Verstand eines Affen
    ausgestattet, wenn du tatsächlich davon überzeugt bist, dass es einen
    Schöpfergott gibt...

    • TyRell
    • 01.06.2008 um 17:06 Uhr

    Ich glaube du bist immer noch mit dem Verstand eines Affen
    ausgestattet, wenn du tatsächlich davon überzeugt bist, dass es einen
    Schöpfergott gibt...

    Antwort auf "Die Zukunft ist jetzt "
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    Bin zwar nicht die Redaktion, sage aber voraus, dass dieser Komment bald gelöscht sein wird.....Beherrschen Sie sich doch bitte. Wenn von "Gott spielen" die rede ist, heißt das noch lange nicht, dass man die Existenz Gottes voraussetzt. Es ist eine Redewendung......Und wenn Sie schon gläubige Menschen dermaßen verachten, dann machen Sie sich doch bitte die Mühe und verpacken Sie diese Verachtung forumsgerecht. Denn zur Beurteilung eines "Affen" oder eines "Spatzenhirns" oder auch eines "Ochsen" gehört  der Umgang mit Mitmenschen dazu.....

    Bin zwar nicht die Redaktion, sage aber voraus, dass dieser Komment bald gelöscht sein wird.....Beherrschen Sie sich doch bitte. Wenn von "Gott spielen" die rede ist, heißt das noch lange nicht, dass man die Existenz Gottes voraussetzt. Es ist eine Redewendung......Und wenn Sie schon gläubige Menschen dermaßen verachten, dann machen Sie sich doch bitte die Mühe und verpacken Sie diese Verachtung forumsgerecht. Denn zur Beurteilung eines "Affen" oder eines "Spatzenhirns" oder auch eines "Ochsen" gehört  der Umgang mit Mitmenschen dazu.....

  3. GB hat deutsche Stammzellforscher aufgenommen und wird auch deutsche Eltern beraten, die an der PID vor der Uebertragung interessiert sind. Ich denke die Diskussion in Deutschland ist nicht eine moralisch-religioese (die Anzahl der Kirchgaenger duerfte nicht hoeher sein als in GB) sondern viel mehr ein weiteres Beispiel fuer eine Null-Risiko Gesellschaft. Die Moeglichkeit einer eventuellen gefaehrlichen Entwicklung in weiter Zukunft, gerne auch mit Verweisen auf Nazis/Industrie/Kapitalismus, reicht in Deutschland fuer ein Verbot voellig aus. Da jede Technologie moegliche Risiken beinhaltet heisst dies das neue Technologien in Deutschland nicht mehr entwickelt oder zumindest nicht mehr in Anwendungen ueberfuehrt werden. Sachliche Argumente wie von Frau Nippert im Artikel werden die Diskussion nicht beinflussen da in Deutschland Prinzipien (Null-Risiko) und nicht Einzelfaelle (siehe Argumente aus GB am Anfang des Artikels) entscheiden. Als junger Mensch frage ich mich ob Deutschland einmal anders war oder wie laesst sich die internationale Fuehrung in Forschung und Technologie um 1900 erklaeren?

  4. Es geht offenbar den Forchern  nicht um Moral und Ethik, es geht eher um Kommerz. Nicht umsonst stehen hinter solchen Versuchen Einflußreiche Konzerne. Menschen sind offenbar überheblich genug, Gott spielen zu wollen. Wie im Artikel angedeutet, ist die Reproduktion z.Zt. noch mit vielen Risiken behaftet und nicht unbedingt sehr erfolgreich. doch das ist nur temporär.  Wenn es gelingen sollte, die Erfolgsaussichten dramatisch zu verbessern, werden Konzerne schnell einen Markt erobern und Milliarden umsetzen.Dann können wir getrost von " Designer-Babys " sprechen. Ob der Menschheit damit geholfen wäre, ist mehr als fraglich.Leider kommt noch ein höchst beunruhigender Effekt hinzu. Wenn es zum Beispiel Menschen gibt, die mit einem unheibaren Leiden geboren wurden, wird es Eltern geben, die ein "optimiertes" Baby reproduzieren lassen, um es als Ersatzteillager zu benutzen. Erstaunlich in diesem Zusammen hang ist auch, dass es Umfragen bei Körperbehinderten gegeben hat zu diesem Fragenkomplex; die Befragten haben sich mit großer Mehrheit gegen derartige Manipulationen ausgesprochen.Solitaire

    • ttob
    • 01.06.2008 um 21:00 Uhr

    ... wenn man alle genetischen Fehler als Erwachsener ausbügeln könnte. Leider ist es bis dahin noch ein weiter weiter Weg. Das Problem bei der vorgeburtlichen "Auswahl" ist zum einem der Euthanasiegedanke der einem zwangsweise im Hinterkopf herumspukt, zusammen mit der durchaus begründeten Furcht, dass es zu Optimierungsmissbrauch kommt, z.B. Bessergestellte künftig auch an Ihrer genetischen Ausstattung erkennbar sind oder Kinder für eine hemmungslose Leistungsgesellschaft "optimiert" werden. Dummerweise müssten solche Kinder dann die Entscheidungen ihrer Eltern ausbaden, ohne Chance sie nachträglich ändern zu können.Zumindest das Problem des "Optimierungsmissbrauchs" könnte man aber politisch regeln. Statt immer gleich generelle Verbote zu verhängen, wäre eine Regelung, die unerwünschten Konsequenzen vorbeugt, viel sinnvoller. So wäre imho ein Verringerung von Erbkrankheiten schon von allgemeinem Vorteil, die Selektion eines speziellen Aussehens (einhergehend mit entsprechenden Moden) oder die Optimierung einzelner Leistungskriterien aber nicht unbedingt empfehlenswert. Immer sollte dabei auch herausgestellt werden, dass es keinen (wie auch immer gearteten) Zwang zu einer solchen Maßnahme geben darf. Wenn Versicherungen beginnen Leistungen bei Behinderungen zu kürzen, da diese ja auch "vermeidbar" gewesen wären, dann hört der Spass spätestens auf.

    • no_one
    • 01.06.2008 um 23:01 Uhr

    Ist Forschung, Weiterentwicklung, Evolution nicht dazu da, um den Menschen zu helfen? Ich verstehe oftmals das ethische Problem bei solchen Angelegenheiten nicht... Wenn irgendwelche Forscher verhindern können, dass die verschiedensten Krankheiten ausbrechen, warum nicht? Natürlich wird man dann auch zwangsweise rausbekommen, wie man das Geschlecht, die Haarfarbe oder sonst etwas ändern kann, aber das ist ja nicht das Ziel der angestrebten Forschung. Wenn man in 100 Jahren (erwachsen) Menschen Flügel und Kiemen verpassen kann, sehe ich da immer noch kein Problem drin, wäre doch ein riesen Fortschritt. Jaja, der Mensch spielt dann Gott, Buddha, Zeus oder sonst wen, aber der Mensch ist doch genauso wissbegierig wie er gläubig ist. Ich kann mir vorstellen, dass viele in Tagträumen abdriften, wo sie durch die Luft fliegen oder die endlosen Tiefen des Meeres erkunden. Es sind zwar "nur" Träume, aber wunderschöne, wie ich finde. Das ist zwar im Moment vielleicht alles noch Utopisch, aber wenn man die Forscher (Mediziner, Biologen und wie sie alle heißen) forschen lässt, können u.a. solche Träume Realität werden. 

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    • Puka
    • 02.06.2008 um 10:46 Uhr

    Das Ethische Problem besteht, neben der Anmaßung der Mensch wisse wie er geschaffen sein müsse, nicht darin, den Menschen zu "optimieren" sondern, die Menschheit neu zu spalten. Die Existenz eines Übermenschen setzt schließlich auch den Untermenschen voraus. Wie lange also wird es dauern, bis man einen neuen Rassenkrieg, diesmal tatsächlich zwischen genetisch Über- und Unterlegenen. Wie lange wird es weiterhin dauern, bis die Staatenlenker, seien es Politker oder Manager, auf die Idee kommen, sich den Menschen durch besondere genetische Ausprägungen gefügig zu machen. Jetzt noch fürchten wir uns vor dem generierten Menschen, diese Art Mensch wird sich dann vor dem Mechamenschen fürchten, un dieser letztlich dann wohl vor irgendwelchen Robotern. Das mag sehr phantastisch klingen, ist aber die logische Konsequenz, denn der Mensch macht alles wozu er fähig ist.mfgPuka

    • Puka
    • 02.06.2008 um 10:46 Uhr

    Das Ethische Problem besteht, neben der Anmaßung der Mensch wisse wie er geschaffen sein müsse, nicht darin, den Menschen zu "optimieren" sondern, die Menschheit neu zu spalten. Die Existenz eines Übermenschen setzt schließlich auch den Untermenschen voraus. Wie lange also wird es dauern, bis man einen neuen Rassenkrieg, diesmal tatsächlich zwischen genetisch Über- und Unterlegenen. Wie lange wird es weiterhin dauern, bis die Staatenlenker, seien es Politker oder Manager, auf die Idee kommen, sich den Menschen durch besondere genetische Ausprägungen gefügig zu machen. Jetzt noch fürchten wir uns vor dem generierten Menschen, diese Art Mensch wird sich dann vor dem Mechamenschen fürchten, un dieser letztlich dann wohl vor irgendwelchen Robotern. Das mag sehr phantastisch klingen, ist aber die logische Konsequenz, denn der Mensch macht alles wozu er fähig ist.mfgPuka

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